Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum?

Diskutiere Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Mir ist klar, dass die Hunde für Fotos auf diese Art und Weise hingestellt werden. Ebenso für Siegerehrungen usw. Ich kann hier leider keine...
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #181
Mir ist klar, dass die Hunde für Fotos auf diese Art und Weise hingestellt werden. Ebenso für Siegerehrungen usw.
Ich kann hier leider keine Videos, sondern nur Bilder verlinken.. :? Wenn ein Hund beim Laufen nicht aus dieser Haltung herauskommt, sondern der Rücken weiterhin so stark abfällt, dann ist das definitiv Gelenkbeanspruchender als ein gesunder Gang!

Und der Satz "Die Gliedmaßen müssen in Länge und Winkelungen so aufeinander abgestimmt sein, dass er ohne wesentliche Veränderung der Rückenlinie die Hinterhand bis zum Rumpf hin verschieben und mit der Vorhand genausoweit ausgreifen kann." (Quelle: , Absatz: Gangwerk) sagt ja schon aus, dass die Rückenlinie mit Winkel von 23° auch im Gang erhalten bleiben soll.

Zumal das auch nur ein Typ DSH ist. Viele Hunde sehen diesem hier:

Ein gerade Rücken ist das zwar auch noch lange nicht, aber es sieht auf jeden Fall schon sehr viel weniger danach aus als wenn der Gang ein derart unnatürlicher wäre wie bei einigen Show Champions der FCI-Shows.
(Ich sage nicht, dass man HD sehen kann, sondern nur ob der Gang ein halbwegs gesunder zu sein scheint.)

Off-Topic
Ich gehe jetzt schlafen, muss in 4 Stunden in der Uni sitzen. Werde also erst nach meiner Zeit morgen/nachher antworten können. ;)
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum?

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  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #182
Wenn ein Hund beim Laufen nicht aus dieser Haltung herauskommt, sondern der Rücken weiterhin so stark abfällt, dann ist das definitiv Gelenkbeanspruchender als ein gesunder Gang!
Ist das so? Weshalb? Gibt es dazu irgendwelche stichhaltigen Studien?

Ein gerade Rücken ist das zwar auch noch lange nicht, aber es sieht auf jeden Fall schon sehr viel weniger danach aus als wenn der Gang ein derart unnatürlicher wäre wie bei einigen Show Champions der FCI-Shows.
Das ist ein Hund aus Leistungszucht, wie etliche DSH es sind. Diese Hunde arbeiten und beanspruchen ihren Körper mehr, als jeder Durchschnittsfamilienhund - trotzdem sind viele von ihnen nicht kränker, als die besagten Familienhunde.

Wer Hochzucht- bzw. Showhunde kaufen will, ist für mich sowieso verloren. ;)
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #183
Off-Topic
Ich habe einen DSH aus der Show-Zucht und hat mit über 7 Jahren noch keine Probleme mit den Gelenken bzw. Knochen und wir haben ihn, vor gut 2 Jahren sogar zur Kontrolle röntgen lassen und es war rein garnichts zu erkennen!
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #184
Ist das so? Weshalb? Gibt es dazu irgendwelche stichhaltigen Studien?


Das ist ein Hund aus Leistungszucht, wie etliche DSH es sind. Diese Hunde arbeiten und beanspruchen ihren Körper mehr, als jeder Durchschnittsfamilienhund - trotzdem sind viele von ihnen nicht kränker, als die besagten Familienhunde.

Wer Hochzucht- bzw. Showhunde kaufen will, ist für mich sowieso verloren. ;)

Das finde ich jetzt auch etwas gemein den auch ein Hochzuchthund kann super arbeiten. Siehe
den Hund kenne ich Persönlich der war sogar auf der WM es kommt nicht auf die Linie an sondern auf die Aufzucht und Ausbildung. Auch meine Hündin war aus der Hochzucht und hat super im Sport gearbeitet.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #185
Das finde ich jetzt auch etwas gemein den auch ein Hochzuchthund kann super arbeiten. Siehe
den Hund kenne ich Persönlich der war sogar auf der WM es kommt nicht auf die Linie an sondern auf die Aufzucht und Ausbildung. Auch meine Hündin war aus der Hochzucht und hat super im Sport gearbeitet.

