Welpe bellt wenn er was möchte

Diskutiere Welpe bellt wenn er was möchte im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen :) ich habe ein kleines Problem, naja ws heißt Problem... noch hält es sich in den normalen Grenzen. Ich wollte nur ein paar Tipps...
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #1
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Hallo zusammen :)

ich habe ein kleines Problem, naja ws heißt Problem... noch hält es sich in den normalen Grenzen. Ich wollte nur ein paar Tipps haben, wie wir daran arbeiten könnten.
Mein Welpe bellt immer, wenn er was möchte. Morgens z.B. bellt er, wenn er sein Futter noch nicht bekommt. Gerade eben auch, er darf für die Hundeschule kein Futter zuvor bekommen, was ich schon ziemlich hart finde.. (fast 2 Stunden ohne) Er bellt uns dann immer an, wenn wir uns dann was zu essen machen in der Küche. Er möchte dann alles haben und kläfft, nicht ununterbrochen, aber schon ziemlich nervig...
Wir sagen dann einmal "nein" und ignorieren ihn. Er bellt weiter, jammert dabei auch. Wenn er garnicht aufhört, wird er von der Küche ausgeschlossen, kommt also ins Wohnzimmer oder in mein Zimmer zum runterfahren. Danach geht es auch wieder, aber nach 5 Minuten fängt er wieder an... zum "Beruhigen" geht es dann ab in ein extra Körbchen was sonst nicht benutzt wird (also nur zum runterfahren). Wir wollen aber nicht, das dies dauerzustand wird. :(
Die Box ist für ihn auch nicht schlimm, er mag sie ganz gerne, geht auch freiwillig mal da rein usw.

Unser Problem ist es also, wenn wir was in der Küche an Essen machen, das er uns anbellt. Auch wenn wir mit ihm wirklich lange draußen waren (auch lange mit ihm gespielt haben) dreht er nach dem Gassigehen in der Wohnung auf und bellt (fordert zum spielen auf). Er sollte das auch unterlassen.. morgens schlafen ja noch alle im Haus :uups: Im Haus sollte "Ruhe" für den Kleinen sein, es wird zwar gespielt und viel Kopfarbeit mit ihm gemacht (Tricks beibringen, Gehorsam (nein,aus,..) Hütchenspiele, usw..) aber Bellen sollte er nicht. Sollte man ihn lassen? Es gehört ja zum auffordern Gebelle dazu.

Liebe Grüße :D
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #2
Klar bellt er :D Babies und Kleinkinder schreien ja auch, wenn sie etwas wollen. Ist einfach ihre Art, sich verständig zu machen. Wichtig, damit er es sich abgewöhnt ist einfach Konsequenz. Er darf niemals ein Erfolgserlebnis haben. Also solange er bellt bekommt er kein Futter und fertig :D Ansonsten lernt er nur, dass er nur lange genug bellen muss um zu bekommen was er will.
2h ohne Futter sind übrigens nichts ;) Jeder Mensch kann das aushalten, warum nicht der Hund.

Außerdem würde ich an der Frustrationstoleranz arbeiten. Also "Bleib"-Übungen, erst auf Kommando ans Futter und überhaupt nicht immer darauf einsteigen, wenn er etwas möchte. Das dauert eine ganze Weile, lohnt sich aber am Schluss :D

Dass Hunde nach dem Gassi gehen nochmal aufdrehen ist oft der Fall. Meinem Hund gönne ich seine verrückten 5 Minuten hier in der Wohnung, es kommt aber natürlich auf die Situation an.
Manchmal ist er auch einfach nur überreizt, wird unausstehlich und überhaupt... da zwing ich ihn dann zum Ruhe machen. (Erinnert mich immer an ein Kleinkind, dass den Schlafzeitpunkt zu oft überschritten hat - die werden dann ähnlich :D )
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #3
Ja, das kommt mir entfernt bekannt vor :lol:. Unser Zwerg kann auch sehr nachdrücklich fordern, wenn er irgendwas haben will. Ich finde es wichtig, ihm dann eben gerade nicht nachzugeben, wenn er sich so aufführt. Sonst lernt er ja nur, dass er so seinen Willen durchsetzen kann. Also, immer wenn mein Kleiner den "verhungernden Hund" spielt, bellt, jault, mich anspringt sobald ich in Richtung Küche gehe, seinen Napf anschleppt etc. dann habe ich plötzlich was gaaanz wichtiges anderes zu tun. Hundi wird dabei völlig ignoriert, bekommt höchstens ein knappes "ruhig jetzt" von mir zu hören wenn er zu laut wird.

