Ist Hundeschule zwingend notwendig?

Diskutiere Ist Hundeschule zwingend notwendig? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Pewee, Natürlich würde ich mir die Hundeschule bzw die Spielgruppe ansehen möglichst auch vorher und gugen wie die da alle so drauf sind, das is...
  • Ist Hundeschule zwingend notwendig? Beitrag #41
Pewee, Natürlich würde ich mir die Hundeschule bzw die Spielgruppe ansehen möglichst auch vorher und gugen wie die da alle so drauf sind, das is aber eh selbstverständlich würde ich bei einer Hundeschule generell machen, weil ich eben wissen will nach was die da Trainieren, das muss mir ja auch zusagen.
 
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  • Ist Hundeschule zwingend notwendig? Beitrag #42
Also, Pia ist ja mein erster richtiger Hund.
Ich bin mit ihr nur in die Welpenstunde gegangen um einfach das grundlegende zu lernen.
Ich fand das super, die Trainerin war super nett und kompetent und die Leute und Hunde da waren auch nett :)
Gut das wir dahin gegangen sind :) wir haben viel gelernt und sie hat uns auch bei diversen Problemchen super geholfen und beraten.

HS sind gut für Leute die noch keine große Erfahrung mit Hunden haben.
Sollte ich i.wann auch wieder einen zweiten haben werde ich auch wieder eine Hundeschule besuchen :)
 
  • Ist Hundeschule zwingend notwendig? Beitrag #43
Was die Welpenspielstunde angeht: Ich muss Pewee da zustimmen, nur ist mein Fazit ein bisschen anders.
Bei uns gibt es auch nur selten Gruppen mit adulten Hunden, darum war ich in zwei verschiedenen. Allerdings gibt es bei beiden einen eingezäunten Auslauf für das Spiel, in dem auch ein Tunnel, ein Bällebad, ein Reifen, ein paar aufgehängte Schepperdosen usw. stehen. Das fand ich für meinen Hund dann doch eine tolle Sache, weil er all diese Dinge nicht kannte.
Und gerade das "stupide spielen lassen" war mir viel wichtiger als alles andere. Bei uns trifft man nur selten Hunde, noch seltener Welpen oder mehrere verschiedene Rassen. Durch die Welpengruppe konnte ich meinem Hund genau das bieten.
Allerdings ist es auch hier so, dass die Trainer kaum eingreifen und bei den meisten Fragen leider auch nicht so bewandert sind, wie ich es gerne hätte. Da läuft das dann bei mir nach dem Motto "selbst ist die Frau" und wenn einer mobbt gehe ich auch selbst dazwischen, egal ob es mein eigener oder ein anderer ist.
Dafür finde ich diese Gruppen, in denen gleich viel geübt und trainiert wird, für meinen Hund und mich sinnfrei, denn ich komme wirklich nur zum Spielen in die Gruppe, nicht zum üben, was unter Ablenkung bei so kleinen Würmern zu 90% eh noch nicht klappt, weil sie das Kommando meist noch gar nicht kennen.

Es kommt auch immer darauf an, was man sucht. Bin ich Anfänger und habe noch viele Fragen, suche ich am besten schon vor der Hundeanschaffung eine Gruppe, bei der mir der Trainer kompetent erscheint, ein bisschen mehr Abwechslung geboten wird usw.. Brauche ich nur ein paar Spielkameraden hab ich mehr oder weniger "freie Auswahl".
 
  • Ist Hundeschule zwingend notwendig? Beitrag #44
ich finds ja spannend, dass auch hier wieder bereits 2 Leute schreiben, dass ihre Hunde auf dem Platz super "parieren" und kaum sind sie wieder in der "freien Wildbahn" machen sie, was sie wollen... Ist ja genau das, was ich auch in meinen oberen Threads schon schrieb, ist ja genau das, was ich hier wöchentlich mitbekomme und das erzählen mir auch 90% meiner Neukunden. :) Ich find sowas echt bedenklich für die Kompetenz der Hundeschulen. :eusa_think:

