Hund muss weg aber niemand hilft!!!!

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Der CC steht eh nur in Bayern und Brandenburg auf der Liste.
 
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Verantwortung und PCAS

Hallo Zusammen,

also wenn ich dass hier lese bekomme ich Schwindelanfälle. Ich habe einen Hund von PCAS und möchte gerne auch meine Erfahrung mitteilen.

1. Mir wurde mitgeteilt, dass man mir zu meinem Hund nix sagen kann, da sie in der Tötung nur einmal in der Woche die Hunde sehen können.
2. Ich wurde darauf hingewiesen, dass ich mich für eine Wundertüte entscheide. Ich habe mich bewusst für einen dieser Hunde entschieden- habe mir aber alle Eventualitäten ausgemalt, die eintreffen können und entsprechend geschaut, ob ich diesem Tier auch gerecht werden kann.
3. Zur Tötung: PCAS hat mit der Tötung garnix zu tun- das ist eine staatliche Einrichtung -in Ungarn heisst sie Abdeckerei... Sie (PCAS) dürfen dort Donnerstags mal rein, den Hunden was zu futtern geben, ein paar Bilder machen und dann wieder raus. Sie dürfen die Hunde nicht untersuchen oder ähnliches. Die ersten 21 Tage müssen die Hunde aufbewahrt werden, falls der Besitzer sie sucht. Hunde die vom Besitzer abgegeben wurden, dürfen auch sofort getötet werden. Diese Hunde haben die 3 Wochen" Wartefrist" nicht.
4.Betty Vidras konnte einfach diese unhaltbaren Zustände nicht ertragen und will den Hunden einfach nur helfen- so wie sie es kann und es ihr möglich ist. Sie macht dass seit über 10 Jahren. "Wir" schauen uns mal ein paar Bilder von den armen Seelen an, verdrucksen ein Tränchen und meckern dann rum: "Muss man doch so und so machen" und "wie können die nur" und "da muss doch was passieren- sofort" und blablabla.... macht doch mal 3 Wochen Praktikum/Volontariat bei Betty (PCAS ist Betty)- so--anstatt schön an die Nordsee zu fahren....ich denke Ihr werdet Eure Meinung schnell ändern....
Fahrt nach Ungarn und helft Betty oder anderen Orgas dort für ein paar Tage Hunde aus der Gosse zu holen- angefahren, halb tot geschlagen, sonstwie misshandelt, halb verhungert, verdreckt und verzeckt. Danach könnt ihr die Arbeit die diese Menschen leisten ja gerne nochmals be- oder verurteilen (und nein- ich bin nicht im Tierschutz aktiv).Tierschutzorgas allgemein leben von mit und durcht Ehrenamtler- die kann man nicht alle auf Herz und Nieren prüfen und überall gibt es auch nicht so kompetente Menschen. Das ist der Preis. Ihr habt manchmal Vorstellungen....


Wenn ich mir dann so einen Hund ins Haus holen will, dann mache ich mir doch vorher Gedanken:

Tierarztkosten- wer bitte geht davon aus, dass ein Straßenhund der völlig desolat ernährt wurde oder ist, fit wie ein Turnschuh nach Deutschland kommt??
Der Wochenlang in dieser Tötung saß, umgeben von anderen kranken Hunden? Von anderen alten Verletzungen abgesehen? Habt ihr eine Ahnung wie die Käfige gereinigt werden? Da kommt ein großer Wasserschlauch und der Käfig wird gründlich mitsamt dem Hund saubergespritzt auch im Winter- halboffene Halle bei Minustemperaturen (mein Hund hat immer noch Panik vorm Gartenschlauch). Wer geht bitte davon aus dass ein solcher Hund Gesund und auch noch Giardienfrei ist? Ich nicht. Ich habe 2 Hunde vom Tierschutz (Ausland) und beide haben in den ersten 6 Monaten einiges an TA Kosten nach sich gezogen. Kein Verein hat mich angelogen- ich wusste dass dieses auf mich zukommen kann.