Ich würde auch versuchen, ihn nicht zu ganz regelmäßigen Zeiten zu füttern, damit er sich nicht so arg daran gewöhnt und dann randaliert, wenn sich das Frühstück mal um eine Stunde verschiebt.

In eurem Fall (Hundeschule, Hund darf vorher nicht fressen) könnte man ihm vielleicht, wenn er sich gerade mal etwas beruhigt hat, eine kleine Knabberstange o.ä. zur Ablenkung anbieten. So sieht er einerseits, dass es sich lohnt, sich ruhig zu benehmen, ist damit hoffentlich auch ausreichend beschäftigt, dass er euch in Ruhe frühstücken lässt, andererseits wird es ihn aber auch nicht so satt machen, dass er danach Nichts mehr machen mag.

Wegen dem Aufdrehen nach dem Gassigehen ... kann es sein, dass ihr einfach noch nicht ganz die richtige Balance gefunden habt, wieviel Bewegung und Beschäftigung er braucht? Unserer macht das nämlich z.B. immer dann, wenn er eigentlich schon über den Punkt drüber ist, wo er eigentlich eine Ruhepause braucht, wir ihn also unbeabsichtigt etwas überfordert haben. Dann flippt er rum wie ein Flummi, schafft es aber nicht wirklich, zur Ruhe zu kommen, obwohl er eigentlich total fertig ist.
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #4
Klar bellt er :D Babies und Kleinkinder schreien ja auch, wenn sie etwas wollen. Ist einfach ihre Art, sich verständig zu machen. Wichtig, damit er es sich abgewöhnt ist einfach Konsequenz. Er darf niemals ein Erfolgserlebnis haben. Also solange er bellt bekommt er kein Futter und fertig :D Ansonsten lernt er nur, dass er nur lange genug bellen muss um zu bekommen was er will.
2h ohne Futter sind übrigens nichts ;) Jeder Mensch kann das aushalten, warum nicht der Hund.

Außerdem würde ich an der Frustrationstoleranz arbeiten. Also "Bleib"-Übungen, erst auf Kommando ans Futter und überhaupt nicht immer darauf einsteigen, wenn er etwas möchte. Das dauert eine ganze Weile, lohnt sich aber am Schluss :D

Dass Hunde nach dem Gassi gehen nochmal aufdrehen ist oft der Fall. Meinem Hund gönne ich seine verrückten 5 Minuten hier in der Wohnung, es kommt aber natürlich auf die Situation an.
Manchmal ist er auch einfach nur überreizt, wird unausstehlich und überhaupt... da zwing ich ihn dann zum Ruhe machen. (Erinnert mich immer an ein Kleinkind, dass den Schlafzeitpunkt zu oft überschritten hat - die werden dann ähnlich :D )

Danke für deine Antwort :D ah ich hab mich vertan, das sind keine 2 Stunden gewesen (bis vom Aufstehen ausgegangen, oh man ;) ) er bekommt das letzte mal um 17 oder 18 Uhr sein Essen und muss dann immer bis 10 Uhr morgens warten.. das ist doch zu viel, oder? Ok, dann machen wir so weiter wie zuvor. Also ignorieren, ist das mit dem ausschließen denn ok?

Oh ja.. meiner ist dabei auch total schrecklich, er reißt dann im vorbeigehen die Tapeten ab oder nimmt die Schuhe mit und rennt davon :lol: Aber das gibt sich bestimmt mit der Zeit und mit dem ständigen "nein" (hoffe ich :D)

Ja, das kommt mir entfernt bekannt vor :lol:. Unser Zwerg kann auch sehr nachdrücklich fordern, wenn er irgendwas haben will. Ich finde es wichtig, ihm dann eben gerade nicht nachzugeben, wenn er sich so aufführt. Sonst lernt er ja nur, dass er so seinen Willen durchsetzen kann. Also, immer wenn mein Kleiner den "verhungernden Hund" spielt, bellt, jault, mich anspringt sobald ich in Richtung Küche gehe, seinen Napf anschleppt etc. dann habe ich plötzlich was gaaanz wichtiges anderes zu tun. Hundi wird dabei völlig ignoriert, bekommt höchstens ein knappes "ruhig jetzt" von mir zu hören wenn er zu laut wird.