Mit der Welpengruppe, da kann ich mich absolut pewee anschliessen. Ich denke auch, auch da läuft oftmals einiges schief. Die Hunde werden sich selber überlassen, Welpen werden gemobbt, keiner greift ein, genau dann entstehen oft Probleme.
Wenn man sowas macht, muss wirklich mindestens eine Person dabei sein, die viel Ahnung von der Körpersprache der Hunde hat damit sie wirklich eingreifen kann. Ich selber bin ja auch regelmässig mit div. Hunden unterwegs (davon gehören 2 mir, alle anderen sind Fremdhunde), für alle habe ich die Verantwortung. Ich hatte noch nie eine Beisserei, ich habe teilweise Hunde zusammenlaufen, deren Besitzer sich das nie vorstellen könnten, dass die miteinander klar kommen. :mrgreen: Und ich bin überzeugt, würde ich die Körpersprache und auch die Charaktere der einzelnen Hunde nicht so genau kennen (und die Hunde mich auch als Rudelführer akzeptieren) käme das nicht so gut raus. ;)
 
  • Ist Hundeschule zwingend notwendig? Beitrag #45
ich finds ja spannend, dass auch hier wieder bereits 2 Leute schreiben, dass ihre Hunde auf dem Platz super "parieren" und kaum sind sie wieder in der "freien Wildbahn" machen sie, was sie wollen... Ist ja genau das, was ich auch in meinen oberen Threads schon schrieb, ist ja genau das, was ich hier wöchentlich mitbekomme und das erzählen mir auch 90% meiner Neukunden.
:)
Ich find sowas echt bedenklich für die Kompetenz der Hundeschulen.
:eusa_think:
Das ist für mich aber ein Phänomen, was nicht nur an der Hundeschule hängt.
Auch ich beobachte oft Hunde, die Platz und draußen gut trennen und dann draußen scheinbar wieder alles vergessen haben.
Bisher kam das aber nur in den Fällen vor, wo draußen gar nicht geübt wurde. Egal welche Tipps die Hundeschule gegeben hatte - auf dem Platz wurde alles brav umgesetzt, draußen hat man es dann schleifen lassen.
Es gibt immer noch Leute, die denken, wenn der Hund zwei Mal die Woche auf dem Platz folgt, tut er das beim Spaziergang auch und dem ist eben nicht so. Konsequenz muss ständig da sein, nicht nur zwei Mal je eine Stunde die Woche.

Mit Leo habe ich was das exakte Ausführen von Kommandos angeht weit weniger Probleme draußen als mit meinem ersten Hund. Gefolgt hat der zwar draußen auch, aber ein korrektes Fuß war am Anfang undenkbar, als ich hauptsächlich auf dem Platz mit ihm geübt habe. Es hat mich ein halbes Jahr gekostet, mit einem eigentlich gut ausgebildeten Hund draußen dieselben Kommandos auszuführen. Und ich habe draus gelernt: Bei Leo hat vielleicht das eine oder andere Kommando etwas länger gedauert - was sicherlich auch am Hund liegt - aber durch die Übung auf Wiesen und Feldwegen macht er es draußen eben so, wie andere es auf dem Platz machen. Dafür wüsste ich nicht, was er auf dem Platz macht, allerdings ist mir das auch nicht so wichtig. Ob er auf einer eingezäunten Wiese zügig herkommt ist mir ehrlich gesagt egal, wenn er dafür draußen kommt, wenn der Hase vor ihm über den Feldweg rennt.
 
  • Ist Hundeschule zwingend notwendig? Beitrag #46
das finde ich ne sehr gute Einstellung, Mischling.

Ich denke schon, dass es so ist, wie Du sagst. Die Leute üben halt nicht. Aber genau das verstehe ich irgendwie nicht. Jedermann ist doch froh, wenn er einen Hund hat, der im Alltag einfach nur unauffällig ist. Was stelle ich für Anforderungen an einen Familienhunde? Er soll brav an der Leine laufen, soll nicht ständig bellen, soll mal alleine zu Hause bleiben können, soll kommen, wenn ich ihn rufe, soll nicht jagen, soll mit anderen Hunden einigermassen klar kommen, soll Zug / Tram / Bus / Autofahren, soll auch im Restaurant brav unter dem Tisch liegen und zuhause Besuch nicht auffressen.

So, das sind so die wichtigsten Dinge, die meiner Meinung und Erfahrung nach, ein Hund auch in seinen ersten 2 Lebensjahren auf jeden Fall lernen kann / soll.

