"Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?"

Diskutiere "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; @ honey lady: ich meinte das so das man sowas wie eine probezeit einführen sollte weil bei den neuen besitzern zu gucken wie das haus bzw. die...
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  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #81
@ honey lady:
ich meinte das so das man sowas wie eine probezeit einführen sollte weil bei den neuen besitzern zu gucken wie das haus bzw. die wohnung aussieht sagt ja nicht aus wie die neuen besitzer dann mit dem tier umgehen...
man sollte sich vorher schon im klaren sein welche pflege das tier braucht und welche anforderungen es stellt bevor man ein tier aus dem TH adoptiert...
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #82
@ honey lady:
ich meinte das so das man sowas wie eine probezeit einführen sollte weil bei den neuen besitzern zu gucken wie das haus bzw. die wohnung aussieht sagt ja nicht aus wie die neuen besitzer dann mit dem tier umgehen...
man sollte sich vorher schon im klaren sein welche pflege das tier braucht und welche anforderungen es stellt bevor man ein tier aus dem TH adoptiert...

@Saphiro Edelioni
Welche Pflege und welche Anforderungen das Tier braucht ,darüber sollte man sich doch immer vorher im Klaren sein, egal ,ob ein Tier aus dem Tierheim ,vom Züchter oder aus dem Ausland kommt ,welches man bei sich aufnimmt.;)

L.G.
martina
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #83
stimmt auch wieder :D
aber wenns vom züchter kommt dann isses sicherlich ein jungtier und somit noch viel pflegebedürftiger...
und aus dem ausland würde ich nie ein tier nehmen...
niemals
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #84
Ich finde das Wichtigste ,egal ob vom Züchter ,aus dem Tierheim oder aus dem Ausland ist ,daß der Hund glücklich mit seinem Menschen ist und umgekehrt.Auch wenn für mich kein Hund vom Züchter in Frage käme ,akzeptiere ich ,daß andere dazu eine andere Meinung haben.Ich denke ,da kann es kein richtig oder falsch geben .Es sollte nur gut überlegt sein ,welches Tier das Richtige ist.;)

L.G.
Martina
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #85
Schade, dass sich die positiven und negativen Erfahrungen mit den TH fast die Waage halten und bei so manchen Berichten erkenne ich mich wieder. Unseren Duncan, ein Schäferhund, den wir vor acht Jahren aus dem TH hatten, wollte man uns auch nicht geben. Er wurde ausgesetzt gefunden, saß 9 Monate im TH als unvermittelbar wegen angeblicher "Überschärfe". An diesem Problem mit dem Hund im TH zu arbeiten - Fehlanzeige! " Wir können die Verantwortung nicht übernehmen, dass Sie mit dem Hund ausgehen", ist deutlich einfacher zu sagen. Auf unsere Frage, was mit dem Hund geschehen wird, kam lediglich ein Achselzucken. Alle unsere Argumente halfen nichts. Jahrelange Hundeerfahrung mit dieser Rasse, Verzichtserklärung, dass keine Schadenersatzforderungen gestellt werden, wenn etwas passiert, - nichts half. Erst nach dem wir mit Schaum vor`m Mund mit Öffentlichmachung drohten, gab man uns gnädigerweise die Möglichkeit den Hund auszuführen. Als wir den Hund nach zwei Stunden zurückbrachten und er uns nicht mehr von der Seite weichen wollte, habe ich noch nie so viele dumme Gesichter gesehen.

Aber das Beste war, was hier wunderbar zum Thema passt, - die Gebühren waren deutlich höher, weil es sich um einen Rassehund handelt. Alles hätte ich verstanden, mehr Futterkosten weil großer Hund und und und. aber das schlug dem Fass den Boden aus. Selten habe ich mich so gerne u. laut gestritten wie an diesem Tag. Mein Fazit damals: "Ein Hoch auf alle TH!"