Die Frauen von PCAS weisen darauf hin, nicht viel über alle Hunde zu wissen- nur über die, die in Pflegestellen leben können sie "etwas" sagen. Wer bitte geht davon aus: Ach, bestell ich mir so ein armes Würstchen- und weil ich so ein toller Mensch bin mit so tollen Kindern und so tollen anderen Hunden und so ein tolles Haus, da wird der Neuankömmling sich direkt wie ein toller Hund benehmen und mir dankbar hinterherlaufen (hää??). Und PCAS hat ja gesagt der Hund ist verträglich... ---Jaaa...vielleicht dort...vielleicht bei Leuten, die Ahnung von Mehrhundehaltung haben--- Leute,da kommt ein Hund der unsäglich viel Leid / Sch.... erlebt hat und sich in Ungarn komplett anders Verhalten kann als in Deutschland und umgekehrt. Ich habe mir auch Sorgen gemacht, was wenn die beiden nicht miteinander klarkommen? Habe mir aber auch im VORFELD eine Lösung parat gelegt. Ich hätte nicht sofort aufgegeben und hätte die Hunde Räumlich getrennt. Im allerschlimmsten Fall hätte ich auch dem "neuen" Hund ein neues Zuhause gesucht- aber nicht Knall auf Fall-- ich denke locker 6-8 Monate kann sowas dauern- also die Integration. Dann wäre ich eine Art Pflegestelle gewesen und der Hund hätte seine Chance bekommen. Da mein Ersthund aber null Ressourcenorientiert ist und mit wirklich jedem Hund klarkommt, habe ich mich auch erst für einen 2. entschieden, da der erste Hund Artgenossen über alles liebt. Ich habe nicht aus Mitleid überstürzt gehandelt- damit ist keinem Hund geholfen.

Mein Hund hatte auch eine Zwischenstation einlegen müssen, da sie hochtragend war als sie nach 40 Tagen "Käfigdasein" hochtragend rausgeholt wurde. Sie konnte in Ruhe ihre Welpen großziehen und kam dann zu mir. In der Zeit wurde sie auch medizinisch behandelt. Die Pflegestelle hat jegliches Geld, dass ich angeboten habe für die Tierarztkosten abgelehnt (war nix zu machen). Ich habe dann Futter gekauft, Welpenspielzeug, Hundekauzeug usw. (schicke da heute noch Päckchen hin). Zwischenzeitlich habe ich meinen Hund damals auf der Pflegestelle besucht. UND: Mein Hund fand mich nicht so toll- sie hatte totale Angst und ließ sich auch nicht anfassen- ich hab sie mir dann halt nur angeschaut und ein paar Leckerchen angeboten- und mich wie blöd auf den süßen Angsthasen gefreut.

PCAS wusste nicht dass mein Hund tragend war- wie auch? Sie kamen ja erst an sie ran als sie sie aus dem Käfig holen durften. Sie haben mich sofort angerufen und mich gefragt ob ich bereit sei, solange auf den Hund zu warten bis die Welpen alt genug für die Vermittlung sind. Dann haben sie mir sofort gesagt wo der Hund hingebracht wird und den Kontakt hergestellt. Was ist daran unseriös? PCAS versucht doch einfach nur den Hunden die in der Tötung sind eine letzte Chance zu geben. Leider rechnet man nicht mit der Naivität einiger Menschen. Besonders nicht mit der fehlenden Geduld, wenns mal nicht auf Anhieb klappt.

Was hat PCAS an Geld genommen?

Unglaubliche 170,00€ Boah- voll die Geldmacherei- ich glaube wer so was sagt, hat keinen Plan..

PCAS hat meinen Hund aus der Tötung geholt, sie untersucht, gechippt, geimpft und dann mit 2 anderen Hunden von Ungarn nach Deutschland gebracht. Ich glaube nicht, dass 170 Euro auch nur ansatzweise Kostendeckend sind. Ja, ich hatte auch Tierarztkosten. Das war aber die Kastration, Impfen gegen Zwingerhusten und die Babesienbehandlung. Mit sowas muss ich rechnen, wenn ich meine mir unbedingt einen Hund aus dem Ausland zu holen.

