Grundregeln - wie habt ihr das gemacht

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steffi1977

steffi1977

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Hallo,

wir sind gerade dabei die ersten Grundregeln zu lernen, Raja ist auch sehr gelehrig und macht gut mit.

Welche Grundregeln gibt es bzw findet ihr das ein Hund die erlernen soll?
Wie habt ihr die beigebracht?

Bin nicht so gut in Beschreiben, sorry schon mal dafür ... hoffe aber auf viele Hilfreiche Tipps :uups:

Sitz
Klappt schon super, mit Kommando und Handzeichen (Zeigefinger hoch) ... Habe das Leckerli dafür genutzt und über ihre Nase hinweg gezogen, so klappte es ganz schnell von alleine so gierig wie sie auf Lecker ist :)

Platz
Klappt jetzt auch schon prima, mit Kommando und Handzeichen (Zeigefinger auf dem Boden zeigen) ... Aus dem Sitz raus das leckerlie auf dem Boden ziehend von ihr Weg :D

Hol
Ihr Lieblingsspielzeug wieder holen, klappt meistens. Ich muss dafür aber im Spiel sein mit ihr, dann kann ich es wegschmeißen und sie rennt hin und holt es
Bring
Wenn sie dann zurück kommt sage ich schon "Bring" und sie läuft zum Glück direkt auf mich zu so das ich es abnehmen kann, habe dann aber ein leckerli in der Hand damit sie das Spielzeug auch los lässt :p
So habe ich angefangen und mache ich es noch oft so:
Wir haben einen Tunnel (Spielzeug der Kinder) wo sich super gerne durch läuft, wenn ich sie dann so richtig schon aufgeheizt habe zum Spielen mit dem Ball dann schmeiße ich den durch den Tunnel und sage wenn sie dann losrennt sofort "hol", wenn sie dann zurück rennt mit dem Spielzeug im Maul sage ich "bring" ... und es klappt wirklich schon gut, hoffe das sie sich das dann irgendwann einprägt ...
Hilfe brauche ich:
Wie bringe ich ihr bei das mit einem bestimmten Spielzeug zu machen ... meine das Apportieren (heißt das so?)

Hier
Ich lasse sie draußen ja oft ohne Leine laufen (obwohl auch mit Leine mache ich das schon mal), wenn ich merke das sie zu mir rennt oder ich rufe sie habe ich schon ihr leckerli in der Hand und gehe ein wenig zurück und halte meine Hand mit Leckerli nach unten hin, kurz vorm Andokken (*lol*) sage ich dann "hier" ... das klappt auch schon solange keine Ablenkung da ist :D

Hierzu könnte ich noch Hilfe gebrauchen :cool:
Pfötchen
Warte
Pfui
gerade Draußen für mich ja schon wichtig, sie will im Hasenköttel essen, jetzt rückel ich kurz an die Leine und sage "pfui" ... weiß nicht ob sie das dann so verbindet :roll:
Nein


Wäre schön ein paar Hilfen zu bekommen :)
Obwohl ich ja auch seit zwei Wochen in der Hundeschule bin und es dann ja bald lernen werde, möchte aber jetzt schon anfangen :)
Hmmm irgendwie will ich schon so viel :eusa_think:

Schöne Ostertage wünsche ich euch allen
LG
Steffi

P.S.: Wenn man mit dem Klicker anfängt, muss das dann jeder machen und muss man den dann immer dabei haben??
 
  • Grundregeln - wie habt ihr das gemacht Beitrag #2
Hallo :D.
Ich meine, wir hatten schon einmal so ein ähnliches Thema, aber ich kann es gerade nicht finden :eusa_doh:. Also antworte ich dir einfach mal hier:

Das Apportieren baut man über das Spielen auf, also zum Beispiel mit einem Ball. Du wirfst, der Hund nimmt den Ball und wenn er gerade umdreht sagst du "bring". Wenn du irgendwann eine Prüfung machen willst würde ich dir empfehlen, das "Bring" so zu verwenden, dass der Hund dann auch vorsitzen und das Spielzeug halten muss. Dann solltest du beim spielen ein anderes Kommando verwenden. Du kannst auch immer wieder andere Spielzeuge nehmen, dann bezieht sie das Kommando nicht nur auf den Ball o.ä..

"Pfote" habe ich so aufgebaut, dass ich Leo vor mir hinsitzen ließ. Dann habe ich seine Pfote hochgenommen, das Kommando gegeben und dann gabs ein Leckerli. Dann habe ich die Pfote nur noch angetippt bzw. von hinten ein bisschen mit der Hand nach oben geführt aber nicht ganz hoch gehoben und irgendwann gab er sie dann von selbst. Genau so habe ich auch "andere Pfote" aufgebaut, indem ich ihn die erste nach freier Wahl geben ließ und dann beim Kommando "andere Pfote" die andere kurz berührt habe.