Ich würde auch versuchen, ihn nicht zu ganz regelmäßigen Zeiten zu füttern, damit er sich nicht so arg daran gewöhnt und dann randaliert, wenn sich das Frühstück mal um eine Stunde verschiebt.

In eurem Fall (Hundeschule, Hund darf vorher nicht fressen) könnte man ihm vielleicht, wenn er sich gerade mal etwas beruhigt hat, eine kleine Knabberstange o.ä. zur Ablenkung anbieten. So sieht er einerseits, dass es sich lohnt, sich ruhig zu benehmen, ist damit hoffentlich auch ausreichend beschäftigt, dass er euch in Ruhe frühstücken lässt, andererseits wird es ihn aber auch nicht so satt machen, dass er danach Nichts mehr machen mag.

Wegen dem Aufdrehen nach dem Gassigehen ... kann es sein, dass ihr einfach noch nicht ganz die richtige Balance gefunden habt, wieviel Bewegung und Beschäftigung er braucht? Unserer macht das nämlich z.B. immer dann, wenn er eigentlich schon über den Punkt drüber ist, wo er eigentlich eine Ruhepause braucht, wir ihn also unbeabsichtigt etwas überfordert haben. Dann flippt er rum wie ein Flummi, schafft es aber nicht wirklich, zur Ruhe zu kommen, obwohl er eigentlich total fertig ist.


Dann bin ich doch nicht alleine :lol: in der Schule ist nämlich keiner so :eusa_think: Ok, dann werde ich niemals nachgeben. (hab ich auch noch nicht) Mit den Füttern werde ich auf jeden Fall auch machen, also immer verschieden geben. Danke :)

An den Knabberstangen frisst er dann kurz rum, kommt aber dann wieder in die Küche weil da ja was viiieel tolleres ist.. die Stangen werden dann einfach ignoriert.
Auf dem Weg zur Schule bekommt er jedoch im Auto eine (da gibts extra DIE Autoknabberstange :lol:) die wird dann gerne gefressen.

Das stimmt wirklich... manchmal kommt es mir so vor, als würden wir bei der Balance bei 0 stehen. Bei ihm ist das aber auch richtig schwer... wir wissen jedoch, wann es zu viel wird. Manchmal möchte er nämlich nur mal eben kurz ums Haus laufen und ist dann müde.
Ich hoffe, wir finden da noch eine Lösung :uups:
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #5
2h ohne Futter sind übrigens nichts ;) Jeder Mensch kann das aushalten, warum nicht der Hund.
Infano, dies ist ein Welpe von 10 Wochen, überlege mal, was Du da schreibst.

Ein Welpe von 10 Wochen sollte niemals Hunger schieben müssen.
Das ist im Wachstum wirklich heftig.
Meine Welpen haben auch direkt nach dem Fressen getobt.

Außerdem würde ich an der Frustrationstoleranz arbeiten. Also "Bleib"-Übungen, erst auf Kommando ans Futter und überhaupt nicht immer darauf einsteigen, wenn er etwas möchte. Das dauert eine ganze Weile, lohnt sich aber am Schluss

Solch ein Unsinn. Würdest Du bei einem Menschen-Baby von einem Jahr auch schon mit der Erziehung anfangen????

Fluty:
Ich finde es wichtig, ihm dann eben gerade nicht nachzugeben, wenn er sich so aufführt. Sonst lernt er ja nur, dass er so seinen Willen durchsetzen kann.

Ja, ein Welpe von 10 Wochen will sicher seinen Willen durchsetzen und die Rudelführung an sich reissen.

Picco, Welpen haben Bedürfnisse. Wenn man die befriedigt, dann sind die Welpen auch nicht anstrengend.

