Ich denke auch, es gibt bei diesem Thema kein richtig oder falsch. Es müssen wirklich Einzelentscheidungen getroffen werden!
Freigang ist etwas tolles für die Katzen, aber ich bin kein Verfechter von lieber zwei Jahre in Freiheit als ein Leben lang in Wohnungshaltung.
Im Zweifelsfall ist es aber wohl einfacher, mit Wohnungshaltung anzufangen und später auf Freigang umzustellen, wenn man merkt dass die Katze

nicht ausgelastet sind oder was auch immer.
Verkehrserziehung: An sich haben zwar die meisten Katzen vor Autos Angst, aber sie können die Gefahren nicht wirklich einschätzen. Vor allem abends/nachts/früh morgens bei Scheinwerferlicht und insgesamt die Geschwindigkeit und Bewegungsabläufe eines Autos. Es passiert zB durchaus, dass eine junge Katze im letzten Augenblick direkt vom Straßenrand vor das Auto läuft, weil sie vor dem herannahenden Auto flüchten wollte.
Ich saß auch mal in einem Auto mit drin, wir fuhren in einer ewig langen Kolonne. Vor uns viele Autos dicht an dicht und hinter uns genauso. Ich hab die Katze noch am Straßenrand sitzen sehen, da ist sie direkt in die Straße und unter das Auto gelaufen - und zwar unter die Hinterräder. Sie war offensichtlich so verzweifelt, dass es keine "Lücke" gab, dass sie es einfach so probiert hat.

Ein Mensch würde in so einer Situation warten oder zum nächsten Zebrastreifen gehen... eine Katze, besonders wenn sie eigentlich nie schmerzhafte Erfahrungen vorher hatte, wird es irgendwann einfach mal ausprobieren.
Der Kater der an der Hauptstraßen-Kreuzung (über)lebte hingegen, hat nach rechts und links geguckt bevor er eine Straße überquerte oder ist bei stetem Verkehr außerhalb der Randlinie über die Brücken spaziert. Er blieb völlig cool während die Autos keinen Meter neben ihm vorbei rasten, weil er eben gelernt hatte, dass er am Seitenrand sicher ist und nicht kopflos flüchten muss.
Aber das kann man einer Katze halt leider nicht erklären. Manche lernen es mit der Zeit - und andere sterben beim Versuch.