Liebe Missymannmensch,
die genannten Preise waren auch nicht als Preisliste mit allgemeiner Gültigkeit zu verstehen, sondern sollten als grobe Richtschnur der TE eine Übersicht über die Preise geben. Selbstverständlich sind die Preise um Stuttgart oder München höher als im tiefsten Mecklenburg.
Deine Aussage "mit einer beugeprobe bekommt man uU fast jedes Pferd lahm" kann ich so nicht stehen lassen. Erstens wird ein erfahrener Tierarzt oder eben auch eine erfahrene Tierärztin das Pferd richtig, sprich mit dem nötigen Druck und mit der vorgeschriebenen Zeit beugen. Ein gesundes Pferd sollte dann anschließend weder Takten, noch lahmen. Dies gilt selbstverständlich nur, wenn das Pferd vor dem Beugen klar ging. Wenn es bereits lahmt (Trab, enge Wendungen, etc.) braucht man ja eh nicht mehr beugen.
Dein Tipp, am besten bei verschiedenen Kliniken und Ärzten vorab nachzufragen finde ich grenzwertig. Ich frage bei einer medizinischen Versorgung eigentlich nie nach der billigsten, sondern nach der besten und wirkungsvollsten Methodik. Ebenso wenn es um die behandelnden Ärzte geht. Der Beste ist doch gerade gut genug, wenn es meinem Tier nicht gut geht. Vergiss bitte nicht, der ausgemusterte Traber der TE hat ein dickes Bein von oben bis unten, dazu wahrscheinlich noch ein paar andere Baustellen wie die Fehlstellung von der sie ebenfalls bereits berichtet hat. Auch die Einschätzung des Hufschmieds ist zwar eine nett gemeinte Meinung, kann aber nicht als medizinischer Rat ernst genommen werden. Auch die Gallen gehören untersucht und zwar von einem Fachmann.
Ich bin regelrecht entsetzt, wie hier einerseits die vermeintliche Tierrettung bejubelt wird, dabei aber die Qualen die das Tier haben könnte, durch die offensichtlich konsequente Missachtung seiner Beschwerden mangels Geld und Bereitschaft sich um die medizinischer Versorgung zu kümmern.
Da bei einigen, wohl die angeblichen vorangegangenen Untersuchungen vor den jeweiligen Rennen als genügend angesehen werden, möchte ich gerne auch hier aufklären: Die Pferde durchlaufen lediglich einen vorgeschriebenen VET-Check. Hier wird der Pass mit dem Pferd verglichen und das Pferd auf offensichtliche Mängel abgeprüft. Aus der Ferne!!! Ob auf der Rennbahn auch vorgetrabt wird kann ich nicht beurteilen, Fakt ist jedenfalls auch, dass hierbei keinerlei Krankheiten entdeckt werden. Außer das Pferd leidet so offensichtlich, dass es vom Rennen ausgeschlossen wird. Der Impfschutz wird ebenfalls anhand der Eintragungen im Pferdepass überprüft.