16 Monate alten Hund neu erziehen

Diskutiere 16 Monate alten Hund neu erziehen im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, ich habe einen neufundländer Rüden der jetzt 16 Monate alt ist. Dachte anfangs ich geh die Erziehung gut an muss aber mittlerweile...
  • 16 Monate alten Hund neu erziehen Beitrag #1
Nicki08272

Nicki08272

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Hallo,
ich habe einen neufundländer Rüden der jetzt 16 Monate alt ist. Dachte anfangs ich geh die Erziehung gut an muss aber mittlerweile feststellen vieles falsch gemacht zu haben.
Also so grundsätzliches wie sitz, platz, Fuß und Abrufen funktioniert alles wunderbar.
Aber er zeigt oft aggressives verhalten, draußen kann ich nicht an anderen Hunden vorbei gehen ohne das er knurrend an der Leine zerrt und sich total aufführt, mittlerweile hat sich das ganze verschlimmert, sowie das er auch alle Menschen anknurrt und wir nicht mehr an Mensch oder Hund vorbei laufen können weil ich Angst hab das er sie anfällt. Ich glaube das er das ganze aus Angst tut weil er dann immer den Schwanz einzieht und so komisch gebückt dasteht. Es ist aber nichts vorgefallen woraufhin sich seine Angst begründen lassen würde.
Das Problem ist das er sehr selten mit anderen zusammen gelassen werden konnte weil jeder immer Angst um seinen Hund hatte (auch wo er noch nicht so aggressiv war) weil er einfach so groß ist. Als Welpe war ich mit ihm in der Spielstunde, danach waren wir noch ne zeit in einer hundeschule, haben es aber dann aufgehört weil es bei uns einfach keine richtig gute hundeschule gibt.

Was als kann ich tun, damit er wieder ruhig an Mensch und Hund vorbei gehen kann ohne das ich Angst haben muss das er sie anfällt?
Oder habt ihr nen buchtipp, das ich lesen könnte, woraus ich vielleicht schlauer werde?
 
  • 16 Monate alten Hund neu erziehen Beitrag #2
Hallo....
das gute ist, daß es immer, in jedem Alter möglich ist seinen Hund um zu lenken. Du mußt aber wissen,daß dies auch immer mit Arbeit und Konsequenz zu tun hat. Einfache Spaziergänge sind erstmal für die nächste Zeit gestorben. Jeder Spaziergang wird zu einer Trainingseinheit. Im übrigen lieben unsere Hunde das weit aus mehr als langweilig in der Gegend herum zu laufen....sie brauchen Entertainment zu ihrer Auslastung und danken es dir mit Freundlichkeit, Vertrauen und Liebe.

Ein Wort ist mir in deinem Beitrag aufgefallen, das sehr oft viel: Angst.
Und genau das ist meiner Meinung nach das Hauptproblem. So wie du es beschreibst, fehlt deinem Hund lediglich eine klare angstfreie Führung. Der Hund spürt deine Unsicherheit, sie überträgt sich und er reagiert mit sogenannter Angstagression. Desweiteren hört es sich auch so an, als ob es deinem Hund stinkelangweilig ist.

Dem ersteren kannst du nur entgegenwirken indem du euer gegenseitiges Vertrauen wieder aufbaust und dein Selbstvertrauen stärkst. Der Langeweile wirkt Trainingsentertainment entgegen. Beides könntest so erreichen:

Ich würde da ganz von vorne anfangen- und zwar bei dir:

- stell dich vor einen Spiegel und übe eine große starke Körperhaltung. Gerade stehen, klare Körpersprache, Schultern zurück, Kopf hoch....und nein das ist kein Witz. Hunde kommunizieren über Körpersprache...dein Hund kann dich lesen und spürt deine Energie.

Off-Topic
(im übrigen eines der Probleme, die oft ältere Leute mit ihren Hunden haben, alles an ihrer Körpersprache drückt Unsicherheit und Ansgt und somit Führungslosigkeit aus...dies und der Mangel an Auspowern, bewirkt daß sie diese kleinen zickigen keifenden Hunde am anderen Ende der Leine haben. Meistens mit dem Spruch: Der hat Angst. Es dürfte ganz klar sein wer hier Angst hat)


Stell deinen Tagesablauf, was den Hund betrifft um:

***ACHTE AUF DEINE KÖRPERHALTUNG****
- der Tag beginnt mit einem Powerlauf um den Hund gleich morgens schon aus zu lasten. Irgendwo und zu einer Zeit in der du möglichst wenig Menschen und Hunden begegnest...richtig er darf sich lösen - aber ansonsten heißt es richtig stramm an der Leine laufen. Du Führst...also komplett mit Richtungswechsel und absitzen lassen....beschäftige dich mit deinem Hund (arbeite mit ihm), wann immer ihr draußen seid.