Bei Boomer waren unsere Erfahrungen genau das Gegenteil. Man ist uns zwar auch sehr kritisch entgegengetreten (wofür ich Verständnis habe) aber man merkte sehr deutlich, dass das Wohl des Hundes hier im Vordergrund stand und nicht die Weltanschauung der TH-Leitung. Klar muß ich mir kritische Fragen gefallen lassen, denn die vorherigen Leute die Boomer aus dem TH geholt hatten, haben ihn in einer Nacht- u. Nebelaktion nach 14 Tagen im Januar in der Nacht in der Notklappe entsorgt. Um solche Dinge zu vermeiden ist ein gesundes Misstrauen durchaus erlaubt.

Aber warum man einen älteren Menschen kein älteres Tier mehr anvertrauen will, obwohl für den Notfall nachweislich vorgesorgt ist, wird für mich immer unverständlich bleiben. Hier habe ich auch das Gefühl, einer macht es vor und viele einfach nach. Der gesunde Menschenverstand bleibt scheinbar immer mehr auf der Strecke. Wie sonst ist es möglich, dass ich wegen einer Rasse, die ich toll finde, von Anderen angemacht werde.

Übrigens auf die Frage welcher Rasse Boomer angehört: Er ist ein echter türkischer "Allinclusive", eine Rasse die hier noch nicht so verbreitet ist.:mrgreen:
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #86
Huhu,

ich hab mich nicht durch den ganzen Thread gelesen, aber schon ein Bisschen ;)
Ich will mir auch irgendwann einen Hund zulegen und ich ueberlege auch, ob dieser dann vom Tierheim oder vom Zuechter sein soll. Ich denke, es geht aber vielmehr darum, welcher Hund zu einem passt, vom Charakter her.
Man sollte keinen TH-Hund nehmen, nur weil er so arm dran ist, denn wenn man ihn am Ende nicht handeln kann, hat er auch nichts davon. Ich werde mich denke ich umsehen, ob ich das richtige Tier bei Tierschutzorganisationen finde und wenn nicht, gehe ich vll auch zu einem Zuechter. Aber ich finde es nicht schlimm, wenn sich jemand von vorn herein fuer einen Hund vom Zuechter entscheidet.

Du dem gedoodle: molemi, ich wuerde sagen, mit deinem Hund hattest du dann echt glueck. Denn es haette genausogut ein Hund der allergisch ist mit dem Wesen eines Pudels daraus kommen koennen, bei dieser Art vbon Hybridzucht.
Das erinnert mich an den Witz (von meinem Biolehrer), bei dem das Model zum Wissenschaftler sagt: Unsere Kinder waeren schoen und schlau! Und darauf der Wissenschaftler antwortet: Oder sie waeren Haesslich und Dumm.

Also, du weisst einfach nicht, was du kriegst bei diesen Hybridhunden, darum ist es eigentlich wenig empfehlenswert. Du scheinst da einen Gluecksgriff gelandet zu haben. Rein von den Erbkrankheiten her, sind diese Hunde aber tatsaechlich weniger betroffen.
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #87
Rein von den Erbkrankheiten her, sind diese Hunde aber tatsaechlich weniger betroffen.
MÄÄÄÄP! Falsch. Verpaarst du einen Showzuchtmops mit einem Schauzuchtschäferhund (nicht "die mit dem Knopf im Ohr", sondern "die mit dem Froschrücken") wird das Ergebnis nicht gerade vor Gesundheit und Lebensfreude strotzen, das gleiche Prinzip gilt, wenn man einen Mix mit ED 2 und einen Mix mit HD E2 verpaart.
Dadurch, dass Mischlinge vor der Verpaarung keine Gesundheitstests absolvieren oder eventuell erbliche Krankheitsfälle dem Zuchtverband melden müssen, gelten sie als "gesünder".
Dass Mäxchen Epilepsiegenträger ist und Susileins Vorfahren alle an Knochenkrebs starben, weiß der Welpenkäufer ja nicht, und wenn er es bemerkt, ist es oft schon Fünf nach Zwölf, also so oder so zu spät für Bobbi, den Sohn aus der Verpaarung.
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #88
Off-Topic
klar, das ist keine Regel in Stein gemeisselt. Wenn ich das sage, geht es mir nicht um einzelne Beispiele, sondern darum, dass bei verschiedenen Rassen wesentlich seltener beide rezessiven Allele fuer eine Erbkrankheit zusammen kommen, als bei reinrassigen Verpaarungen.
So wuerde ein Schaeferhundmix keine typischen Schaeferhundkrankheiten bekommen, das schliesst natuerlich andere Krankheiten die dabei zustande kommen koennen nicht aus, ist aber wesentlich seltener.
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #89
@Pewee: Vielleicht sollten sich unsere Bestien mal treffen, dann können sie sich gegenseitig zerfleischen :mrgreen:. Wobei Jerry ja nicht einmal im Ansatz gefährlich aussieht, weder Größe noch Farbe passen da ins Klischee.^^

