Traber verfällt in Panik

Diskutiere Traber verfällt in Panik im Pferde Verhalten Forum im Bereich Pferde Forum; Max.Ham du denkst sehr rational, so scheint es mir. Du willst ein funktionierendes Pferd, das mit dir arbeitet, ohne weitere Baustellen...
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #21
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Max.Ham du denkst sehr rational, so scheint es mir. Du willst ein funktionierendes Pferd, das mit dir arbeitet, ohne weitere Baustellen mitzubringen. Das ist in Ordnung.
Du bist hier aber in einem tierschutzorientiertem Forum. Es geht um Tiere, um fühlende Wesen denen wir ein schönes Zuhause schenken wollen unabhängig davon, was wir sonst noch mit ihnen nebenbei unternehmen ;) Du wirst hier auf sehr viele Handlungen treffen, die einen emotionalen Ursprung haben - so auch die Aufnahme von Tieren, die vorher kein erfülltes Leben hatten. Egal ob Hund, Maus, Pferd, Huhn, ... die meisten kann man mit viel Arbeit, Wissen, Liebe und Geduld wieder "hinbekommen". Und genau das, ihnen ein schönes Leben zu bieten, unabhängig von ihrer Vorgeschichte oder besonders dann, wenn ihre Vorgeschichte nicht schön war, erfüllt tierliebe Menschen :)
Ein solches Tier aufzunehmen ist ein Akt der Liebe.


Saraa, ich finde es sehr schön, dass du ihn genommen hast :D Bitte berichte weiter!
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #22
@zitroneneistee: Er hat auch einen wundervollen Charakter. Verspielt, frech und dann doch wieder schüchtern. Für seine Geschichte kann er nichts und daher versuche ich, ihm ein schöneres Kapitel zu schaffen.. Wir schaffen das! :)
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #23
Ich überspringe nun einfach jede Diskussion über Sinn und Unsinn von Saraas Kaufentscheidung, denn das tut hier ja eigentlich nichts zur Sache und hilft auch nicht weiter.

Beim Muskelaufbau der Hinterhand hilft ganz klassisch Dressurarbeit ;) Da das bis jetzt wahrscheinlich noch nicht möglich ist, hilft auch das Spazieren gehen oder Reiten in hügeligem Gelände.
Rückwärtsrichten würde ich nicht als muskelaufbauende Übung sehen, da du ja immer nur wenige Schritte am Stück rückwärts richtest und das auch nicht zu häufig.
Mein Weg mit so einem Pferd würde im Groben so aussehen:
Zuerst Bodenarbeit, um Vertrauen zu schaffen. Wenn das einigermaßen entspannt funktioniert, würde ich ihm Longieren neu beibringen und zwar ohne Ausbinder. Denn Pferde können durchaus auch ohne Ausbinder lernen, wo ihr Kopf hin soll, und laufen dann meist auch lockerer vorwärts-abwärts. Wenn er einigermaßen souverän ist, kann man auch Stangenarbeit dazu nehmen, denn dabei muss er auf seine Füße achten und es ist super für die Muskeln. Und erst dann, wenn die Grundlagen am Boden stimmen, würde ich langsam mit Reiten anfangen.
Nebenbei natürlich immer "Spielereien" wie Gelassenheitstraining, Spaziergänge usw.
Das aber nur als Anregung, denn es gibt ja bekanntlich nicht den einen richtigen Weg :)
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #24
Bin Grad nur am Handy, aber kurz eine Frage:
Ich bin kein Fan von prinzipiell ausbinden beim longieren, möchte es aber auch nicht verteufeln. Die Frage ist nur, wenn du ein Pferd hast, was heftig auf Druck reagiert, meinst du, ihr würdet vielleicht besser weiter kommen, wenn du ohne Ausbinder arbeitest und eben wie schon vorgeschlagen versuchst, erstmal viel Schritt zu machen, um ihn dann später auch im Trab und Galopp zu einer Dehnungshaltung ermutigen zu können?