Ein Schäferhund ist ein Gebrauchshund und sollte auch danach selektiert werden. Was man davon hat, hübsche leere Köpfe zu züchten, erschließt sich mir absolut nicht - und das nicht nur auf den Schäferhund bezogen.

Einen Border Collie zeichnet aus, wie er hütet. Wie kommt man darauf, genau das wegzüchten zu wollen?
Ein Golden Retriever ist ein Jagdhund. Wie kommt man darauf, ihn nur als Familienhund halten zu wollen? Usw.

Wie kommt man überhaupt darauf, an den vielen tollen Rassen rumzupfuschen? Kein Mensch braucht einen tonnenförmigen Labrador im Showring oder einen total putzig süßen Malinois als Therapiehund.

Es kommt bei der Zucht sehr wohl auf die Linie an, auf die Vorfahren in den letzten Generationen, auf die Arbeit die sie verrichtet haben... sonst könnte man sich Zucht sparen. Sonst wäre Zucht gar nicht möglich.

Natürlich gibt es auch mal Hochzuchthunde die "nicht schlecht" sind. Aber das ist dann etwas besonderes - und das sollte es bei einem GEBRAUCHSHUND nicht sein. Da darf das Zuchtziel nicht schöner Trab und schöne Farbe sein!

Schäferhundezucht ist Gebrauchshundezucht.. und muss immer Gebrauchshundezucht bleiben. Wusste schon Herr Stephanitz. ;-)

Zucht und Sport sind für mich auch zweierlei. Nur, weil ein Hund auf dem Treppchen steht, ist er nicht gut. Gut ausgebildet, ja - meinen Respekt an den Hundeführer - aber das sagt noch nichts über die Qualität des Hundes aus.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #186
Einen Border Collie zeichnet aus, wie er hütet. Wie kommt man darauf, genau das wegzüchten zu wollen?
Ein Golden Retriever ist ein Jagdhund. Wie kommt man darauf, ihn nur als Familienhund halten zu wollen? Usw.

Wie kommt man überhaupt darauf, an den vielen tollen Rassen rumzupfuschen? Kein Mensch braucht einen tonnenförmigen Labrador im Showring oder einen total putzig süßen Malinois als Therapiehund.
Ganz einfach: Heutzutage braucht man die wenigstens Hunde noch für ihren ursrprünglichen Gebrauch. Ich kenne z.B. inzwischen viele Aussies, aber nur die wenigstens haben die Möglichkeit auch zu hüten. Muss deshalb jetzt die Rasse fast aussterben?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #187
Mhm, ist das so? Würde der Aussie aussterben, wenn er nicht als Showhund verkommen würde? Ich glaube kaum. Nur weil eine Rasse keinen Modeboom erlebt, stirbt sie nicht gleich aus. In den USA dürfte es noch genug Farmen geben, wo die Hunde als Hofhunde tätig werden könnten.

Aber darum geht es mir auch nicht. Wer sich einen Aussie einbildet - oder jede andere Rasse - der muss sie mit allem nehmen was sie mitbringt und nicht versuchen eine "lightversion" zu erwischen. Dann sollte man sich doch wirklich fragen, wie viel Aussie das dann noch gibt. Da sind vorallem die Züchter in der Verantwortung, aber die unterstützen nur zu gern für ein paar Groschen den Markt.

Siehe Weimaraner ohne Jagdtrieb, Golden Retriever die kein Bock haben zu apportieren oder Schäferhunde, die nicht mehr beissen (VPG).

Zumal dieses wegzüchten von Eigenschaften auch nicht spurlos an den Hunden vorübergeht. Als erstes verschwindet immer die Nervenstärke oder das "können". Ein Hund, der arbeiten will aber nicht kann... ist arm dran.

