Tierschutz, Tierheim und Tierzucht

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  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #41
Gesundheitliche Untersuchung der Elterntiere um Erbkrankeiten auszuschließen, je nach Krankheit erfolgt dies in regelmäßigen Abständen. Eine Rassekatze vom Züchter kauft man ja vor allem wegen des gesundheitlichen Aspektes. Und dieser gesundheitliche Aspekt erfordert einige kostenintensive Untersuchungen.
Dazu die Aufzucht der Kitten, welche kostenintensiv ist. Vieleicht fällt ein Notkaiserschnitt an.
Mehrfaches Entwurmen und Impfen der Welpen. Dazu dann noch Mitgliedsbeiträge für den Verein und Kosten für den Stammbaum aller Tiere.

Das sind alles Kosten - und es gibt bestimmt noch mehr Kosten - die bei einer seriösen Zucht anfallen. Kosten die gedeckt werden müssen, wenigstens ansatzweise. Daher kosten Rassetiere aus einer seriösen Zucht 500 Euro und mehr.

Natürlich ist der Preis bei weitem nicht alleiniges Kriterium. Es gibt weiß Gott genug schwarze Schafe unter den Züchtern.
Aber wenn eine reinrasse Katze nur 200 Euro kosten soll, lässt einen das schon aufhorchen.
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #42
Tja ich hab das heute mal durchgerechnet am Beispiel eines Rassehundes, kommt ja in etwa aufs gleiche raus und bin mit meinen mitrechnenden zu dem Ergebnis gekommen das alles über 400 Euro Preistreiberei ist.

Da die Zucht ein Geschäft ist, muss eben der Züchter die Gefahren tragen, wenn ich ein Auto verkaufe was nach 3 Monaten nen neuen Motor brauch kann ich auch nicht beim Kauf den Preis mit einkalkulieren dann kauft nämlich niemand das Auto.

Notkaiserschnitt, sein Risiko
Totgeburten, sein Risiko

Ich persönlich würde mir niemals ein reinrassiges Tier zulegen weil ich diese Preistreiberei nicht unterstützen würde.

Es wird Zeit das bei den Züchtern ein Umdenken stattfindet, ich fordere schon seit Jahren eine Kostenübersicht seitens der Züchter bei der seine "geschäftsrelevanten Risiken" nicht eigerehnet werden dürfen, die bei der Abgabe eines Zuchttieres vorzulegen ist. Auf diese Kostenübersicht kann er 10% draufschlagebn und gut ist. Und wenn meine Hoffnungen genauso belohnt werden wie kürzlich die Änderungen im Mietrecht dann bin ich zufrieden
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #43
Ich meinte keine Pauschalen damit einzukalkulieren sondern wenn so etwas auftritt.
Daneben kommen ja auch noch die Unterhaltskosten für die Tiere, allein die sind ja sehr hoch bei einer proffessionellen Zucht.
Wie man da auf einem Preis von 400 Euro kommt, kann ich mir nicht erklären, wobei ich mich nicht bei Hunden auskenne und nicht beurteilen kann, inwieweit man die Hunde- und Katzenzucht vergleichen kann
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #44
Off-Topic
Warp, was hast du denn da durchgerechnet, dass du für einen Rassehund auf höchstens 400 Euro kommst? Also ich kenne Züchter, die nehmen mehr als 1000 Euro für einen Welpen und kommen damit im Großen und Ganzen bei 0 raus. Mir schwant, du hast vielleicht nicht alles eingerechnet, was dazu zählt ;)
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #45
Zeisig du sagst 500 Euro sind unterste Grenze, dann rechtfertige mir doch jetzt mal warum eine Katze soviel kosten muss und zwar ganz genau.

Kann ich schon, die Zuchttiere des Züchters sind in der Anschaffung teurer als Liebhabertiere, bei Katzen meist ab 1,000,00 € aufwärts. Die Zuchtkatzen müssen auf rassespezifische Erbkrankheiten untersucht werden, der HCM-Schall muss außerdem auch wiederholt werden, ist also kein einmaliger Kostenpunkt, die Blutgruppe muss bestimmt werden usw. tierärztliche Betreuung kostet natürlich Geld. Die Katzen werden hochwertig ausgewogen ernährt und falls selbst kein Deckkater im Haushalt ist bzw. kein passender Kater, dann muss man auch noch Deckgebühren zahlen.