Welpen haben sehr wohl ein Gefühl dafür, wann sie müde sind.
Wenn er nach dem Spaziergang noch aufdreht, dann ist er einfach noch in Spiellaune.
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #6
Off-Topic
Ich denke mal, er soll auch kein Futter bekommen, damit er Hunger hat und für die Leckerchen/Futter ordentlich arbeitet?
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #7
Bubuka: Ein Welpe kann 2h ohne Futter auskommen. Ist so.
Dass er Hunger schieben muss oder soll habe ich auch nicht geschrieben?

Und ja, ich würde bei einem Welpen da auch schon langsam mit der Erziehung anfangen. Soweit eben möglich und langsam bzw wenig. Aber generell: Ja.
Es heißt ja nicht, dass der Hund dann 2h in irgendeinem Bleib bleiben soll oder 1h vor seinem Napf sitzen muss. Aber eben einfach nicht direkt sondern vielleicht nach 2 Sekunden.

Und sicher bringt man einem Kleinkind auch von Anfang an bei, wie die Welt funktioniert. Auch wenn es dann krabbeln kann gibt es einfach Sachen, die nicht gehen oder eingehalten werden müssen. Sicher in einem gewissen Rahmen, aber man tut es.

Wie und vor allem ab welchem Zeitpunkt willst du dem Hund denn sonst beibringen, dass sein Bellen nicht unbedingt bedeutet, dass er Futter bekommt? Wenn er sein Stimmvolumen voll ausgeprägt hat?

Übrigens sehr schön, dass du hier mal wieder statt mit sinnvollen Tipps nur mit blödem Rumgemeckere antwortest. :roll:
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #8
Infano, natürlich liegen auch beim Welpen zwischen den Mahlzeiten 2 Stunden.
Aber hier wird der Welpe morgens nicht gefüttert, weil die Hundeschule es so vorgibt.
Das geht nicht, das führt bei so einem kleinen Knopf zur Unterzuckerung.

Außerdem habe ich nicht nur gemeckert, mein Rat:
Picco, Welpen haben Bedürfnisse. Wenn man die befriedigt, dann sind die Welpen auch nicht anstrengend.

Ein Welpe von 10 Wochen muss noch nicht erzogen werden. Erstmal müssen grundlegende Bedürfnisse befriedigt werden, wie das Bedürfnis nach Nahrung, Bewegung, Spiel, Neugierde befriedigen, viel Körperkontakt und Zuwendung.

Eine gute Bindung zum Welpen und die Befriedigung seiner Bedürfnisse ist die Grundlage für eine spätere Erziehung.
Welpen einige wenige Grenzen zu setzen, ist noch keine Erziehung.
Ein paar welpengerechte Grenzen haben meine Hunde auch kennengelernt.

Aber in erster Linie durften sie einfach Welpen sein.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Off-Topic
Ich denke mal, er soll auch kein Futter bekommen, damit er Hunger hat und für die Leckerchen/Futter ordentlich arbeitet?

Arbeiten? Ein Welpe muss noch nicht arbeiten.
Meine Welpen sind immer und überall zu mir gekommen, einfach weil wir eine gute Bindung hatten. Ich habe nie ein Leckerlie benutzt.
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #9
Jede Grenze die du setzt ist Erziehung. Dass du deinem Hund lernst dass er nicht in Hände beißen soll ist Erziehung. Dass er Besuch nicht anspringt oder Kabel zerkaut - das ist alles Erziehung.

Und ja, ich finde in einem kleinen Rahmen kann man da immer mit anfangen. Heißt ja noch lange nicht, dass ich deine Punkte ausschließe und 3h am Tag mit einem Welpen arbeite. Natürlich stehen andere Sachen im Vordergrund. Aber mit kleinklein kann man eben schon anfangen.
(Für mich ist übrigens vieles Erziehung. Beim Menschen fängt das schon bei positivem Vorleben an. Also quasi... immer? )
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #10
Infano:
Und sicher bringt man einem Kleinkind auch von Anfang an bei, wie die Welt funktioniert. Auch wenn es dann krabbeln kann gibt es einfach Sachen, die nicht gehen oder eingehalten werden müssen.

Jede Grenze die du setzt ist Erziehung. Dass du deinem Hund lernst dass er nicht in Hände beißen soll ist Erziehung. Dass er Besuch nicht anspringt oder Kabel zerkaut - das ist alles Erziehung.


