Stierkampf

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  • Stierkampf Beitrag #41
Von den spanischen (und mexikanischen) Stierkämpfen halte ich so gar nichts. Die unblutige Variante aus Frankreich (sogenannte Course Camarguaise) finde ich hingegen vollkommen in Ordnung. Dem Stier werden dabei an und zwischen die Hörner kleine bunte Bändchen gebunden, die "Stierkämpfer" müssen diese dann abpflücken.
Der Stier wird bei der ganzen Geschichte nicht verletzt oder getötet, denn je älter der Stier, desto erfahrener wird er und desto schwieriger macht er es den Läufern.
 
  • Stierkampf Beitrag #42
Auch ich kann mich nur Zitroneneistee anschließen, für mich bleibt kein legitimes Argument übrig das den Erhalt der Stierkämpfe sinnvoll machen würde.

Um nochmal kurz zu der (äpfelundbirnigen) Diskussion zum Vergleich mit dem Schlachtvieh zurückzukommen:
Ja, das Schlachtvieh hat es auch schlecht - sehr schlecht sogar. Und das ist genau der Grund warum es hinter verschlossenen Türen gezüchtet und geschlachtet wird. Niemand soll sehen was dem armen Schlachtvieh angetan wird weil die Industrie sonst wohl befürchten müsste riesen Absatzeinbußen zu haben.

In einen Stierkamf gehen die Leute aber ganz im Gegenteil weil sie es "spannend" finden zu sehen wie ein Tier gequält und getötet wird.
Man stelle sich nur vor man würde hierzulande Eintrittskarten und Zuschauerränge in die Schlachthöfe bauen, klar, da würden sicher ein paar Leute kommen und mit Popkorn in der Hand zusehen, aber wenn ich ehrlich bin, ich würde ihnen eine gewisse Perversion unterstellen.
So geht es mir auch bezüglich des Stierkampfes, dieses hingucken und sehen wollen wie ein Tier gequält wird finde ich einfach irgendwie, naja....pervers.
 
  • Stierkampf Beitrag #43
@ Zitroneneistee: mir gehts hier nicht um die Essgewohnheiten der Menschen, sonden um die Doppelmoral die bei uns vorherrscht (von mir aus kann jeder essen was er will, und wenn er meint seine ideale Ernährung wäre es Steine abzulecken)

Den Spaniern wird es egal sein, was wir hier über den Stierkampf denken. Für sie ist es Kultur und ein florierender Wirtschaftszweig.
Solange da kein Umdenken von innen kommt, wird auch nix geschehen. Klar kann man aufzeigen, dass das nicht in Ordnung ist, aber solange die Spanier nichts daran ändern wollen passiert auch nichts.

Und das ist auch das was ich mit meinem Fleischbeispiel meinte. Klar kann ich als Einzelperson herzlich wenig gegen Tiertransporte und Co ausrichten, aber ich kann hier regional diejenigen unterstützen die es verdienen, indem ich zB Obst, Gemüse, etc regional und saisonal direkt beim Bauern kaufe ... Oder auch mein Fleisch von nem Biobauern wo ich weiß wie die Schweine gehalten werden.
Ist eine einfache Gleichung ... Angebot = Nachfrage, solange die Spanier zu ihren Stierkämpfen gehen, solange wird es das auch geben. Und solange die Leute Diskounterfleisch kaufen, werden wir Massentransporte und schlechte Haltung haben.
 
  • Stierkampf Beitrag #44
Ist eine einfache Gleichung ... Angebot = Nachfrage, solange die Spanier zu ihren Stierkämpfen gehen, solange wird es das auch geben. Und solange die Leute Diskounterfleisch kaufen, werden wir Massentransporte und schlechte Haltung haben.
Wobei ich ja glaube, dass dies nicht immer Probleme sind die sich nur "bottom-up" lösen lassen in dem der Kunde den Kauf verweigert, sonder dass hier auch "top-down" Strategien - nämlich schärfere Auflagen und Kontrollen durch den Staat die Situation entscheidend verbessern könnten. Leider wirds nicht gemacht, dafür steckt offenbar jeweils zu viel Geld drin :?
Bisher jedenfalls ist es hier z.B. ja den Herstellern erlaubt Fleisch anzubieten ohne dabei dem Kunden die genauen Aufzuchtsbedingungen mitteilen zu müssen.

Das der Stierkampf Quälerei ist dürfte hingegen den meisten bekannt sein.
 
