Katzenhaltung - früher und heute

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  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #1
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Mi_Ma

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Hallo zusammen :)

(erst mal: es ist ein tolles Forum, nachdem ich kurz mitgelesen habe, will ich nun acuh mitmischen)

mir liegt ein Thema auf dem Herzen, und ich würd daher gerne wissen, was ihr darüber denkt:

Früher war des ja ganz anders mit Katzen haltung, vor allem da, wo ich herkomme (Ukraine). Als ich 2 Jahre alt war, kamen meine Elterna fu die Idee, dass wir ein Haustier brauchen. Sie gingen zum Tiermarkt und entdeckten schnell ein Kitten, das weggeschmissen werden sollte, weil es niemand gekauft hat und der Tag schon fast rum war. Meine Mutter schnappte ihn. Es war ein Prachtkater: schneeweis mit himmelsblauen Augen, der sich leider schnell als taub erwies. Er wurde trotzdem geliebt und blieb ca. 4 Jahre bei uns, bis er an irgendeiner krankheit starb. ich erinnere mich nicht mehr, was es war. Er lebte allein bei uns und wurde auch nur mit Essensresten vom Tisch gefüttert. Dann, als ich ca. 7 war kam eine Katze, die auch allein lebte, nicht kastriert wurde und auch nur von Essensresten lebte. Sie bekam auch Kitten die dann an Freunde und verwandte verschenkt wurden. Da es keine gesicherten Fenster gab, ist sie regelmäßig(!!!!) vom 4 Stock ausgebüchst und wir mussten sie immer wieder suchen. Eines Tages haben wir sie nie wieder gefunden.
Kastriert wrude niemand, geimpft auch. Tierärzte gab es nicht. Wurde eine Katze krank, ist sie gesorben.

Heute:
Ich habe mich sehr viel informiert und umgehört. Ich darf mich als glückliche Besitzerin von zwei(!) Kitten bezeichnen, die beide geimpft und gechipt sind und auch kastriert werden. Ich lese sehr viel und mache mich Gedanken um die Erziehung, Ernährung und artgerechte Haltung. :)
Aber letztens hab ich mich mit meienr Oma unterhalten und sie hat sich fast schon erschrocken, als sie hörte, wieviel Geld ich für die Impfungen ausgegeben habe :)shock:) und dann fragte sie auch noch, warum ich meine Miezen kastrieren will. So nach dem Motto: du hast nen kerl und ein Mädls - ist doch perfekt, brauchst kein Deckkater zu suchen, um dein Mädls werfen zu lassen. Natürlich fragte ich (wirklich sachlich) wozu meine Mieze Kitten bekommen soll. Sie antwortete (genauso sachlich) - das ist ja natur, willst du gegen die natur handeln... Katzen müssen werfen und Kater müssen decken. Und wenn einer mal krank wird, muss er sterben - denn nur der stärkste überlebt. Ah und was das Thema "zwei Katzen" angeht, hielt sie mich am Anfang ehe für gaga....

Ich hab erst mal kein Wort rausgebracht. Aber so eine ähnliche Einstellung habe ich auch schon bei mehreren menschen der früheren generation erlebt. Nur jetzt nimmt michd as ahtl sehr mit, weil ich ja nun Katzen halte und es "richtig" machen will.

Ich mein... wenn Menschen krank werden, gehen sie ja auch zum Arzt. Diese Einstellung, dass nur der stärkere überlebt hatten wir ja vor hunderten(millionen) Jahren (bzw. Steinzeit) , als Medizin in den Kinderschuhen steckte (bzw. als es noch keine Midizin gab).

Ich bin heute der Meinung, dass manTieren alles bieten soll, was geht.

Aber wie kann man mit Menschen umgehen, die in Gedanken immer noch in der Welt "von gestern" leben und die heutige Entwicklung nicht mehr mitmachen?
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #2
Im Grunde genommen habt ihr beide Recht.