Vergleiche das doch mal. Ein Krabbelkind ist um die 6-7 Monate alt. Da wirst Du nicht mit Erziehung versuchen, dem Kind Grenzen zu setzen.
Man muss einfach alles Gefährliche wegräumen und absichern. Man kann dem Kind nicht ständig auf die Finger hauen, wenn es etwas "Verbotenes" macht, weil es den Unterschied noch nicht kennt.

Genauso wenig begreift ein 10 Wochen alter Welpe, dass er Kabel nicht zerbeissen darf.
Das kann man ihm nicht abgewöhnen, sondern erstmal muss man die Kabel wegräumen.
Es würde den Kleinen nur verstören, wenn man ständig schimpft. Für ihn besteht kein Unterschied zwischen einem Kabel und einem Zweig.
Erst mit einigen Monaten kann der Welpe Tabus verstehen.

Klar bellt er :D Babies und Kleinkinder schreien ja auch, wenn sie etwas wollen. Ist einfach ihre Art, sich verständig zu machen. Wichtig, damit er es sich abgewöhnt ist einfach Konsequenz. Er darf niemals ein Erfolgserlebnis haben. Also solange er bellt bekommt er kein Futter und fertig

Wieviele Kinder und Welpen hast Du schon erzogen???
Würdest Du bei einem Baby oder Kleinkind auch befürchten, dass es seinen Willen durchsetzen will, wenn es vor Hunger weint?? Würdest Du das Baby auch extra warten lassen, damit es kein Erfolgserlebnis hat??

Außerdem würde ich an der Frustrationstoleranz arbeiten. Also "Bleib"-Übungen, erst auf Kommando ans Futter und überhaupt nicht immer darauf einsteigen, wenn er etwas möchte. Das dauert eine ganze Weile, lohnt sich aber am Schluss

Wenn ein Krabbelkind im Laufstall sitzt und weint, weil es den Körperkontakt, die Nähe der Mutter vermisst und nicht versteht, warum es eingesperrt ist, lässt Du es dann auch schreien, weil es eine Frustationstoleranz aufbauen muss?

Ich würde mir hier wirklich mehr Verständnis für Welpen (und auch für kleine Kinder) wünschen.
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #11
Na, schön dass du die Weisheit mit Löffeln gefressen hast.
Man muss keine Kinder erzogen haben, um Kinder erziehen zu können. Soviel dazu.

Und ja. Denn irgendwann muss ein Kind auch verstehen, dass Mama nicht nur "sofortiges Bedürfnisse stillen" bedeutet. Nicht, solange es noch zu 100% abhängig ist natürlich, aber das ist ein Hund der selbst fressen und laufen kann ja auch nicht.

Und nochmal die Frage, oh du ach-so-viele Welpen und Kinder aufziehende Bubuka: Ab wann genau ziehst du dann die Grenze? Ab wann genau sagst du deinem Hund: so, ab heute lernst du dass dein Bellen nichts mit dem Futter zu tun hat?

Ansonsten möchte ich dich bitten, meine Texte anständig zu lesen. Ich habe niemals gesagt dass sie den Hund leiden lassen soll oder ihm irgendetwas verwehrt? Was zum Teufel hat dein Laufstall-Kind mit einem Hund zu tun, der 2 Sekunden aufs Futter warten muss?
Ich würde auch bei einem Welpen nicht auf jede Spielaufforderung eingehen. Geht auch gar nicht, manchmal hat man ja eh etwas zu tun.
und ich würde meinen Hund auch "leiden" lassen und trotzdem in den Keller Wäsche waschen gehen und den Müll runterbringen. Wahrscheinlich muss ich das auch noch machen, wenn ich ein Kind habe, ich Rabenmutter ich.

Und NATÜRLICH setzt du einem Kind Grenzen. Schon wenn du es vom Küchenschrank wegholst, dass es trotz Kindersicherung irgendwie aufbekommt, ist das eine Grenze. Also Erziehung.
Wenn du einem Hund deine Hand wegnimmst, weil er zu sehr beißt - ist das Erziehung.
Wenn du dein Kind ins Bett bringst oder anfängst, das erste Zähnchen zu putzen.

