Baby und Ressourcen verteidigender Hund

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  • Baby und Ressourcen verteidigender Hund Beitrag #1
Soma

Soma

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Hallo ihr Lieben,


mit der Zeit hat Anila angefangen, Ressourcen (Futter und mich) zu verteidigen. Das aber jeweils nur gegenüber Artgenossen (aber z.B. auch gegenüber Katzen), dem Menschen gegenüber lässt sie sich nach wie vor alles abnehmen und ich kann mich auch frei bewegen und tun, was ich möchte. Ich habe mit ihr auch schon an dieser Problematik gearbeitet und wir sind nun schon soweit, dass sie das Verhalten gegenüber ihr bekannten Hunden abgelegt hat. Wir bleiben dran.

Nun bin ich schwanger und habe Angst, dass sie dieses Verhalten auch bei meinem Baby irgendwann zeigen könnte, da es ja in der ersten Zeit weder wie ein Mensch aussieht, spricht und sich bewegt. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Natürlich werden Kind und Hund sowieso nie ohne Aufsicht alleine gelassen, aber das Kind soll sich ja auch frei bewegen können, ohne dass ich dafür immer den Hund wegsperren muss. Das würde bei Anila ja auch eher zu Unmut führen. Ich bin noch ziemlich am Anfang meiner Schwangerschaft und habe also noch Zeit, mit Anila an diesem Problem zu arbeiten, sodass die Situation mit Baby und Hund hoffentlich entspannt laufen kann.


Also die Frage an euch: Wie kann ich die Zeit sinnvoll nutzen und sie auf das Baby vorbereiten? Wie kann ich vielleicht im Training mit ihr konkreter darauf hinarbeiten, dass sie das Baby akzeptiert?

Ich hoffe sehr, dass der ein oder andere Tipps für mich hat.


Liebe Grüße
 
  • Baby und Ressourcen verteidigender Hund Beitrag #2
Also ich habe gehört das Leute mit schreienden Baby puppen üben. Diese Puppe also wie ein echtes Baby behandeln und alle "Krisensituationen" mit den Hund und den unechten Baby üben; rumtragen, füttern, auf den Boden liegen usw.
 
  • Baby und Ressourcen verteidigender Hund Beitrag #3
Also erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft;)

Ich kann dir jetzt gar nicht sooo gute Ratschläge geben... meine Kinder waren ja zu erst da.
Aber meine Mutter hatte ja ihre Hündin schon. Das war eigentlich sehr problemlos. Allerdings leben wir ja auch nicht zusammen.

Ich weiß nicht ob ich wirklich mit Puppen üben würde, Puppen riechen nicht wie ein Mensch. Sie bewegen sich nicht wie echte Babys.
Vielleicht macht man da mehr kaputt als das es nutzt?:eusa_think:

Was ich schon mehrfach gehört habe, ist das man im Vorfeld also solange du und Baby noch im Krankenhaus seid, dem Hund der Geruch des neuen Familienmitglieds schonmal zeigt, in Form von einer getragenen Windel / und oder Strampelanzug.
Ich kenne viele die das so gemacht haben, ob der Hund nun aber ohne anders reagiert hätte? Keine Ahnung...:eusa_think:

Bei den meisten Hunden die ich kenne, war das immer so, dass sie das Baby beschützen wollen, aber nicht dem Baby gegenüber was verteidigen.
 
  • Baby und Ressourcen verteidigender Hund Beitrag #4
Hallo,
im Prinzip sind Hunde sensible genug und merken wahrscheinlich auch, dass da Familienzuwachs zu erwarten ist.
Wenn du jetzt noch mit ihr knuddelst und Körpernähe zulässt, wird sie sich auch nicht ausgeschlossen fühlen. Wichtig ist in meinen Augen, dass Ganze nicht zu sehr in den Vordergrund zu heben und dadurch zuviel Aufmerksamkeit hervorzurufen.
Zuwachs ist ein ganz normaler Vorgang, sogar bei Hunden :) und demzufolge auch nichts wirklich weltbewegendes.
Integriere sie weites gehend ein und behandel sie wie ein Familienmitglied. Du wirst sehen, das geht alles ganz geschmeidig.
In fortgeschrittener Schwangerschaft, kannst du ihr auch mal den Kopf auf den Bauch legen usw.