Und wie meinst du das, du lässt ihn ausgebunden frei laufen? Wirklich frei in der Halle/Platz? Das fände ich persönlich gefährlich mit hilfszügeln.
Aber prinzipiell, nimmt er das frei laufen wirklich entspannt an? Kenne das von vielen Pferden, dass das "frei laufen" eher Stress zu sein scheint, häufig wird das dann ja kombiniert mit animieren zum laufen oder auch scheuchen und da wird kaum ein vertrauen entstehen.

Aber dafür fehlt hier das wissen, wie du es machst, also soll keinerlei Wertung sein sondern meine Gedanken und Assoziationen zu dem, was du geschrieben hast ;).

Prinzipiell seid ihr vermutlich auf dem richtigen Weg, wenn du überhaupt schon kleine Fortschritt siehst. Lasst euch viel Zeit, dann schafft das schon :).

Max ham , ich denke die te wird ihre Gründe haben, sich genau für dieses Pferd entschieden zu haben und Probleme können dir auch dein super sportpferd oder der brave hafi von nebenan bereiten ;)
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #25
@ShiGi: Die Bodenarbeit mit Yoran funktioniert sehr gut. Er geht neben mir her, hält neben mir an, wenn ich stehen bleibe und richtet sich rückwärts, wenn ich rückwärts gehe. Er läuft um mich herum in jeglicher Gangart, mal entspannt mal weniger entspannt und lässt sich von meiner Stimme leiten. Wenn ich mich leicht bücke, kommt er sofort zu mir her. Auch mit der Freiheitsdressur haben wir ein wenig angefangen, Komplimente haben wir jedoch ausgelassen. Biegen, Seitwärtsgehen und ähnliche Dinge kann er ganz gut, wobei er am Anfang überhaupt nicht wusste wohin mit seinen Beinen! :D Stangenarbeit mache ich von vorne herein mit ihm, nachdem er das Longieren verstanden hat. Auch das war problematisch, denn er hatte tierische Angst vor den Stangen! Als er sie beschnuppern durfte und ich mit ihm einigemale drüberging, hat er verstanden dass es ihn nicht beißt. :p Aber danke für den Hinweis. Ich wusste gar nicht, dass man mit solch klassischen Übungen die Hinterhand aufbauen kann!

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@Calimero: Ich bin auch kein Fan vom Ausbinden, dachte aber es wäre eine Hilfe für ihn. Er kommt auch mit dem Kopf, wenn er merkt, dass er den Kopf nicht nach oben nehmen kann aber ob das ohne Zwang passiert, kann er mir leider nicht sagen. Auf mich wirkt er letztendlich entspannt. Wir haben einen kleineren Roundpen, von daher longiere ich ihn nicht mehr sondern lasse ihn auch mit Ausbinder alleine laufen.

Wenn ich ihn frei laufen lasse scheuche ich ihn nicht. Im Gegenteil. Wir agieren miteinander so wie wenn uns ein Seil, also die Longe verbinden würde.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ich möchte ihm alle Freiheiten geben, die es nur gibt und die möglich sind, doch das mit dem Köpfchen geben funktioniert noch nicht so richtig.. vielleicht kann das ein Ostheopath hinbekommen und er ist vielleicht doch nur angespannt und verspannt durch das viele Rennen. :)
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #26
Okay also wenn du ohne Ausbinder longieren möchtest, würde ich auf jeden Fall eine longe verwenden, damit kannst du ja auch leichte Paraden geben und so das Pferd ermuntern, sich fallen zu lassen :).

Deine bodenarbeit klingt aber doch schonmal gut, da kann er doch schon einiges!

Ich kenne mich im trabersport nicht aus, aber werden da nicht häufig aufsatzzügel verwendet, um den Kopf oben zu halten? Evtl kennt dieses Pferd es wirklich gar nicht anders. Dann ist es ja klar, dass er dafür eine Weile braucht, allein um dieses Wissen zu verwurzeln, dass es an jetzt nicht mehr böse ist, entspannt den Kopf fallen zu lassen, sondern gewünscht.
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #27
Aufsatzzügel? Habe es gerade gegooglt und bin geschockt. Dann wird mir wirklich einiges bewusst... Ich denke, dass er damit Bekanntschaft machen musste... leider. So wie die Pferde den Kopf oben halten, so tut es auch er. Schade, schade, dass Menschen sowas als Hilfsmittel nehmen und dabei die Pferde eigentlich nur kaputt machen. Was ich ihm nun angewöhnen möchte (also Kopf geben) ist für ihn wahrscheinlich total unnormal und deshalb wehrt er sich des öfteren.