- Baue dies als echte tägliche Trainings Einheiten ein, in deren Verlauf du deinen Hund viel loben kannst.Auch zu Hause solltest du mehrmals täglich 5-10 Minuten Einheiten einbauen...z.B. hier mal ein Spielzeug verstecken und suchen lassen...oder einfach den Hund mal in einem Zimmer sitz und warten lassen dann abrufen er soll sich vor diech setzten und loben...Für den anfang ganz einfache Dinge die er eh schon "kann".... Schaffe so viel positive Energie zwischen euch wie nur möglich.Belohnungen sind mit Leckerlies aber auch mit einem kurzen intensiven Spiel möglich

- steig auf Handfütterung um , oder zumindest teilweise. Das Futter kannst dun dir einteilen und auch draußen als Belohnung verabreichen.

- bei den täglichen Spaziergängen Hund an der Leine - gehst du immer stramm, du führst und sobald euch ein Hund entgegenkommt lenkst du deinen Hund ab indem du a.) erstmal plötzlich und ohne Reden! Die Richtung wechselst...nur kurz und dann wieder umdrehst und ohne Kommentar aber mit starker Führung an den anderen vorbei gehst. Wenn ihr vorbei seid und dein Hund hat sich so verhalten wie du das möchtest - loben und belohnen.

-vielleicht findest du einen netten angstfreien anderen Hundebesitzer in deiner Umgebung der Spaß daran hat mit dir zusammen zu trainieren (ich würde gerne mit meiner Schäferhündin und euch gehen . leider wohnen wir zuweit aus einander). So jemand könnte gemeinsam mit euch "laufen" - also 2 Menschen und 2 Hunde an der Leine...mit gemeinsamen Übungen....strammen gehen usw.
So daß dein Hund merkt - yeah man kann - außer rumpöbeln noch super andere interessante Dinge tun, mit anderen Hunden und Menschen ....

Ja wie gesagt umerziehen bedeutet Arbeit , an sich selbst und mit dem Hund gemeinsam - aber es ist immer machbar.

LG Suno

......
 
  • 16 Monate alten Hund neu erziehen Beitrag #3
Ich sehe das ein bisschen anders. Man kann nicht immer alles umlenken und weg- oder anerziehen. Schon gar nicht, wenn in den ersten Lebenwochen und Monaten viel falsch gemacht wurde oder der Hund viel verpasst hat. Was man aber (lernen) kann, ist mit gewissen Eigenschaften umzugehen und damit zu leben.

Ein wirklich angstaggressiver Hund wird sich allein durch "positive Energieübertragung" und selbstbewussten Auftretens des Halters NICHT merklich verändern. Da gehört doch etwas mehr dazu. Es kann allerdings ein erster Schritt in die richtige Richtung sein - da sollte man dann aber auch ein bisschen mehr verändern, als die Körpersprache - Hunde empfinden und fühlen tatsächlich sehr fein; Wenn man innerlich fast heult und nach Aussen hin auf cool tut, dann passiert nur eins: Der Hund wird noch mehr verunsichern und der Halter wird unglaubwürdig.

- der Tag beginnt mit einem Powerlauf um den Hund gleich morgens schon aus zu lasten. Irgendwo und zu einer Zeit in der du möglichst wenig Menschen und Hunden begegnest...richtig er darf sich lösen - aber ansonsten heißt es richtig stramm an der Leine laufen. Du Führst...also komplett mit Richtungswechsel und absitzen lassen....beschäftige dich mit deinem Hund (arbeite mit ihm), wann immer ihr draußen seid.
Was soll damit bezweckt werden? Noch mehr Stress, welchen der Hund nicht abbauen kann?

Körperliche Auslastung, ja - das baut sogar Stress ab, wenn sich gleichmäßig und ruhig bewegt wird. Am besten ohne Leine oder an einer langen Schleppleine. Manche Hunde pushen sich im Freilauf total hoch und rennen sich in einen Wahn, andere rennen sich ihren Stress regelrecht weg - das muss man erkennen!
Wieso also nicht mit Hund in die Natur fahren, spazieren, sich hinsetzen und den Hund mal machen lassen? Rennen, buddeln, schnüffeln...