Deine Oma hat Recht damit, dass es nun mal die Natur ist. Würde jeder so denken wie sie, gäbe es heute das ganze Katzenelend nicht.
Andererseits, dadurch, dass viele Katzen gefüttert werden, ein warmes Plätzchen haben, wenns kalt ist, etc, ist die Katzenpopulation in den letzten Jahren explodiert. Und dagegen muss man halt angehen, was in erster Linie durch Kastrationen möglich ist.

Meine Oma kennt Katzen auch nur als Mäusefänger auf Bauernhöfen, das war damals halt Alltag.
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #3
Hallo und Willkommen im Forum :).

Aber wie kann man mit Menschen umgehen, die in Gedanken immer noch in der Welt "von gestern" leben und die heutige Entwicklung nicht mehr mitmachen?
Ich bin da recht rigoros: gar nicht; zumindest nicht bei der "älteren Generation". Mein Opa ist auch einer dieser Sorte und teilt mir wirklich wöchentlich mit, dass drei bzw. fünf Katzen viel zu viel für die Wohnung sind (ich spare es mir ihm zu erklären, dass es mittlerweile 7 im Haus sind, er wüßte das in zwei Wochen sowieso nicht mehr :roll:). Seiner Meinung nach müssen die eh raus gehen, weil man Katzen nicht in die Wohnung sperrt und er versteht auch überhaupt nicht, wieso ich die Kater beim TA hab kastrieren lassen, das könnte er auch selbst, hätte er früher schließlich immer gemacht :shock:. Ich denke, das ist wirklich eine Generationenfrage, die kaum zu überbrücken ist (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, meine Oma z.B. findet unseren Katzenhaushalt toll ;)). Lange Rede, kurzer Sinn: geh freundlich und sachlich damit um, aber spar dir am besten lange Diskussionen, das zerrt nur an deinen Nerven und führt höchstens zu einem Streit :(.

Ich nutze mit Begeisterung dieses Forum hier, weil ich grade im Familienkreis oft genug die Krise bekomme, was da an Einstellungen zur Tierhaltung besteht. Meine Eltern wissen von mir theoretisch 1000 Dinge über Katzen und trotzdem hat meine Mutter meinem Bruder kürzlich gesagt, dass eine Wohnungskatze doch ausreichen würde, zwei müssten gar nicht sein - da wäre ich auch bald explodiert.
Hier kann ich mich schlau machen, andere beraten, mitfiebern, wenn jemand einen Neuzugang erwartet und so vieles mehr ;). Und das mit Leuten, die genauso "katzenverrückt" sind und so gut wie alles für ihre Tiere machen würden und sich bemühen, ihnen ein tolles und artgerechtes Leben zu ermöglichen.
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #4
Ich denke die ältere Generation kann man nicht mehr wirklich umstimmen.

Meine Oma ist dement und daher weiß ich nicht, wie sie denkt. Früher hielt sie aber auch nur eine Katze und ganz früher(sagte mir meine Tante) lebten sie alle auf einem Bauernhof und hatte sehr viele Katzen.

Heute denken wir anders. Außer dem Futter machen wir alles, was man heute halt so macht. Mit dem Futter bekomme ich meine Tante nicht rum:eusa_doh:

Ist ja auch bei anderen Tieren so.
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #5
Hallo und Willkommen im Forum :).

Danke Ina4482

und er versteht auch überhaupt nicht, wieso ich die Kater beim TA hab kastrieren lassen, das könnte er auch selbst, hätte er früher schließlich immer gemacht :shock:.

ui, des is ja ein Ding :shock:

Lange Rede, kurzer Sinn: geh freundlich und sachlich damit um, aber spar dir am besten lange Diskussionen, das zerrt nur an deinen Nerven und führt höchstens zu einem Streit :(.

Ich hab mir vorgenomen für das nächste Gespräch: Tier durchatmen und schnell Themawechseln :lol:
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #6
Auch von mir erstmal willkommen hier!:D

Und ich erzäl mal von meinen Eltern. Die sind beide jetzt über 70 und sind beide auf einem Bauernhof aufgewachsen.

