Ich hab ein halbes Jahr in einem guten Ausbildungsstall verbracht als Praktikantin, die Pferde kamen dort angeritten an, Ausgestattet mit den Grundlagen und wurden nur von oben aus weitergeritten (Springstall)
Ich bin jedenfalls der Meinung dass dieses Pferd nicht zu einem sonst wie Profi muss da sie ja super lieb ist sobald man ihr nur mit genug Ruhe gegenübertritt. Wenn sie im Stall steht und von 3 Kindern gleichzeitig geputzt wird, wird sie schon das erste mal ganz hibbelig. Kann ich aber nichts für und meine Freundin will oder kann weiß ich nicht es nicht ändern bzw sie will ihren Kindern das PFerd nicht vorenthalten.
Dann geht es weiter auf dem Weg zum Roundpen/Wiese/Reitplatz/Halle fürht meine Freundin sie ist ja ganz klar, eh schon nervöse Pferd vom Putzen geht mit einer unerfahrenen und recht ängstlichen Reiterin/Strickhalterin los. Worauf soll sich das arme Pferd denn jetzt verlassen? Wer gibt ihr da Sicherheit? Und genau da kann kein verdammter Profi helfen, DAS braucht einfach nur Zeit und Geduld!
In der Halle angekommen oder wo auch immer, wird dann angefangen. Meine Freundin mittlerweile etwas entspannter denn wo soll das Pferd denn schon hin. Im Roundpen werden wir anfangen sie zu longieren, da sie sich da nicht der Longe entziehen kann bzw wir dafür dann keine nutzen. (warum ich da da so machen möchte ist jetzt ja auch egal ich finde es so besser und meinen Pferden geht es damit gut.) Wenn wir nicht im Roundpen sind fangen wir mit dem Führtraining an. Los wenn sie es sagt und nicht das Pferd und halten wenn es so weit ist und darauf reagieren. Wenn es nicht funktioniert schicken wir sie rückwärts ein paar Schritte. Da es mit der Gerte ja nicht funktioniert habe ich in meinem schlauen Büchlein gelesen
1. Möglichkeit: Mit den flachen Händen zu beiden Seiten gegen die schulter "klatschen"
2. Möglichkeit: Mit den flachen Händen zu beiden Seiten gegen die Backen "klatschen"
3. Möglichkeit: Den Strick wirbeln also so wie ne Windmühle, ist das PFerd davon nicht beeindruckt einmla gegen die Nase klatschen lassen
Möglichkeit 1 hat funktioniert die anderen naja wenn es sein muss, hab dann auch mal einen PROFI dazu gefragt und der meinte diese Methoden sind gut! 1 ist sanft und bis drei wird die Intensität der Hilfe gesteigert. Da 1 funktioniert hat sind wir dabei geblieben. Nach 2 bis 3 Versuchen reichte dann schon das energisch drauf zu gehen von vorn (2 Schritte genügten)
Natürlich ging das dann auch noch in Richtung Trab. Damit sie die erforderlichen Kommandos kennenlernt und sich auch merken kann. Spätestens nach dem 2 Versuch klappt es dann super.
Natürlich wird sie jedesmal ausgiebig belohnt, nur nicht mit Leckerlie sonst haben bald alle Löcher in den Taschen
Wenn das dann alles geklappt hat sind wir zufrieden und gucken dann ob sie Lust hat ihrem Frauchen zu folgen. Und sie folgt bereitwillig und bleibt auch stehen. Wenn dass dann auch nur ansatzweise geklappt hat, ist meine Freundin für diesen Moment mehr als sicher und kann ihrem Pferd auch Sicherheit geben und dann gehen wir ca 10 min Umweg nach Hause und alle sind glücklich.
Das mit dem Unfall mit Gerte und Bande liegt auch einfach daran das wir beide dieses Pferd und seine Eigenheiten nicht kennen.
So und jetzt Frage, warum sollen wir zu einem Bereiter!?