- Baue dies als echte tägliche Trainings Einheiten ein, in deren Verlauf du deinen Hund viel loben kannst.Auch zu Hause solltest du mehrmals täglich 5-10 Minuten Einheiten einbauen...z.B. hier mal ein Spielzeug verstecken und suchen lassen...oder einfach den Hund mal in einem Zimmer sitz und warten lassen dann abrufen er soll sich vor diech setzten und loben...Für den anfang ganz einfache Dinge die er eh schon "kann".... Schaffe so viel positive Energie zwischen euch wie nur möglich.Belohnungen sind mit Leckerlies aber auch mit einem kurzen intensiven Spiel möglich
Hat es sich schon rumgesprochen, dass man auch ZU VIEL machen kann? :eusa_eh: Mehrmals täglich 5-10 Minuten... hat so ein Hund nicht schon genug damit zu tun, die Umwelt zu verstehen und zu verarbeiten? Natürlich kann man MAL - von mir aus auch täglich - irgendwas erarbeiten, woran der Hund Spaß hat - aber bitte nicht zu viel!

Warum wird eigentlich immer Handfütterung empfohlen? Der Hund weiß sowieso, dass er das Futter von MIR bekommt.

- bei den täglichen Spaziergängen Hund an der Leine - gehst du immer stramm, du führst und sobald euch ein Hund entgegenkommt lenkst du deinen Hund ab indem du a.) erstmal plötzlich und ohne Reden! Die Richtung wechselst...nur kurz und dann wieder umdrehst und ohne Kommentar aber mit starker Führung an den anderen vorbei gehst. Wenn ihr vorbei seid und dein Hund hat sich so verhalten wie du das möchtest - loben und belohnen.
Und wie nah ist man dem anderen Hund dann? Wie ist der Hund gesichert? WAS soll der Hund dabei lernen? Unter Stress lernt sich schlecht bis gar nicht...
Ich kann mir auch vorstellen, dass sowas mit einem Neufundländermix körperlich nur sehr schwer zu bewerkstelligen ist.


So, genug gemeckert. ;)
Als erstes solltest du den Hund an einen Maulkorb gewöhnen, wenn du nicht ausschließen kannst, dass der Hund mal beißt und du nicht entsprechend reagierst und das VORHER erkennst.

Dann kann ich eigentlich nur noch zu einem guten Hundetrainer raten. Sowas muss man mMn, sehen, um es beurteilen zu können. Bindungsarbeit kannst du natürlich machen, du kannst auch mal Google mit den Wörtern "Gegenkonditionieren", Entspannungssignal, Zeigen & Benennen, etc. füttern.

Viel Erfolg!
 
  • 16 Monate alten Hund neu erziehen Beitrag #4
Hey,

woha- der Tag ist gekommen: ich bin im Zwiespalt:mrgreen:
Je nachdem wie der Hund drauf ist könnte sowohl Sunos als auch Exes Vorgehensweise/Argumentation sinnig sein.

Das ist das Problem am Internet- es gibt X Möglichkeiten einem Hund Selbstvertrauen zu geben bzw. Einfluss auf sein Angstverhalten zu nehmen.
Welche davon wirklich funktionieren kann man pauschal nicht sagen- es gibt Hunde, die dankbar sind, wenn man einfach "stumpf" am anderen Hund vorbei geht und es gibt Hunde, die sich langsam an so etwas heranarbeiten müssen.

Was genau jetzt bei deinem Hund der entscheidende Faktor ist kann so eben nicht beurteilt werden.

Was aber grundlegend ist: Dein Hund muss sich auf dich verlassen können.
Immer.
Angstaggression rührt daher, dass der Hund dem Halter nicht zutraut bestimmte Situationen für ihn zu lösen.
Das heißt das Vertrauen in dich muss erstmal wieder her.

Das ist eben das was unter den Begriff Bindungsarbeit fällt- erlebe Abenteuer mit deinem Hund.
Klingt hochtrabend, aber so ein Querfeldeinlauf mit Hund kann schon echt was ausmachen- wenn es ihm Spaß macht buddelt gemeinschaftlich einen Laubhaufen um:mrgreen:

Alles was du MIT deinem Hund tust stärkt eure Bindung.

