Bellen lassen oder unterbinden ?

Diskutiere Bellen lassen oder unterbinden ? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Huhu, Kiba und ich machen in der Erziehung mittlerweile immer mehr Fortschritte. Nun wird er ja langsam zu nem richtig hübschen erwachsenem Hund...
  • Bellen lassen oder unterbinden ? Beitrag #1
Ileana

Ileana

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Huhu, Kiba und ich machen in der Erziehung mittlerweile immer mehr Fortschritte.

Nun wird er ja langsam zu nem richtig hübschen erwachsenem Hund (21 Wochen alt ist er jetzt).
Das Welpenhaft ist mittlerweile gewichen. Spielen tut er zum Glück immernoch gerne.
Nun ist er ja ein Chow Chow und sieht von natur aus ja etwas Grimmelig aus. Mittlerweile fässt ihn auch niemand mehr an ohne zu Fragen, was mir total recht ist.

Ich wollte nachfragen ob ihr euren Hunden das Bellen verbietet oder erlaubt? Ich hab schon gelesen man sollte es nicht verbieten da es ja Kommunikation für sie ist.
Klar nen Hund der den ganzen tag rumkeifert will niemand. Aber ich meine Gelegentliches Bellen.

Wenn Kiba jmd vorm Fenster hört ode sieht ist er ganz aufmerksam und guckt was derjenige macht.
Ab und zu bellt er dann auch mal. Aber nur 1-2x also er kläfft nicht rum oderso. Wenn ich ihn dann rufe kommt er auch gleich zu mir.

Wenn wir tagsüber unterwegs sind und Menschen mit oder ohne Hund treffen schenkt er ihnen kaum aufmerksamkeit. Manchmal wird bischen am Hund rumgeschnüffelt aber mehr auch nicht.
Abends allerdings ist er super Vorsichtig. Wenn jmd uns entgegen kommt oder hinter uns läuft schaut er sich die Person ganz genau an.
Manchmal ignoriert er sie dann. Aber ab und zu fängt er an ganz Böse zu bellen und zu Knurren. Aber nicht so das er zur person will und sie anfallen sondern er bleibt kurz vor mir stehen und bellt und knurrt. Aber nicht die ganze Zeit. Er bellt ein paar mal und wartet dann ab.
Wenn die Person dann in großem Bogen um uns drum gelaufen ist, ist wieder okey. Wenn die Person allerdings zu uns kommt und lieb mit ihm redet dann fängt er an mit dem Schwanz zu wedeln und gleichzeitig aber noch zu knurren und zu bellen.
Wenn man ihm dann noch die Hand entgegenstreckt geht er hin schnüffelt und freut sich nen Keks und lässt sich kraulen.
Auch die Nachbarin die er sonst Schwanzwedelt begrüßt wird im dunkeln erstmal angebellt bis er dann hinläuft und sich streicheleinheiten holt.

Sehe ich das richtig das mein Hund angst im dunkeln hat ?
Wenn ja wie nehme ich ihm die Angst ? Seine Reation schaffe ich draußen kaum zu unterbrechen.
Soll ich ihn bellen lassen ? Oder versuchen das immer zu unterbinden ?
 
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  • Bellen lassen oder unterbinden ? Beitrag #2
Hallo!
Ich verbiete meinem Hund das Bellen nicht generell, nur in bestimmten Situationen, normal hört meine aber auch wenn ich einfach sage "Ruhe".
Ich denke, wenn du es als Fehlverhalten ansiehst, solltest du es ihm zeigen. Er wird nicht aufhören zu kommunizieren und wird dir nicht "böse" deswegen.

Das mit der Angst im Dunkeln kann gut sein, er ist es wahrscheinlich einfach noch nicht gewohnt, dass er nicht sofort alles sehen kann und versucht so herauszufinden wer da vor ihm steht ;)
Das vergeht, wenn er älter wird normalerweise von alleine :)
 
  • Bellen lassen oder unterbinden ? Beitrag #3
Also ich hab deswegen nochmal mit meinem Hundetrainer geredet. Dem Hund ist es manchmal einfach noch nicht ganz geheuer. Und ich soll ihn da auch mal bellen lassen.

Ich sehe es eigentlich auch nicht als Fehlverhalten. Sofern es schlimmer werden sollte muss man natürlich engegenwirken.
Aber so finde ich es okey wenn er Nachts etwas aufmerksamer ist.
 
  • Bellen lassen oder unterbinden ? Beitrag #4
Huhu,

Mit gut 5 Monaten erwachsen? Wohl kaum, da kommt die Pubertät erst noch, warte nur ab :mrgreen:.