Aber eine Frage an dich. Du meintest, es sei besser, wenn ich ihn nicht ausbinden würde. Ich nehme die Wiener Zügel her, denke aber dass es die gleiche Wirkung hat wie wenn ich ihn mit etwas anderen ausbinden würde. Zurück zur Frage... wenn ich ihn ohne Ausbinder longiere hat er beim Trab auch den Kopf ganz weit oben und er gibt ihn auch nicht her, egal wie oft ich ihn vom Schritt in den Trab hole und wieder vom Trab in den Schritt. Denkst du, er gibt ihn irgendwann von alleine her?

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Am liebsten würde ich ihn ohne Gebiss, ohne Martingal und ohne Ausbinder handhaben wollen, nur leider ist es wirklich gefährlich, weil er den Kopf gerne nach hinten schlägt. Er hat mir auch schon ein Martingal kaputt gerissen, weil er den Kopf schlagartig nach oben gerissen hat. Ich habe einfach nur ein schlechtes Gewissen, weil ich der Meinung war, es engt ihn zu sehr ein, andere meinen aber, er würde mich veräppeln... Ich höre natürlich nur auf mein Pferd und kann mir nicht vorstellen dass er schauspielert.
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #28
Dein Yoran kann den Kopf gar nicht fallen lassen. Er oder sie ist völlig falsch bemuskelt. Du musst erst daran arbeiten bitte :)
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #29
Ich hab jetzt Ausbinder prinzipiell pauschal für Hilfszügel beim Longieren verwendet. Also ob jetzt Ausbinder oder Wiener war mir jetzt egal ;).

Meiner (allerdings kein Traber) ist am Anfang auch nicht wirklich entspannt an der Longe gelaufen. Ich longiere immer mit Kappzaum (da hast du meiner Meinung nach eine bessere Verteilung der Einwirkung der Longe als am Gebiss). Meiner kam irgendwann schön entspannt mit dem Kopf runter, indem ich ihm oft leichte Paraden gegeben habe und ein wenig Stellung gefordert habe. Kommt er runter, lässt du ihn tendenziell wieder etwas lockerer und gibts weniger Paraden. So lernen sie langsam, dass das eine gute und entspannte Haltung ist, die tut ihnen ja auch wirklich gut, nur muss er eben erstmal lernen, sich so fallen zu lassen.

Ein Martingal hat ja bei normaler Kopfhaltung gar keine Einwirkung aufs Pferd. Für deine Sicherheit finde ich das aber beim Reiten nur sinnvoll.
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #30
@Max.Ham: Er hat abgebaut an Muskeln, besitzt aber noch welche. Ein Pferd ohne Muskeln wäre wohl zu nichts mehr fähig. Vorallem habe ich auch noch geschrieben, dass er immer mal wieder mit dem Kopf kommt. ;) Bitte erst richtig lesen, dann schreiben.

@Calimero: Über ein Kappzaum habe ich auch schon nachgedacht. Habe ihn gerade zuvor mit Wiener Zügel Schritt und Trab gehen lassen - ich sah ihn schon lange nicht mehr so entspannt und willig. Der Kopf war gaaanz lange, nur wenn er mal was gehört hat und nervös wurde, weil wir am Waldrand wohnen, ist er aufgeschreckt, hat sich aber beruhigt. :p
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #31
Hallo Sara,

Kurz vorweg die Fakten, weil mir das nicht ganz klar ist:

wurde das Pferd ( zumindest) nach dem Kauf getüvt ? Einmal Röntgen von Rücken, Hüfte, Gelenke wäre angebracht, wenn er so wirr im Bewegungsablauf ist ( trotz Rennbahn)


Dann Osteo drauf schauen lassen.