Ich glaube übrigens, dass wir im Arbeitshundethema darüber gesprochen haben. Ich persönlich kriege einfach nur das kalte Kotzen wenn ich Fellbomben als Border Collies sehe oder "schöne" Malinois, die sich verstecken wenn es mal laut wird...
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #188
Bist du der Meinung, dass nur Polizisten oder Sicherheitsleute Schäferhunde, Rottweiler und Co halten sollten?
Oder nur Jäger Jagdhunde?
Nur Schäfer Border Collis, Aussis und Co?

Und Menschen die nen Bürojop oder im Einzelhandel arbeiten nur Begleithunde?

So verstehe ich es nämlich bei dir.

Lg
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #189
Ein Border ist zum hüten da.
Ich kann natürlich so "rumbasteln", dass er ein Familienhund ist...
Aber was bleibt vom Border übrig?
Viele Hunde sehen nur noch aus wie Borders ( obwohl auch das wieder Geschmackssache ist ),
haben aber vom Border rein gar nix mehr...
Und warum? Nur, dass jeder 2. ein Border kaufen kann...
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #190
Ein Border ist zum hüten da.
Ich kann natürlich so "rumbasteln", dass er ein Familienhund ist...
Aber was bleibt vom Border übrig?
Viele Hunde sehen nur noch aus wie Borders ( obwohl auch das wieder Geschmackssache ist ),
haben aber vom Border rein gar nix mehr...
Und warum? Nur, dass jeder 2. ein Border kaufen kann...
Genau so ist es!
Bist du der Meinung, dass nur Polizisten oder Sicherheitsleute Schäferhunde, Rottweiler und Co halten sollten?
Oder nur Jäger Jagdhunde?
Nur Schäfer Border Collis, Aussis und Co?

Und Menschen die nen Bürojop oder im Einzelhandel arbeiten nur Begleithunde?

So verstehe ich es nämlich bei dir.

Lg
Nein. Lies nochmal genauer, ich habe geschrieben: WENN ich mir so einen Hund einbilde, dann mit allem was den Hund ausmacht. Man will einen bestimmten Hund doch, weil er zu einem passt - oder geht es doch wieder nur nach der Optik? Genau die Leute, die nur nach Optik wählen, bedienen Showzüchter doch.

Der Charakter, das Aussehen der Hunde hat sich durch ihre Verwendung geformt. Fällt das plötzlich weg, verändert sich die Rasse automatisch... nicht zum positiven.

Ich habe einen Schäferhund, wusste dass er NICHT wie ein süßer Klischee-Labrador drauf sein wird und bin auch kein Polizist oder so. Aber ich habe den Hund mit allem gewollt, und nicht nur das schöne Fell. Wenn ich eine Rasse wähle, schaue ich doch, was passt zu mir, was wird bei mir glücklich und nicht "der ist hübsch, wo gibt's den in einfach?!".
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #191
Ok, danke. Habs wohl nicht richtig gelesen.
Darum frage ich lieber nochmal. Dumme Fragen gibt es ja nicht ^^ Sonst müsse ich ja Dumm bleiben :shock:

Lg
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #192
*lesezeichen* sorry geht nicht anders er nimmt mein abo nicht ;)
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #193
Anmerkung von Mischling: Diskussion begann hier und wurde ausgegliedert:

Off-Topic
Dazu will ich noch was loswerden.
Hunde generalisieren SCHLECHT! Äusserst schlecht sogar, weshalb man in jedem Training alles so kleinschrittig aufbauen muss, neue Umgebungen einbauen muss, neue Reize ... nur weil mein Hund z. B. vor Männern keine Angst mehr hat, fürchtet er sich vor Männern mit Hut... trotzdem noch. Und die Reize auf dem Hundeplatz kommen so im Alltag nicht vor, würde ich behaupten. Kritischer wird es da, mMn schon mit Nachtübungen, etc., aber das führt zu weit.

Es geht- sie generalisieren nicht alles sofort und überall, aber sie tun es. Und gerade hochreaktive Hunde nochmal eine ganze Ecke schneller als andere. Gerade bei Rassen mit doch recht ausgeprägtem WTP geht das wesentlich fixer und mit doch eher weniger Zwischenschritten als bei Hunden, die tendenziell gering reaktiv sind.