Wenn es jetzt mit dem Decken geklappt hat und die Kätzin ihre Babies bekommen hat, dann muss man natürlich viel Zeit und Liebe investieren, dass geht nicht mit einem Vollzeitjob, da muss man sich entweder freinehmen oder Teilzeit arbeiten, wenn man es vernünftig und richtig machen will. Die Kitten müssen mehrfach entwurmt werden, ab der 4./5. Woche werden sie abwechslungsreich zugefüttert, sie müssen lernen das Katzenklo zu nutzen, da braucht man viel Streu für die Behelfsklos, mit 8 Wochen und mit 12 Wochen müssen sie jeweils geimpft werden. Kostet alles Geld und dass ist jetzt nur der Idealfall, wenn die Mutter keinen Kaiserschnitt braucht, keines der Kitten erkrankt usw.

Die Abgabe erfolgt frühestens mit 12 Wochen meist erst mit 13-16 Wochen, bis dahin kosten die Kitten dem Züchter nicht nur viel Zeit und Arbeit, sondern vorallem auch Geld. Relativ gering sind dahingegen die Kosten für den Vereinsbeitrag und die jeweiligen Stammbäume für die Kitten. Meine Züchterinnen haben dann die Kitten auch noch gebracht, kommen also noch reichlich Fahrtkosten dazu.

Wenn also alles glatt läuft, der Züchter ca. 4 Würfe im Jahr hat, die jedesmal 4-6 Kitten sind, alles gesund und munter und die problemlos vermittelt werden können, es keine Komplikationen gibt weder bei der Geburt noch bei der Aufzucht und auch sonst keine tierärztlichen Sonderbehandlungen außer den normalen Impfungen und Untersuchungen anfallen, dann bleiben wenn es hochkommt auch mal 50,00 € pro Kitten übrig, die Arbeits- und Zeitaufwand natürlich nicht miteingerechnet.
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #46
Unterhaltungskosten seiner Tiere sind seine Kosten die nicht umrechenbar sein dürfen, wenn er die Tiere ohne Zucht hält muss er die auch zahlen
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #47
Nur das ein Züchter die Tiere ohne Zucht sehr wahrscheinlich nicht in diesem Umfang halten würde. Das darf man dabei nicht vergessen.

Ein seriöser Züchter lässt seine Kätzinnen nur eine gewisse Zeit lang decken. Er behält passende Töchter da, die dann die nächste Generation zur Welt bringen. Die anderen Kätzinnen behält er ja dann auch da.

Würde ein Züchter nicht züchten, hätte er wahrscheinlich höchstens die Hälfte der Tier bei sich ;)
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #48
Hmm..wie kommst du denn auf diese 400 €? Schon allein wenn ich die Kosten für die Untersuchungen und Impfungen/entwurmungten berechne, komm cih da drüber. Aber gut, der TA bei dem cih die Preise kenn ist recht teuer..Eventuell noch die Deckgebühren, wenn man selber keinen Kater hat. Dazu kommt dass das Platzangebot stimmen muss, also größere Wohnung und mehr Miete...

Und selbst wenn es "nur" 400 € pro Katze sind, dafür hat der Züchter 12 Wochen Arbeit, evtl Benzinkosten wegen den Fahrtkosten zum TA- oder eben die Fahrtkosten wenn der TA zu ihm kommt- eventuelle Handaufzuchten (mit denen man immer rechnen muss) und dann alle paar Stunden füttern.. warum sollte für diesen enormen Aufwand also nicht ein bisschen was hängen bleiben? Ich bin mir sicher, würde man nen Stundenlohn ausrechnen wäre der ziemlich mickrig...

Wenn du den Vergleich schon ziehst: Ein Autoverkäufer gibt das Auto auch nicht zum EK-Preis ab, der schlägt noch ordentlich was drauf...

Genau wegen solcher Überlegungen, und das nicht mit einplanen oder falsch schätzen der Leistungen gehen viele nciht ins TH, weil ne Bauernhofkatze bekommen sie ja geschenkt...da kann cih nur den Kopf schütteln...

