Traber verfällt in Panik

Diskutiere Traber verfällt in Panik im Pferde Verhalten Forum im Bereich Pferde Forum; Hmja, am besten informiere ich mich da mal bei einer Tierklinik. Vielen Dank. :angel:
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #61
Hmja, am besten informiere ich mich da mal bei einer Tierklinik. Vielen Dank. :angel:
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #62
Finde ich toll, dass du das machst!
Bei manchen Tierärzten kann man übrigens auch in Raten bezahlen. Da kannst du dich ja auch mal informieren, wenn du die Kosten besser tragen kannst, wenn nicht alles auf einmal kommt.
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #63
Ich denke nicht dass es die Welt kostet. :angel: Mal sehen, wenn es soweit ist. Werde es dann auf jeden Fall berichten.
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #64
Was die nun angedachte AKU angeht kann ich vielleicht etwas Licht ins Dunkel bringen :)

Die sogenannte kleine AKU beinhaltet die klinischen Befunde. Beugen, Herzfrequenz, Puls, Atemgeräusche, Augen, Allgemeinzustand des Pferdes, Betrachtung der Gelenke. Das wichtigste ist hier wohl das Beugen. Der Tierarzt winkelt für eine Minute das Bein an und anschließend muss das Pferd lostraben. Wenn er hierbei taktet oder unklar geht, muss eben an dieser Stelle genauer nachgeschaut werden.

Bei der großen AKU werden noch Bilder gemacht. Alle Beine, teilweise bis hoch zum Knie, Nacken und Rücken (manchmal) Anzahl der Bilder zwischen 15 und ca. 60. Aus der Anzahl der Bilder resultiert dann letztlich auch der Preis. Geschallt und Endoskopiert wird bei einer AKU in der Regel nicht.

Außer bei dem vorhin beschriebenen Beugen werden bei einer AKU keine Sehnenerkrankungen bzw. Sehnen-Vorschädigungen untersucht. Kosten zwischen 250 für die klinische (kleine) AKU und bis zu 1.000 Euro für eine vollständige mit allen Bildern.

Allerdings würde ich mich auf den Nackenbereich konzentrieren und das dicke Bein abklären lassen. Da Pferde Fluchttiere sind, zeigen sie Schmerz erst wenn es gar nicht anders geht. Sonst wären sie in der Wildnis eine zu leichte Beute.
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #65
Max.Ham, du darfst nicht vergessen, dass Preise gerne von Region zu Region sehr unterschiedlich ausfallen können.
Kleiner Rat am Rande, mit einer beugeprobe bekommt man uU fast jedes Pferd lahm, ähnlich dem Schmied, der ein Eisen zu lange aufbrennt.

Am besten fragt man vorab! bei verschiedenen Kliniken und Ärzten nach.
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #66
Liebe Missymannmensch,

die genannten Preise waren auch nicht als Preisliste mit allgemeiner Gültigkeit zu verstehen, sondern sollten als grobe Richtschnur der TE eine Übersicht über die Preise geben. Selbstverständlich sind die Preise um Stuttgart oder München höher als im tiefsten Mecklenburg.

Deine Aussage "mit einer beugeprobe bekommt man uU fast jedes Pferd lahm" kann ich so nicht stehen lassen. Erstens wird ein erfahrener Tierarzt oder eben auch eine erfahrene Tierärztin das Pferd richtig, sprich mit dem nötigen Druck und mit der vorgeschriebenen Zeit beugen. Ein gesundes Pferd sollte dann anschließend weder Takten, noch lahmen. Dies gilt selbstverständlich nur, wenn das Pferd vor dem Beugen klar ging. Wenn es bereits lahmt (Trab, enge Wendungen, etc.) braucht man ja eh nicht mehr beugen.

Dein Tipp, am besten bei verschiedenen Kliniken und Ärzten vorab nachzufragen finde ich grenzwertig. Ich frage bei einer medizinischen Versorgung eigentlich nie nach der billigsten, sondern nach der besten und wirkungsvollsten Methodik. Ebenso wenn es um die behandelnden Ärzte geht. Der Beste ist doch gerade gut genug, wenn es meinem Tier nicht gut geht. Vergiss bitte nicht, der ausgemusterte Traber der TE hat ein dickes Bein von oben bis unten, dazu wahrscheinlich noch ein paar andere Baustellen wie die Fehlstellung von der sie ebenfalls bereits berichtet hat. Auch die Einschätzung des Hufschmieds ist zwar eine nett gemeinte Meinung, kann aber nicht als medizinischer Rat ernst genommen werden. Auch die Gallen gehören untersucht und zwar von einem Fachmann.