Ich wollte nachfragen ob ihr euren Hunden das Bellen verbietet oder erlaubt? Ich hab schon gelesen man sollte es nicht verbieten da es ja Kommunikation für sie ist.
Klar nen Hund der den ganzen tag rumkeifert will niemand. Aber ich meine Gelegentliches Bellen.
Grundsätzlich stimme ich zu, aber aus einem anderen Grund: Auch bei einem Dauerkläffer geht es meiner Meinung nach nicht darum, das Bellen zu unterbinden, sondern die Ursache zu finden. Ständig nur Nein sagen und dem Hund seine Art der Kommunikation verbieten führt m.E. zu nichts, denn das Bellen ist ein Symptom von irgendetwas – Langeweile, Aggression, Unsicherheit, Beschützerinstinkt usw..

Was die Dunkelheit angeht: Früher hat man dafür den Begriff Dämmerungsaggression gerne verwendet. Das soll bedeuten, dass der Hund bei Dunkelheit aufmerksamer und vor allem wachsamer ist. Diese Wachsamkeit würde ich aber eher darauf schieben, dass er gewisse Dinge selbst nicht richtig einschätzen/erkennen kann und daher bei Geräuschen empfindlicher reagiert, weil er – wenn auch besser als wir – im Dunkeln einfach nicht so gut sehen kann. Könnte ja überall ein Feind lauern ;).

Was du beschreibst klingt nach Unsicherheit. Es ist dunkel, er sieht schlecht, da nähert sich irgendeine schemenhafte Gestalt – also lieber mal bellen, bevor das Monster mich auffrisst. Wenn derjenige dann zurück geht bzw. er die Situation unbeschadet übersteht wird er allein dadurch schon fast bestätigt, denn er hat gebellt und die Situation hat sich aufgelöst, die Person ging vor ihm zurück usw.. Ich würde also versuchen, so souverän wie möglich aufzutreten, am besten auch mal nicht im puren Dunkeln, sondern erst in der Dämmerung laufen und dann immer später, damit er sich langsam gewöhnen kann. Das Bellen würde ich nicht unterbinden, sondern einfach immer wieder an Leuten vorbei gehen. Was du dann machst fällt je nach Hund unterschiedlich aus. Einerseits könntest du ihn zu den Leuten nach Absprache hinlassen, damit er merkt, da passiert nichts, andererseits könntest du auch einfach ruhigen Gemütes weitergehen, sodass der Hund merkt, dass du ihn führst und nichts passiert. Ich würde wohl schon allein wegen der einfacheren Umsetzung und auch, weil er ja nicht zu jedem Menschen hin soll und auch im Vorbeilaufen nichts passiert (also der Mensch ihn nicht angreift, sodass er merkt, dass eben nichts passiert) zur zweiten Möglichkeit tendieren.
Wenn sich das Bellen allerdings zu sehr steigert würde ich eine Art Abbruchkommando im Sinne von »entspann dich« einführen. Also nicht das normale Nein oder Aus, sondern etwas wie »ruhig« o.ä., das signalisieren soll, dass seine Unsicherheit zur Kenntnis genommen wurde, du das aber im Griff hast. Dafür musst du eben entsprechend sicher auftreten und ich würde dann auch versuchen, ihn auf dich zu fixieren (durch Fuß laufen o.ä.).

Allerdings darf man nicht vergessen, wie jung der Hund noch ist. Er muss vieles noch lernen und ist in einem Alter, in dem sich Unsicherheiten durchaus erst zeigen und er Verhaltensweisen austesten könnte. Es ist also durchaus wichtig, gleich jetzt daran zu arbeiten, allerdings würde ich erstmal nicht zu viel erwarten. Der Hund kann in dem Alter noch gar nicht so wesensfest sein, dass ihm alles egal ist ;).
 
  • Bellen lassen oder unterbinden ? Beitrag #5
Hey Mischling, danke für die erklärung ;)

Also mit Erwachsen meinte ich das Aussehen. Er sieht schon nciht mehr ganz so Tapsig und Welpig aus.


Also in so Situationen läuft er eigentlich immer Fuß.
Wenn ich die leute kenne lasse ich ihn immer hin. Bei fremden geht das natürlich nicht.
Aber ich werde so wie du geschrieben hast versuchen möglichst ruhig an den Leuten vorbei zu gehen.
Ich muss mich selbst noch an so Situationen gewöhnen. Ich werde da selbst immer etwas nervös und das merkt er bestimmt.
Ich weiß garnicht warum ich nervös werde. Kann ja eigentlich nix passieren. Aber es ist so ungewohnt das er bellt. Hat er als Welpe ja garnicht gemacht.
Haben ihn die erste Woche glaube ich garnicht bellen gehört. Und wenn dann hat er nur gebellt wenn ich aus der Wohnung bin.

Entgegenwirken indem ich Nein sage will ich auch garnicht.
So ein Entspannungs Signal muss ja auch erstmal aufgebaut werden, nicht das er es falsch versteht.
 
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