Meine Eltern mögen meine Katzen gar keine Frage (obwohl sie sich bei jedem Neuzugang immer erstmal fürchterlich aufregen und ich muss mir dann stundenlang anhören, wie "bekloppt" ich bin:lol:)

Aber aus ihren Erzählungen weiß ich, dass es früher ganz normal war, dass die Katzen als Mäusefanger gehalten (oder geduldet?) wurden und als Nahrung bekamen sie, wenn sie Glück hatten, eventuell ein Schälchen Kuhmilch hingestellt.
Kastrieren gab es nicht, daher war das Ertränken der Kitten an der Tagesordnung.

Sie haben daher irgendwie ein "anderes" Verhältnis zu Katzen hab ich das Gefühl. Vor 3 Jahren war ich unverschuldet arbeitslos geworden und bin sogar für 2 Monate in H4 gerutscht. Da war das Geld mehr als knapp. Und ausgerechnet in dieser Zeit hab ich versucht, meinen FIP-Kater Moritz zu "retten". Die Behandlung hat fast 500 Euro gekostet.

Meine Mutter meinte damals nur: lass den doch einschläfern und schaff die Katzen ab. Kannst Dir ja wieder neue holen, wenn Du wieder Arbeit und mehr Geld hast.:shock::eusa_doh:
Soviel Gefühllosigkeit von meiner eigenen Mutter hatte mich damals wirklich geschockt.

NIE, NIE, NIE im Leben hätte ich meine Katzen "abgeschafft" und für Moritz wollte ich halt alles versuchen...

Also nicht falsch verstehen, wie gesagt, meine Eltern mögen meine Katzen und schmusen auch mit denen und so. Aber ich denke, so im Hinterkopf sind es für sie eben "nur" Katzen und ich mach viel zu viel Gedöns um sie.:?
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #7
Hallo und auch von mir: Willkommen im Forum!
Ich glaube nicht, dass es an der Generation liegt. Natürlich, die ältere Generation hat halt Katzen als Nutztiere auf dem Bauernhof gesehen, je mehr, desto besser, also warum kastrieren?
Aber auch die heutige Generation macht noch Fehler, weil sie eben nicht mehr so denken.
Mein Vater zum Beispiel (ist Mitte Vierzig) hält unsere Hauskater für domestizierte Tiere, die von Rohfleisch krank werden, weil die Kater es einfach nicht gewöhnt sind. Die kämen mit den ganzen Bakterien usw. nicht mehr klar und werden dadurch krank. Deswegen nur Fertigfutter.
Es gibt immer irgendwelche Leute die eine andere Einstellung und eine andere Denkweise zu Katzen haben. Ich glaube nicht, dass das an der Generation liegt. Solche "Spezialisten" gibts in jeder Generation und die wird es auch weiterhin immer geben, weil sie sich nichts sagen lassen ;)
LG
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #8
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #9
Ich glaube nicht, dass das an der Generation liegt. Solche "Spezialisten" gibts in jeder Generation und die wird es auch weiterhin immer geben, weil sie sich nichts sagen lassen ;)
Klar gibt´s die immer, aber oft kann man ja durch vorleben oder erklären noch einiges ändern. Grade bei der "älteren Generation" ist genau das aber extrem schwierig. Da sind die Meinungen so fest verankert, dass man einfach bloß vor eine Wand rennt :roll:.
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #10
Mein Opa ist auch einer dieser Sorte und teilt mir wirklich wöchentlich mit, dass drei bzw. fünf Katzen viel zu viel für die Wohnung sind (ich spare es mir ihm zu erklären, dass es mittlerweile 7 im Haus sind, er wüßte das in zwei Wochen sowieso nicht mehr :roll:). Seiner Meinung nach müssen die eh raus gehen, weil man Katzen nicht in die Wohnung sperrt

Da musste ich gerade an meinen Freund denken
Und Gott, ich hab nur 2 Katzen :roll:
Heutzutage gibt es solche Fälle auch noch
Aber nur aus Sturrheit und weil man alles besser wissen muss mit 22 :x