Aber ist den Leuten denn nicht klar, dass sie sowas nicht ausschliesslich in der Hundschule lernen? :eusa_think: Kommunizieren dies die Hundeschulen zu wenig? Bei mir ist es ja so, dass ich den Leuten (ähnlich wie Rütter) auch ganz klare Hausaufgaben geben. Also ich setze Ziele, die bis zum nächsten Training erreicht werden sollen. Klar, es kann mal sein, dass es nicht klappt. Aber die Leute sollen doch einen Ansporn haben, was zu üben?
Vielleicht fällt den Leuten das Üben draussen auch leichter, weil sie es bei mir im Training auch schon draussen gemacht haben? Weil ich es ihnen schon draussen gezeigt habe? Ich weiss es wirklich nicht aber ich würde es gerne verstehen... :eusa_think:

Es ist ja auch tatsächlich so, dass ich hier etwa 90% der Hundehalter einfach nur durch die Gegend latschen sehe. Sie üben nichts, sie machen nichts. Kein Abrufübungen, keine Futtersuchspiele, kein Dummytraining, keine Reizangel... Ja warum sollte der Hund die Leute denn auch spannend finden, wenn sie ihm nichts bieten? :roll:
 
  • Ist Hundeschule zwingend notwendig? Beitrag #47
Ich finde den Satz etwas bedenklich denn genau DAS ist mit ein Grund wieso ich hier keinen Hund sitzen habe. Ich weis eben nicht WAS ich vom Tierschutz da genau vermittelt bekomme und ob er Hundeschule braucht. ich rechne es lieber mit ein und wenn ichs nicht brauch umso besser dann geht das Geld in eine Kassa für neues Spielzeug, Leinen ect. aber von vornerein zu sagen "wenn ich das geld hätte würde ich villt" Find ich schonmal Falsch sorry


Das habe ich vllt etwas unglücklich formuliert: Ich meinte eher, dass ich mir erst einen Hund anschaffen werde, wenn ich das nötige Kleingeld dazu habe. Auch das Geld für den Besuch einer HuSchu sofern notwendig.
Das Anlegen einer finanziellen Reserve für TA u.ä. ist für mich obligatorisch.

Es ist ja auch tatsächlich so, dass ich hier etwa 90% der Hundehalter einfach nur durch die Gegend latschen sehe. Sie üben nichts, sie machen nichts. Kein Abrufübungen, keine Futtersuchspiele, kein Dummytraining, keine Reizangel... Ja warum sollte der Hund die Leute denn auch spannend finden, wenn sie ihm nichts bieten? :roll:

Für viele ist es einfach nur die 10-Minuten-Pipipause, der Hund muss raus, okay, eine Runde um den Block. Diese Leute kommen gar nicht auf den Gedanken, dass das Rausgehen mit dem Hund mehr sein kann und sollte als einfach nur pullern lassen. :eusa_eh:
 
  • Ist Hundeschule zwingend notwendig? Beitrag #48
Kommunizieren dies die Hundeschulen zu wenig?
Sicherlich ein großer Punkt. Ich habe bei meinem ersten Hund nicht einmal gesagt bekommen, dass ich draußen üben soll oder auch nur kann. Da wurde mehr oder minder vermittelt, dass man da viel kaputt macht, weil einen dort keiner korrigiert. Stimmt zum Teil auch, wenn ich aber bereits eine gute Anleitung erhalten habe sollte das dennoch gehen, ich kann ja auch nicht immer abhängig von einer HuSchu sein. Und Fehler macht man so oder so immer. Soll nicht heißen, dass man es darauf ankommen lassen soll, aber wirklich perfekt wird man es wohl nie hinbekommen.
Zu mir hieß es nachher mehr, dass man den Hund am Tag der Huschu nur wenig ausführen sollte, damit er noch Power hat, dass man ihn nicht füttern sollte usw., mit ein Grund, warum ich die Hundeschule verlassen habe.

