- Im Dienst von Hund attakiert auf Privatgrund Beitrag #1
B
Buntspecht
- Beiträge
- 41
- Punkte Reaktionen
- 0
Liebe Kommunity,
ich befinde mich gerade in einem Dilemma mit mir selbst, weil ich unschlüssig bin, wie ich mit diesem Erlebnis umgehen soll.
Es war folgendes:
Ich war dienstlich an einer Straße unterwegs, um Briefwurfsendungen zu verteilen.
Ein Haus hatte eine ca. 30m lange offene Zufahrt, auf der ich bis kurz vor das Haus ging, wo sich ein ca. 80 cm hoher Zaun befand. Ich suchte nach einem Briefkasten, konnte aber von dort aus keinen entdecken. Als ich an die Torklinke griff, lies diese sich öffnen und ich trat auf das Grundstück, noch immer auf der Suche nach einem Briefkasten. Hinter dem Haus traten plötzlich erst ein Mann und ca. 1 Sekunde später ein Hund hervor.
Der Hund begann bellender Weise auf mich zuzurennen, während der Mann still stehen blieb.
Okay, dachte ich, wenn der Mann seinen Hund nicht festhält, dann wird der wohl nur ungestüm Besucher empfangen und schnuppern wollen. Ich drehte mich dem Hund seitwärts zu, ließ meine Arme gerade herunter hängen und wandte meinen Blick ab, um dem Tier mein Desinteresse zu signalisieren und ihn nicht zu reizen.
Der Hund sprang mich aber sofort aus dem Lauf heraus an und versuchte mehrfach in meinen Arm zu beißen. Mit seinen Zähnen fügte er mir einen blauen Fleck am Unterarm zu. Dann versuchte er an mir hoch zu springen mit Beißbewegungen in Richtung meinem Hals und Kopf. Anschließen biss der Hund in meinen Jackenärmel und zerrte daran.
Der Hundehalter ging während des oben beschriebenen Ablaufs nur langsam auf mich und seinen Hund zu und sagte dabei in leichter Tonlage so etwas ähnliches wie " aus, nein", worauf der Hund in keinster Weise reagierte.
Erst im letzten Moment ging er etwas schneller, griff seinen Hund, der noch am meiner Jacke zerrte, und zog ihn weg. An dem Ärmel meiner Jacke entstand dabei ein Riss.
(Während des Geschehens waren meine emotionalen Gedanken: wann wird der Hundebesitzer endlich seinen Hund von mir nehmen, bevor ich Fleischwunden bekomme???)
Ich verließ das Grundstück und schloss das Zauntor hinter mir. Der Mann ließ den Hund unverzüglich wieder los, welcher mich sofort wieder angreifen wollte (ich hatte Angst, der würde über den Zaun springen!).
Da ich in dem Moment völlig unter Schock stand, sagte ich zu dem Mann nur: "Sorry, ich wollte nur einen Brief von der Gemeinde verteilen". Er sagte nichts.
Dann zeigte ich ihm den Riss in meinem Ärmel. "Ja, bezahle ich" war seine Antwort.
Der Mann fragte mich nicht, ob ich verletzt sei. Er entschuldigte sich auch nicht für das Verhalten seines Hundes. Am Zaun hing auch kein Schild: "Vorsicht Hund".
Ich sagte noch zu ihm: "Ein Schild hätte geholfen, oder auch ein abgeschlossenes Tor!". Er nickte darauf wortlos.
Stinksauer über das ignorante Verhalten des Hundehalters und noch unter Schock, drehte ich mich um und ging.
Dabei sah ich dann vorne an der Straße am Zaun neben dem Parkplatz den Briefkasten hängen. Dummerweise war ich nicht auf 30 m entfernte Briefkästen fokussiert...
... selbst schuld??
Die Jacke war ein Geschenk und ist somit unersetzlich. Ich selbst bin mit einem Schrecken davon gekommen. Ich will und kann weder einen Vor- noch Nachteil für irgendwen aus diesem Erlebnis ableiten. Frage mich aber, wie es wohl enden könnte, wenn mal einem unerfahrener Zeitungsausträger das selbe passiert?
Macht es Sinn, den Halter dem Ordnungsamt anzuzeigen?