Aber das Beste war, was hier wunderbar zum Thema passt, - die Gebühren waren deutlich höher, weil es sich um einen Rassehund handelt. Alles hätte ich verstanden, mehr Futterkosten weil großer Hund und und und. aber das schlug dem Fass den Boden aus. Selten habe ich mich so gerne u. laut gestritten wie an diesem Tag. Mein Fazit damals: "Ein Hoch auf alle TH!"
Das ist ja mal eine bodenlose Frechheit. Erst einen Hund als Problemhund abhandeln, und dann mehr Geld für ihn wollen. Habt ihr den vollen Betrag (wie viel war es denn, wenn ich fragen darf?) dann bezahlt? Ich hätte das vermutlich nicht gemacht, alleine schon aus Prinzip. Es gibt auch viele Rassenothilfen, die auch Hunde mit Papieren haben, aber gegen eine normale Schutzgebühr vermitteln. Was sich manche THs rausnehmen ist wirklich eine Frechheit, das muss man schon mal so sagen. Es sind aber bestimmt nicht alle so, nicht dass mich jetzt einer falsch versteht ;).

Off-Topic
So wuerde ein Schaeferhundmix keine typischen Schaeferhundkrankheiten bekommen, das schliesst natuerlich andere Krankheiten die dabei zustande kommen koennen nicht aus, ist aber wesentlich seltener.
Auch die Rechnung haut leider nicht ganz hin. Viele Rassen können Träger von Erbkrankheitsgenen sein, es gibt ja nicht nur eine Krankheit pro Rasse ;). Außerdem gibt es so etwas wie rassetypische Krankheiten meiner Meinung nach kaum. HD tritt bei allen großen und massigen Rassen auf, PL kann bei allen kleinen Hunden auftreten usw.. Dafür dürfte dann aber immer die gleiche Genkombination verantwortlich sein. So kann also ein DSH-Rotti-Mix ebenso HD haben wie ein reinrassiger DSH.
Es gibt nur wenige Krankheiten, wie den MDR-1-Defekt, die sich wirklich auf ein paar Rassen eingrenzen lassen (das Merle-Gen ist auch eines der wenigen Beispiele, mehr fallen mir momentan nicht einmal ein).
Wirklich gesünder sind eigentlich nur Strassenhundmischlinge, die sich über Generationen - der natürlichen Selektion unterworfen - fortgepflanzt und durchgemischt haben, aber auch nur in Gegenden, in denen der Genpool groß genug war, da sonst durch Inzucht neue Krankheiten entstehen können. Das sind aber Hunde, die schon wieder zu einer eigenen Rasse erklärt wurden (wie manche Strassenhunde), da man gar nicht mehr zurück verfolgen kann, aus welchen und wie vielen Rassen diese einmal entstanden sind.