Naja
Für meine Oma ist klar das Tiere kastriert gehören
Und mein Vater kann mich nicht verstehen wie ich soviel geld für die 'Viecher' ausgeben kann
So richtige 'Altbacken-Verwandte' hab ich nicht
Da würde ich auch bei durchdrehen
Ich find alte Menschen so oder so schlimm, da müssten die mir nicht noch mit sowas kommen
Aber ich muss zugeben
Öfter führe ich solche Diskussionen mit Leuten im jungen-mittleren Alter
Nehmen wir mal von 20-40 Jahre
Vor allem meine Kollegen und mein Freundes-Bekanntenkreis ist sehr schlimm was sowas angeht
'Früher wars doch nicht ander'
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #11
Ich seh da schon ein Generationenproblem, aber eher von der Warte her, dass ältere Menschen ohnehin meinen, alles besser zu wissen. Ich sag da nur mein Vater, der wohl nie richtig von mir loslassen kann.
Als ich Chico damals holte, gab er mir gut gemeinte Ratschläge noch und nöcher, dabei hatte er selbst nie Haustiere, geschweige denn Katzen:roll:
Als Marianne einzog, hat er erst mal dagegen protstiert, kam weiterhin mit seinen Ratschlägen, welche er von seinem ehemaligen Arbeitskollegen hat, der früher mal Schäferhunde gezüchtet hat:roll: (ob seriös oder nicht, kann ich nicht beurteilen, dass war vor meiner Zeit)

Als Karli dann einzog, hat er nur noch mit dem Kopf geschüttelt und zu Mira nun hat er nichts weiter gesagt. Wahrscheinlich hat er endlich begriffen, dass ich kein Kind mehr bin und ohnehin nicht auf das höre, was er sagt:mrgreen:

Also, zusammengefasst, seh ih das Problem da an zwei Stellen, einmal die andere Einstellung die damals zu Tieren herrschte und zum andern eben der Aspekt das Eltern und Großeltern eben nei aufhören Eltern bzw. Großeltern zu sein und daher immer irgendwo versuchen werden, ein Stück weit zu erziehen.


Das es aber auch der jeweiligen Genereation ziemlich unterschiedliche Ansichten zur Haltung gibt, ist leider auch wahr, allerdings bei weitem nicht so extrem, wie bei älteren Generationen meiner Meinung nach
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #12
Off-Topic
Ich find alte Menschen so oder so schlimm,

Möchtest Du nicht alt werden? Weißt Du was die Alternative ist?
Ich denke, so hast Du das nicht gemeint, oder?
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #13
Off-Topic
Ui, wenn ich das so lese bin ich richtig froh, dass zumindest in meiner Familie (die zwar früher auch sehr ländlich mit eigenen Hühnern und Kaninchen gelebt haben, nur nie ein "richtiger" Bauernhof) meine Eltern und Großeltern respektieren wie ich mich informiere *auf Holz klopf*.
Als der "riesen" Hamsterkäfig hier ankam wurde zwar auch erstmal komisch geschaut, sie haben sich das dann aber erklären lassen und konnten das nachvollziehen.


Bei mir ist das Problem eher die Familie von meinem Freund, vor allem da ich -für mich- entschiedene habe, dass sobald die finanziellen und sonstigen Umstände Katzen zulassen, zwei Stubentiger hier einziehen werden. :mrgreen:
Seine Oma kommt halt auch von einem Bauernhof und ist auch der festen Meinung, dass in eine Familie mit Kind(ern) kein Hund oder keine Katzen gehören. Bzw. das die Tiere dann abgegeben werden sollten, wenn Kinder dazukommen. "Man hört ja soviel wie die Hunde die Kinder dann verletzen". Eine Diskussion ging dann sogar soweit, dass sie uns dann gar nicht mehr besuchen kommen will falls Katzen bei uns einziehen und sie das ja völlig unverantwortlich findet -.-
Und dabei hab ich weder nicht mal Kinder, noch sind welche in den nächsten min. 5 Jahren geplant :eusa_doh:

Meine Antwort "Wenn dich zwei Katzen daran hindern sollten, deine zukünftigen einzigen Urenkel zu sehen -" (meine Freund ist ihr einziger Enkel) "dann tuts mir Leid."