Ich finde es traurig, dass von diesen Hunden soooviel erwartet wird- und wenns nicht klappt sind die bösen Tierschützer oder PCAS Schuld oder Unseriös. Man beliest sich doch erstmal ausführlich- nimmt Kontakt auf, fragt nach, macht Plan A, Plan B, Plan C. Und man sollte seine eigenen, vorhandenen Hunde und die Beziehung zu ihnen kennen. PCAS erlebt es nicht selten, dass erst alles Super ist. Haus, Familie, Geld- alles da. Dann kommt der Hund. Auweia- es gab Stress, Hund knurrt, jagd die Katze, versteht sich nicht mit anderen Hunden- ergo Hund muss weg-sofort-hopp-hopp. Und ja, es ist dramatisch wenn so etwas passiert- aber warum machen die Leute sich da nicht vorher Gedanken???? Über den Fall: Was ist wenn?---- Verstehe ich einfach nicht:roll:.
Ich habe heute auch noch zu 3 Personen von PCAS Kontakt- auch wenn es nur per Whatsapp ist- aber sie fragen noch immer ob alles ok ist und freuen sich über jedes Bild meiner Hunde.

Ich finde dass PCAS / Betty/ die Ehrenamtler einen guten Job machen, im Rahmen der Möglichkeiten, die sie haben (hello....die leben in Ungarn...)- und diese sind äusserst begrenzt. Alle machen das neben ihrer Familie, Job usw. Sie haben nur ein paar Pflegestellen, versuchen den Hunden auf der Straße zu helfen wo es geht und den Hunden aus der Tötung veruchen sie zu helfen ein Zuhause zu finden- mehr nicht. Sie leben und arbeiten in einem Land wo die Menschen finanziell und existentiell nicht so gut dastehen und Tierschutz ein Fremdwort ist. Ich finde da garnichts unseriöses bei PCAS. Auch in den Verträgen wird auf alles hingewiesen, auch über das Problem "Hund muss weg".

Wenn man sich vorher mal Gedanken macht, dann wäre dass für alle zum Vorteil- auch für den Hund.


Für die, die es noch interessiert:

Meine PCAS Hündin ist bald ein Jahr bei mir. Sie kannte garnichts- ein echter Straßenhund und sie war knapp ein Jahr als sie zu mir kam. Es hat 8 Monate gedauert, bis ich mal trainingshalber den Bauch desinfizieren durfte- ohne dass sie in Panik in ihre Hütte flüchtete- die Zähne inspizieren und die Ohren untersuchen durfte-ohne Stress. Laut "Pflegestelle" wurde mir empfohlen eine Hundehütte zu kaufen für draußen, da mein Hund im Haus Panik bekommt. Hab ich alles gemacht. UND? Sie hat erstmal im Flur gewohnt und konnte sich nach und nach ans Haus gewöhnen-hat sich aber am liebsten draußen versteckt, wenn ihr was unheimlich war.

Und heute? Hinter dem Angsthasen versteckte sich ein lernfreudiger Hund mit viel Arbeitseifer. Sie ist brav und apportiert wie ein Labbi. Wir fangen gerade an mit Zielobjektsuche und Sie lässt sich jetzt auch von Fremden gerne streicheln. Ihr Jagdtrieb auf Hühner, Hasen und Katzen ist auch kontrollierbar- aber das war viel Arbeit mit unendlicher Geduld. Das hat alles 11 Monate gedauert. Jetzt erst ist sie angekommen- sie hat fast ein Jahr dafür gebraucht.

Im Gegensatz zu meiner anderen Hündin ist sie sehr Ressourcenorientiert, hier jetzt einen dritten Hund zu integrieren, dass wäre zu machen, aber ein hartes Stück Arbeit-da bin ich mir sehr sicher. Da gäbe es ganz schön gerappel hier im Rudel und ich müsste bestimmt einige Zeit Omnipräsent sein...das tue ich mir aber nicht an...Ich sammel für PCAS oder die Ex-Pflegestelle lieber Bettlaken, Hundedecken, spende Hundefutter oder Geld. Damit kann man auch helfen. Es gibt ja auch Leute die die Vorraussetzung einer Pflegestelle haben- aber wenig Geld- da kann man ja auch eine Patenschaft übernehmen bis der Hund vermittelt ist- auch eine Möglichkeit wenn man unbedingt helfen will- so als Alternative zum "dritthund". Damit meine ich nicht nur für PCAS das kann man ja auch bei anderen Orgas machen. Ich mache dass auch- aber für eine Orga die Hunde aus Spanien betreut...