Man sollte keinen TH-Hund nehmen, nur weil er so arm dran ist, denn wenn man ihn am Ende nicht handeln kann, hat er auch nichts davon.
Dem kann ich mich 100% anschließen. Aus dem TH oder dem TS werden viel mehr Hunde unüberlegt geholt (was sich viele Orgas mit ihren Bildern trauernder Hunde hinter Gittern zu nutze machen), da sie einfach Mitleid erregen. Man will ja helfen und holt dann übereilt einen Hund, der einen eigentlich überfordert, weil er verhaltensgestört oder traumatisiert ist. Solche Hunden kommen dann meist wieder zurück ins TH, auch wenn sie unter gekonnter Führung vielleicht ein richtiges zu Hause gefunden hätten. In solchen Fällen sind THs dann manchmal auch zu nachsichtig mit den neuen Haltern. Ich weiß, wie man es macht, ist es nicht in Ordnung ;). Manche geben kaum Tiere ab, andere verschenken sie gerade zu. Ein TH zu finden, dass das Mittelmaß gefunden ist, ist anscheinend recht selten. TH-Mitarbeiter sind eben auch nur Menschen, die Fehler machen oder sich von ihren Gefühlen leiten lassen und dann eben - wie oben erwähnt - vielleicht auch Tiere aufgrund ihrer eigenen Bindung zu ihnen gar nicht mehr vermitteln wollen (ich selbst wäre ja nicht besser :roll:).

LG
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #90
Off-Topic
kiwi, das gilt für die allerwenigsten erbkrankheiten. Die meisten und am weiten verbreitetsten sind nämlich rassenübergreifend.
Außerdem wird nur ein bruchteil klassisch r-d vererbt. Und diese Krankheiten sind auch in reinrassigen verpaarungen super einfach aus zu schließen, so dass es gerade rassehunde, die gezielt verpaart werden, kaum betrifft. Deine Theorie vom gesunderen mischling geht also vielleicht in 1% der fälle auf;)
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #91
@ hundefreundin 1:
da hast du allerdings auch wieder recht :D
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #92
Vor mir flüchten auch Hundehalter und ich weiß nicht wieso ;).
Worüber wunderst Du Dich? Das sind genau die uneinsichtigen Hundehalter, die es bevorzugen lieber irgendwelche ......Parolen in die Welt zu setzen, als an dem eigenen Verhalten etwas zu ändern. Und, schwupp die wupp bist Du es, die diese Bestie hat, weil jeder von irgendwelchen anderen Vorfällen meint gehört zu haben. Ärgerlich nur, dass man kaum erfährt, wer der "Herausgeber" solcher Dinge ist. Leider muß man damit leben.
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #93
Ich finde das Tierheim ist total super wenn man noch keine konkreten Vorstellungen von dem neuen Haustier hat oder wenn man gezielt etwas gutes tun möchte. Aber wenn sich jemand ganz speziell für eine bestimmte Rasse interessiert und sich vorher informiert dann finde ich es absolut nicht verwerflich wenn derjenige sich dann auch diese Rasse zulegt. Solange man keine Hunde möglichst billig erwirbt unter dem Motto "Geiz ist geil" ..
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #94
@Pewee: Vielleicht sollten sich unsere Bestien mal treffen, dann können sie sich gegenseitig zerfleischen :mrgreen:. Wobei Jerry ja nicht einmal im Ansatz gefährlich aussieht, weder Größe noch Farbe passen da ins Klischee.^^

