ich muss gestehen, das ich jetzt auch nicht alle Beiträge im Detail gelesen habe, darum entschuldigt bitte, falls sich was überschneidet. :silence:
Ich selber habe mit meinen Hunden keine Hundeschule besucht. Mit unserem ersten Hund, einem Terrier mit dem ich aufwuchs, waren wir aber regelmässig in der Hundeschule und haben ganz viel mit ihm gemacht.
Ich sehe vielleicht einige Dinge noch aus einem anderen Hintergrund, da ich selber Trainings gebe. Mir fällt immer wieder auf, dass HUNDESCHULEN leider oft nicht so toll sind. Da werden x Leute mit x Hunden auf einen Platz gestellt und es werden (teilweise) stupide Übungen gemacht. Hunde sind dazu auch nicht blöd was heisst, dass viele Hunde auf dem Platz sich schnell langweilen und dann Unarten wie heulen, jaulen und bellen anfangen. :roll:
Oftmals sind dann die Besuche von dieser Hundeschule wirklich mehr Pflichtprogramm, machen aber weder Hund noch Halter wirklich Spass und man ertappt sich oft beim Gedanken, dass man in der Zeit mit dem Hund tatsächlich besseres machen könnte...
So ist es leider oft auch in Kursen. Ich habe mit meinem Hund eine Zeitlang Sanitätsarbeit gemacht, wir standen also 4 Stunden lang im Wald, Hund sass im kalten Auto (klar, es musst ja Winter sein :004

und ich stand fast die ganze Zeit hinter einem Baum um mich von den anderen Hunden finden lassen zu dürfen. Mein Hund kam an diesen Samstag Morgen jeweils vielleicht 2x für 5 Minuten zum Einsatz! Sowas muss dann (meiner Meinung nach) nicht sein, also habe ich die Sache wieder abgebrochen und bin seither am Samstag wieder mit den Hunden in der Pampa und übe da ganz viele tolle Dinge, für die ich definitiv keinen Hundeplatz brauche!
Ich denke, der Unterschied zwischen Hundschule und Hundetrainer muss auch noch klar definiert werden. Ich gebe Privatunterricht. Heisst, ich latsche mit Hund und Halter durch die Pampa, wir schauen uns die Probleme an, die der Hund (oder der Halter :lol

hat und trainieren die auch VOR ORT! Also, kann ein Hund nicht allein zu Hause bleiben, gehe ich da hin und wir üben das. Hat der Hund ein Problem in der Stadt, gehen wir in die Stadt und desensibilisieren ihn. Jagt er Rehe gehen wir in den Wald und üben dort.
Oftmals ist es nämlich so, dass die Hundeschule wohl ganz gut ist um ein bisschen das a und o der Hundehaltung beizubringen. Nebenbei lernt der Hund noch Sitz und Platz und das wars dann auch...
Ich habe viele Leute, die zu mir ins Privattraining kommen, weil sie in der Hundeschule nicht zufrieden waren, nicht weiterkamen. Gerade aktuell habe ich eine Dame mit einem fast jährigen Hund im Training, die hat in den ganzen Monaten in der Hundeschule NICHT EINMAL Leinenführigkeit trainiert! Der Hund riss wie ein Ochse und sie war verzweifelt. Bindungsarbeit? Nichts. Und da habe ich dann echt Mühe mit Hundeschulen... Sie war nun 3 mal bei mir und traf wohl letztens einen anderen Hundehalter aus der Hundeschule (der ist immer noch dort). Und der war wohl extremst erstaunt, warum ihr Hund plötzlich so brav an der Leine läuft und auch sonst die Bindung zwischen ihnen deutlich besser wurde. Der hat nicht schlecht gestaunt, als sie von mir, vom Privattraining erzählte. :lol: Und solche Geschichten erlebe ich immer wieder.
Klar, es gibt sich er auch andere. Aber die hier, bei uns in der Gegend, da höre ich immer und immer wieder das selbe. Ist ne Geldmacherei, nicht anderes. Probleme, die man im Alltag hat, können gar nicht trainiert werden, da sie auf dem Platz nicht auftauchen... Auf dem Hundeplatz hat es keine Pferde, keine Rehe, keine Jogger, keine Radfahrer.
Und nur die wenigsten Hundeschulen gehen wirklich "in freier Wildbahn" trainieren. Zumindest hier in der Gegend. :?
Darum denke ich auch, es ist wichtig, wenn man jemanden hat, der einen etwas über Hunde lernt, einem Tipps geben kann, Körpersprache erklärt, Übungen macht. Oftmals denke ich aber, ist ein Privattrainer da einiges sinnvoller als eine Hundeschule... Man kann viele Bücher lesen. Aber oftmals kann man das Gelesene nicht umsetzen. Da ist es sehr wichtig, dass man jemanden hat, der einen dabei hilft. Aber das kann auch eine Privatperson sein, die selber seit Jahren Hunde hat und viel weiss. Wichtig finde ich nur noch, dass man von den Hunden dieser Person auch überzeugt sein sollte.