Wünsche Dir/Euch alles Gute auf den Weg dahin ....

LG HM
 
  • Baby und Ressourcen verteidigender Hund Beitrag #5
Dankeschön für eure Antworten. :)

Eine solche Puppe würde ich tatsächlich auch nicht nehmen.
1. wie du schon sagst, Willi, weder riechen sie wie ein Baby, noch bewegen sie sich so
2. Hätte ich absolut keinen Plan, wo ich eine solche Puppe herbekommen soll
3. Möchte ich die Zeit ohne Babygeschrei genießen und mir dann nicht noch "künstliches" Geplärre ins Haus holen :mrgreen:

Zu hoffen, dass sie das Baby dann plötzlich beschützen möchte wäre wohl zu rosarot gedacht (wobei ich damit eigentlich ehrlichgesagt auch nicht einverstanden wäre :lol: Immerhin entscheide ich, wer mein Baby in die Hände bekommt und nicht der Hund), ich denke wirklich nicht, dass das passieren wird. Im Endeffekt möchte ich, dass das Baby akzeptiert wird. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Jedenfalls bis das Kind sicher laufen kann, möchte ich den Kontakt eigentlich so distanziert wie möglich halten, da Anila sich von Kindern schnell gestresst fühlt.

Das mit der Windel habe ich nun auch schon öfter gehört, ob das was bringt, weiß ich nicht. Schaden kann es aber ja auch nicht, weshalb ich das auch machen werde. An den Geruch voller Windeln muss sie sich sowieso gewöhnen. :mrgreen:



Edit: Huch, HoundMan, dich hab ich ganz übersehen. :) Danke natürlich auch für deine Antwort. :)
Ich gehe mit ihr natürlich ganz normal um. Sie bekommt genauso viel Aufmerksamkeit wie sonst auch und das soll und wird auch so bleiben. Sie würde auch durchaus damit klarkommen, wenn sie stellenweise nicht die volle Aufmerksamkeit bekommt. Ich würde mir ehrlichgesagt diesbezüglich auch überhaupt keine Gedanken machen, wenn diese Ressourcenverteidigung nicht wäre. Meine Angst ist einfach, dass sie das Baby nicht als Menschen, sondern als Konkurrenz ansieht. Das wäre nicht nur unter Umständen gefährlich für das Baby, sondern auch enormer Stress für Anila.
 
  • Baby und Ressourcen verteidigender Hund Beitrag #6
Meine Angst ist einfach, dass sie das Baby nicht als Menschen, sondern als Konkurrenz ansieht.
Das kann die mit Sicherheit unterscheiden, da bin ich mir ganz sicher.
Das sie ihre Ressourcen anderen Tieren ggü. verteidigt ist ganz normal, schliesslich ist sie ja nicht die TIERTAFEL :)
 
  • Baby und Ressourcen verteidigender Hund Beitrag #7
Ach ihr macht das schon! Ganz bestimmt !
Ist ja wirklich meistens so das man sich zu viele Gedanken macht, was ja in so einem fall auch nicht verkehrt ist.

Was du vielleicht noch im Vorfeld etwas üben könntest wäre am Kinderwagen laufen, falls sie es nicht schon kennt.
 
  • Baby und Ressourcen verteidigender Hund Beitrag #8
Am Kinderwagen laufen, kennt sie tatsächlich bereits. :angel: Sie kennt auch schon Kinder und es ist wirklich nicht so, dass ich mir grundlos Gedanken mache. Leider. Sie hat ihr Verhalten durchaus schon gezeigt, wenn ich mich mit Kindern beschäftigt habe. Das ist aber ganz davon abhängig, wie entspannt die Situation für Anila ist. Wahrscheinlich ist das auch der springende Punkt.
 
