Mischlingsrüde kann nicht eingesperrt werden

Diskutiere Mischlingsrüde kann nicht eingesperrt werden im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen. Wir haben da folgendes Problem: Wir haben einen Mischlingsrüden "Paul" als Welpe bekommen. Es ist auf jedenfall kleiner...
  • Mischlingsrüde kann nicht eingesperrt werden Beitrag #1
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amarok

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Hallo zusammen.

Wir haben da folgendes Problem:

Wir haben einen Mischlingsrüden "Paul" als Welpe bekommen. Es ist auf jedenfall kleiner Münsterländer mit drin, bei der anderen Rasse bin ich mir nicht sicher. Er ist aus einem Wurf von Dezember 2014. Der Kurze hat sich hier super eingelebt und hört ziemlich gut. Das Problem ist allerdings, dass man den Hund nicht alleine lassen kann. In der Wohnung räumt er uns die Wohnung um und draußen im Zwinger bellt er die Nachbarschaft in den Wahnsinn. Sperren wir den Hund ein, sind aber in Sichtweite, bleibt er ruhig. Wir hatten eine provisorische Lösung innerhalb der Wohnung, wo wir aus Holzgitter, welche man auch bei kleinen Kindern nutzt um Treppen o.ä. abzusperren, einen kleinen Zwinger gebaut haben. Solange mein Vater neben ihm auf der Couch lag, hat er dadrin geschlafen und es war alles gut, aber sobald er weg war, hat er angefangen an den Gitterstäben zu nagen und heute hat er das Teil glatt durchgebissen. Uns gehen so langsam die Ideen aus und Google hat auch nicht so richtig zufriedenstellende Lösungsansätze gebracht.

Vielleicht hat ja hier jemand ein ähnliches Problem, oder weiß wie man dem entgegenwirken kann.

Was wir bereits versucht haben, ist dem Hund das Fressen nur im Zwinger zu geben und ihn beim Fressen auch alleine zulassen. Das klappt auch, aber sobald der Kurze fertig ist, fängt er halt wieder an. Wir haben auch schon versucht ihn über längere Zeit eingesperrt zu lassen und uns immer mal wieder blicken zu lassen. Auslauf und "Aktivitäten" bekommt er den Tag über mehr als ausreichend.

So, ich hoffe ich habe nichts vergessen und es kann wer helfen.

Grüße
Marcel
 
  • Mischlingsrüde kann nicht eingesperrt werden Beitrag #2
auf mich wirkt es, als müsstet ihr erst mal das allleine sein ünben, was langsam aufgebaut werden sollte. also erst mal sichtkontakt unterbrechen, wenn er das aushält und auch mal ne halbe stunde oder stunde alleine entspannt in einem zimmer bleiben kann, mal die türe zu machen bis er auch das kann. danach minutenweise das haus verlassen bis er auch das entspannt meistert. hunde wären in freier natur nicht alleine, das müssen sie rst mal lernen

ich würd ihn auch erstmal gar nicht "einsperren" wenn er aufstehe möchte wenn man das zimmer verlässt ihn konsequent zurück schicken. erst wenn er es schafft alleine in einem zimmer zu bleiben, würde ich mit dem gitter arbeiten
liebe grüße
 
  • Mischlingsrüde kann nicht eingesperrt werden Beitrag #3
Grüß dich,

louiss hat das schon schön beschrieben, das Lernen vom Alleinebleiben ist keine Sache von einigen Tagen, je nach Hund kann es mehrere Monate dauern, bis ein Hund allein bleiben kann.
Aber es gibt auch Hunde, die ihr ganzes Leben lang nicht allein bleiben können.
Ich kenne es so, das man im Sekundentakt beginnt und diese Sekunden immer weiter ausbaut, bis es zu mehreren Stunden werden.

Heißt: Hund bleibt im Raum, Tür zu, Tür auf. Loben wenn er ruhig war. Dann mal 20 Sekunden, dann eine Minute etc...

Was wir bereits versucht haben, ist dem Hund das Fressen nur im Zwinger zu geben

Wie lange habt ihr das probiert? Habt ihr den Zwinger anderweitig positiv verknüpft mit Spielen o.a.?
ich denke nämlich, du solltest den Hund genauso langsam im Sekundentakt an den Zwinger heranführen wie die anderen Räume bzw. das Alleinsein. Hund rein, Tür zu, Tür auf, loben. Vielleicht den Hund, falls er das schon kann, kurz Sitz machen lassen, die Tür zu, wieder auf...und das ganze Spiel Tag für Tag ein bisschen länger ausdehnen.