Jahaaa, das sollten wir und dann gehen wir die Straßen unsicher machen mit unseren Biestern :mrgreen: Naja Jerry ist eher dunkel, fast schwarz und ich glaube, viele haben Angst vor seinem Kopf. Er guckt nicht gerade freundlich und sieht meist ziemlich verwuschelt aus, weil sein Fell am Kopf und an den Beinen eben auch nicht das schönste ist. Aber eigentlich gehört Hanna zu den "bösen" Hunden, die ist nämlich einiges zickiger und ihre Toleranzgrenze ist auch viel geringer als Jerrys. Aber sie sieht halt einfach nicht gefährlich aus :lol:
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #95
Hallo Mischling,

wir haben glaube ich € 200,-- damals bezahlt und kosten sollte er € 350,-- denn diesen Irrsinn hätten wir nie mitgemacht. Ich glaube die waren nachher nur froh, dass sie uns los waren. Die große Klappe hatte ich aber nur riskiert, weil Duncan bereits bei mir im Auto saß und da sich an den Hund ja eh` keiner herangetraut hat, war ich auf der fast sicheren Seite.

Für die Übernahme des Hundes hatten wir bereits € 500,-- eingesteckt, unabhängig was er gekostet hätte. Pech gehabt, die Differenz wurde an eine andere Tierschutzorganisation überwiesen.
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #96
Ich finde das Tierheim ist total super wenn man noch keine konkreten Vorstellungen von dem neuen Haustier hat oder wenn man gezielt etwas gutes tun möchte. Aber wenn sich jemand ganz speziell für eine bestimmte Rasse interessiert und sich vorher informiert dann finde ich es absolut nicht verwerflich wenn derjenige sich dann auch diese Rasse zulegt. Solange man keine Hunde möglichst billig erwirbt unter dem Motto "Geiz ist geil" ..

Dem letzten Satz schließe ich mich durchaus an, allerdings ist es, wenn es nicht gerade ein Zuluhund, Ägyptischer Nackthund, Basenji oder ähnlich seltener Hund ist, dennoch zumindest den Versuch wert, den Hund seiner Traumrasse in Tierheimen zu finden.
Ich wollte einen Australian Shepherd, und (sicher hat unsere "ach so geliebte" Modewelle mit dazu beigtragen) derzeit findet man nicht selten einen Hund dieser Rasse oder dieses Mixes im TH. Ich hatte eben wohl eine konkrete Vorstellung und bin trotzdem im TH fündig geworden mit Mona. Mag sein, dass das vielleicht eher ein Einzelfall ist, trotzdem würde ich es pauschal so nicht sagen wie du, denn ich kenne bisher niemanden, der nicht schon bei der Entstehung des Wunsches nach einem Hund eine Art "Traumhund" im Kopf hatte.
;)


Off-Topic
Vor mir flüchten auch Hundehalter und ich weiß nicht wieso
Das muss nicht mal einen besonderen Grund haben, denke ich. Zumindest nicht immer. Meine Hündin wird viel häufiger mit "Ach, ist die süß" betitelt, als mit "Wow, die ist bestimmt schwierig zu händeln und nicht für jedermann geeignet", obwohl Letzteres eher zutrifft als die erste Variante. ;) Und trotzdem machen viele einen Bogen um uns und ich mache auch manchmal Bögen um andere, zum Beispiel könnte bei mir ein Grund sein, dass Mona mal einen schlechten Tag hat, wir gerade im Training sind und noch nicht so viel Ablenkung schaffen o.ä., da möchte ich einfach in diesem Moment niemandem begegnen, das muss gar nichts mit dem Hund an der Leine oder dem anderen Ende selbiger zu tun haben. Mir brüllen die Leute auch manchmal zu, wenn ich abdrehe "Meiner ist ganz lieb, sie können ruhig zurückkommen" und dann zurückzubrüllen, dass ich gerade traile o.ä. und der Hund dort noch so lieb sein kann, aber Mona nun erstmal diese Aufgabe beendet, ohne Ablenkung (deshalb das Beispiel mit dem Trailen, da arbeiten wir noch dran), da habe ich auch selten Lust zu.
Wenn ich es doch erkläre, sofern besagte Person überhaupt nah genug ist und sich dafür interessiert, dann bleiben die Leute auch manchmal stehen, warten, bis wir fertig sind und dann können die Hunde immer noch spielen.
Klar, bei gewissen Leuten kriege ich schon aus der Entfernung einen Herzstillstand, einfach weil es mir teilweise so leid tut, wie die mit ihren Hunden umgehen oder da ein Hund ist, der es sich schon ernsthaft mit Mona "verscherzt" hat, dann gehe ich schon woanders lang, wenn möglich.
Öhm, ja, lange Rede, kurzer Sinn: Ein Hund muss nicht zwangsläufig gefährlich aussehen, damit Leute ausweichen. ;)
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #98
Off-Topic
Der Text ist echt interessant. Man merkt, dass der Autor schon so einiges miterlebt hat, wobei man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen kann. Aber Recht hat er/sie.
Stellenweise fand ich es sehr schwarz-weiß dargestellt, was vielleicht auch darafn lag, dass der Autor die seriösen Züchter bewusst ausgelassen hat. Vielleicht ist es bei dem Thema ja aber auch nötig schwarz-weiß zu sehen... was meint ihr?


EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Aber mal ehrlich, einen Hund zu haben ist doch kein Wettbewerb,wer dem ärmsten Tier geholfen hat. Es geht darum das passende Familienmitglied zu finden und manchmal ist das eben nicht die blinde, alte Hündin aus dem Tierschutz, sondern ein Anfängerhund aus dem Tierheim, dem Ausland oder vom seriösen Züchter. Und jeder der einen da anmault und sagt, "Mein Hund ist aber viel ärmer dran als deiner" und sich deswegen besser fühlt, der hat doch ne Meise :roll:

Es ist ganz toll, wenn man einem Hund mit schlechten Chancen ein Zuhause gibt und das auch händeln kann und das verdient respekt. Aber das ist finde ich kein Freibrief alle, die sich das nicht zutrauen oder zu denen das eben nicht passt, runter zu machen oder sich besser zu fühlen.
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #99
Die meisten Leute, die eine bestimmte Rasse im Kopf haben holen sich doch einen Welpen.. Natürlich sitzen mittlerweile viele Rassehunde im TH, das stimmt ;) Ich ging nur davon aus -so wie es wohl meistens ist- dass der Rassewunsch durch einen Welpen erfüllt wird.
 
  • "Wieso nimmst du keine arme Seele aus dem Tierheim?" Beitrag #100
Halli, hallo.

Ich möchte jetzt mal erzählen, wie und warum ich zu meinem Hund kam...

Zunächst mal bin ich offen für FAST alle Varianten (Tierschutz, Züchter, Privat).Für mich war/ist aber wichtig zu wissen, WO der Hund herkommt, bzw. ihn "persönlich" kennen zu lernen, mit den TS-Leuten zu sprechen, die den Hund kennen, mir was über ihn erzählen können UND wollen, usw.. Somit schied z. B. eine direkte Auslandsvermittlung nur via Foto/Internet absolut aus, wobei ich nicht gegen Hunde aus dem Ausland bin, die schon hier sind und über deren Wesen fundiert berichtet werden kann. Primär wollte ich auch eigentlich einem Hund aus dem Tierschutz helfen, WENN sich das passende findet. Wir haben zwei Kleinkinder (2 & 4) und da ist die Souveränität eines Tieres für uns das wichtigste !

Zurück zum Thema. Als der Gedanke "Hund" bei mir reifte studierte ich zunächst mal lokale und logistische Gegebenheiten zwecks Laufmöglichkeiten, Hundeschulen die auch zeitlich passten, sprich, kann ich das ganze Drumherum leisten. Dann mehrfach praktisches Training als Urlaubspflegestelle mit Hunden aus der Familie und Bekanntenkreis um sicher zu sein, dass ich Alltag mit Hund und Kids dann auch gewuppt bekomme.