Das war meine Meinung bzw. meine Erfahrung.


P.S.: Sobald es um Tierschutz geht werden die Menschen komisch- jeder definiert sich zurecht wer wofür verantwortlich ist.
Wer sich ein neues Handy kauft beliest sich, recherchiert, vergleicht usw. einen Hund kann man ja grad mal so retten.....ist doch eine gute Tat...der ist auch unendlich dankbar....jaaaa...wenn der Hund nach Wochen oder Monaten kapiert hat, dass Du ihm nix Böses willst-und er gecheckt hat wie dass neue Rudel funktioniert- in einer Umgebung die er nicht kennt. Davon abgesehen, dass es sich um ein ausgewachsenes Individuum handelt- dass mehr Sch.... durchgemacht hat als mancher Mensch.

So ein Hund braucht neben Beständigkeit, Klarheit, Ritualen, Souveränität und Konsequenz etwas am allermeisten:

Zeit, Geduld, Zeit, Geduld und: Geduld und Zeit
 
  • Hund muss weg aber niemand hilft!!!! Beitrag #23
mir ist natürlich klar, dass diese Unterhaltung schon Jahre her ist, dennoch bin ich darauf gestoßen und möchte hierzu etwas sagen, da sich doch mehrere Leute vorab über die besagte Organisation informieren und dann hier diese Äußerungen lesen und ein schlechtes Bild vermittelt bekommen-das so meiner Ansicht nach komplett falsch ist.

Vorab: Ich selbst habe 2 Hunde von pcas, einer war wirklich schwierig , mit viel Geduld und Zeit aber inzwischen gar kein Problem mehr, der andere war von Anfang an ein Traumhund- ein wirkliche kuschelbedürftiger grosser Rüde und sehr intelligent! Lernte alles so schnell wir waren so überrascht😍

Impfpass,EU-Reisepass alles hat gepasst. Die Damen haben mir anfangs sehr geholfen waren immer erreichbar wirklich super!!!


Und nun zu den Kommentaren oben:
Jeder ist dort ehrenamtlich tätig, die haben nebenbei Familie einen job usw keiner bezieht für seine Tätigkeit ein Gehalt!! Die Hunde befinden sich in Ungarn, natürlich kann nicht jeder Hund persönlich bekannt sein und es ist auchnatürlich, dass ein Hund der in ein neues Zuhause kommt mal Probleme macht(anfangs) das liegt aber niemals an der Orga sondern einfach daran dass jedes Lebewesen eine gewisse Eingewöhnungsphase hat usw-


Zum Thema Geldmacherei- ach du meine Güte!!! Das nennt sich Schutzgebühr, davon wird sich niemand sonderlich bereichern! und wenn man sich mal die Mühe macht die homepage anzusehen wie viel hier auf die Beine gestellt wurde dann verkneift man sich auch solche Äußerungen: Hütten, Käfige, Arztkosten für schwer verletzte Hunde usw...

Im Grunde geht es doch um die Hilfe für Hunde und diesen Hunden geht es schlecht, jeder von Ihnen hat die Chance auf ein neues Zuhause verdient! Und die Leute die sagen“ja was bringt es sich den einen Einzelnen von den vielen zu retten“: Klar verändert man deswegen nicht die ganze Welt, aber die Welt des Hundes! Und jeder einzelne Hund hat das Recht auf ein schönes Leben und es gibt Menschen die jeden dieser Hunde als wertvoll ansehen, und sich für sie einsetzen und wenn manchmal diese Arbeit vl nicht perfekt ist, (obwohl ich aus Erfahrung nur Gutes sagen kann) ist sie trotzdem lobenswert und sicherlich frei von Bereicherungsgedanken🙄!


Und zum Thema die Orga kümmere sich nicht wenn Probleme aufkommen: erst vor 2 Monaten nahm eine Bekannte einen Hund von der Orga, war aber komplett überfordert obwohl der Hund wirklich lieb und brav war- nach 2 Tagen wurde eine neue Stelle gefunden!
 
Thema:

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