Kurz aber zu einer Timingkiste:
Wenn ihr vorbei seid und dein Hund hat sich so verhalten wie du das möchtest - loben und belohnen.
Nie loben, wenn die Handlung an sich schon vorbei ist sondern während der Hund das gewünschte Verhalten zeigt.
Sonst würde dein Hund ganz schnell verknüpfen "Oh, wir sind am anderen Hund vorbei und ich werde gelobt- das war also richtig. In Anwesenheit von anderen Hunden passiert also nichts Gutes, sondern erst wenn die blöden Dinger wieder weg sind...dann vertreib´ich die mal".

Das Prinzip erst später zu belohnen können Hunde gar nicht verstehen;)

So.
Was ich eig. sagen will: Such dir einen guten Trainer, der sich mit Angstaggression auskennt. Heißt positive Bestärkung und gewaltfreies Arbeiten für den Hund und viel Theorie und Aufklärungsarbeit für dich:)
Einen Maulkorb erachte ich übrigens auch als sinnvoll bis ihr im Training weiter seit- nicht, weil dein Hund böse ist, sondern um dich auch etwas sicherer zu machen. Selbst wenn er sich mal losreißen sollte könnte nichts passieren.
Dafür aber bitte ausgiebiges Maulkorbtraining machen!

Lieben Gruß:)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Buchtipp meinerseits wäre übrigens noch "Aggression bei Hunden" von Dr.med. vet. Renate Jones.
Fasst das Ganze sehr schön zusammen und man bekommt einen gute Einblick warum mein Hund tut was er tut:)
Hat zumindest mir bei meiner Angsthündin sehr geholfen:)
 
  • 16 Monate alten Hund neu erziehen Beitrag #5
Sehe es wie Mido und würde zu einem Hundetrainer raten :)
Sunos Tipps machen genauso viel Sinn wie Exes. Es kommt nur auf den Hund drauf an.

Außerdem könnte eine zweite "Kontrollperson" auch auf dich kucken, dir Tipps mit der Körpersprache geben und durch richtige Übungen dir dein Vertrauen in den Hund wiedergeben.
 
  • 16 Monate alten Hund neu erziehen Beitrag #6

Buchtipp meinerseits wäre übrigens noch "Aggression bei Hunden" von Dr.med. vet. Renate Jones.
Fasst das Ganze sehr schön zusammen und man bekommt einen gute Einblick warum mein Hund tut was er tut:)
Hat zumindest mir bei meiner Angsthündin sehr geholfen:)
Und ich werf dann mal "Das Aggressionsverhalten des Hundes" von James O'Heare ein - mein absolutes Lieblingsbuch. ;)
 
  • 16 Monate alten Hund neu erziehen Beitrag #7
Ich dank euch schon mal für eure Tipps, wir fangen jetzt grad nochmal von neu an unsre Positionen im Haus klar mit dem Hund zu klären wer der ranghöhere ist oder besser gesagt ihm das nochmal zu vertiefen und während dessen bin ich dabei doch nochmal einen geeigneten hundetrainer zu finden.
Freue mich dennoch über jeden weiteren Tipp.
 
  • 16 Monate alten Hund neu erziehen Beitrag #8
Wie genau macht ihr das denn? :)

Die meisten "alten Mythen" rund um das Thema sind nämlich leider größtenteils ziemlicher Quatsch;)
Also erst fressen lassen, wenn man selbst gegessen hat, niemals als erster durch die Tür, auf den Rücken drehen, Schnauzengriff etc.
 
  • 16 Monate alten Hund neu erziehen Beitrag #9
Hallo,

hey Exe - nach der Kritik (die dir zusteht) an meinem Beitrag - ich habe deinen gelesen und überdacht - bleibe nach wie vor bei meiner Meinung. Deine einzigen Vorschläge zusammengefaßt sind :
"Zieh dem Hund einen Maulkorb über und such dir einen Hundetrainer" sonst ist da nichts konstruktives. Aber, ok ich akzeptiere natürlich deine Seite.

-Der Maulkorb ist sicher eine gute Idee, natürlich nur nach geeigneter Maulkorb Einführung / Training. Auch ein guter Trainer ist nie verkehrt. Aber wenn das die einzigen Vorschläge sind - ist so ein Forum bald mit: geh doch zu einem Trainer , überflüssig.