  • Stierkampf Beitrag #45
Off-Topic
Warum es jetzt mal wieder auf Vegetarier, Veganer und Omnivoren rausläuft versteh ich sowieso nicht.... :eusa_eh:
Sorry, dahin wollte ich es wirklich nicht lenken - mir diente das nur als passendes Beispiel für die Argumentation bzgl. der Arbeitsplätze.
 
  • Stierkampf Beitrag #46
Ich schließe mich Zitroneneistee und den anderen absolut an. Es ist und bleibt Tierquälerei und da gibt es keine Listen. Da kann man auch Hundekämpfe wieder einführen - aber da wäre das Geschrei groß.

Course Camarguaise ist ein gutes Stichwort. Da sollten sich die Spanier mal ein Beispiel dran nehmen.

Elkecita: Was mich an deinen Aussagen stört, sind so Dinge wie "was Nettes machen" oder "tolles Ambiente". Beides schließt sich für mich aus, wenn dabei Tiere getötet werden.
 
  • Stierkampf Beitrag #47
Rituelle Menschenopfer waren auch eine ganze Weile eine schöne Tradition. Oder Hexenverbrennungen. Auch eine Tradtion. Kannste heute aber nicht mehr machen. Wahrscheinlich gibt es irgendeine EU Brandschutz- und Emissionsverordnung, die das verbietet. Naja, so ist das halt mit den Traditionen.
 
  • Stierkampf Beitrag #48
Rituelle Menschenopfer waren auch eine ganze Weile eine schöne Tradition. Oder Hexenverbrennungen. Auch eine Tradtion. Kannste heute aber nicht mehr machen. Wahrscheinlich gibt es irgendeine EU Brandschutz- und Emissionsverordnung, die das verbietet. Naja, so ist das halt mit den Traditionen.

Habe mich absichtlich aus der diskussion raus gehalten, aber hierfuer:

:023::023::023:
 
  • Stierkampf Beitrag #49
Auch ein Fan von Hexenverbrennungen. Verdammte EU!
 
  • Stierkampf Beitrag #50
Hello liebe Tierfreunde.
Wie es sich lesen hier lesen kann bin ich eine Französin, und ich lebe nicht weit von der Küste des Mittelmeeres (Montpellier).
So ich weiss was es ist bei uns passiert mit den Stierkämpfe.
Stierkämpfe sind es ja bei Arles, Nîmes, Béziers, veranstaltet werden.
Aber leider sind es mehr und mehr solche grausame "Schauspiele" in mehr und mehr Städte und Gemeinde unseren "départements" (Kreis).
Die Stierkämpfe wurde im letzten XIX Jahrhundert eingeführt worden durch die Gattin von Napoleon III, eine Spanischer Abstammige Frau.
Seit dieser Epoche wurden Stierkämpfe in der Süd Frankreich vom Bayonne, bis Fréjus (Var).
Die Stierkämpfe haben sich immer zugenommen während die Catalaner (Barcelona hat es seine letzter Arena Gebäude geschlossen lassen) scheuen mehr und mehr vor ihren "Traditionelle corridas) absichten. .../....
 
  • Stierkampf Beitrag #51
Isasza hat sich gemeldet - leider streikt ihr Internet, daher war sie nur kurz online, aus Frankreich - immerhin...
Ich zitiere aus ihrer PN:
Zum Beispiel ist es in Montpellier (Place de la Comédie, Stadtmitte) eine Demonstration gegen Stierkämpfe vorbereitet zum diesen Samstag 11. Juli 2015.
Isasza ist Französin, sie kämpft schon ewig gegen Stierkämpfe - und sie lebt nun mal in Frankreich, das kann also kein Argument sein, von wegen "Ich lebe in dem Land"... Ich find´s bewundernswert, was sie mit ihren 63 Jahren da noch auf die Beine stellt und wie sie sich engagiert...
 
  • Stierkampf Beitrag #52
Auch ich kann mich nur Zitroneneistee anschließen, für mich bleibt kein legitimes Argument übrig das den Erhalt der Stierkämpfe sinnvoll machen würde.


In einen Stierkamf gehen die Leute aber ganz im Gegenteil weil sie es "spannend" finden zu sehen wie ein Tier gequält und getötet wird.
Man stelle sich nur vor man würde hierzulande Eintrittskarten und Zuschauerränge in die Schlachthöfe bauen, klar, da würden sicher ein paar Leute kommen und mit Popkorn in der Hand zusehen, aber wenn ich ehrlich bin, ich würde ihnen eine gewisse Perversion unterstellen.
So geht es mir auch bezüglich des Stierkampfes, dieses hingucken und sehen wollen wie ein Tier gequält wird finde ich einfach irgendwie, naja....pervers.