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

ich war mal wieder langsam :uups:
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #49
ich gönn ja jedem Züchter sein Geld versteht mich nicht falsch aber es kann doch nicht sein das 2 beim VDH gemeldete Hundezüchter der gleichen Rasse einer die Welpen für 500 und der andere für 1000 abgibt und beide gute Welpen haben die geimpft entwurmt und gechippt sind. Da frag ich mich als Hundehalter was läuft da falsch? Das bei dem für 500 nix hängen bleibt is klar, also müssen beim anderen 500 hängen bleiben
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #50
Wer sagt denn das der Züchter, der die Tiere für 500 Euro abgibt, Kostendeckung erreicht. Was wenn der mit 500 Euro Minus raus geht aus der ganzen Geschichte?

Zwei Züchter bei ihrer Preisbildung zu vergleichen ist denk ich schwer, selbst wenn sie die gleichen Rassen züchten. Wir können ja im Endeffekt nie beurteilen, welcher Züchter welche Kosten hat und warum. und wenn man dann bedenkt, dass es bei Tierärzten 3 Sätze gibt und somit auch unterschiedliche Preise ist es sehr schwer, da was zu vergleichen.

Ich denke die wenigsten seriösen Züchter egal ob Hund oder Katze gehen mit einem regelmäßigen Gewinn aus der Zucht raus.
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #51
Vielleicht liegt das an den Zuchttieren, oder an den Futterkosten, oder am Platzaufwand etc. der betrieben wurde... man darf ja nicht nur die Welpen sehen, sondern auch das was dahinter steckt. Darum sollte man ja immer persönlich beim Züchter vorbei schauen und sich mal ordentlich umgucken..
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #52
ich gönn ja jedem Züchter sein Geld versteht mich nicht falsch aber es kann doch nicht sein das 2 beim VDH gemeldete Hundezüchter der gleichen Rasse einer die Welpen für 500 und der andere für 1000 abgibt und beide gute Welpen haben die geimpft entwurmt und gechippt sind. Da frag ich mich als Hundehalter was läuft da falsch? Das bei dem für 500 nix hängen bleibt is klar, also müssen beim anderen 500 hängen bleiben

Bei Hunden kenne ich mich mit den Preisen nicht aus, aber bist du dir sicher, dass bei dem Angebot zur Hälfte des Preises, auch alle Untersuchungen bei den Elterntieren gemacht worden sind, eine offzielle Deckzulassung, dafür sind mehrere Untersuchungen je nach Rasse vorgeschrieben, auch alle vorgenommen worden sind, ein Zuchtwart den Wurf abgenommen hat?
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #53
Bei Hunden kenne ich mich mit den Preisen nicht aus, aber bist du dir sicher, dass bei dem Angebot zur Hälfte des Preises, auch alle Untersuchungen bei den Elterntieren gemacht worden sind, eine offzielle Deckzulassung, dafür sind mehrere Untersuchungen je nach Rasse vorgeschrieben, auch alle vorgenommen worden sind, ein Zuchtwart den Wurf abgenommen hat?

Wahrscheinlich schon sonst hätte er wohl keine Papiere etc. Vielleicht hat er se eben einfach für den Selbstkostenpreis abgegeben. Wie gesagt ich hab nix gegen wenn man Kostendeckend arbeitet aber wenn man 40% Profit pro Jungtier erwirtschaftet werd ich eben grillig. Ich geb für mein Tier wenns zum TA muss jede Summe aus aber ich sehe ein Tier eben nicht als Ware, den Preis den es kostet seh ich ein wenn die Kosten die entstanden sind um maximal 10% übersteigen aber das is eben meine Meinung
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #54
Um das beurteilen zu können müsstest du die Kosten aber beurteilen können ;)

Und da du nur vermuten kannst, dass die Hunde alle nötigen Untersuchungen habe, kannst du ja im Endeffekt auch nicht beurteilen, ob der Züchter so viel Gewinnspanne aufschlägt. Klarheit könntest du da nur bekommen, wenn du dich mit der speziellen Zucht näher beschäftigst und nachfragst. Vielleicht bekommst du ja auch eine Kostenaufstellung auf Nachfrage, wobei ich nicht weiß, wie offen da Züchter sind.
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #55
Vielleicht bekommst du ja auch eine Kostenaufstellung auf Nachfrage, wobei ich nicht weiß, wie offen da Züchter sind.

