Also soviel weis ich ganz sicher Purzel ist nicht zu früh weg gegeben worden das weis ich genau weil es mir wichtig wahr und ich die Katze von einer Arbeitskollegin bekommen habe!
Also durfte sie die ersten 3 Monate bei ihrer Katzenmutter und den Geschwistern aufwachsen und ist erst mit 12 Wochen ausgezogen, so dass sie zumindestens als Kitten, gut sozialisiert worden ist.
Alle die mich kennen, wissen, dass ich absolut gegen Einzelhaltung von Katzen bin und erst recht, wenn es sich um reine Wohnungshaltung handelt und ich würde es auf jeden Fall wenigstens probieren, aber in diesem speziellen Fall, habe ich doch große Bedenken, ob man da wirklich noch eine Chance hat und ob man der Katze wirklich einen Gefallen damit tut.
@Sumo und Ina: Nachdem die TE jetzt jahrelang nur eine Katze gehalten hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie dann gleich drei Katzen halten will.
Abgesehen davon, reagiert die Katze sehr extrem auf Begegnungen mit Artgenossen, früher ist sie auf Besucher losgegangen, jetzt nach einer Begegnung mit einer anderen Katze geht sie auf ihre eigenen Besitzer los. Die Katze hat schon im Alter von 3 Jahren recht extrem reagiert, sie ist jetzt 9 Jahre alt, ich bin mir nicht sicher, ob man ihr überhaupt einen Gefallen tut, wenn man sie jetzt noch vergesellschaftet, aber einen Versuch wäre es sicher wert, allerdings fürchte ich, dass sie mit zwei Kitten oder zwei jungen Katzen dann doch überfordert sein könnte. Ich würde in dem Fall zu einem Kater im Alter von 8-10 Jahren tendieren, da weibliche Katzen schon mal zickiger sind miteinander und ein Kater in dem Alter vermutlich nicht mehr mit ihr dann irgendwelche wilden Raufereien veranstalten will, die sind dann doch meist recht umgänglich, wenn der bestens sozialisiert ist und gut mit Kätzinnen kann, etwas ruhigeres würde meiner Ansicht nach besser zu ihr passen und man würde nicht nur ihr die Chance auf Gesellschaft geben, sondern auch einer älteren Katze die Möglichkeit doch noch vermittelt zu werden und nicht die letzten Jahre im Tierheim verbringen zu müssen. Aber ihr seid die Experten, dass ist meine bescheidene Meinung dazu.
Es kann sicher nicht schaden, es wenn mit Hilfe einer Tierpsychologin zu probieren, hat Ina damals auch zu Rate gezogen. Wäre auch wenn man sie nicht probiert zu vergesellschaften hier auf jeden Fall eine gute Idee, weil die Katze sichtlich Hilfe braucht, sich so unwohl fühlt, die Beziehung zu ihren Besitzern gestört ist und dass ist kein Zustand weder für die Halter noch für die Katze. Ich denke, dass es sich hier zum Teil um Unausgeglichenheit aufgrund der Einzelhaltung handelt und evtl. auch Unterforderung, aber vorallem Unsicherheit, hört sich doch sehr nach Angstaggression an.
Was ist denn ihre Lieblingsbeschäftigung? Mit was spielt sie am liebsten? Wenn ihr euch mit ihr beschäftigt, mit was kann man sie am besten aus der Reserve locken? Welches sind ihre Lieblingsleckerlis?
Ich würde über Futterspiele (z.B. clickern hatte ich ja, wie andere auch bereits vorgeschlagen) probieren erstmal wieder positive Erlebnisse zu schaffen, damit ihr wieder einen guten Draht zu ihr bekommt.
Sobald sie aggressives Verhalten zeigt, sofort alles abbrechen egal ob Streicheln, spielen oder füttern und erstmal ignorieren, sie auch nicht bedrängen, abwarten bis sie sich wieder beruhigt hat.
Man könnte auch probieren, sie mit Futter werfen oder ihrem Lieblingsspielzeug abzulenken, während sie auf Ole reagiert, aber da muss man dann wirklich ein perfektes Timing an den Tag legen, damit sie nicht im falschen Moment belohnt wird und ihre Aggression indirekt belohnt und dadurch womöglich noch verstärkt. Probieren sie abzulenken und in dem Moment wo sie sich ablenken lässt auf euch positiv reagiert und kurz ablässt, da muss das Futter dann geflogen kommen, nicht während sie am ausrasten ist. Ich weiß nicht, wie ich dass verständlich erklären soll, ohne die Situation gesehen zu haben, ist es ohnehin schwer, da Ratschläge zu erteilen.