Ich bin regelrecht entsetzt, wie hier einerseits die vermeintliche Tierrettung bejubelt wird, dabei aber die Qualen die das Tier haben könnte, durch die offensichtlich konsequente Missachtung seiner Beschwerden mangels Geld und Bereitschaft sich um die medizinischer Versorgung zu kümmern.

Da bei einigen, wohl die angeblichen vorangegangenen Untersuchungen vor den jeweiligen Rennen als genügend angesehen werden, möchte ich gerne auch hier aufklären: Die Pferde durchlaufen lediglich einen vorgeschriebenen VET-Check. Hier wird der Pass mit dem Pferd verglichen und das Pferd auf offensichtliche Mängel abgeprüft. Aus der Ferne!!! Ob auf der Rennbahn auch vorgetrabt wird kann ich nicht beurteilen, Fakt ist jedenfalls auch, dass hierbei keinerlei Krankheiten entdeckt werden. Außer das Pferd leidet so offensichtlich, dass es vom Rennen ausgeschlossen wird. Der Impfschutz wird ebenfalls anhand der Eintragungen im Pferdepass überprüft.
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #67
Na ja nun hat aber leider kein Tierarzt "Ich bin der Beste" auf seinem Türschild stehen. Und als Pferdebesitzer kann man eine Menge, aber leider nicht alles wissen. Das meiste weiß man bei speziellen gesundheitlichen Beschwerden leider erst hinterher. Man muss in gewisser Hinsicht schon auf die Fachkompetenz des behandelnden Tierarztes vetrauen. Es haben ja nun mal alle ein Studium abgeschlossen und sollten dann auch über entsprechendes Wissen verfügen. Da kommt dann aber noch der Faktor Mensch dazu, auch ein Tierarzt weiß nicht alles und kann Dinge übersehen. Das kommt immer wieder vor.
Es bleibt ja dann nur sich dem Tierarzt anzuvertrauen, der dann letztendlich den besten Eindruck macht. Der teuerste muss nicht der Beste sein. Ich finde es daher schon ok hier dann auch mal einen Preisvergleich zu machen.

Und ich glaube, Max.Ham, du verurteilt die User hier zu schnell. Es haben so gut wie alle darauf aufmerksam gemacht, dass sie das Tier einem Tierarzt vorstellen würden.
Natürlich ist auch die Tierrettung gut geheißen worden, denn im Grunde ist das ja auch eine schöne Sache. Jedoch ist es auch vielleicht aufgrund dessen, dass wir hier überwiegend doch erst in den 20ern sind gern mal so, dass das zunächst etwas blauäugig betrachtet wird.
Ein gerettetes Tier kostet Geld, unter Umständen auch viel Geld. Wer keines hat und sich trotzdem ein Tier mit entsprechender Vorgeschichte anschafft hat dann leider nicht an die Konsequenzen gedacht, die man daraus ziehen muss.
Jedoch war deine sehr nüchterne Ansprache am Anfang des Threads wohl etwas zu gefühllos um hier Anklang zu finden. Ich gebe dir da recht, keine Frage. Aber für den allgemeinen Pferdeliebhaber klingt das im ersten Moment doch sehr nach "mein Pferd ist mein Sportgerät".

Aber ich denke/hoffe, die TE hat jetzt wohl ein Einsehen gefunden, dass es ohne den Tierarzt hier nicht weitergeht.
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #68
Ich mag vielleicht immer deutliche Worte finden. Diese führen meiner Meinung nach allerdings auch eher zum Ziel, als wenn man immer alles Prüüüma findet und Ringelreihen mit Loben spielt. Vielleicht liest sich das manchmal etwas ruppig, ist aber eigentlich nur deutlich gemeint.