Vorher würde ich mit dem Pferd nichts machen. Wenn er größere Baustellen aufweist besteht die Möglichkeit, dass er einfach nicht das machen kann was Du von ihm verlangst.


Ansonsten sind Ausbinder für ein solch falsch bemuskeltes Pferd der einzige Weg um ihm die Möglichkeit zu geben den Rücken zu öffnen. Kopf hochreißen bis die Wirbel knacken lassen sich nicht mit Kappzaum und frei laufen beheben.

Wenn Du in der Longenarbeit selber nicht sicher bist, solltest Du dir einen passenden Trainer zu Hilfe nehmen um Deinem Pferd helfen zu können.


Aber all das erst nachdem Du absolut Grünes Licht vom Tierarzt hast und das Pferd ordentlich untersucht habt. Immerhin soll er es ja jetzt gut haben.



Off-Topic
Weil ich es mir nicht verkneifen kann... Jedes ordentlich aufgezogenes Fohlen hat bis zum Absetzen schon 5000 gekostet. Und genau diese Züchter und Halter sollten unterstützt werden.
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #32
@Trullas: Nein, er wurde noch nicht untersucht. Macht in meinen Augen auch nicht den Anschein, dass ihm etwas fehlen würde, nur dass er etwas schwächlich auf der Hinterhand ist. (Kann jeder so sehen wie er möchte, ich aber bin der Meinung, dass ihm nichts fehlt.) Ob er innerlich etwas hat, kann ich mir auch nicht denken. Er macht einen gesunden Eindruck. Den Ostheopath bekommen wir zu Weihnachten geschenkt. :angel: Ich bin mir für das Pferd zu nichts zu schade aber ein Tierarzt macht es manchmal nur noch schlimmer (so meine Erfahrungen).

Ich bin mir an der Longe nicht unsicher, könnte es auch jeden Tag mit ihm machen, dennoch macht er es ohne Longe genauso gut wie mit. Soviel Vertrauen ist vorhanden, dass er wunderbar auf meine Stimme hört und er sich auch im Roundpen so bewegt, als würde uns etwas verbinden. Die Longe benutzten wir zu Anfang, als er noch nicht wusste was das ist und damit ich ihm per Stimme die Gangarten vermitteln konnte.

Unter der Woche lasse ich ihn viel frei laufen, binde ihn manchmal auch aus und machen Spaziergänge. Ausritte nur am Wochenende zum auskurieren.
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #33
Dass du ihn nicht durchchecken lassen hast, erstaunt mich ehrlich gesagt doch ein bisschen. Ich finde, das muss schon sein, wenn man ein Pferd kauft. Du kanntest ihn ja davor nicht, also kannst du nicht mal von Verhaltensänderungen auf eventuelle Schmerzen schließen. Auch Dinge wie Mangelernährungen, Organprobleme usw. erkennst du ja nicht so einfach von außen...
Und dass du ihn vom Tierarzt untersuchen lässt, bedeutet ja auch nicht, dass der Tierarzt ihm dann direkt irgendwelche starken Medikamente gibt.
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #34
@ShiGi: Wir oder besser gesagt meine Mutter kennt den Vorbesitzer, da meine Mutter damals selber im Trabrennsport aktiv war, die Karriere den Pferden zuliebe aber abgebrochen hatte. Laut seiner Aussage (da die Traber auf der Bahn immer durchgecheckt werden müssen, somit auch Yoran, da er sein letztes Rennen im September dieses Jahres hatte) ist das Pferd wohlauf. Natürlich möchte ich irgendwann einen Tierarzt drüberschauen lassen, für mich aber ist das erst dann nötig, wenn selbst der Ostheopath nichts machen konnte oder zusagt, man solle einen TA holen. Vielleicht gehen da die Meinungen auseinander, dennoch beharre ich darauf, dass es an dem Training lag. Aufsatzzügel, Schläge, Verwirrung, Überforderung und letztendlich die daraus resultierende Verspannung. Die Zähne wurden bei uns gemacht, da er eine komplette Ruine hatte und wir vermuten, dass er deswegen abgemagert war und nichts mehr aufbauen konnte, demnach schlecht auf der Bahn wurde was gleichzeitig aber auch sein und mein Glück war.
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #35
Sara, bei aller Liebe.... Weder Deine Mutter, noch der ehemalige Besitzer, noch Du haben Röntgenaugen. Wenn das Pferd einen TÜV vom Herbst hat, dann ist es ja gar kein Problem die Bilder vom Vorbesitzer zu erhalten.