Es ist ja auch tatsächlich so, dass ich hier etwa 90% der Hundehalter einfach nur durch die Gegend latschen sehe. Sie üben nichts, sie machen nichts. Kein Abrufübungen, keine Futtersuchspiele, kein Dummytraining, keine Reizangel
Da muss man fairer Weise aber sagen, dass du mich vermutlich genau so sehen würdest :lol:. Wenn ich zwei oder auch mal drei Stunden unterwegs bin übe ich auch nicht ständig und da man bei uns die meisten Hundehalter nur fünf Minuten sieht, bis sie über den nächsten Hügel sind, entsteht doch schnell mal der Eindruck.^^
Ich finde es ab davon aber auch wichtig, dass mein Hund mit mir laufen kann, ohne dass ich was mache. Ich möchte auch einfach mal Spazieren ohne den Hund ständig zu beschäftigen, das war zum Beispiel eine Sache, die meiner lernen musste.
 
  • Ist Hundeschule zwingend notwendig? Beitrag #49
klar, ich sehe das ja auch so, dass ich den Hund nicht den ganzen Spaziergang lang bespasse, da habe ich auch keinen Bock drauf. Schlussendlich stumpft er ja auch ab. Und auch meine Hunde können sehr genau unterscheiden, wann Arbeit angesagt ist und wann nicht. Wenn ich mit dem Rudel unterwegs bin, spiele ich nur wenige Male Ball, wenn überhaupt. Dummyarbeit gibts gar keine.

Aber ich denke, es gibt schon noch einen grossen Unterschied zwischen "nichts machen" oder eben "Dauerbespassen". Dauerbespasser gibt es hier aber demnach gar keine! :mrgreen: Aber wenn ich regelmässig Leute treffe, beobachte ich doch immer etwa, wie das "Gassigehen" vonstatten geht. Ich erlebe immer wieder, dass teilweise Hunde plötzlich vor mir stehen, weit und breit kein Besitzer zu sehen. Der kommt dann mal nach 3 Minuten aus dem Wald raus. Sorry, das kanns doch nicht sein. Da ist doch null Bindung und letztendlich auch null Kontrolle! :?

Meine Hunde (vorallem der Knuuper) laufen auch mal weit vor. Aber wenn jemand kommt (egal ob Pferd, Jogger, Fahrrad, anderer Hund) dreht der sofort um und kommt zu mir. Und sowas würde jeder Hund machen, wenn die Bindung stimmt. Selbst meine Gassihunde, die das ja vorher auch nicht gekannt haben, machen das nach wenigen Malen genauso gut!

Ich sehe ja selber oft, was da falsch läuft. Viele Hunde laufen vor. Sie sehen mich mit meinen Hunden kommen, verlangsamen, bleiben stehen. Es folgt der fragende Blick nach hinten zu Frauchen: "Du, anderer Hund auf 12 Uhr, was soll ich tun?" Frauchen zeigt keinerlei Reaktion, was macht dann der Hund? Er regelt das dann halt selber... Inzwischen habe ich aber meine Hunde zu mir gerufen, der fremde Hund hat gemerkt, "ok, auf den Rudelführer ist wie immer kein Verlass, da kommen keine klaren Anweisungen, gut dann regle ich das selber". Hund brettert auf mich zu, Frauchen bemerkt dann plötzlich, dass meine ja an der Leine sind, ruft ihren Hund, klar, nun kommt er nicht mehr... Und sie können das nicht verstehen.
Wenn man diesen Ablauf etwas genauer analysiert, bin ich überzeugt in dem Moment, wo der Hund sich fragend umguckte (was ja zeigt, dass eine gewisse Bindung besteht) Frauchen gerufen hätte, wäre der Hund gekommen. ;) Aber wenn die Leute halt soooo dermassen in Gedanken durch den Wald tschalpen und überhaupt nicht auf ihre Hunde achten---kein Wunder beschäftigen sie sich selber.

