Hallo,
also meine Tochter ist mittlerweile schon erwachsen und hat das Zusammenleben bzw. zusammenwachsen mit meiner geliebten Siamesin unbeschadet überstanden.
Meine Siamkatze hatte schon während der Schwangerschaft gern auf dem Bauch geruht - nicht davor und nicht mehr danach - und ich habe bevor ich in die Klinik ging, bereits alles für das Kind gerichtet und meine Minouch mt einbezogen. Siamesen sind ja voll neugierig - da ging das ganz leicht.
Als ich heimkam nach der Entbindung, habe ich (entgegen allen Unkenrufen dass das nur schief gehen kann und ich meinen Kind mit dem behalten einer Katze nur Schaden zufügen könnte etc.) meine Tochter meinem Mann in den Arm gedrückt und meine Minouch, die sehr auf mich bezogen war, geknuddelt und mit ihr gesprochen - wer Siamesen kennt, weiß was ich meine mit sprechen -

)
Nach ausgiebiger Begrüßung - Tochter lag bereits durch Vater in der Wiege - setzte ich die Katze gut gebürstet zu ihr hinein. (Ich wusste ja, kaum schaue ich weg, hüpft sie irgendwann von selbst rein also Kontrolle wie es abläuft und man kann eingreifen, wenn nötig.
Kurzfassung: Kind wurde beschnuppert, Katze währenddessen von mir gestreichelt und viel mit ihrem Namen angeredet und gelobt und erzählt von dem Neuzugang. Naja ich war nicht plemplem, aber siamesen haben so ein gewisses etwas, das nicht mit anderen katzen zu vergleichen ist. (Vermisse ich manchmal bei meiner jetzigen)
Also Katze hat Kind adoptiert was soviel heißt, wenn Besuch kam und ich aus dem Zimmer ging, dann sprang Katze in die Wiege (oder Jahre danach ins Kinderbettchen) und passte auf, dass keiner "unser" Kind anfasste.
Schwiegermutter, Tanten waren gerade zwar nicht begeistert aber wer freut sich nicht über so einen zuverlässigen Baysitter?
Beide hatten miteinander ein wunderschönes Leben und Minouch hat niemals meine Tochter gekrallt (Ehemann schon eher) und Tochter lernte, wie man mit Tieren umgehen muss und dass ein Tier kein Spielzeug ist - trotzdem spielten beide stundenlang miteinander.
Übrigens hätte ich keine Chance gehabt meine geliebte Katze weg zu sperren, denn wie viele dieser klugen Tiere war eines das sie konnte, das öffnen jeder Türe. Nätürlich hätte ich mich zusperren können - aber Quatsch - irgendwann wäre die Türe doch offen gewesen und dann ... ja was dann....?
Trotzdem es kommt auf das Wesen einer Katze an, man muss sie und Ihre Launen gut kennen und viel Zeit am Anfang haben. Denn auch wenn alles reibungslos funktioniert - am Anfang ist man immer unsicher.
Übrigens hat Minouch weiterhin bei mir im Bett geschlafen und die Wiege stand anfangs bei uns im Zimmer. Niemals ist sie rein des nachts.
Eine Geschichte noch, die wirklich wahr ist: Meine Tochter hat einmal erbrochen im Schlaf -spätnachts- und meine Minouche hat mich mit Zwicken und Miauen aufgeweckt und ist ganz aufgeregt zwischen Schlaf- und Kinderzimmer hin und hergelaufen weil ich nicht schnell genug kapierte was los ist.
Nun ist meine Tochter heute eine erwachsene Frau und hat selbst bereits zwei Kinder und mittlerweile fünf Katzen und auch da gab es noch nie ein Problem. Jede Katze sucht sich ihren Menschen aus mt dem sie zum Schlafen geht und alle sind`s zufrieden.