Wie denkt Ihr anderen Hundehalter darüber?
ich befinde mich gerade in einem Dilemma mit mir selbst, weil ich unschlüssig bin, wie ich mit diesem Erlebnis umgehen soll.
Es war folgendes:
Ich war dienstlich an einer Straße unterwegs, um Briefwurfsendungen zu verteilen.
Ein Haus hatte eine ca. 30m lange offene Zufahrt, auf der ich bis kurz vor das Haus ging, wo sich ein ca. 80 cm hoher Zaun befand. Ich suchte nach einem Briefkasten, konnte aber von dort aus keinen entdecken. Als ich an die Torklinke griff, lies diese sich öffnen und ich trat auf das Grundstück, noch immer auf der Suche nach einem Briefkasten. Hinter dem Haus traten plötzlich erst ein Mann und ca. 1 Sekunde später ein Hund hervor.
Der Hund begann bellender Weise auf mich zuzurennen, während der Mann still stehen blieb.
Okay, dachte ich, wenn der Mann seinen Hund nicht festhält, dann wird der wohl nur ungestüm Besucher empfangen und schnuppern wollen. Ich drehte mich dem Hund seitwärts zu, ließ meine Arme gerade herunter hängen und wandte meinen Blick ab, um dem Tier mein Desinteresse zu signalisieren und ihn nicht zu reizen.
Der Hund sprang mich aber sofort aus dem Lauf heraus an und versuchte mehrfach in meinen Arm zu beißen. Mit seinen Zähnen fügte er mir einen blauen Fleck am Unterarm zu. Dann versuchte er an mir hoch zu springen mit Beißbewegungen in Richtung meinem Hals und Kopf. Anschließen biss der Hund in meinen Jackenärmel und zerrte daran.
Der Hundehalter ging während des oben beschriebenen Ablaufs nur langsam auf mich und seinen Hund zu und sagte dabei in leichter Tonlage so etwas ähnliches wie " aus, nein", worauf der Hund in keinster Weise reagierte.
Erst im letzten Moment ging er etwas schneller, griff seinen Hund, der noch am meiner Jacke zerrte, und zog ihn weg. An dem Ärmel meiner Jacke entstand dabei ein Riss.
(Während des Geschehens waren meine emotionalen Gedanken: wann wird der Hundebesitzer endlich seinen Hund von mir nehmen, bevor ich Fleischwunden bekomme???)
Ich verließ das Grundstück und schloss das Zauntor hinter mir. Der Mann ließ den Hund unverzüglich wieder los, welcher mich sofort wieder angreifen wollte (ich hatte Angst, der würde über den Zaun springen!).
Da ich in dem Moment völlig unter Schock stand, sagte ich zu dem Mann nur: "Sorry, ich wollte nur einen Brief von der Gemeinde verteilen". Er sagte nichts.
Dann zeigte ich ihm den Riss in meinem Ärmel. "Ja, bezahle ich" war seine Antwort.
Der Mann fragte mich nicht, ob ich verletzt sei. Er entschuldigte sich auch nicht für das Verhalten seines Hundes. Am Zaun hing auch kein Schild: "Vorsicht Hund".
Ich sagte noch zu ihm: "Ein Schild hätte geholfen, oder auch ein abgeschlossenes Tor!". Er nickte darauf wortlos.
Stinksauer über das ignorante Verhalten des Hundehalters und noch unter Schock, drehte ich mich um und ging.
Dabei sah ich dann vorne an der Straße am Zaun neben dem Parkplatz den Briefkasten hängen. Dummerweise war ich nicht auf 30 m entfernte Briefkästen fokussiert...
... selbst schuld??
Die Jacke war ein Geschenk und ist somit unersetzlich. Ich selbst bin mit einem Schrecken davon gekommen. Ich will und kann weder einen Vor- noch Nachteil für irgendwen aus diesem Erlebnis ableiten. Frage mich aber, wie es wohl enden könnte, wenn mal einem unerfahrener Zeitungsausträger das selbe passiert?
Macht es Sinn, den Halter dem Ordnungsamt anzuzeigen?
Wie denkt Ihr anderen Hundehalter darüber?