Meine Hunde haben z-B. gelernt, wenn es irgendwo Rehe hat, dass sie SOFORT zu mir kommen sollen. Inzwischen muss ich gar nicht mehr rufen. Reh im Wald, Hund guckt, dreht, kommt im Galopp zu mir. Warum? Weil sie gelernt haben, wenn es Rehe hat, dann gibts bei Frauchen Futter und Action! So, ich habe regelmässig ein Rudel Hunde dabei (heute waren es 6), die teilweise bei ihren Besitzern echt wüst jagen und wildern. So, wir sehen die Rehe, meine Hunde rasen zu mir, die anderen gucken das ab, als Unterstützung rufe ich auch und laufe von den Rehen weg---nach 5 Sekunden steht das ganze Rudel bei mir. Und das ist eben auch wieder ein Training, was ich in keiner Hundeschule hinbekomme! :silence:

Das meine ich mit "Aktiv unterwegs sein, auf dem Spaziergang gemeinsam mit dem Hund was erleben" und nicht einfach nur den Hund machen lassen. Klar geht er sonst den Rehen nach, die sind doch viel spannender als das latschige Frauchen. :lol:
 
  • Ist Hundeschule zwingend notwendig? Beitrag #50
Hallo Falke, da muß ich dir ja gleich mal erzählen was ich heute im Auslauf erlebt habe.
Wir waren spazieren in einem Hundeauslauf, sehr bekannt in Berlin im Grunewald.
Nachmittag, es waren sehr viele Hunde mit ihren Haltern unterwegs.
Unter anderem auch eine Gassigeherin mit geschätzten 10-15 Hunden ein paar an der leine manche nicht.
Sie hat sich kurz auf unserer Höhe aufgehalten und ist dann so langsam weiter gegangen. In dieser Zeit hing meiner Hündin immer ein Windhund am Hintern, der garnicht mitbekommen hat das die Frau schon längst weit weg war. Von weitem haben wir sie dann nur noch rufen hören. Windhund kam aber nicht. ich hab versucht ihn in ihre Richtung zu schicken, ohne Erfolg. So mußte sie mit dem ganzen Hundepulg wieder zurück und ihn abholen und an die Leine nehmen. Dann ging sie weiter und wir hatten uns ganz entspannt in die Sonne gesetzt. Bloß da war auf einmal ein Australien Shepperd (vielleicht nicht richtig geschrieben sorry) der saß vor mir und schaute mich mit seinen Weiß-blauen Augen an. Bettelnd. Ich fragte die umstehenden Leute ob jemandem dieser Hund gehört. Aber es fand sich niemand. Die Gassigeherin war da bereits schon wieder ca 200 m weit weg. Ich rief ihr hinterher,ob sie vielleicht noch einen Hund vermisst. Und tatsächlich er gehörte zu ihr. Nun mußte sie wieder mit der ganzen Meute zurück und auch diesen Hund abholen. war schon spannend. Da kommt bei mir die Überlegung, vielleicht solte man auch mal Gassigeher vorher näher unter die Lupe nehmen, denn dieser Frau hätte ich meinen Hund nicht anvertraut.
So wollte ich nur mal kurz loswerden. Viele Grüße
 
  • Ist Hundeschule zwingend notwendig? Beitrag #51
Also in der Welpenspielstunde/Junghundespielstunde mussten wir auch aufpassen, dass BJ nicht gemobbt wird, bzw BJ denkt, er könnte die gutriechende Hündin bespringen.
Aber gut, BJ´s Körpersprache war zum Glück von Anfang an recht deutlich.
Da waren die 4 Euro für mich dann eher Platznutzungsgebühr und dafür, dass BJ einfach in einem geregelten Rahmen lernt, dass andere Hunde keine Gefahr darstellen.

Und was ihr so beschreibt... keine Ahnung. BJ ist NIE so schlimm wie in der Hundeschule! :D Die vielen anderen Hunde, mit denen er nicht spielen darf frustrieren ihn so dermaßen... ist immer ein ganz schönes Theater!

Und wenn ich so drüber nachdenke, hat meine Trainerin auch noch nie wirklich explizit gesagt, was genau wir zuhause zu tun haben. Aber wenn sie uns extra Übungen zeigt, könnte man ja auhc seinen Menschenverstand einschalten. Die zeigt sie mir sicher nicht, damit der Hund und ich sie genau drei mal in der Stunde machen können. Sollte man aber von erwachsenen Menschen erwarten können, dass sie so weit denken, möchte ich mal meinen...
 
  • Ist Hundeschule zwingend notwendig? Beitrag #52
Die zeigt sie mir sicher nicht, damit der Hund und ich sie genau drei mal in der Stunde machen können. Sollte man aber von erwachsenen Menschen erwarten können, dass sie so weit denken, möchte ich mal meinen...