Vor allem müsste der dann die Kosten der letzten 4 Monate auf diesen speziellen Welpen runterrechnen..ich würde mir wohl die Arbeit nicht umbedingt machen...vielleicht mal so grob überschlagen (mündlich), was es da alles gab..
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #56
Zeisig du sagst 500 Euro sind unterste Grenze, dann rechtfertige mir doch jetzt mal warum eine Katze soviel kosten muss und zwar ganz genau.

Es zwingt Dich ja niemand eine Tier aus meiner Zucht zu erwerben und ich kalkuliere wirklich an der Grenze. Ich betreibe eine Hobbyzucht. Warum und was meine Beweggründe dafür sind habe ich schon erläutert. Ich habe kein Gewerbe, weil eine Hobbyzucht niemals Gewinn abwirft sollte sie ordentlich geführt werden. Und wenn jemand ein gesundes Tier von mir möchte, dann bezahlt er den Preis für eventuelle Kaiserschnitte natürlich auch :) Genau wie eine HCM und PKD sowie Bltgr Bestimmung und andere Tests. In meinem wie in dem anderer Hobbyzuchten wird man niemals ein Tier für "lau" und nen "Appel und nen Ei" bekommen. Ein Tierheim hat leider nicht die Möglichkeit mehr zu verlangen, weil die dann sonst auf ihren Tieren sitzen bleiben würden und dann finanzieren die sich über Spenden. Ich nehme keine Spenden und ich finanziere meine Hobbyzucht mit dem Abgabepreis. Ich hoffe ich konnte es ein wenig ausführlicher erläutern.

LG

Anmerkung:

Eine Rassekatze aus einer seriösen Hobbyzucht kostet ca. 500-700 Euro, Tiere für die Zucht sind etwas teurer mit ungefähr 700-1000 Euro. Allerdings gilt das nicht für die seltenen Rassen, deren Liebhabertiere haben einen deutlich höheren Preis von ca. 1000 - 1500 Euro und mehr. Katzenzucht ist ein Hobby und kostet Unmengen von Geld, ein seriöser Hobbyzüchter hat u. U. gerade mal seine Unkosten wieder drin, wenn die Kitten alle vermittelt sind (oft macht er sogar Minus).

Es geht los bei der Anschaffung der Zuchtkatze/n, ggf. eines eigenen Deckkaters (Preise s. o.), eine gewisse Ausstattung ist ebenfalls von Nöten. Es folgt die Anmeldung und Registrierung in einem seriösen und eingetragenen Zuchtverein und die dortigen Gebühren.

Auch sind häufig Tests erforderlich um vererbbare Krankheiten, Farbgene oder ähnliches festzustellen. So manche Krankheit konnte durch solche Tests ausgerottet werden.
Dann die Wahl des richtigen Deckkaters, wenn man keinen eigenen hat. Evtl. bringt man seine Kätzin mehrere hundert Kilometer weit, denn der geeignete Kater wohnt selten um die Ecke. Und man läßt ja auch nicht einfach jeden Kater auf seine Kätzin "drauf", Sinn und Verstand und reifliche Überlegung stehen schon hinter jeder Verpaarung. So, bis dahin ist man schon mal hunderte von Euro los, und es sind noch nicht mal Babies da geschweige denn, daß man eine Garantie hat, daß die Kätzin aufgenommen hat (wenn man Pech hat, muß man 2 oder gar 3 x zum Kater, Katzen sind schließlich Lebewesen, da klappt es nicht immer auf Anhieb).

Nun ist die Katze also schwanger und muß selbstverständlich tierärztlich betreut werden und außerdem jede Menge ausgewogenes und energiereiches Futter haben, sie braucht schließlich viel Kraft. Dann kommen also die Babies wenn man Glück hat auf natürlichem Wege auf die Welt. Ansonsten kann man für einen Kaiserschnitt nocheinmal um die 600,- € einplanen.