- Für mich ist Beschäftigung gleich zu setzten mit Training....und ja ich finde neben 2x kurz und einem ausgiebigen Spaziergang mit Trainingseinheiten ist es jedem Hund zu gönnen, daß sich sein Besitzer mehrmals täglich 5-10 Minuten intensiv mit seinem Tier beschäftigt. Das macht dann insgesamt:
2xkurz = 1st / 1x lang = 2 st und 4x 10min= 40 min : 3 Stunden und 40 Minuten von 24 st in denen der Hund sich nicht langweilt.

Das finde ich gerade so grenz-wertig an Beschäftigung, keineswegs aber zuviel.

- Im übrigen kann meine seine innere Haltung sehr gut beeinflussen indem man an seiner äusseren, sprich Körperhaltung arbeitet.

- Handfütterung festigt die Bindung - durch die damit verbundenen Aktionen. Deshalb schlägt man das hier immer wieder vor. Man ersetzt die Lecklerlies durch das Hundefutter (auch schon wegen der Figur) und läßt den Hund das Futter erarbeiten - was für den Hund wiederum Entertainment bedeutet.

- Bewußt gelenkte Begegnungen mit einem anderen Hund war Schritt 5....

LG Suno
 
  • 16 Monate alten Hund neu erziehen Beitrag #10
Ich geh zuerst zur Tür raus und er muss auf Signal warten das er auch darf. Besuch wird von mir begrüßt und nicht von ihm er hat dann auf seine Decke zu gehen. Spielzeug gibt's nicht mehr immer sondern nur wenn ich es ihm gebe. Es wird gestreichelt wen ich es will und nicht immer wenn er es will.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Habe mit meiner alten Hundetrainerin nochmal gesprochen und sie meinte Parkplatz Training wäre sehr gut, da man den Leuten da aus dem weggehen kann und genug abstand hat aber dennoch der Kontakt zu anderen Menschen da ist. Wir laufen die letzte zeit immer durch die Parkplätze von Supermärkten und trainieren dort, was bis jetzt nicht wirklich funktioniert hat. Aber heut hab ich nochmal neuen geschöpft, mit einem Ohr unterwegs Musik gehört, da ich dadurch dann selber total entspannt bin. Dann haben wir unser Parkplatz Training gemacht, durch den Parkplatz gelaufen mal näher an den Menschen mal weiter weg und am Schluss hab ich ihm ein Stück vom Eingang weg Sitz machen, dann Platz und einfach vorm Eingang trainiert und heut haben ihn komischer Weiße die Leute gar nicht so sehr interessiert, vielleicht lag es heut auch echt ein bisschen daran weil ich total entspannt war. Mal schauen wie es die nächsten Tage weiter geht.
 
  • 16 Monate alten Hund neu erziehen Beitrag #11
Hallo,

hey Exe - nach der Kritik (die dir zusteht) an meinem Beitrag - ich habe deinen gelesen und überdacht - bleibe nach wie vor bei meiner Meinung. Deine einzigen Vorschläge zusammengefaßt sind :
"Zieh dem Hund einen Maulkorb über und such dir einen Hundetrainer" sonst ist da nichts konstruktives. Aber, ok ich akzeptiere natürlich deine Seite.

-Der Maulkorb ist sicher eine gute Idee, natürlich nur nach geeigneter Maulkorb Einführung / Training. Auch ein guter Trainer ist nie verkehrt. Aber wenn das die einzigen Vorschläge sind - ist so ein Forum bald mit: geh doch zu einem Trainer , überflüssig.

- Für mich ist Beschäftigung gleich zu setzten mit Training....und ja ich finde neben 2x kurz und einem ausgiebigen Spaziergang mit Trainingseinheiten ist es jedem Hund zu gönnen, daß sich sein Besitzer mehrmals täglich 5-10 Minuten intensiv mit seinem Tier beschäftigt. Das macht dann insgesamt:
2xkurz = 1st / 1x lang = 2 st und 4x 10min= 40 min : 3 Stunden und 40 Minuten von 24 st in denen der Hund sich nicht langweilt.

Das finde ich gerade so grenz-wertig an Beschäftigung, keineswegs aber zuviel.

- Im übrigen kann meine seine innere Haltung sehr gut beeinflussen indem man an seiner äusseren, sprich Körperhaltung arbeitet.