Infano, das dachte ich eben bisher auch. Aber je länger je mehr habe ich da meine Zweifel---nicht zuletzt auch, seit ich hier im Forum bin und gerade im Hunde-Verhaltens und Erziehungsbereich den einen oder anderen Thread finde, der mich definitiv dran zweifeln lässt... :roll: Da wird schon vor der Anschaffung eines Hunde grad gar nichts, aber wirklich NICHTS studiert! Und wenn der Hund (meistens ne völlig unpassende Rasse) dann erstmal da ist, dann gehts richtig los... :roll:

Stella: hahaha, ja genau, SO Kenne ich Hundespazierdienste eben auch. Und glaub mir, wenn ich alle Hunde mitnehmen würde, für die ich schon angefragt worden bin, würde es genauso aussehen. Mache ich aber nicht. Ich bin der Meinung, ich als Einzelperson (und ich habe wirklich viele Jahre Hundeerfahrung) komme mit einem Rudel von ca. 6 Hunden klar. Dabei sind aber mindestens 2 Hunde, auf die ich mich einfach in jeder Situation 150% verlassen kann--- meist sind das meine eigenen beiden. :lol: Dazu dann noch 2 Hunde, die recht zuverlässig sind, im Grunde gut hören aber ab und an doch noch Mist bauen oder die Grenzen suchen. Wenn diese Basis stimmt, dann können die 2 letzten auch Chaoten sein die nur Blödsinn machen, die gehen bei den anderen dann einfach unter oder werden von der Vernunft mitgerissen... :lol:

Ne, ernsthaft, ich finde sowas grobfahrlässig. Und genau weil eben solche Gassigänger oftmals keine Kontrolle haben, gibt es nun auch vorab im einem Kanton hier in der Schweiz eine neue Regel, dass 1 Person nicht mehr als 3 Hunde gleichzeitig ausführen darf. Klar, wenn dieses Gesetz auch nach Basel-Land kommt, dann wirds eng. Vorallem ist natürlich nun in besagtem Kanton die Existenz vieler Gassigänger in Gefahr. Ich denke aber, man wird dann einfach eine Spezialbewilligung brauchen und das ist vielleicht auch ganz gut so, dann werden die Leute auch geprüft und es darf nicht mehr jeder Trottel (sag ich mal so salopp) der keine Ahnung von Hunden hat, mit so vielen Hunden laufen gehen.
Als meine Kylja noch Welpe war, war ich auch in einem Wald, wo ich weiss, dass es immer viele Hunde hat. Naja, mal will das Baby ja sozialisieren. Gut, als dann von einer solchen Gassigängerin ein Rudel von ca. 8 Hunden auf meine Kylja zustürzten und diese sich erst bei mir versteckte, danach panisch zur Strasse raste und fast überfahren wurde, habe ich mir einige Gedanken gemacht... Ich habe vieles gelernt über Rudelverhalten. Und ich habe vieles gelernt zum Thema "Hunde einfach machen lassen". Hätte ich heute wieder einen Welpen, ich würde aber zu 1000% nicht mehr in diesen Wald gehen. Ich würde den Welpen in meinem Rudel aus ganz vielen verschiedenen Hunden (jung, alt, gross klein, beide Geschlechter) sozialisieren. Das reicht. Und wenn ich wieder einen Welpen bei mir hätte, der von anderen Hunden so angegriffen würde, ich würde dazwischen stehen und die anderen Hunde fernhalten. Wie auch immer und wenn es keine sanften Methoden wären. Aber heute würde ich meinen Welpen als souveränen Rudelführer verteidigen! :eusa_shhh:

Ich bin ja mit dem Rudel wirklich meistens (bewusst) in der Pampa. Treffe selten Leute, ab und an mal ein Auto, ein Radfahrer, ein Pferd, das wars dann. Wenn ich mir aber schon nur mit meinen 6 Hunden vorstelle, in einem Gebiet zu laufen, wo es viele andere Hunde und Menschen hat----neeee danke, das wäre mir zu stressig! Was ich in der Pampa halt wirklich aufpassen muss, ist eben das Wild. Hatten letztens wieder ein Wildschwein wenige Meter vor uns. ;)
 
  • Ist Hundeschule zwingend notwendig? Beitrag #53
Ich sehe ja selber oft, was da falsch läuft. Viele Hunde laufen vor. Sie sehen mich mit meinen Hunden kommen, verlangsamen, bleiben stehen. Es folgt der fragende Blick nach hinten zu Frauchen: "Du, anderer Hund auf 12 Uhr, was soll ich tun?" Frauchen zeigt keinerlei Reaktion, was macht dann der Hund?