Innerhalb von mindestens 12 Wochen, die die Kitten bei ihrer Mutter bleiben, verschlingen die kleinen Pelznasen insgesamt hunderte von Euro an Streu, Futter, Wurmkuren, Impfungen usw. Außerdem kann ein Kitten oder gar der ganze Wurf einmal krank werden, dann kommen noch Medikamente dazu. Wie bei uns Menschen ist auch bei Katzen als Kind das Immunsystem noch im Aufbau, so daß es durchaus einmal zu Infektionen kommen kann.

Letztendlich kosten einen dann noch z. B. Wurfmeldungen (z. B. Katzen- oder Vereinszeitschriften), Erneuerung von Ausstattung und natürlich auch die Stammbäume Geld. Letztere sind dabei noch sehr günstig (ca. 15,- bis 20,- Euro) und nur ein Stammbaum allein rechtfertigt niemals den hohen Preis. Es sind hauptsächlich die hohen Aufzuchtkosten, die sich letztendlich auf den Preis auswirken.

Und da die Zucht wie gesagt ein Hobby und niemals ein Gewerbe ist (wer behauptet, er wäre "beruflich" Katzenzüchter und würde damit sein Geld verdienen, ist ein Fall für den Tierschutz!), werden natürlich auch keine "Stundenlöhne" o. ä. berechnet, z. B. für das stundenlange Warten während der Wehen (natürlich mitten in der Nacht ), die Betreuung der Mutter bei der Geburt, die Versorgung von Mutter und Kitten und evtl. notwendige Handaufzucht (für die u. U. ein Jahresurlaub draufgeht) und der "Ärger", den man wahrlich mit vielen Interessenten hat, die anrufen und einen beschimpfen, die ihren Besuch ankündigen und nicht kommen, die sagen, sie möchten die und die Katze und sich dann nie wieder melden, das Bringen der Kitten in ihr neues Zuhause und die Bereitschaft, jederzeit nach der Vermittlung gerne mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und regelmäßige Besuche beim bereits vermittelten "Nachwuchs" usw. usf.

Wenn man das alles zusammenrechnet, dann kann man sicher verstehen, warum ein Rassekätzchen sehr viel Geld kostet. Man bekommt ein voll sozialisiertes, freundliches, gesundes, munteres und menschenbezogenes Katzenkind, an dem man sehr viel Freude hat, zu sich nach Hause. Die Kosten, Arbeit und Mühe, die dahinterstecken, machen sich eben bezahlt und sollten vor allem auch mal bedacht werden. Leider wird das oft vergessen

Wenn Kitten "billig" - z. B. in Tageszeitungen - angeboten werden ("Schnäppchen! Reinrassige Perser für nur 100,- Euro" u. ä.), dann wurde ganz eindeutig an der Aufzucht gespart, die Tiere werden schlecht gehalten und haben wahrscheinlich noch nie einen TA gesehen (die Eltern bestimmt ebenfalls nicht), haben keinen Stammbaum - können also durchaus aus Inzucht stammen - , die Eltern werden als Produktions- und Gebärmaschinen mißbraucht und sind völlig ausgemergelt und die Kitten werden meistens schon mit 6 oder 8 Wochen weggegeben, was definitiv zu früh ist. Man hat bei einem solchen "Sonderangebot" hinterher meistens das doppelte oder dreifache an Tierarztkosten zu bezahlen.

Die Preise sind also durchaus gerechtfertigt und die Freude, die man an und mit einem solchen Kätzchen hat, sind jeden einzelnen Cent wert!!!

Da die Zucht ein Geschäft ist, muss eben der Züchter die Gefahren tragen, wenn ich ein Auto verkaufe was nach 3 Monaten nen neuen Motor brauch kann ich auch nicht beim Kauf den Preis mit einkalkulieren dann kauft nämlich niemand das Auto.

Notkaiserschnitt, sein Risiko
Totgeburten, sein Risiko


Das stößt mir gerade ein wenig sauer auf. Ein Züchter betreibt kein Geschäft mit Tieren sondern vermittelt gegen eine Schutzgebühr seine Babys in treu sorgende Hände. Und wenn ich will dann behalte ich alle oder einige oder wie auch immer.
Der Vergleich mit einem Autohändler ist auch unverschämt. Du als Käufer trägst eine Mitverantwortung beim Kauf eines Kätzchens und dafür wirst Du Dein bestes beim Züchter lassen --->nämlich Dein Geld ! Wir Züchter geben Dir dafür was unser bestes ist -----> Ein gesundes Kätzchen ! Und wir kalkulieren auch keine Arbeitsstunden ein dann würdest Du Dir gar keine Katze leisten können vom Züchter.