- Handfütterung festigt die Bindung - durch die damit verbundenen Aktionen. Deshalb schlägt man das hier immer wieder vor. Man ersetzt die Lecklerlies durch das Hundefutter (auch schon wegen der Figur) und läßt den Hund das Futter erarbeiten - was für den Hund wiederum Entertainment bedeutet.

- Bewußt gelenkte Begegnungen mit einem anderen Hund war Schritt 5....

LG Suno

Hallo,

ich finde einen Kommentar zum Maulkorb ÄUSSERST wichtig. Noch viel mehr: Ich finde es fahrlässig, wirkliche "Trainingstips" zu geben.
Es wird doch nur allzu gerne vergessen, welche Gefahr dann auch von so einem Hund ausgeht. Da wird der Hund ungesichert auf einen Parkplatz geschleppt... Wenn der Hund erstmal ein Kind gebissen hat, ist das Geschrei groß. Der Hund kommt weg, sitzt im Tierheim, Stempel "Beißer" - dann sag ich lieber, dass dem Hund ein Maulkorb angezogen werden muss und der Hund samt Halter in fachkundige Hände gehört. So ein Problem löst man nicht über ein Forum; schon gar nicht, wenn man das Hund-Mensch-Team noch nie gesehen hat. Da kann man Tips geben und fachsimpeln wie man will - es funktioniert nicht.
Willst du es auf deine Kappe nehmen, wenn erst was passiert ist? Vielleicht wird der Hund ja nur fehlinterpretiert und er ist gar nicht ängstlich? Dann muss man doch ganz anders an das Problem herantreten.

Zur "Beschäftigung"
Natürlich wirken 3 Stunden + 40 Minuten am Tag nicht viel, wenn man sich das so anschaut. Aber es kommt doch darauf an, was man mit dem Hund macht, wie er vom Wesen her ist und was/wie trainiert wird. Wenn du meine Hündin 4x 10 Minuten täglich bespaßst + 3 Stunden Spaziergang (mit Training! Wenn der Hund mit der Umwelt überfordert ist, kommt es auch darauf an, WO man spazieren geht...) dann ist dieser Hund nach einer Woche ein nervliches Wrack, unausstehlich.
Der Hund wird gearbeitet, nicht täglich, aber regelmäßig und zwar richtig - so, dass sie danach zufrieden schlummert. Für diesen Hund ist es enorm wichtig, "Arbeit" und "Freizeit" strikt zu trennen, sonst läuft er den ganzen Tag im Arbeitsmodus. Wer weiß, wie der Hund der TE gelagert ist?
Wirklich konzentrierte Arbeit/Training strengt unglaublich an. Die Dosis macht das Gift...

Ich weiß nicht, aber ich beschäftige mich auch anderweitig mit meinen Hunden, wo sie sich nicht langweilen. Da gehört die Fellpflege dazu, Körperkontakt oder auch einfach nur beim Kochen zusehen.
 
  • 16 Monate alten Hund neu erziehen Beitrag #12
Das mit dem Parkplatz sehe ich als extrem gefährlich an.
Da kann dir immer mal ein Kind überraschend über den Weg laufen, weil es hinter einem Auto stand oder sonstwas.
Einsehbarkeit ist da echt was anderes...Mal abgesehen davon, dass ein befahrener Parkplatz auch für gut sozialisierte Hunde echt stressig ist.

Selbst wenn es einmal gut geklappt hat würde ich davon wirklich abraten.

Vielleicht wird der Hund ja nur fehlinterpretiert und er ist gar nicht ängstlich? Dann muss man doch ganz anders an das Problem herantreten.

Das wäre jetzt auch mein nächster Gedanken gewesen.
Angst ist zwar oft der Grund für Probleme, aber da sind auch falsche Verknüpfungen durch XY oder schlicht und ergreifend mangelnde Impulskontrolle wichtige Faktoren, die man auf jeden Fall beachten sollte.
 
  • 16 Monate alten Hund neu erziehen Beitrag #13
Hallo,

Ich denke Exe, wir zwei sind doch gar nicht soweit von einander entfernt. Vielleicht haben wir uns nur am falschen Tag, mit dem falschen Fuß erwischt - denn ich mag und respektiere viele deiner Beiträge.
Da gehört die Fellpflege dazu, Körperkontakt oder auch einfach nur beim Kochen zusehen.
Aber das ist dir und mir klar....ganz vielen, bei denen Probleme auftauchen eben nicht.


Muss jetzt arbeiten bis morgen
Lg Suno
 
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