Oha, da muss ich gerade an Jerry und mich aus vergangenen Tagen denken. Da war er 1 Jahr und ich vielleicht 16 oder so. Da habe ich bei weitem noch nicht so viel für die Bindung gemacht und es lief entsprechend... Jerry sieht einen anderen Hund, guckt mich auf besagte Art an, wie du es beschreibst. Ich sage "Jerry komm her". Und er "nööö, ich wollt nur bescheid geben, dass ich jetzt zu dem Hund renne" :lol: Ab da hab ich gemerkt, dass ich vielleicht doch mehr machen müsste *lach*

Mir ist aber auch aufgefallen, dass viele denken "ich gehe jetzt in die Hundeschule und danach funktioniert der Hund". Das klappt natürlich genau ein paar Tage, weil der Halter sich so fahrlässig benimmt, dass der Hund halt wieder sein eigener Herr wird und das nervt mich, das ist nämlich oft ne sau faule Ausrede. Wenn da wieder Hunde auf uns zubrettern - ohne zu bremsen, ohne aufs Frauchen zu hören, ich hab aber die Hunde angeleint. Und dann kommt die Ausrede "also mein Hund war in der Hundeschule, das muss an Ihren liegen". W-W-Waaaaas? :eusa_eh::eusa_doh:
Die Großeltern von meinem Freund haben früher ausrangierte Polizeihunde aufgenommen. Das waren die einzigen, die bis zu ihrem Lebensende perfekt auf die Großeltern gehört haben und ich gehe nicht davon aus, dass die die perfekte Körpersprache hatten. Aber das haben die wahrscheinlich so 6-7 Jahre durchgezogen mit ihrem Gehorsam und hat bombenfest gesessen. Aber sonst kenne ich das bei keinem Hund. Wer will, dass der Hund gut hört, muss halt auch selber was tun. Schlimm genug, dass das viele nicht wissen und denken, man kriegt einen fertig erzogenen Hund aus der Hundeschule.

Das ist übrigens auch der Grund, weswegen ich auf so manche Tierheime nicht gut zu sprechen bin. Bei vielen ist es mittlerweile Gang und Gäbe, einen Besuch der Hundeschule als Bedingung zu stellen und sowas sehe ich nicht ein. Natürlich will man aufpassen, dass man sich nicht nur den Hund holt und erziehungstechnisch dann verrotten lässt. Aber es gibt nunmal viele nicht ganz glorreiche Hundeschulen und manche arbeiten vielleicht mit Methoden, mit denen ich nicht arbeiten möchte. Wir lesen ja nicht zum ersten Mal, dass der Trainer irgendwas empfohlen hat, was für den Hund traumatisch war (wie war das mit dem Thread mit dem Stachelhalsband, wo der Hund sogar auf den Trainer losgeht?).
 
  • Ist Hundeschule zwingend notwendig? Beitrag #54
Das ist übrigens auch der Grund, weswegen ich auf so manche Tierheime nicht gut zu sprechen bin. Bei vielen ist es mittlerweile Gang und Gäbe, einen Besuch der Hundeschule als Bedingung zu stellen und sowas sehe ich nicht ein.

Hi,

Genau das war meine Beobachtung und der Ausgangspunkt meines Eingangspostings. Erst gestern wieder eine recht bekannte Vermittlungssendung im Fernsehen angeschaut, und prompt war da wieder der Hinweis auf die HuSchu. Ich selbst weiß allerdings, dass genau dieses TH den Besuch nicht zur Pflicht macht (wir haben unseren Hund damals aus diesem TH geholt). Negativ fand ich allerdings, dass es keine Nachkontrolle gab bei uns, obwohl es so im Vertrag stand. Wir hätten ja sonstwas machen können mit dem Hund.
 
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