Dann ging das zaghafte, erst mal theoretische Suchen durch regionale Tierheime vorab via Websites los, zu dem Zeitpunkt gab es jeweils aber keine passenden "Kleinkindtauglichen" Hunde. (Möglichst regional, bzw. keine zu langen Autofahrzeiten, damit man bei Bedarf den Hund vorab mehrmals unkompliziert besuchen kann. Quer durch Deutschland fahren mit Kind und Kegel konnten/wollten wir verstänlicherweise nicht.) Dann sind wir auf einer großen Vermittlungsseite gelandet, auf der man genaue Suchvorgaben geben konnte und bekamen dann Vorschläge. Unter anderem zwei erwachsene Rüden, die den ausgewählten Kriterien entsprachen, beide sogar aus dem gleichen TS-Verein. Dieser Verein hatte auch Anzeigen von einzelnen Welpen und Junghunden platziert, aber darum habe ich mich nicht geschert, weil ich dachte "Welpen sind eh sofort vergeben". Interesse an den beiden "Großen" wuchs, deren Vita klang zauberhaft, also weiter zur vereinseigenen Website. Vereinsbeschreibung, etc. klang famos, doch dann das: Keiner der auf der Vermittlungswebsite angegebenen Hunde und Welpen war dort aufgeführt. Bei nochmaliger Recherche konnte man dann lesen, dass diese Anzeigen auch schon mindestens drei Monate alt waren, ebenso die der Welpen. Ich habe dann das Kontaktformular ausgefüllt und gefragt, ob die beiden Rüden überhaupt noch zur Vermittlung stehen, weil Anzeigen älter (und vielleicht nur vergessen wurden, rauszunehmen) und NIE eine Antwort erhalten. Ich habe den Verein dann gegoogled und in diversen Foren u.ä. gelesen, dass diese Anzeigen als "Lockangebote" wohl gerne mal stehen gelassen werden. So war das Interesse dann leider schlagartig versiegt und im regionalen Tierschutz fand sich noch immer nicht das für uns passende.

Letztendlich sind wir über kleine Umwege dann bei einer Züchterin gelandet. Da ich mich auch aus "lokalpatriotischen" Gründen schon immer für den Elo interessiert und den Werdegang der Züchtung immer mal wieder verfolgt habe, bin ich dann wieder dort gelandet und habe nach weiteren reiflichen Überlegungen ein Kennenlerntreffen mit einer Züchterin vereinbart. Und nach dem Besuch der Zuchtstätte, unserem UND IHREM guten Bauchgefühl ist dann einer ihrer Welpen bei uns gelandet. Und er ist das Beste was und (und vor allem unseren Kids) hätte passieren können.

Wäre der Verein aber nicht suspekt gewesen, oder der passende Hund in den anderen Tierheimen gesessen, hätte es auch gut und gerne ein Hund aus dem Tierschutz werden können. Hier lief das Schicksal halt anders.

Hätte die Züchterin übrigens zu uns gesagt: "Wartet mit Hund lieber noch etwas", dann hätten wir uns das, schweren Herzens, natürlich getan und gewartet. Aber so passte es. Wir haben übrigens einen sehr guten Kontakt zu ihr und treffen uns häufig.

Das ist für mich das wichtigste: Der Kontakt auch mit den Menschen, seien es Züchter, Tierheimangestellte, Privatleute. Wenn ich sehen kann, wie dort mit den Tieren umgegangen wird, ob mir gezielt etwas über die Tiere erzählt werden kann (und nicht nur oberflächliches, auswendig gelerntes Blabla) und auch ICH und meine Situation genau durchleuchtet wird, dann kann ich auch sicher sein, ein charakterlich gutes Tier zu bekommen, ob mit oder ohne Stammbaum !

Und das wird man bei Vermehrern oder unseriösen Tierschützern nicht finden.


P.S.: Von besagtem TS-Verein habe ich vor kurzem dann doch was gehört - einen ziemlich dreisten Spendenaufruf für ihr Tierheim. Meine Mailanschrift hatten sie wohl von dem Kontaktformular gespeichert...
 
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