Irrtum, niemand geht zum Stierkampf, um ein Tier leiden zu sehen. Im Mittelpunkt steht ein eigentlich ungleicher Kampf zwischen einem an Kraft und Schnelligkeit weit überlegenen Stier und einem kleinen Menschen. Im Mittelpunkt steht die Gegchicklichkeit und der Mut des Toreros, ein tödliches Spiel Spiel zwischen Bestie (bestia bedeutet auf Spanisch eigentlich nur "wildes Tier") und Mensch. Der Torero verehrt den Stier, hat vor ihm Respekt und sieht ihn als ebenbürtigen Widersacher an.

Es es ist nicht die Lust an der Qual, die die Spanier in die Arena treibt, für sie ist es eine Kunst.

in Barcelona hat man den Stierkampf verboten, dagegen halten sie an solchen Quälereien fest, wie dem Stier brennende Fackeln auf die Hörner zu binden und sie so durch die Strassen zu jagen. Meiner Meinung nach ist das eine noch schlimmere Tierquälerei.

in Madrid hat man dagegen den Stierkampf zum Kulturerbe ernannt. So verschieden ist Spanien
 
  • Stierkampf Beitrag #53
Du oder irgendjemand meint ernsthaft, das sei ein Kampf zwischen ebenbürtigen Gegnern? Komisch, dass der Stier dann schlußendlich immer zu den Verlierern gehört...

Obwohl, ich wäre für ebenbürtige Kämpfe.

Nur Torero gegen Stier.
Ohne über die Bande hüpfen, ohne die Einmischung anderer Helfer. Und wenn der Torero überlebt kommt er in den Ruhestand und darf er bis an sein Lebensende ganz viele kleine Toreros zeugen. Gibt bestimmt genug weibliche Fans die sich dafür aufopfern würden.
 
  • Stierkampf Beitrag #54
Jetzt muss ich dazu doch mal was sagen, ich fall hier gleich vom Glauben ab...

Respekt gegenüber einem Tier ist es also, es in einem ungleichen Kampf, der sowieso mit seinem Tod endet, so zu reizen und zu schickanieren, dass die Leute noch was davon haben? Und dann sagt man ruhigen Gewissens noch, die kämen ja nicht, um das Tier leiden zu sehen?
Wer so einen gleichen, fairen Kampf haben möchte stelle sich bitte dem Stier allein gegenüber, ohne Hilfsmittel und ähnliches, und trage das bis zum Schluss aus. Wetten würde ich dann aber auf die Bestie...

Es ist auch immer einfach, sich hinter dem Begriff Kunst zu verstecken, weil das so schön viel drunter passt. Aber woher willst du wissen, was in den Köpfen derer vorgeht, die sich das ansehen? Zumal das Quälen und der Tod des Tieres eben das zentrale Event sind? Die Leute kommen, um zu sehen, wie der Stier kämpft, und wissen schon, dass er verlieren wird. Und dann sagst du, sie kommen nicht, um ihn sterben zu sehen?

Mir fehlt hier echt jegliches Verständnis, vor allem, wenn man alle Argumente der anderen User hier einfach so beiseite schiebt, weil man sie nicht wahrhaben will.
 
  • Stierkampf Beitrag #55
Ich bien eine Französin und ich wohne im Süd Frankreich in einer Gegend wo so viele Stierkämpfe regelmassig stattfinden (Languedoc-Roussillon, Nîmes, Béziers).
Stierkämpfe sind wirklich reine Abscheulichkeiten.
Ich kann doch nicht verstehen warum noch so viele Leute zu diesen blutigen Schauspiele gehen ?
Stierkämpfe sind einfach nicht anders als Folterung, Abschlachtung und Vernichtigungen unschuldiger Stiere.
Die Schlächter sind "aus Licht gekleidet" sie sind doch und am ersten Mörderer und nicht anders als mörderer. Die Leute die aud dem Bänke eine Arena sitzen sind nicht anders als Psychopathen, die Vergnügungen kriegen vor dem Folterungen und Abschlachtung eines Stiere.
Ich kenne sie, helas, da sind Leute die zu einer zivilisierten Gesellschaft nicht gehören können.