Und nein: Eine Untersuchung auf Befunde macht kein Pferd krank.
Ein Pferd zu arbeiten ohne über eventuelle Befunde bescheid zu wissen allerdings schon.


Und was genau heißt schwächlich auf der Hinterhand? Knickt er weg? stolpert er oder zieht eine Spur durch den Sand?
Abklären lassen. Die Tierärzte haben nicht umsonst ein langes Studium und unendlich Praxiserfahrung.
Dagegen würde ich mich nicht 100 % auf einen Osteo/ Physio verlassen, welcher mal einen Wochenendkurs in dem Bereich absolviert hat, ob mein Pferd jetzt in die Klinik muss oder nicht.


Off-Topic
Und das mit dem Longieren habe ich irgendwie befürchtet.... Nein, Freilaufen lassen und richtige Longenarbeit haben absolut nichts miteinander zu tun. Du kannst mal nach Kursen in Deiner nähe schauen, grade in der Winterzeit gibt es Angebote und es schadet nicht sich auf diese Weise weiterzubilden. Dem Pferd zu Liebe.



Aber um auf meinen Hauptpunkt zu kommen: Bitte versuch nicht an einem Ende zu sparen, welches absolut Notwendig für das Pferd ist. Ja, Tierärzte kosten Geld und wenn Du Pech hast, hast Du das 3 fache vom Kaufpreis ausgegeben.

Aber alles andere wäre dem Tier gegenüber nur unfair, wenn er als Reitpferd her halten soll.

Und das auch noch von einer bösen Turniertrulla(s)....:mrgreen:


Edit: Was mich auch wundert: Wie willst Du deinem Pferd denn die Zähne machen lassen, Impfen etc wenn er nie einen Tierarzt sehen darf? Du weißt, dass das ein gefährlicher Weg ist, den Ihr da verfolgen wollt?
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #36
@Trullas: Ich habe auch nicht behauptet dass wir Röntgenaugen haben. Letztendlich war meine Themafrage auf das "kopfscheu" bezogen und erhoffte mir dadurch Hilfe, nicht dass mir (auch wenn es nett gemeint ist) gesagt wird, ich sollte einen TA herbeirufen, würde das falsch machen usw. Ich denke weniger, dass etwas an meiner Trainingseinheit falsch ist. Das würde er mir schon zeigen, indem es keine Fortschritte gäbe. Ich verzichte daher auf Kurse. Wir hatten schon immer Traber, der eine war etwas schwieriger, der andere leichter zu "bedienen". So ist das eben. Bei mir geht es leider nicht mal eben so locker, einen TA zu holen. Dass ein Pferd Geld kostet, das ist mir seit klein auf bewusst, denn ich sitze seit klein auf im Sattel und bekam viel mit, trotzallem ist es für mich nicht einfach. Und wer nun mit "Wenn man sich ein Pferd kauft, der sollte auch Geld dafür haben" ankommen wollen würde, der braucht es gleich gar nicht schreiben. Ich schließe einen TA nicht aus, möchte ihn auch untersuchen lassen, doch alles mit der Zeit.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Es steht oben geschrieben, dass die Zähne bereits gemacht wurden. Geimpft werden die Pferde auf der Bahn... ein Muss.
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #37
Versteh mich nicht falsch: Ich finde es nicht verkehrt, dass Du ein Herz für Traber hast und finde es schön, dass Dein Pferd jemanden gefunden hat.


Aber Pferde sind nun mal komplexe Tiere. Das Kopfschütteln kann eine Verhaltensauffälligkeit aufgrund von schlechter Erfahrung sein oder eine Aktivierung des Schmerzgedächtnisses.

