Hallo Fränzey,
deinen Wunsch können wir hier sicher alle gut nachvollziehen

Fangen wir mal an, mit deinen Punkten
Hallo Ihr
Ich bräuchte mal euren Rat. Ich bin 16 Jahr alt und wie es nicht anders sein sollte, würde ich gerne eine Katze Zuhause halten.
Da stellen sich leider ein paar Probleme in den Weg, die nicht unlösbar sind (;
1. Wir haben auch noch einen Hund, den ich auch sehr Liebe. Wenn sich Katze und Hund nicht vertragen, bleibt der Hund.
Es wäre an der Stelle ratsam, eine bzw. zwei Katzen zu suchen, die Hunde bereits kennen. Wie reagiert euer Hund denn auf Katzen im allgemeinen? Kennt er Katzen schon?
Wichtig ist da die richtige Vergesellschaftung.
Ich hab selbst (noch) keinen Hund, weswegen ich keine Erfahrung dahingegehend habe, allerdings würde ich das ganze sehr behutsam angehen. Den Hund anfangs nur an der Leine zur Katze lassen, vielleicht auch mit Maulkorb wenn ihr unsicher seit, wie er auf Katzen reagiert.
Was die Vergesellschaftung von Hund und Katze betrifft, können dir andere da aber sicher besser weiter helfen
2. Ich würde die Katze auch gern im Haus halten, da es manch so böse Nachbarn gibt :evil:. Die meisten schlagen dann vor, sich zwei Katzen zu holen was bei uns Leider nicht drin ist.
Grundsätzlich ja! Besonders wenn du junge Katzen haben möchtest. Katzen sind keine Einzelgänger, auch wenn sich das Gerücht noch sehr stark hält. Katzen sind soziale Tiere, die Artgenossen brauchen, ganz besonders, wenn sie jung sind und/ oder ausschließlich in der Wohnung leben. Selbst bei Freigängern ist ein Partner ratsam, weil man nie einschätzen kann, wie empfindlich die Tiere bei Regen etc. sind. Stell dir vor, eine Katze hat draußen seine Freunde (was durchaus vorkommen kann) und kann nicht raus, weil alles eingeschneit ist und massive Minusgrade vorherrschen? Oder Krankheitsbedingt.
Die Alternative ist eine ältere Katze aus dem Tierheim, die nachweislich nicht mehr mit anderen Katzen zurecht kommt. Ich würde dabei an Katzen denken, die mindestens 10 Jahre sind. Bei jüngeren Katzen kann es durchaus sein, dass man sie mit viel Geduld noch mit anderen Katzen vergesellschaften kann.
Kitten oder Katzen die noch sehr jung sind, kommen da defintiv nicht in Frage.
Ich hab momentan eine Pflegekatze, gerade mal ein Halbes Jahr alt, die beim ersten Besitzer abgegeben wurde, weil sie sich angeblich nicht mit der Zweitkatze verstanden hat. Beim zweiten Besitzer war sie dann allein und hier kam sie dann in ein Rudel von 4 Katzen herein, die jüngsten gerade mal 3 Jahre, die älteste geschtäzt 5 bis 7 Jahre. Die Vergesellschaftung war innerhalb von 3 Tagen erledigt und das bei so vielen Katzen. Das ist sicherlich in der kurzen Zeit bei so vielen Katzen äußert selten und soll an der Stelle auch nur als Beispiel dienen, dass Unverträglichkeit als Abgabegrund häufig vorgeschoben ist.
3. Das bei so ziemlich jedem fast das Problem darstellt, die Eltern ^^
Wo ich früher schon ein mal nachgefragt habe, kam nur „ die zerkratzen uns das Leder Sofa „
Ich weiß, dass Katzen bis zu 15 Jahre leben können oder länger. Ich werde dieses Jahr den Realschulabschluss machen und dann das Abi, was heißt ich bin 3 Jahre lang noch Zuhause. Danach werde ich so wie es aussieht Studieren gehen und ich hab von vielen gehört, die dann die Katze mitgenommen haben. Geht das wirklich?
Und viele sagen, mit 16 hat man anderes im Kopf, wie ausgehen und alles. Das mach ich auch, aber da wir den Hund auch noch haben ist immer jemand Zuhause. Die Pflege und Zuwendung bin ich gewohnt, was heißt ich bin mir der Mühe sehr wohl bewusst und nehme sie gern auf mich
War das Zerkratzen der Möbel der einzige Grund, der gegen eine Katze spricht?
Fakt ist, dass Möbel auch leiden können. Selbst wenn Katzen das nicht mit Absicht machen, so hinterlassen sie schon mal aus Unachtsamkeit oder im Eifer des Gefechtes Spuren auf den Möbeln.