Auslauf und "Aktivitäten" bekommt er den Tag über mehr als ausreichend

Definiere das bitte genauer. Man kann einen Hund auch mit zu viel Bewegung und fremder Umgebung überfordern bis er hyperaktiv wird und einem anschließend die Wohnung zerlegt.
Er ist noch ein rechter junger Hund, da sind kürzere Ausflüge oft von Vorteil wenn man sieht, das der Hund überfordert ist/wird.
Lieber ein paar Mal öfter gehen, dafür dem Hund Zeit lassen, die Eindrücke zu verarbeiten.

LG Foss
 
  • Mischlingsrüde kann nicht eingesperrt werden Beitrag #4
Danke erstmal für die Antworten.

Okay wir hatten ihn über den Tag, wenn jemand da war im kompletten Erdgeschoss, da wir keinen Raum speziell für ihn haben. Sein Kissen hatte er aber im Wohnzimmer, welches er allerdings als erstes zerpflückt hat. Das Problem ist, dass man ihn nicht die komplette Nacht über überwachen kann und ihn loben kann, wenn er dann mal ruhig geblieben ist. Aber das mit dem Tür zu und auf klingt schonmal nicht schlecht. Wir werden das mal ausprobieren. Für die Nacht müssen wir halt was finden, wo er halt nichts auseinandernehmen kann und das gebelle niemanden stört.

Morgens gibts ne kleine Runde mit meinem Vater, so ca 1,5km. Mittags gehe ich in letzter Zeit (seit letzter Woche) eine große Runde von ca 6km (durch Wald und am See vorbei) und Abends mein Bruder nochmal ca 1,5km. Aber ich denke ich werde die Mittagsroute nun auch verkleinern. War vllt doch ein wenig viel für den kurzen. Ich dachte auch eher dadurch würde er ruhiger werden, aber umgekehrt macht auch Sinn, wenn man so drüber nachdenkt.

Sein fressen bekommt er seit ungefähr 3 Wochen grundsätzlich im Zwinger.

Wir probieren mal das mit den geringeren Spazierwegen und mit dem alleine im Raum bleiben ohne Tür zu.

Vielen Dank erstmal für die Hilfe!

Grüße
Marcel
 
  • Mischlingsrüde kann nicht eingesperrt werden Beitrag #5
Danke erstmal für die Antworten.

Okay wir hatten ihn über den Tag, wenn jemand da war im kompletten Erdgeschoss, da wir keinen Raum speziell für ihn haben. Sein Kissen hatte er aber im Wohnzimmer, welches er allerdings als erstes zerpflückt hat. Das Problem ist, dass man ihn nicht die komplette Nacht über überwachen kann und ihn loben kann, wenn er dann mal ruhig geblieben ist. Aber das mit dem Tür zu und auf klingt schonmal nicht schlecht. Wir werden das mal ausprobieren. Für die Nacht müssen wir halt was finden, wo er halt nichts auseinandernehmen kann und das gebelle niemanden stört.

Morgens gibts ne kleine Runde mit meinem Vater, so ca 1,5km. Mittags gehe ich in letzter Zeit (seit letzter Woche) eine große Runde von ca 6km (durch Wald und am See vorbei) und Abends mein Bruder nochmal ca 1,5km. Aber ich denke ich werde die Mittagsroute nun auch verkleinern. War vllt doch ein wenig viel für den kurzen. Ich dachte auch eher dadurch würde er ruhiger werden, aber umgekehrt macht auch Sinn, wenn man so drüber nachdenkt.

Sein fressen bekommt er seit ungefähr 3 Wochen grundsätzlich im Zwinger.

Wir probieren mal das mit den geringeren Spazierwegen und mit dem alleine im Raum bleiben ohne Tür zu.

Vielen Dank erstmal für die Hilfe!

Grüße
Marcel


Kurz und knapp; ihr habt einen völlig überdrehten, überforderten Junghund, den ihr mit gerademal 6 Monaten 9km durch die Gegend karrt, in Zwingern einsperrt oder wahlweise irgendwo anders, wo er logischweise alles zusammenheult oder die Wände hochgeht...

Man sagt 5 Minuten pro Lebensmonat.... entschuldigt aber nicht mal mein ausgewachsener Border Collie Mix geht jeden Tag 9km. Und das in Zwinger sperren ist längst überholt. Kluges Tier sich dagegen mit lautem Heulen zu wehren.

Darf ich fragen inwiefern ihr euch über Hunde informiert habt, bevor ihr ihn geholt habt?
 
  • Mischlingsrüde kann nicht eingesperrt werden Beitrag #6
Off-Topic
9km sind für einen erwachsenen Hund nix ;). Wenn das Wetter angenehm kühl ist laufen mein Hund und ich allein morgens 10-12km. Ein Mensch läuft normal knapp 7km/h, da kann man sich ausrechnen, was man in mindestens 2 Stunden laufen am Tag schafft.
 