Ich versuch dann immer sachlich zu bleiben aber dann wie der letzte Demel hingestellt werden, der von nichts eine Ahnung hat, verletzt schon. Zumal sie eigentlich sonst total lieb und nett ist und wir gut miteinander auskommen. :eusa_think:
Aber da es mein Leben, meine Wohnung (naja, die von mir und meinem Freund dann eben) ist, hat sie dann diesbezüglich einfach nichts zu melden. Also wird das Thema in Gesprächen schön vermieden bzw. gewechselt und falls sie doch was dazu sagt wird der Antwort runtergeschluckt.
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #14
So wie ich eure Erfahrungen so mitlesen denk ich da spielen verschiedene Faktoren mit
1) Eingefahrene, alte Meinung
2) Belehren und Erziehen wollen
3) ...

Ich versuch dann immer sachlich zu bleiben aber dann wie der letzte Demel hingestellt werden, der von nichts eine Ahnung hat, verletzt schon.

So erging es mir auch letztens - da hab ich mir nur gedacht: "OK, jetzt weiss ich über was wir nicht mehr sprechen werden" :?

Aber wenn ich so darüber nachdenke, dass ältre Generationen (und ich glaube zum größten teil sind es echt die Älteren) immer fest bei ihrer Meinung bleiben, versteh ich nicht wie sie Tiere halten können... ich sehe ja oft ältere Herrschaften mit winzig kleinen Hunden im park spazieren. Und ab und zu sehe ich irgendwo am Fenster eine Katze sitzen und dann kommt ne "Omi" zum streicheln und sie schauen dann zu zweit aus dem Fenster (was irgendwie schön ausseht). Das dürften warhscheinlich die Ausnahmen sein.
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #15
Aber wenn ich so darüber nachdenke, dass ältre Generationen (und ich glaube zum größten teil sind es echt die Älteren) immer fest bei ihrer Meinung bleiben, versteh ich nicht wie sie Tiere halten können... ich sehe ja oft ältere Herrschaften mit winzig kleinen Hunden im park spazieren.

Tja... mein Opa hat einen Dackel :lol:. Und er hatte immer einen Dackel - der jetzige wird eher von meinen Eltern mit versorgt, weil mein Opa nicht mehr so kann, aber er würde niemals freiwillig auf seinen Hund verzichten. Wobei ein großer Hund seiner Meinung nach in einen Zwinger und nicht in die Wohnung gehört :roll:. Da fängt´s dann nämlich schon wieder an...
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #16
Dann muß ich jetzt doch mal meine Eltern als lobenswertes Beispiel anführen - es sind nicht alle "alten" so ;) Meine Eltern werden nächstes Jahr 70, also fallen sie sicher in die besagte Gruppe...

Meine Eltern akzeptieren meine Art der Katzenhaltung voll und ganz. Das einzige, was sie nicht verstehen ist, daß meine Katzen im Bett schlafen dürfen - aber da gibt's ja auch bei Gleichaltrigen mehr als genug, die das anders sehen. Und meine Mama kritisiert, daß ich mehr fürs Katzenfutter ausgeb als für meine eigene Ernährung - aber das ist mehr als Kritik an meiner eigenen Ernährung anzusehen ;) Die Nachbarskatze kriegt nur Trockenfutter - und Mama meinte damals ob ich das nicht auch machen will, es sei doch viel einfacher. Ich hab ihr dann erklärt, warum ich dagegen bin, und sie hat das vollkommen verstanden und akzeptiert. Jetzt freut sie sich immer, wenn die Nachbarskatze mal Naßfutter kriegt :) Ach ja - und meine Eltern haben keine eigenen Haustiere, und in ihrer Kindheit sind immer mal wieder Tiere aufgetaucht, aber damals waren es - wie in euren geschilderten Fällen - eben auch "nur" Tiere. Aber es gibt sie, die "alten", die umdenken und sich "weiter entwickeln" können :)
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #17
Auch von mir erstmal willkommen hier!:D

Und ich erzäl mal von meinen Eltern. Die sind beide jetzt über 70 und sind beide auf einem Bauernhof aufgewachsen.