"Warte" kann vieles sein, was soll sie denn bei dem Kommando machen?

"Pfui" lernt der Hund meist von selbst, wenn man es immer wieder sagt, wenn er etwas aufnehmen will, dass er nicht haben soll, genauso wie das "Nein". Wenn ein junger Hund ins Haus kommt ist sowieso fast alles "Nein" ;). Sagt man das immer konsequent, wenn der Hund sich falsch verhält, und belohnt ihn dann auch, wenn er es sein lässt, lernt er das Kommando recht schnell.

Frohe Ostern :D
 
  • Grundregeln - wie habt ihr das gemacht Beitrag #3
Apportieren hab ich mit immer mal leichten Abweichungen, so aufgebaut:
Ich hock auf dem Boden und halte den Gegenstand fest, Hund schaut G an - Click, Hund berührt G -Click, Hund nimmt G in den Fang - Click, Hund hält G ruhig im Fang -Click, Ich lege G auf den Boden, Hund schau G an -Click, Hund beührt G - Click, Hund nimmt G auf - Click, Hund gibt G in die Hand -Click, ich leg G 1 m weit weg, Hund schaut zu G -Click usw.
Klappt alles, führe ich ein Hörzeichen ein.
So hab ich niemals das Problem, dass Hund nicht mach was ich will, Hund lernt so, dass er es selbst will und hat keinen Grund die Beute sichern zu wollen, wird in der Lernphase nicht aus dem Trieb heraus geschickt und bleibt besser aufnahmefähig usw.

Platz bring ich aus dem Steh bei, da ich keine Vorwärtsbewegung beim hinlegen möchte, sondern eine Art "nach hinten wegklappen".

Pfoten geben, bei meinen Fressgeiern halt ich da einfach ein Lecker in der geschlossenen Faust vor die Nase, nach ein paar Versuchen mit dem Maul kommt die Pfoten meist ganz von allein und zack, die Faust geht auf :)
 
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  • Grundregeln - wie habt ihr das gemacht Beitrag #4
P.S.: Wenn man mit dem Klicker anfängt, muss das dann jeder machen und muss man den dann immer dabei haben??

Huhu,

nein, der Clicker ist nicht so essentiell, dass man ihn immer und immer dabei haben muss, wenn man einmal damit angefangen hat. Er erleichtert eben vieles und wenn Hunde ihn sehen, wissen sie auch direkt "ok, es wird trainiert" und sie freuen sich umso mehr. Ich bin beispielsweise die einzige in der Familie die clickert, was aber auch daran liegt, dass ich den Hauptteil der Erziehung übernehme und mit dem Clicker wirklich viele Sachen auf einfachste Weise in den Hund bekommen habe. Die meisten neuen Tricks und Kommandos baue ich mit Clicker auf. Aber wenn der Clicker dann irgendwann abgebaut wird (z.B. bei dein Hund Kommando mit Handlung gut verknüpft hat), dann brauchst du ihn entsprechend nicht mehr nutzen. Dann sollte Sicht- und/oder Handzeichen reichen. Je nachdem, was du gerade verlangt, aber auch, was dein Hund besser kann (meine Hündin tut sich schwer mit alleinigem Hörzeichen, da baue ich dann manchmal noch den Clicker ein, damit es besser geht).


Welche Grundregeln gibt es bzw findet ihr das ein Hund die erlernen soll?

Die ersten Grundregeln haben bei mir selten etwas mit Kommandos zu tun. Aber sie lernen zum Beispiel in welche Räume sie dürfen, wo ihr Fressplatz ist und wann wir nun Spiel- und Trainierpause machen. Sie lernen auch die Beißhemmung, nichts vom Boden zu fressen, Leinenführigkeit oder die Stubenreinheit und sie lernen, auf welche Möbel sie dürfen und auf welche nicht (was meist mit dem Zimmerverbot einher geht ;)). Das sind alles Dinge, die man dem neuen Schatz m.E. als erstes beibringen sollte, damit man nachher nicht in die Verlegenheit kommt, ihm das abgewöhnen zu müssen.