Und gerade beim Schutzdienst greift einfach das hochgradig selbstbelohnende Verhalten des Beißens...da hat man quasi literweise Dopamin im Kreislauf und solche Verhaltensweisen werden wesentlich häufiger gezeigt und fast schon unabhängig von der Umgebung. Ist ähnlich wie bei Balljunkies, die ja auch irgendwann überall hinter dem Ball her rennen.

Die Angst vor Hüten ist übrigens eine generelle Sache- Hunde können bei entsprechender fehlender Prägung auf diese bestimmte Sache nicht verarbeiten, dass sich die Silhouette eines Menschen einfach verändert und der Mensch quasi "zusätzliche" Körperteile hat. Durch entsprechende Gewöhnung wird das später im Zweifelsfalle akzeptiert, aber die meisten Hunde haben ein Problem damit, wenn plötzlich alles mit Wintermänteln, Hüten und Regenschirmen herum läuft.

Hat aber relativ wenig mit Generalisierung an sich zu tun, sondern eben mit dem Problem zu erkennen "was" man da gerade vor sich hat. Das ist eben kein Mann, sondern ein "Wesen mit einem enorm defomierten Kopf". Drum rennen in Welpenkursen ja auch idealerweise immer mal wieder huttragende Menschen herum;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #194
Um zu generalisieren, muss der Hund aber langsam heran geführt werden und kann nicht bzw. nur sehr sehr schwer zwischen zwei Welten (Hundeplatz & Alltag) hin- und herswitschen. Dass ein Hund "einfach so" einen Menschen angreift, nur weil er mal im IPO in nen Juteärmel beißt, ist schon sehr unwahrscheinlich. Da muss was anderes schiefgelaufen sein...

Mir ging es auch gar nicht um den Hut. Von mir aus nimm auch Männer und Frauen, oder blonde und braunhaarige Frauen... oder mach den Selbstversuch: Im Handstand tricksen (wenn er Stimmkommandos kann) mit dem Hund. Der wird nicht wissen, was du von ihm willst. :mrgreen:
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #195
Dass ein Hund "einfach so" einen Menschen angreift, nur weil er mal im IPO in nen Juteärmel beißt, ist schon sehr unwahrscheinlich. Da muss was anderes schiefgelaufen sein...

Von "einfach so" hab ich ja auch nichts gesagt, sondern eben explizit von unsauber geführten Hunden gesprochen- wobei wie gesagt gute Hundeführer sich darüber im Klaren sind, dass erlernte Verhaltensweisen in Stresssituationen durchaus auch abgerufen werden können, wenn der Hund überfordert ist und dementsprechend Vorkehrungen treffen.

Und das sollte man einfach einkalkulieren, wenn man mit seinem Hund in diese Richtung gehen will. Ich bringe ihm bei, dass Beißen etwas Gutes ist- punktum.
Stresse, überfordere oder bedränge ich meinen Hund ist die Wahrscheinlichkeit, dass er dieses erlernte und bestärkte Verhalten zeigt schlicht wesentlich höher als bei einem Hund, der das nicht gelernt hat, sondern "nur" dann, wenn alles andere ausgeschöpft ist.

Wenn ich mich dieser einfachen Schlussfolgerung verschließe hat man mMn nichts in diesem Bereich verloren.

[VERSTECK]Höhö...schlechtes Beispiel:mrgreen:
Mein Monster reagiert auch noch auf Menschen, die sich an Monitore angeschlossen, zuckend und in einem Pflegebett befindend herumgeschoben werden, während ich ihnen was vorträller:mrgreen:
[/VERSTECK]
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #196
Von "einfach so" hab ich ja auch nichts gesagt, sondern eben explizit von unsauber geführten Hunden gesprochen- wobei wie gesagt gute Hundeführer sich darüber im Klaren sind, dass erlernte Verhaltensweisen in Stresssituationen durchaus auch abgerufen werden können, wenn der Hund überfordert ist und dementsprechend Vorkehrungen treffen.
Beißen ist ja keine erlernte Verhaltensweise. Jeder Hund beißt, kann beißen, weiß, dass er sich durch einen Biss helfen kann. Wie gesagt, bei den Gebrauchshunden ist es einfach "klar", dass diese Hunde in der Regel keinen Rückzieher machen, sondern ihren Konflikt nach vorn umsetzen.