Meine Eltern mögen meine Katzen gar keine Frage (obwohl sie sich bei jedem Neuzugang immer erstmal fürchterlich aufregen und ich muss mir dann stundenlang anhören, wie "bekloppt" ich bin:lol:)

Aber aus ihren Erzählungen weiß ich, dass es früher ganz normal war, dass die Katzen als Mäusefanger gehalten (oder geduldet?) wurden und als Nahrung bekamen sie, wenn sie Glück hatten, eventuell ein Schälchen Kuhmilch hingestellt.
Kastrieren gab es nicht, daher war das Ertränken der Kitten an der Tagesordnung.

Sie haben daher irgendwie ein "anderes" Verhältnis zu Katzen hab ich das Gefühl. Vor 3 Jahren war ich unverschuldet arbeitslos geworden und bin sogar für 2 Monate in H4 gerutscht. Da war das Geld mehr als knapp. Und ausgerechnet in dieser Zeit hab ich versucht, meinen FIP-Kater Moritz zu "retten". Die Behandlung hat fast 500 Euro gekostet.

Meine Mutter meinte damals nur: lass den doch einschläfern und schaff die Katzen ab. Kannst Dir ja wieder neue holen, wenn Du wieder Arbeit und mehr Geld hast.:shock::eusa_doh:
Soviel Gefühllosigkeit von meiner eigenen Mutter hatte mich damals wirklich geschockt.

NIE, NIE, NIE im Leben hätte ich meine Katzen "abgeschafft" und für Moritz wollte ich halt alles versuchen...

Also nicht falsch verstehen, wie gesagt, meine Eltern mögen meine Katzen und schmusen auch mit denen und so. Aber ich denke, so im Hinterkopf sind es für sie eben "nur" Katzen und ich mach viel zu viel Gedöns um sie.:?

So ist es bei mir ungefähr auch, sie akzeptieren notgedrungen meine Tierhaltung und streicheln sie auch mal, aber für sie sind es einfach nur Tiere. Als ich die dritte Katze angeschafft haben, damit Murphy einen Katerkumpel zum balgen bekommt, haben sie mich für komplett verrückt erklärt und mein Vater hat gar nicht mehr mit mir geredet und meine Mutter war stocksauer, als ich es durchgezogen haben. Als Nico gestorben ist, die Behandlung vorallem die ganzen Tests, haben über 300,00 € gekostet, aber ich wollte nichts unversucht lassen, war auch Fip und als ich danach nicht aufhören konnte zu weinen, kam dann natürlich irgendwann der Spruch, es ist doch nur eine Katze. Als jetzt mein Meerschweinchen Rusty krank war und eingeschläfert werden musste, hat dass mit der Untersuchung, dem Röntgen und der Einschläferung auch 65,00 € gekostet, dass konnte meine Mutter auch nicht verstehen, für ein Meerschweinchen, soviel Geld. Ich habe dann lieber nicht gesagt, dass meine Gipsy (auch ein Meerschweinchen) damals bei ihrer Behandlung mich über 200,00 € gekostet hat, sie wurde wieder gesund, inzwischen hat sie aber eine Schilddrüsenüberfunktion und muss täglich ihre Medizin bekommen.