Mit dem Tierarzt muss ich mich vielleicht noch etwas erklären... natürlich ist der Teuerste nicht der Beste. Logisch :) Aber man weiß ja, zumal die TE ja schon immer mit Pferden zu tun hat, welcher Tierarzt der Beste sein soll. Aus der Ecke wo ich komme, gibt es auch eine Klinik, deren Ärzte sich besonders hervortun. Allerdings auch immer auf Wochen fast ausgebucht sind. Wenn das viele so sehen, mich eingeschlossen, muss ja auch etwas dran sein. Der billige Dorfarzt vom Eck hat auch seine Vorzüge. Er kommt schnell mal vorbei und kann wegen mir ja Impfen oder sonst etwas kleines erledigen. So war das gemeint. Ich finde halt, bei einem Pferd welches sich seit geraumer Zeit mit einem dicken Bein durchs Leben plagen muss, ist keine Zeit mehr für Preisvergleiche. Hier muss man dringend handeln.

Die TE möchte das eben hinauszögern weil ihr sicher bewusst ist, dass eine ordentliche, umfassende Behandlung ihres Trabers schnell mal die Anschaffungskosten übersteigen kann. Solche Leute fürchten zudem auch die ehrliche Ansage vom Doc, nämlich wenn der sagen würde -erlöse das Pferd besser-
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #69
Es scheiden sich da wohl die Geister welcher Ton am besten anschlägt. Ich denke, dass viele dicht machen, wenn es zu grob wird. Wobei du ja nun auch nicht mit brennenden Fackeln und Mistgabeln angerückt bist...

Na ja ein Preisvergleich dauert doch höchstens mal ne Stunde. Nummern raussuchen, Telefon zücken, wählen, fragen, auflegen, fertig. Man muss ja nicht bei Dr. Prügelpeitsch anrufen... es gibt ja auch Tierärzte, die sich auf bestimmte Erkrankungen spezialisieren. Wenn der Favorit nun in ner ganz anderen Richtung sehr kompetent ist, nützt er ja nun in eben jenem Fall nichts.

Was der TE bewusst ist, was nicht und was für ein Mensch sie ist, darüber will ich nicht urteilen, jedoch gebe ich dir recht: Mit dem Tierarzt sollte nicht noch lange gewartet werden.
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #70
Selbstverständlich kann jeder TA ein Pferd lahm beugen. Jeder Mensch kann das, weil es einfache Physiologie ist. Bänder, Gelenke usw können kurzfristig so belastet werden, dass zeitnah kein normaler Bewegungsablauf möglich ist.
Wer möchte kann das Experiment durchführen und das eigene Handgelenk mit Hilfe der anderen Hand beugen, indem die Handfläche Richtung Arm zeigt. Wenn man zu doll und zu lange beugt, ist das schon ein komisches Gefühl. Würde man als Pferd so wirklich sofort taktrein laufen können?

Deshalb würde ich persönlich mich niemals auf das Ergebnis der Beugeprobe festlegen. Fachmänner und -frauen sind alle TAs. Keinem steht auf die Stirn geschrieben, was sie besonders gut können und was nicht. Das Leben wäre so schön und vor allem viel leichter, wenn sich alles in Schwarz-Weiß kategorisieren lassen würde. Die Realität ist aber doch anders und somit komplizierter.


Saraa, deine Entscheidung, doch eine TA hinzu zu ziehen finde ich gut und richtig. Ein Pferd, das für den großen Sport nicht mehr ausreicht, muss nicht automatisch platt sein. Vielleicht ist dein Pferd für die Bahn ungeeignet, aber als Freizeitpferd mit wenigen Ausnahmen belastbar, also bedingt reitbar. Da ist es natürlich wichtig, zu wissen, was die Ausnahmen sind, um ihm nicht ausversehen zu schaden.

Und vielleicht ist tatsächlich jegliche Belastung zu viel. Aber so oder so ist es wichtig für dich, das möglichst genau zu wissen. Mal ganz ab von dem dicken Bein.

Alles Gute und frohes Fest.
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #71
Saraa, gibt es schon Neuigkeiten im Bezug TA?
 
  • Traber verfällt in Panik Beitrag #72
Bei meinem Pferd hat die kleine AKU ca. 150 Euro gekostet (Hessen) , war 3 Seiten lang; mit Beugeprobe etc.
Auf Röntgen hab ich verzichtet, das Pferd kam direkt vom Züchter und war noch nie krank.

Denke aber dass die AKU ja jetzt eh keine Relevanz mehr hat bezüglich Rückgabe o.ä.? Oder irre ich mich da? Zumal man sich dann eh denken kann wo das arme Tier landet :eusa_think: Aber mal Durchchecken lassen finde ich gut und sinnvoll!
 
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