Und das sollte man einfach einkalkulieren, wenn man mit seinem Hund in diese Richtung gehen will. Ich bringe ihm bei, dass Beißen etwas Gutes ist- punktum.
Stresse, überfordere oder bedränge ich meinen Hund ist die Wahrscheinlichkeit, dass er dieses erlernte und bestärkte Verhalten zeigt schlicht wesentlich höher als bei einem Hund, der das nicht gelernt hat, sondern "nur" dann, wenn alles andere ausgeschöpft ist.
Ich bringe ihm bei, dass er auf mein Kommando hin um sein Spielzeug kämpfen darf. MEHR nicht! Wie gesagt, wir bewegen uns da im Beutebereich - man könnte auch ein rosa Einhorn hinhalten und es auf Kommando "wegschnappen" lassen. Würde nicht viel ändern.

Was anderes wäre es, wenn der Hund wirklich gelernt kriegen würde, dass er sich retten kann (vor Gefahr - siehe Wehrtrieb), wenn er zubeißt. So ein Hund ist flott gefährlich und unberechenbar. Im Diensthundebereich ist es ja z. B. so, dass am Ende der Ausbildung auch OHNE Beutereize gebissen wird, wenn der Besitzer von hinten attackiert wird oder Ähnliches. Aber das ist nicht mit der IPO Ausbildung zu vergleichen. Eigentlich. Idioten und so...
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #197
Das Beißen an sich ist nicht erlernt, sondern immanent, klar, aber ich kann meinem Hund beibringen, dass ich a) das toll finde, wenn er das tut und b) dass er damit im Zweifelsfalle Situationen lösen kann.
Sieht man gerade bei den WTP-Schleudern eig. in jedem Bereich- Hund ist überfordert und spult schön alles ab was er jemals gelernt hat. Warum sollte ausgerechnet dieses Verhalten da ausgenommen sein?



Ich bringe ihm bei, dass er auf mein Kommando hin um sein Spielzeug kämpfen darf. MEHR nicht! Wie gesagt, wir bewegen uns da im Beutebereich - man könnte auch ein rosa Einhorn hinhalten und es auf Kommando "wegschnappen" lassen. Würde nicht viel ändern.

Stimmt, aber hier kommen besagte
Idioten und so...
ins Spiel.
Ich persönlich kenne nur ganz extrem wenige Ausnahmen, die überhaupt positiv mit ihrem Hund in diesem Bereich arbeiten.

Was ich allerdings noch viel wichtiger finde ist das hier:
Was anderes wäre es, wenn der Hund wirklich gelernt kriegen würde, dass er sich retten kann (vor Gefahr - siehe Wehrtrieb), wenn er zubeißt.

Gefahr liegt immer im Auge des Betrachters und für den Hund ist im Zweifelsfalle schon sein unzufriedener Mensch nicht unbedingt "ungefährlich". Und da wären wir wieder bei den hochreaktiven und damit auch meist einhergehend sehr sensiblen "Gebrauchshunden".

Etwas klappt nicht- Besitzer ist unzufrieden - Hund merkt das - Problem löst sich, wenn er irgendwo reinbeißt- Juchei.
Dieses Schema F lässt sich auf sämtliche Trainingssituationen übertragen (sei es Grundgehorsam, Sport oder sonstwas) und nicht nur auf den IPO-Bereich.

Worauf ich hinaus will: Es gibt genug Menschen, die ihren Hunden unfreiwillig dieses massiv problematische Verhalten "beibringen" und gar nicht wissen wie weit sie da über Druck arbeiten.
Wenn mein Hund in solchen Situationen 5x Sitz macht- tjoa, schön.
Wenn er glaubt Beißen löse die Situation für ihn- doof.