*sorry aber bei sowas werd ich wuschig*

Vielleicht bekommst du ja auch eine Kostenaufstellung auf Nachfrage, wobei ich nicht weiß, wie offen da Züchter sind.


Ach ich habe damit Null Probleme. Da solltest mal Schwarzzüchter und Vermehrer fragen, die mit Gewinn arbeiten.
Auf Nachfrage geb ich gern mal ne Kostenaufstellung raus.

ich gönn ja jedem Züchter sein Geld versteht mich nicht falsch aber es kann doch nicht sein das 2 beim VDH gemeldete Hundezüchter der gleichen Rasse einer die Welpen für 500 und der andere für 1000 abgibt und beide gute Welpen haben die geimpft entwurmt und gechippt sind. Da frag ich mich als Hundehalter was läuft da falsch? Das bei dem für 500 nix hängen bleibt is klar, also müssen beim anderen 500 hängen bleiben


Ganz einfach, da stimmt eher was bei dem, der seine Tiere für 500 verschachert was nicht. Ein guter reinrassiger Hund hat weit aus mehr Aufwand und Geld in der Aufzucht gekostet. Aber wenn ich meine Tiere mit Billig Dosenfutter oder TroFu ausm Aldi bediene und meine Elterntiere nicht untersuchen lasse dann ja macht der mit 500 Euro noch mehr Gewinn als einer der sie für 1000 abgibt.

 
Zuletzt bearbeitet:
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #57
wie gesagt ich gönne dir ja deine 500 Euro nur gibt es eben auch genug schwarze Schafe zu denen ich dich ja nich zähle, was ich dir auch schon privat geschrieben hab die eben Profit aus der Sache schlagen und das unterstütz ich nunmal nicht. weil dann das Tier zur Ware verkommt und ich das nich leiden kann
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #58
Warp, das sind dann eben Vermehrer und keine Züchter, und das heißt hier keiner gut, ganz im Gegenteil!

Ich find es gut, daß sich hier mal ein offensichtlich verantwortungsvoller Züchter mal ganz offen (auch finanziell) äußert, den mit Vermehrern in einen Topf zu werfen ist schon arg unfair.
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #59
Warp, das sind dann eben Vermehrer und keine Züchter, und das heißt hier keiner gut, ganz im Gegenteil!

Ich find es gut, daß sich hier mal ein offensichtlich verantwortungsvoller Züchter mal ganz offen (auch finanziell) äußert, den mit Vermehrern in einen Topf zu werfen ist schon arg unfair.

Habe ich nicht getan ich habe ihn lediglich darum gebeten mir zu sagen wie er auf den Preis kommt, das hat er nun getan und ich bin zufrieden. Aber er hat auch gesagt er is gerne bereit sich hnterfragen zu lassen was ich hiermit ebenfalls getan habe
 
  • Tierschutz, Tierheim und Tierzucht Beitrag #60
Damit wäre dann wohl auch die Frage bei den unterschiedlichen Preisen der Hundezüchter geklärt. Sehr wahrscheinlich läuft da was bei dem Züchter, der die Tier für 500 Euro abgibt, nicht richtig.

Sollte man also in einer solchen Situation sein, egal ob Hund oder Katze, sollte man sich dann beiden Zuchten ganz genau angucken und hinterfragen. Nur so kann man halbwegs sicher rausbekommen, wer der verantwortungsvolle Züchter ist und wer der Vermehrer.

Zeisig, ich finde sehr nett von dir, hier so offen zu sein. Ich denke das trägt dazu bei, dass man die Züchterpreise besser versteht. Als Ottonormalverbraucher denkt man ja nicht an alle Kosten, die da entstehen sondern sieht nur den Preis ium Vergleich zu Anzeigen in der Tageszeitung etc. wo im Endeffekt meistens aber nur Vermehrer dahinter stecken.
 
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