Auch meine erste Katzenhaltung war eine ganz andere als heute, es gab noch kein Internet, die wenigen Katzenbücher die es gab, kann man vergessen. Mein erster Kater ist mir zugelaufen, der war unkastriert, hat Whiskas, Kitekat und Brekkies zu fressen bekommen. Ich wußte es einfach nicht besser und auf dem Land sieht man die Katzenhaltung wirklich anders, dass war vor über 30 Jahren.
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #18
Auch meine erste Katzenhaltung war eine ganz andere als heute, es gab noch kein Internet, die wenigen Katzenbücher die es gab, kann man vergessen. Mein erster Kater ist mir zugelaufen, der war unkastriert, hat Whiskas, Kitekat und Brekkies zu fressen bekommen. Ich wußte es einfach nicht besser und auf dem Land sieht man die Katzenhaltung wirklich anders, dass war vor über 30 Jahren.

Genau so war es bei mir auch. Meinen allerersten Kater hatte ja mein Hund im Gebüsch gefunden. Und ich hatte absolut keine Ahnung von Katzenhaltung. Ich hab den Zwerg mit Gimpet Aufzuchtmilch glaube ich gepäppelt, wenn ich mich recht erinnere. Und anschließend wollte ich ja alles "richtig" machen und er bekam dann natürlich Whiskas Junior. :eusa_doh:
Und natürlich hatte ich mir mehrere Bücher über Katzenhaltung gekauft. Da aber damals leider überall drin stand, dass Katzen Einzelgänger sind, und mir das sogar mein damaliger Tierarzt bestätigte, war das Katerle leider 3 Jahre lang Einzelkater.:( Er hat sich zwar mit dem Hund wunderbar verstanden, aber erst, nachdem so nach und nach auch "kätzische" Gesellschaft einzog, ist das Männlein erst richtig aufgeblüht.

Ich hasse mich heute noch dafür, dass ich 3 Jahre lang so ziemlich alles falsch gemacht hatte, was nur ging.:(
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #19
Off-Topic
Off-Topic
sag mal Petra, was war denn eigentlich damals der anlass dafür, weitere Katzen aufzunehmen, wenn du doch an die Märchen damals geglaubt hast, so rein Interessehalber

Und mach dir da keine Vorwurf, du wusstest es leider nicht besser, wie viele Heute auch noch und erschwerend kommt hinzu, dass damals die Informationsquellen ja viel knapper waren, als heute
 
  • Katzenhaltung - früher und heute Beitrag #20
Off-Topic
Off-Topic
Off-Topic
sag mal Petra, was war denn eigentlich damals der anlass dafür, weitere Katzen aufzunehmen, wenn du doch an die Märchen damals geglaubt hast, so rein Interessehalber

Und mach dir da keine Vorwurf, du wusstest es leider nicht besser, wie viele Heute auch noch und erschwerend kommt hinzu, dass damals die Informationsquellen ja viel knapper waren, als heute

Ich wüßte auch nicht was man mir da vorwerfen könnte, dass war vor über 30 Jahren, da war ich 15. Da gab es noch kein Internet und in den Büchern, wie Petra schon geschrieben hat, stand ja nur Einzelgänger drin und es gab mangels Internet auch kein Forum, wo man sich hätte austauschen können. So musste leider auch der zweite Kater allein leben, nach dem der erste auf nimmer wiedersehen verschwunden war, aber der wurde leider mit 2-3 Jahren dann überfahren. Als ich meine ersten eigenen Wohnungen hatte, war ich noch viele Jahre der Ansicht, dass man Katzen nicht in ausschließlicher Wohnungshaltung halten kann und in den meisten der Wohnungen war auch keine Katzenhaltung erlaubt oder nur eine Katze. Ich habe dann lange gebraucht, um mich mit der Wohnungshaltung anzufreunden und natürlich war es für mich klar, dass ich mich der Verantwortung stellen und informieren muss, wo ich inzwischen immer wieder gehört habe, dass man Katzen wohl doch nicht alleine hält, wollte ich halt bei meinen ersten eigenen Katzen im eigenen Heim alles richtig machen, also habe ich mich vor deren Einzug über die Haltung und Ernährung umfangreich informiert. Aber vermutlich hast du gar nicht mich, sondern die andere Petra gemeint. ;)
 
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