Man braucht keinen Starkzwang o.ä. um in diesem speziellen Bereich ernsthafte Probleme zu provozieren.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #198
Etwas klappt nicht- Besitzer ist unzufrieden - Hund merkt das - Problem löst sich, wenn er irgendwo reinbeißt- Juchei
Genau das soll ein Sporthund aber nicht lernen. ;) Und mir persönlich ist auch noch kein Hund untergekommen, der dieses gelernt hätte... es gibt soooooo viele Sporthunde(halter). Ich weiß nicht, wo diese unsicheren, zivilbeißenden Hunde rumlaufen. Hier nicht, im Gegenteil sogar, man ist bemüht, Aufklärung zu betreiben und die Hunde in ein positives Licht zu rücken. Ich kenne zum Beispiel einen SV-Verein, wo es ein "Kindercamp" gab. Kind und FREMDER Hund, durften kleine Aufgaben machen, Spielchen und sowas eben - unter Aufsicht versteht sich. Aber das geht nicht, mit scharfen Hunden, wie du sie beschreibst.

Die viel interessantere Frage: Wo zur Hölle ist der Halter, wenn mein Hund "eine Situation lösen will"? DER ist doch gefragt. Immer. Mit Hunden, die nicht kuschen (ob aufgrund der Ausbildung oder der Rasse, egal...) eben noch mehr. Ich schaue da immer gern nach Holland, wo der KNPV Sport bewundert wird (oder zumindest von der Gesellschaft akzeptiert) und wo mir alles viel entspannter erscheint.

Letztendlich ist es wohl Glaubensfrage. ;)
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #199
Genau das soll ein Sporthund aber nicht lernen. ;) Und mir persönlich ist auch noch kein Hund untergekommen, der dieses gelernt hätte... es gibt soooooo viele Sporthunde(halter). Ich weiß nicht, wo diese unsicheren, zivilbeißenden Hunde rumlaufen. Hier nicht, im Gegenteil sogar, man ist bemüht, Aufklärung zu betreiben und die Hunde in ein positives Licht zu rücken. Ich kenne zum Beispiel einen SV-Verein, wo es ein "Kindercamp" gab. Kind und FREMDER Hund, durften kleine Aufgaben machen, Spielchen und sowas eben - unter Aufsicht versteht sich. Aber das geht nicht, mit scharfen Hunden, wie du sie beschreibst.

Die viel interessantere Frage: Wo zur Hölle ist der Halter, wenn mein Hund "eine Situation lösen will"? DER ist doch gefragt. Immer. Mit Hunden, die nicht kuschen (ob aufgrund der Ausbildung oder der Rasse, egal...) eben noch mehr. Ich schaue da immer gern nach Holland, wo der KNPV Sport bewundert wird (oder zumindest von der Gesellschaft akzeptiert) und wo mir alles viel entspannter erscheint.

Letztendlich ist es wohl Glaubensfrage. ;)

"Aufklärungsarbeit" sieht hier so aus, dass die Kinder sich angucken können wie auf Hunde eingeprügelt wird, weil sie den Arm nimmer loslassen;)

Von daher hast du entweder mit deiner Ecke echt Glück oder wir haben hier verfluchtes Pech.

Dass sie das nicht lernen sollen ist logisch- nur ist das nicht unbedingt etwas was bewusst abläuft.
Unsichere Halter oder diejenigen, die selbst erstmal an ihrer Frusttoleranz arbeiten sollten sind da einfach problematisch.

Und wo der Halter ist frage ich mich eig. non-stop :mrgreen:
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #200
Ist nicht so, als hätten wir hier keine Idioten - "Ich habe kein Geld für ein dickes Auto, aber nen krassen Hund!" - oder Leute von "der alten Schule" - nur ist mir so ein Hund noch nie aufgefallen bzgl. Gefahr für die Umwelt.

Das man ganz schön viel Scheiße machen kann,... nun, darüber müssen wir nicht reden. Mir persönlich geht das Herz auf, wenn ich einen Hund sauber arbeiten sehe. Wobei ich die Ringsportarten mittlerweile spannender finde. *hüstel*

Hier im Thread macht mir aber nicht mal der Hundetyp sorgen, sondern die Hundeanschaffung allgemein...
 
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