Ich bin sehr traurig, weil das Meerschweinchen, welches ich und nicht die Kinder ausgesucht habe, jetzt wiederholt krank ist und so gar nicht bei uns einziehen wird.
Noch haben wir kein Schwein hier, sondern wollen mit 5 vom Meerschweinchen - Schutz anfangen. Aus dem Handel oder Zucht wollte ich keines, da bin ich eigen. Wie es immer so ist, habe ich auch von Meeris aus Tierheimen gehört, die dann trächtig oder krank waren, also ganz bewusst nur privaten TS angeguckt. Wir sind noch meerschweinchenunerfahren und da möchte ich auf Nummer sicher gehen.
Das ist auch ganz richtig so, wie ich merke, denn wie gesagt ist das von mir ausgesuchte Schweinchen erst an Milben erkrankt ( was viele bestimmt nicht erkannt hätten oder mit 'ach, nicht so schlimm' trotzdem abgegeben hätten), und jetzt hat sie neben gewaltigem Haarausfall und Durchfall wohl doch etwas Ernsteres.
Wir haben uns jetzt ein anderes ausgesucht, welches zu uns zieht. Das ist ganz vernünftig, denn als Anfänger fühle ich mich ehrlich nicht in der Lage, ein schon krankes Meeri, welches momentan nur Heu und Möhren darf und so natürlich nur schwer wieder aufbaut, so zu versorgen, dass es nicht gleich hopps geht. Ich würde mir so oder so Vorwürfe machen. Zwar haben wir eine Tä-Praxis wegen unserer Hunde, welche zumindest Inhalationsnarkose bei Meerschweinchen macht ( habe ich für den Fall der Fälle schon erfragt) und die auch von sich behauptet, gut bei Meeris zu sein, aber ob sie wirklich gut sind sieht man erst hinterher. In meiner Vorstellung war ein entspanntes Kennenlernen der TA-Meeri-Kompatibilität angesagt.
Es ist also eine vernünftige und richtige Entscheidung, die Süße dort zu lassen. Vom Kopf her. Vom Bauch her fühle ich mich mies und schäbig und bin ehrlich traurig. Da sie ganz weiß mit dunklen Öhrchen ist und so vorwitzig in die Kamera guckt, wollte ich sie Tinkerbell nennen.
Und nun sieht es wohl allgemein schlecht für sie aus.
Die Pflegestelle wird sie behalten und nicht mehr weiter geben. So oder so. Besser kann sie es nicht treffen, denke ich mir. Trotzdem fühle ich mich als Ratte, die das sinkende Schiff verlässt und trauere um mein potentielles Lieblingsschwein.