Wenn ein Hund mit anderen spielt - wird er erzogen. Er lernt was geht und was nicht. Er lernt Hundesprache. Andere Hunde setzen ihm Grenzen. Genauso wie man es tut, wenn man eben das Kabel, das man nicht rechtzeitig entfernt hat, aus seinem MAul nimmt.
Ich habe niemals von schimpfen oder gar hauen gesprochen.
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #12
Ich möchte dazu sagen das ich die ersten Grenzen auch schon mit 10 Wochen gesetzt habe.
Für mich zählt das auch unter Erziehung. Stubenreinheit, Beißhemmung, Spiel beenden wenn ICH das möchte usw.
Ich würde auch bereits mit 10 Wochen anfangen das er vor dem fressen warten muss. Eben Sekundenweise steigern, wie später das allein sein.
Für mich jedenfalls ist Futter einfordern durch bellen ein absolutes No-go.
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #13
Ah danke Schatti :D Genau das wollte ich sagen :D
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #14
Off-Topic

Hallo,
Oh je...jetzt haben sich zwei meiner Lieblings Forler in die Wolle gekriegt...Mist.

Ich glaube das mit der "Erziehung" ist so ähnlich wie mit der "Kommunikation" :


Ich denke ihr habt beide recht...und vielleicht (hoffentlich) habt ihr euch nur Missverstanden.


Die gängige Interpretation von "Erziehung" - ist die Einübung von körperlichen, emotionalen, sozialen und lebenspraktischen Kompetenzen welche die Voraussetzung der jeweiligen Kultur und des Zusammenlebens des Kulturkreises voraussetzten.
Hier in unserem Fall: Hund - Mensch in Deutschland, 2013

....was Picco beschreibt, überfordert aber - ganz subjektiv meiner Meinung nach - , in dem Rahmen in dem Picco das schildert einen 10 Wochen alten WELPEN gänzlich.

Ich wundere mich ein wenig über die Hundeschule. klar geht man mit seinem Welpen nicht frisch gefüttert zur Welpenstunde (Magendrehung ) ....aber was soll der 10 Wochen alte Welpe denn dort LERNEN - und das auch noch um an Futter zu kommen? Welpenstunden sind zur Sozialisierung gedacht und eventuell um das ein oder andere Gefühl unter den Pfoten (verschiedene Dinge an Boden) oder Geräusch zu entdecken.

Was soll man davon halten:
Im Haus sollte "Ruhe" für den Kleinen sein, es wird zwar gespielt und viel Kopfarbeit mit ihm gemacht (Tricks beibringen, Gehorsam (nein,aus,..) Hütchenspiele, usw..) aber Bellen sollte er nicht. Sollte man ihn lassen? Es gehört ja zum auffordern Gebelle dazu.

Hütchenspiele /auf den Platz schicken/ Tricks mit 10 Wochen - es ist toll seinen Hund aus zulasten und mit ihm zu üben und zu spielen - aber Picco mach mal langsam....
Liebevolle und leise Grenzen zu setzten ist mit 10 Wochen ok. und genug Erziehung!
Er bellt wenn ihr kocht - weil er essen einfordert. Natürlich nicht gut - dann spielt halt jemand mit ihm solange ihr kocht....Lenkt ihn ab.

Er fordert - und immer wieder mit 10 Wochen - ein Speil ein - joa, dann spietl halt.
Wenn er das aber nach dem Spaziergang / Spiel draußen weiter macht - denn setzt dich zu ihm hin und bürste /massiere ihn spielerisch....so fährt er dann runter , nicht indem man ihn auf seinen Platz schickt...den Zusammenhang kapiert er doch noch gar nicht.

Er gauzt morgens weil er wach ist....da werdet ihr die nächste Zeit halt auch früher aufstehen müssen - mit ihm kuscheln, spielen oder Gassi gehen --das ist ein Baby - sobald die Äuglein auf sind beginnt er sich zu langweilen, hat Hunger oder muss pinkeln/koten....so sind sie halt die Hundebabies.

Als Beispiel: Nur weil man mit seinem Welpe alle 2 Stunden raus geht - heißt das nicht , daß der Hund wenn er größer ist auch alle 2 Stunden raus muss.....
Aber wenn der Huhnd nicht ins Bett soll - sollte er auch als Welpe nicht ins Bett dürfen.....
man muss unterscheiden lernen was "welpisch" ist und was nicht.....
weißt was ich meine?

