Katzen sind, wie die meisten ihrer Beutetiere, dämmerungsaktiv.
Aber wenn man seine Katzen tagsüber auslastet, kann man sie durchaus dazu bringen, nachts Ruhe zu halten.
Die Katze nur nachts rauszulassen finde ich kritisch. Einfach für ihre eigene Sicherheit und evtl auch die der Autofahrer. Grade im Dunkeln können Katzen vorbeifahrende Autos absolut nicht abschätzen und werden obendrein nicht rechtzeitig gesehen.
Nach fast einem Jahr Zweizimmerwohnung mit zwei Katzen, die von den zwei Zimmern die meiste Zeit nur eines verwenden durften kann ich sagen: Ja es geht, sie gewöhnen sich auch daran und erkennen den Ort als ihren Stammplatz an, gehen auch freiwillig dort schlafen, aber schön ist anders.
Katzen brauchen die Nähe zu ihren Menschen und wenn man sich das vor Augen führt, ist das für mich mit der Hauptgrund, warum die überwiegende Haltung der Katze im Keller, in dem sich die Menschen ja kaum aufhalten, nicht sehr tiergerecht ist. Ganz besonders das Bett, in dem wir so viel Zeit verbringen wodurch es stark nach uns riecht ist sozial ein ganz, ganz wichtiger Platz für Katzen. Unsere Miezen liegen dort nicht nur so gern, weil sie es besonders bequem finden
Auch für eine scheue Katze fände ich diese Haltung schrecklich schade, wenn man sieht, wie aus einer angeblich unsozialisierbaren, "wilden" Katze, eine verschmuste mit engem Bezug zu ihren Menschen wird...
Ich schreibe das OT, da es jedem das Seine ist. Es gibt genug Katzen, die ihr Leben großteils draußen verbringen, weil sie nicht ins Haus dürfen und sich dann eben andere Sozialkontakte suchen oder Hunde, die ausschließlich im Garten leben.. Für mich wäre das nichts.. Ich hole mir ein Haustier nicht, um es dann vom sozialen Mittelpunkt meines Lebens fernzuhalten.
Wegen der "Geschenk"-Problematik gibt es bei mir übrigens einfach keine Katzenklappe