  • Mischlingsrüde kann nicht eingesperrt werden Beitrag #7
Off-Topic
9km sind für einen erwachsenen Hund nix ;). Wenn das Wetter angenehm kühl ist laufen mein Hund und ich allein morgens 10-12km. Ein Mensch läuft normal knapp 7km/h, da kann man sich ausrechnen, was man in mindestens 2 Stunden laufen am Tag schafft.

Ich schaff mit Yuukan auch mal meine 10-20km mit kurzen Unterbrechungen. Aber so wie das hier klingt ist der Hund entweder völlig überfordert oder geistig unterfordert. Ich schätze es überfordert + Unerzogen ein. "Erzogen" ist hier bei aufs Alleinbleibe Training gemünzt was bisher wohl recht mangelhaft und in viel zu großen Stücken und Erwartungen gehalten wurde,
 
  • Mischlingsrüde kann nicht eingesperrt werden Beitrag #8
Trotzdem kann man nicht pauschal sagen, dass das für einen ausgewachsenen Hund zu viel ist jeden Tag. Und so klang es halt ;).
 
  • Mischlingsrüde kann nicht eingesperrt werden Beitrag #9
Ne so sollte es nicht rüberkommen. ;-)

6 Monate und 9km bei "Richtlinie" 5 Minuten pro Lebensmonat (oder Woche.. :eusa_eh:?) Fand ich dann aber doch was... stark noch dazu wo beschrieben wird das der Hund entweder ausflippt oder die bude zusammenheult. Weiß nicht was bei mir schief gegangen ist aber Yuukan hat nie geheult wenn wir raus sind, höchstens als Welpe aber nicht mehr mit 6 Monaten. Außer mal ein Tischbeinchen angeknabbert hat er auch nicht und die Bude zusammengeheult ebenso wenig. :eusa_think:
 
  • Mischlingsrüde kann nicht eingesperrt werden Beitrag #10
In der Wohnung ist er ruhig (im Sinne von leise). Er räumt halt irgendwelche Regale aus, klaut die Fernbedienung (-.-') und nimmt sich was er halt so findet und irgendwas findet er immer.

Wenn ich eins hasse, dann sind es diese Sätze die auf "...warum schafft man sich dann einen Hund an" enden. Bedenkt bitte, dass ihr keine Informationen über mich oder meine Familie habt und nicht in der Lage seid soetwas zu beurteilen. Wir hatten unser komplettes Leben lang Hunde. Ich bin 27 und habe noch nicht eines ohne Hund verbringen müssen. Früher waren es Dackel aus der Zucht meines Opas und dann ein kleiner Münsterländer. Wir haben den Münsterländer als Welpen sehr früh bekommen, da seine Mutter bei dem Wurf leider liegen blieb. Die junge Hündin hatte aber Gesellschaft mit unserem ältesten Dackel in Ihrer Welpenzeit und konnte sich so scheinbar leichter an den Zwinger gewöhnen. Mal ganz abgesehen davon das der sich in der Wohnung immer grundsätzlich nicht wohlgefühlt hat. War halt ein richtiger Draußen-Hund. Nunja lange Rede kurzer Sinn: Paul ist der erste, der quasi ohne Hundegesellschaft bei uns ist. Daher haben wir das mit dem Alleine-sein wohl etwas unterschätzt. Aber nun haben wir ja nen Plan wie wir das in den Griff bekommen. Oh und er hat rausgefunden wie die Türklinken funktionieren -.-'

Grüße
 
  • Mischlingsrüde kann nicht eingesperrt werden Beitrag #11
Wenn ich eins hasse, dann sind es diese Sätze die auf "...warum schafft man sich dann einen Hund an" enden. Bedenkt bitte, dass ihr keine Informationen über mich oder meine Familie habt und nicht in der Lage seid soetwas zu beurteilen. Wir hatten unser komplettes Leben lang Hunde.
Grüße

Hallo :)
Nur eins zu dem letzten Satz, was aber nichts mit dir zutun hat.
Manche Leute haben 40 Jahre Hunde und sind immer noch net schlauer als am Anfang, manche sind einfach resistent :lol:
Aber ansonsten
Du möchtest was verändern und hast schon damit angefangen, das ist doch das beste was dem Hund jetzt in dieser Situation hilft:clap:
Du verkleinerst deine Mittagsrunde und fängst an das vernünftige Alleine sein zu üben, was will man mehr!?:)

Das Sachen klauen ist typisch Junghund... :D
 
Thema:

Mischlingsrüde kann nicht eingesperrt werden

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