.../...
 
  • Stierkampf Beitrag #56
Kein Stierkampffan er freut sich am Leiden des Tieres. Es ist die Geschicklichkeit des Toreros, was zählt. Ein feigen, schlechter Torero wird ausgepfiffen, genauso wie einer, der den Stier nicht schnell tötet sondern mehrmals zustechen muss. Das bringt die Zuschauer auf die Palme, das will keiner sehen.

und wieviele Toreros sterben in der Arena oder werden schwerst verletzt.

Sini, dein Kommentar war Spitze, das mit den kleinen Toreros zeugen. Hihihi gutes Argument.
genauso hab ich auch schon argumentiert: wenn der Stier gewinnt, will heissen, wenn er den Torero auf die Hörner genommen hat, darf er sich dann auch die Ohren und den Schwanz des Toreros abschneiden? Wär doch nur fair:mrgreen:
 
  • Stierkampf Beitrag #57
Isasza, auch hier: Merci beaucoup! Und merci, dass Du Dich hier gemeldet hast. Du hast es mit ganz klaren Worten beschrieben. Ich kann es nicht anders sehen. :clap:
Off-Topic
Und jetzt falle ich tatsächlich für heute ins Bettchen...
 
  • Stierkampf Beitrag #58
Ich teile voll die Meinung von Misschling mit.
Ja Stierkämpfe sind nur mehr als die ungleichen Kämpfe, es sind nur Filterung und Abschlachtung. Abschlachtung, nur Abschlachtung !
Ich habe gesehen die "Backstage" eines Arena (Arles) es war am Ausgang dieser Gebäude. Wir haben gesehen wie die Leiche der ermordete Stiere waren geschleppt mit Tractos-Schaufeln, bevor sie in einem gross Müllwagen abgeräumt (Video aufgenommen)... Aber das Publikum darf es nicht sehen.... ! Nur das Kunst diesen Mördereien können "sichtbar" erlaubt. .../....
 
  • Stierkampf Beitrag #59
Ich finde es sehr schlimm tradition hin oder her es werden Tiere gezüchtet nur um sie zu Quälen egal in welcher form.
Jeanden ein Leben zu schenken um es dann gewollt irgendwo zu Massakrieren, find ich einfach man macht sich zu Gott man gibt und nimmt und das ist echt widerlich in meinen augen . Entschuldige das ist nur meine Meinung dazu . Und das schlimme daran ist man hat noch spass dabei , woran ?! das der Torrero toll gekleidet ist sich elegant bewegt das man das Tier pisakt ?! ich versteh es nicht.
Es gitb einige Traditionen die man nicht versteht, aber da wo ich für mich finde das echt schrecklich ist heisse ich nicht gut ,udn die Welt ist leider schon abartig genug um dieses "kleine"bisschen Stierkampf noch schlimm zu finden ...leider.
 
  • Stierkampf Beitrag #60
Mal ensthaft: Ich glaube, ich verstehe ein wenig was du, Elkecita sagen willst.

Die Atmosphäre bei so einem Kampf ist sicher mitreisend und unvergleichlich. Und nein, ich halte auch nicht alle Zuschauer abwertend für Psychopathen. Ich halte beispielsweise auch nicht alle Fleischesser für Psychopathen.

Aber es fehlt in diesem Moment wirklich das Mitgefühl für das Opfer. Wenn ich mich an einem Kampf erfreue obwohl ein Tier leidet und wenn ich mir ein Schnitzel schmecken lasse obwohl eine Sau dafür ein erbärmliches Leben geführt hat und dafür gestorben ist, wenn ich meine Winterjacke trage obwohl für den Pelzkragen ein Marderhund zerstückelt wurde usw...

Ich teile die Ansicht, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt sondern auch eine Zwischenstufe gibt.

Wenige Inder können wahrscheinlich nachvollziehen dass wir Kühe essen, die Moslems nicht, dass wir Schweine essen (oder wahlweise auch an unsere fleischfressenden Lieblinge verfüttern) und trotzdem ist es bei uns was normales weil es in unserer Kultur schon lange so gehandhabt wird.

Trotzdem kann ich den Sinn dieser Diskussion nicht recht nachvollziehen. Hier wird sich wohl niemand finden, der den Stierkampf beführwortet. Deine Argumente klingen nachgeplappert, wirklich überzeugend sind sie nicht. Auf die Argumente der Gegener gehst du nicht ein. Warum also dieser Thread?
 
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