  • Baby und Ressourcen verteidigender Hund Beitrag #9
Ich muß gestehen das ich mit einer lachenden/jauchsenden Happy- Puppe meine Hunde
und auch die Katzen auf meine Enkeltochter vorbereitet habe.
Heute bin ich froh darüber, denn jetzt läuft hier alles entspannt ab wenn meine Enkeltochter hier ist.
Es ist vollkommen unrealistisch zu sagen das Hund und Kind nie alleine sein werden!
Selbst ich die einen Angstaggressiven Hund hat kann das nicht immer so gestalten.
Meine Enkeltochter ist im Monat für 1-2 Wochenenden bei mir und es gibt nun mal Situationen wo man de Hunden vertraut.
Mal kurz aufs Clo,
Windel holen, Fläschchen fertig machen und und und...
Ich habe früher auch gedacht die 2 Tage kann ich mich ausschließlich ums Kind kümmern.
Habe alles Kindersicher gemacht (bis auf die Tapete)
und doch kommen abends die Gedanken, schitte da hast die 6 wieder nicht im Blick gehabt.
 
  • Baby und Ressourcen verteidigender Hund Beitrag #10
Vielleicht ist es nicht möglich, Hund und Kind nie alleine zusammen zu lassen. Aber zumindest nie ungeschützt für das Kind. Heißt für mich, entweder Hund in den Kennel oder Kind ins Kinderbett oder sonstwohin, wo der Hund nicht dran kommt. Und im Kinderzimmer wird Anila sowieso niemalsnie etwas verloren haben.
 
  • Baby und Ressourcen verteidigender Hund Beitrag #11
Wenn der Hund auf das Kind vorbereitet wird ist es schon möglich mal "aufs Clo" zu gehen.
Am Anfang hatte ich den Welpenzwinger in der Stube stehen erst für den Hund und später habe ich meine Enkeltochter dort untergebracht.
Heute ist meine Enkeltochter 2 Jahre alt. Das Welpengehege ist zusammen gelegt und aus Platzgründen aus der Stube verbannt.
Die Kleine ist lieb zu den Hunden, da gibt es kein Schwanzziehen, Futter wegnehmen oder ähnliches.
Dennoch ist hier in der Stube Platzmangel (ist sehr eng) und die Kleine paßt auf das sie keinen der Hunde tritt.
Ihr Lieblingsort ist das Hundekörbchen von meiner Wolfshündin. Die Hunde machen freiwillig Platz wenn die Kleine da ist.
Dennoch hat die Kleine leztes WE den Rüden ausversehen getreten und der hat sie angeschnautzt.
Habe mit meinen HEH beide erschreckt und mit der Kleinen dann gesprochen das der Rüde gemeckert hat weil sie ihn getreten hat.
Seid dem paßt die Kleine noch mehr auf und der große legt sich lieber in den Flur.
Unfälle passieren nun mal auch wenn in diesen Fall der Schreck größer war als das wirklich was passiert wäre.
 
  • Baby und Ressourcen verteidigender Hund Beitrag #12
Kleines Update, falls sich jemand dafür interessiert. :mrgreen:

Wir waren am Dienstag eine Bekannte besuchen, die vor kurzem ein Baby bekommen hat. Die Kleine ist nun 8 Wochen alt. Anila hat ab und an versucht, an ihr zu schnuppern, war ansonsten aber sehr brav und entspannt, obwohl die Kleine alles gab und zeigte, wie lange, laut und oft sie schreien kann. :mrgreen: Da war ich schon sehr froh. Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich das Kind niemals auf dem Arm hatte. Wie Anila dann reagiert hätte, weiß ich nicht. Wollte ich an der Kleinen aber auch nicht unbedingt ausprobieren. :?

Ich werde in nächster Zeit einfach mal versuchen, irgendwelche komischen Sachen durch die Gegend zu tragen und mal gucken, wie sie reagiert. Vielleicht bringt das ja doch irgendwas. Wenn nicht, bin ich wenigstens beschäftigt. :lol:

Solltet ihr noch Tips haben, immer her damit. :angel:
 
  • Baby und Ressourcen verteidigender Hund Beitrag #13
Du kannst auch eine Puppe nehmen und legst sie Dir in den Arm.
Wenn der Hund kommt "verweigerst" ihm das Kind.
Ich habe alles was meinen Hunden nix angeht mit "MEINE" benannt.

Auch meine Kinder mußten lernen die Hunde vom "Baby" fernzuhalten.
Hier ein Bild davon. Und wir wußten damals noch nicht das es irgendwann mal ein Baby geben wird!

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