LG Suno
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #15
Infano, ich kann dir hier auch nur beipflichten. Grenzen gibt es von Anfang an, wie soll der Hund sonst verstehen, warum er plötzlich etwas nicht mehr darf, was er zuvor ein halbes Jahr lang durfte?
Wenn er nicht aufs Sofa darf, dann darf er das von Anfang an nicht, und nicht erst, wenn er mir zu groß dafür wird.
Ein Welpe versteht durchaus Grenzen und muss auch nicht geschimpft oder auf die Finger geklopft werden, um diese zu lernen. Ein freundliches Nein und anschließend ein Alternativverhalten anbieten genügen völlig.

Allerdings pflichte ich Suno bei was das Futter vor dem »Training« angeht. Nicht einmal meinen adulten Hund lasse ich »hungern«, bevor wir üben. Wenn vor der Übung Fressenszeit war, dann hat der Hund eben gefressen, dennoch konzentriert es sich danach auf mich. Es muss auch nicht jede Übung bei jedem Hund über Futter gehen, mal ganz abgesehen davon.
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #16
Off-Topic
Naja, mein Hund ist ebenfalls "Schichtdienstler" bzw muss sich auch immer mal wieder sein Essen nur erarbeiten ;) Vielleicht hab ich deswegen nicht so den Blick dafür.
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #17
Nur kurz zu der Sache mit der Frustrationsgrenze. Wenn der Welpe jetzt schon bellt, weil er sein Futter eimfordert, wird das ohne Maßnahmen auch so bleiben. Grade jetzt muss er das lernen, was später wichtig ist.

Nicki hat von Anfang an warten müssen, bevor sie an den Nape darf. Und das auch schon ab der 9. Woche. In dem Punkt muss ich Infano zustimmen. Auch Welpen haben in bestimmten Dingen Grenzen einzuhalten.
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #18
Hallo! Habe jetzt nicht alles durchgelesen aber auf gar keinen Fall dem Hund seinen Willen geben wenn er bellt sondern wortlos ohne ihn anzuschauen, gehen. Würde schon bisschen Unterordnung machen sonst kann es zu großen Problemen führen ab der Pubertät. Z.B. beibringen dass er ein Leckerlie erst auf Kommando nehmen darf, dass er sein Hauptfutter erst auf Kommando essen darf usw.
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #19
Hallo,
.....
10 Wochen alt....

bitte greift mich an - berichtigt mich - lasst mich besseres Wissen...

10 Wochen...Unterordnung? Gehorsam....Leckerlie erst nach Aufforderung nehmen - auf den Platz schicken - "Aus" und das Bellen hört auf?

Ok vielleicht hatte ich ja noch nie einen Hund mit IQ von über 200 - (weit über meinem) - aber ihr Lieben, ein Baby ( und das ist man auch als Hund mit 10 Wochen auf der Welt) ist ein Baby = Welpe.

Ich habe hier eine exorbitant erzogene Schäferhündin neben mir, mit allen erdenklichen Ausbidlungs Nachweisen ...mit 10 Wochen!!!....musste sie noch gar nichts wissen oder können oder verstehen... sie war ein Baby....

Lg Suno
 
  • Welpe bellt wenn er was möchte Beitrag #20
Suno, was das angeht gebe ich dir völlig Recht, mir ging es nur um Grenzen wie »Knabber das nicht an« o.ä..
Das Warten vor dem Napf kann ich nicht beurteilen, das tut meiner grundsätzlich :lol:. Auch das auf den Platz schicken und derartiges haben wir bis heute nicht aufgebaut.
Wir haben nur spielerisch immer mal eine Minuten Sitz oder Platz geübt, mit Leckerli oder Spieli vor der Nase, ansonsten ging es hauptsächlich raus, alles anschauen usw..
Wir haben uns auch nie an den Fußübungen in der Welpengruppe beteiligt, das ist für mich Spielstunde.
Nur eines habe ich gleich angefangen richtig zu üben: Den Abruf. Also den Kleinen immer mal wieder herlocken und bestätigen, dabei in die Hocke gehen usw..
 
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Welpe bellt wenn er was möchte

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