Ansonsten halte ich den Rückruf für besonders wichtig. Solange der Hund noch Welpe mit Folgetrieb ist, sollte man es nutzen und das Kommando des Rückrufs trainieren. Es wird nie wieder einfacher. Ich wünschte, ich hätte das bei Jerry genauso am Anfang gemacht/machen können, wie bei Hanna im Welpenalter. Denn Hanna hört wie eine 1 - das Kommando ist noch nicht ausgesprochen und sie rennt schon zu mir. Mit Jerry ließen wir es schleifen und es war ein Kraftakt, dass er nun so hört, wie er hört ;)


Bei "Pfui" reagiert man besser schon, bevor der Hund anfängt zu fressen ;) Das ist nicht ganz einfach, sollte man aber probieren. Wenn meine Hündin zu lange geschnüffelt hab, rief ich immer laut "pfui" und bin ein Stück weggerannt. Sie kam dann hinterher und bekam ein Leckerchen. Als sie dann irgendwann verknüpfte, was "pfui" in etwa ist, blieb ich stehen und ließ sie einfach zu mir kommen. Mittlerweile rufe ich es nur noch auf Verdacht, wenn zu lange geschnüffelt wird - meide aber auch frisch gedüngte Wiesen, das ist ja auch wirklich eine Versuchung ;) Wichtig ist eben, dass du ihr eine Alternative gibst. Nur ruckeln und pfui rufen - tja, was soll sie stattdessen machen und was soll sie vor allem daraus lernen? "Wenn Frauchen "pfui" ruft, dann ruckt sie an der Leine". Gib ihrm die Möglichkeit etwas gut zu machen (wie Hanna, die dann zu mir rannte) und dann belohne ihn.

"Nein" ist ja prinzipiell auch nur ein Abbruchsignal. Da gilt eigentlich dasselbe. Sag "nein" deutlich, dass der Hund deine Aufmerksamkeot hat und dann gebe wieder die Chance, dass er etwas richtig machen kann (z.B. sitz) und belohne dafür.

Zu den anderen Sachen haben ja die anderen schon viel geschrieben :)
 
  • Grundregeln - wie habt ihr das gemacht Beitrag #5
Danke euch ... wir üben fleißig und sie liebt es ... mit Pfötchen klappt es wenn ich den "Faust-Trick" mache :)
 
  • Grundregeln - wie habt ihr das gemacht Beitrag #6
Das ,,Nein" und ,,Pfui" sehe ich etwas anders. Für Hunde sind das zwei Kommandos, die das selbe bedeuten, somit sehr kompliziert für Hunde sind und sie verwirren. Wieso nicht gleich ein Kommando? Im Grunde braucht ein Hund nur drei überlebenswichtige Kommandos und das wären ,,Nein", ,,Zu mir" und ein Ausharrungskommando wie ,,Sitz" oder ,,Platz" oder ,,Warte".

Deinem Hund musst du das ,,Nein" aber erst einmal beibringen und das geht so: Wirf irgendwas Leckeres großes (z.B. Knochen, Pansen, Ochenziemer, ect.) auf den Boden und sage ,,Nein": Dein Hund wird sich dem Leckerchen natürlich nähern, du aber schiebst ihn wortlos weg. WORTLOS! ;) Du hast einmal ,,Nein" gesagt, dein Hund weiß das immer noch, jetzt bloß nicht seinen Namen sagen ,,Hey" rufen oder wütend werden. Egal was dein Hund nun anstellt, ob er unwirsch wird, aus Protest bellt oder sonst was. Das einzige was du machen musst ist, ihn ohne ein Wort wegzuschieben, notfalls an den Flanken nehmen und zurückziehen, dabei aber ruhig bleiben. Klingt ganz einfach, ist es auch ;) Wenn er es schafft das Leckerchen ins Maul zu nehmen, nimmst du es ihm einfach wieder ab und legst es wieder an seinen Platz zurück. Wenn du das Gefühl hast, dein Hund hat es akzeptiert, nimmst du das Leckerchen wieder an dich und beendest die Übung. Du kannst das ganze schon nach 5 Minuten wieder wiederholen, denn dein Hund hat das Kommando noch nicht gelernt. Das Kommando sagst du übrigens ganz ruhig, du kannst auch den Namen deines Hundes davorsetzen.

Das ganze kannst du auch mit Spielzeug probieren und schwieriger wirds dann auf dem Spaziergang. Übe anfangs aber nur mit großen Sachen, die du deinem Hund wieder aus dem Maul nehmen kannst. Bei so futzelig kleinen Leckerlies, die gleich im Magen verschwinden ist es ein wenig doof sie ihm noch aus dem Maul zu pulen ;)

Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass dieses erlernte ,,Nein" zu 99 % klappt. Der Hund lernt ohne Gewalt und nur mit sanfter Bestimmtheit, dass es dir ernst ist, dass du nicht willst, dass er das tut und du dir deiner Sache sicher bist. Das kannst du dann auch bei den Hasenkötteln anwenden. Sobald du merkst, dein Hund schnuppert bereits daran, sagst du einfach ,,Nein".
 
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