Bewusstes Kratzen kann mitunter viele Ursachen haben. Entweder haben sie es nie gelernt, dass Möbel nicht dafür da sind oder es geschieht aufgrund von Frusttration und mangelnde Auslastung aufgrund eines fehlenden Partners.
Eine Verhaltensauffälligkeit von gerade jungen Katzen in Einzelhaltung. andere Verhaltensauffälligkeiten können Unsauberkeit und Angriffe auf den Menschen sein etc.
Die Katze zum Studium mitzunehmen, ist eine schwerwiegende Entscheidung. Katzen sind nicht unbedingt günstig vom Unterhalt, von den TA-Kosten erst recht nicht. Als Student hat man in der regel nicht so viel Geld zur Verfügung, um auch noch ein bzw. zwei Tiere durchzufüttern. Das muss allein finanziell gut durchdacht sein. Auch muss man sehen, wie sensible die Katzen sind, wie sehr sie vielleicht an deinen Eltern hängen, wer halt die Bezugsperson ist.
Grundsätzlich ist das natürlich möglich, man sollte aber allen Voran im Interesse des Tieres handeln und sollte es eine Katze werden, ist das meiner Meinung nach sehr ungünstig, da Einzelkatzen nicht viel allein sein sollten.
Wenn du außerdem der Meinung bist, dass dir die Verantwortung für Katzen nicht zu viel wird und du diese auch neben deinen Privaten Interessen tragen kannst, dann ist das sehr gut.
Wie viel kümmerst du dich denn momentan um euren Hund? Das wäre zum Beispiel ein Ansatzpunkt deinen Eltern zu beweisen, dass du diese Verantwortung auch wirklich tragen kannst und möchtest, falls sie dahingehend Bedenken haben.
4. Die Kosten ^^ Ich wäre sogar bereit einen kleinen Nebenjob zur Unterstützung meiner Eltern anzufangen. Ich glaube 20 € im Monat reichen nicht aus
Das ist richtig, 20 Euro sind definitiv zu wenig. Katzen sind vom Unterhalt recht teuer. Das fängt beim Futter an. Trockenfutter ist zwar günstig, als Hauptnahrungsmittel aber absolut ungeeignet und unheimlich ungesund. Nassfutter ist da die erste Wahl, die allerdings auch etwas teurer ist. Es gibt zwar viele günstige Nassfuttermarken, jedoch ist auch Nassfutter nicht Nassfutter und auch hier gibt es einnige qualitative Unterschiede.
Ich bestelle mein Nassfutter meist übers Internet und da ca aller 3 Monate für 200 Euro bei vier (seit neuestem 5) Katzen. Man kann das ja mal ausrechnen, was da so täglich an Kosten anfällt.
Weiterer Punkt den du bedenken musst beim Futter ist, dass wenn es Kitten werden sollen, die sehr, sehr viel Fressen. Chico hat als Kitten locker 600 Gramm Nassutter gefressen. Lotta, die Pflegekatze ist da deutlich genügsamer, wobei sie auch schon ein halbes Jahr ist. Es gibt auch Kitten, die nicht so viel fressen, jedoch sind die doch eher seltener.
Bei einer älteren Katzen kann krankheitsbedingt Spezialfutter nötig sein, was wiederum teuer sein kann.
Daneben kommen dann noch Kosten für das Katzenstreu hinzu, welches bei guter Wahl aber sehr ergiebig und somit auch gar nicht so teuer ist.
Wichtig sind allerdings noch TA kosten. Bei jungen Katzen kommt auf jeden Fall die Kastration dazu, die je nach Region und Geschlecht des Tieres bei 50 bis 120 Euro liegen kann. Bei jungen tieren kommt dann vielleicht auch noch das Impfen und Entwurmen hinzu, wenn ihr aber eine seriöse Quelle aussucht, dazu am Besten das Tierheim, dann sollte das eigentlich alles erledigt sein.
Bei älteren Tieren sollte die Kastration eigentlich schon erfolgt sein, hier besteht allerdings ein höheres Risiko auf Krankheiten, vor allen dingen auf dauerhaften Krankheiten, die natürlich wieder Geld kosten.
So oder so ist es ratsam, monatlich einen gewissen Betrag für TA-Kosten zur Seite zu legen. Dass leider schneller als Gedacht und wenn man ein kleines Sorgenkind erwischt hat, dann auch leider öfter als Gedacht.
Chico zum Beispiel hab ich als Kitten im Jahr 2010 bekommen und für ihn allein in diesen 3 Jahren ca. über 2.000 euro beim TA gelassen. Die anderen Mietzen waren zum glück nicht so teuer, aber das risiko besteht natürlich immer und muss mit bedacht werden. Man steckt eben nicht drin und kann vorher nie sagen, ob ein Tier oft beim TA sein wird oder nicht.
Ich hoffe ich konnte dir erst mal helfen.
LG