Und bevor nicht klar ist, ob Dein Pferd auf Schmerz reagiert ( mich wundert es, dass Du nicht auf die Sache mit der Hinterhand eingehst. Ahnst Du da etwas?) kann eine Arbeit vom Boden oder im Sattel nicht ohne schlechtes Gewissen stattfinden ( zumindest bei mir nicht) Und hast Du die Röntgenbilder sehen dürfen oder nicht?

Ich finde es schade, dass Du dich so sehr dagegen sträubst konsequent in Deinem Handeln zu sein.


Off-Topic
Was noch eine gute Idee wäre: Denk mal über den Abschluss einer OP Versicherung nach, dann kommt im Falle des Falles nicht die ganz Dicke Kiste auf Dich zu...
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #38
Und um zu wissen was sein Pferd hat oder ob ihm gesundheitlich etwas fehlt, dazu braucht man keine Röntgenaugen. :angel:
Letztendlich ist es nur das eine Problem, dass er so irre kopfscheu ist und dazu wollte ich Tipps. Wie wir weitermachen, das wissen wir schon und ob er einen TA benötigt, das können wir inzwischen auch bestimmen. Wir leiten selber unseren kleinen Stall und haben Einsteller, daher denke ich nicht, dass wir wenig Ahnung haben, meine Mutter wusste sich aber letztendlich auch keinen Rat mehr, da sie noch nie solch einen Traber erlebt hatte.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Er schüttelt nicht mit dem Kopf, sondern reißt ihn in die Höhe, wenn ich mehr Druck auf ihm ausübe und fordern möchte.
Das mit der Hinterhand: er war zumal völlig abgemagert und falsch trainiert. Er baute seine Muskeln ab, die scheinbar völlig falsch aufgebaut wurden und fange mit ihm wieder von null an. Bei der Hinterhand ist es so, dass wenn er trabt oder (tra-)loppiert, dass er selten hinten zusammenbricht und sich wieder mit vollem Elan in die Höhe stemmt, läuft danach aber wieder weiter. Vielleicht liegt das auch daran, dass er sich sehr schwer tut, auf dem Zirkel in schnelleren Gangarten zu gehen. Fehlende Balance? Wenn ich mit ihm ausreite passiert gar nichts, auch wenn ich mit ihm auf dem Platz bin (der ist größer) dann fehlt sich nichts.
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #39
Nein, dazu braucht man keine Röntgenaugen. Man braucht ein Röntgen, Ultraschall und ggf Blutabnahmen :angel:


Also reißt er den Kopf hoch, wenn Du ihn reitest/ an der Longe und/ oder ausgebunden hast.

Kann, abgesehen von der Unrittigkeit, eben im Rücken etwas im Argen liegen. Kissing Spines ist grade bei Überbelastung im Jungpferdealter ein gern gesehener Befund ( kann auch erblich sein) Wissen wir aber alle grade nicht, weil der Tierarzt ja nicht geholt werden soll.

Hat er Probleme beim Hufegeben oder wirkt er auch im Freilauf ( Weide, Box etc) hinten etwas unrund? Vielleicht mit einem Bein schlimmer als mit dem anderen?
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #40
Das hintere rechte Bein ist seit er da ist von oben bis unten etwas dicker als das andere aber nicht warm... Hufschmied meint, es könnte eine Wassereinlagerung sein... Er hat auch ein paar Gallen an den Beinen. Auch bei den Vorderbeinen... Soll angeblich nicht schlimm sein, auch nicht das hintere Bein, daher habe ich mir da nicht weiter Sorgen gemacht und es schmiere es häufig mit Tensolvet (Gel) ein. Allmählich fühle ich mich schlecht. Sollte ich mir doch Sorgen machen?

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Wie jeder Traber gibt er auf Zack die Hufe... da fehlt sich nichts. Geht auch nicht lahm sondern eifrig dahin. Hinten hat er eine leichte Fehlstellung nach innen.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Mir ist nur aufgefallen dass er recht "schlampig" mit den Hinterbeinen geht. Der wirbelt die beim bergabgehen total herum. Kann aber auch sein dass er überaus vorsichtig geworden ist, weil er damals hinten Aluminium Hufeisen hatte und damit immer irre gerutscht ist.
 
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