Einzelkatze aus Tierheim

Diskutiere Einzelkatze aus Tierheim im Katzen Haltung Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo, immer wieder wird hier in den Beiträgen erwähnt, dass Einzelkatzen unglücklich sind und nicht artgerecht gehalten werden. Darüber will ich...
  • Einzelkatze aus Tierheim Beitrag #1
Maravilla

Maravilla

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Hallo,

immer wieder wird hier in den Beiträgen erwähnt, dass Einzelkatzen unglücklich sind und nicht artgerecht gehalten werden. Darüber will ich auch gar nicht diskutieren.

ABER: In unserem Tierheim sitzen wahnsinnig viele Katzen (im frei zugänglichen Vermittlungsbereich gefühlt die meisten Katzen), bei denen auch auf dem Auskunftsbogen steht, dass sie nur in Einzelhaltung abgegeben werden. Die Gründe, weshalb diese Tiere als Einzeltiere vermittelt werden sollen, sind vermutlich vielfältig. Einige wurden auch bereits mehrfach vermittelt und sind wieder zurückgekommen.

Angenommen, ich würde mir so ein Tier holen, im guten Glauben, der Katze etwas Gutes zu tun. Nach einiger Zeit lese ich dann, dass Katzen lieber mind. zu zweit sind (die meisten). Was mache ich dann? Den Angaben im Tierheim glauben und das Tier alleine lassen? Das Risiko eingehen und hoffen, dass es mit der neuen Katze funktioniert (dann sollte die neue Katze aber als potentielle Zweitkatze vermittelt werden)? Die Wahrscheinlichkeit, dass ich das 2. Tier zurückgeben muss, fest einplanen und eine Vergesellschaftung trotzdem ausprobieren?

Gerade als unerfahrener Katzenhalter kann ich doch anhand einer einzelnen Katze auf kein katzentypisches Verhalten schließen. Erst recht nicht, wenn es um eine Vergesellschaftung geht. Und wenn sich erst Verhaltensauffälligkeiten eingeschlichen haben (aufgrund des permanenten Stresses), ist es meiner Ansicht nach zu spät.

Also was tun? Diese Tiere haben ja auch ein Recht auf ein eigenes Zuhause.

Gruß
Maravilla
 
  • Einzelkatze aus Tierheim Beitrag #2
Hi,

Leider herrscht bei vielen Menschen immer noch der Glaube vor, dass Katzen strenge Einzelgänger sind und auch die Mitarbeiter im Tierheim sind nur Menschen. Das vorne weg. Sie tun das in besten Wissen und GEwissen, hoffe ich zumindest.

Dann das Zweite: Katzen im Tierheim verhalten sich meistens völlig anders als in einem Zuhause. Sie werden ja oft aus ihrem Zuhause gerissen, in einen kleinen RAum gesperrt, fremde Menschen, fremde Katzen - da ist klar, dass man erst mal die Krallen ausfährt und sich gegen alles und jeden wehrt - und schwupps, Diagnose Einzelkatze.

Ich würde es immer von der Katze abhängig machen. Ich habe hier eine Katze sitzen, die wäre als Einzelkatze definitiv glücklicher wäre. Sie hat 12 Jahre alleine gelebt und kam dann zu mir und meinen Vieren. Puh, schwierig wäre untertrieben gewesen. Sie ist jetzt 2,5 Jahre bei mir und bis heute gibt es keinen friedlichen Kontakt zwischen den Tiere - also mal schmusen oder einfach nur nebeneinander liegen. Man hat sie arrangiert, man kann mit geringen Abstand nebeneinander fressen und schlafen aber wirkliche Freunde werden die nicht mehr. Diese Katze wäre als Einzelkatze bei jemanden, der viel Zuhause ist, glücklicher gewesen.

Aber ich persönlich glaube, dass solche Katzen selten sind. Wenn ich lese, dass 1/2/3 jährige KAtzen nur in Einzelhaltung abgegeben werden, wird mir schlecht. Solche Katzen haben es nicht verdient ihr gesamtes Leben alleine zu verbringen, bei einer 14/15/16 jährigen Katze, die ihr ganzes Leben alleine war, sieht das dann wahrscheinlich schon anders aus.

Warum kommen Katzen zurück? Meine Mama hat einen Kater, der insgesamt drei Mal im Tierheim war, jedes Mal wegen angeblicher Probleme mit der Erstkatze und Pinkelproblem. Das erste und zweite Mal kam er nach 4 bzw. 7 Tagen zurück - das ist schlicht und einfach keine Zeit für eine Katzenvergesellschaftung. JEtzt lebt der KAter im übrigen mit einem weiteren Kater und einer KAtze zusammen, absolut kein Problem. Sein Pinkelproblem beschränkt sich auf Badläufer aber der wird einfach weg getan, der Kater ist kerngesund, nutzt ganz normal seine Klos aber er mag einfach keine Badläufer.

Viele Menschen denken, ich setze zwei Katzen zusammen und dann vertragen sie sich. Da wird geschockt geguckt wenn sich die zwei Tiere erstmal anfauchen und knurren, aber das gehört dazu. Bei einer Katzenvergesellschaftung braucht man drei wichtige Dinge - GEduld, Geduld und nochmal Geduld. Und das haben viele Menschen nicht. Zudem oft sehr unterschiedliche Katzen zusammen gesetzt werden. Da wird zu der 13 jährigen Altkatze ein 12 Wochen alter Kater gesetzt und dann wundert man sich, dass das nicht klappt.

An dieser Stelle empfehle ich immer den Thread der Userin Seven - ihre Katze hat 1 Jahr auf dem Schlafzimmerschrank gelebt, mit KAtzenklo, Futter und Wasser. Ich glaube, sie war auch schon am Verzweifeln aber sie haben es durchgehalten und jetzt ist ihre Katze völlig ins Rudel integriert.

FAzit meines Romans: Ich würde es immer versuchen. Mit dem passenden Partnertier - gleiches Geschlecht, annähernd gleiches Alter, Charakter kann man im Tierheim immer schlecht bestimmen finde ich - und viel, viel Geduld. :D

Lg Demona
 
  • Einzelkatze aus Tierheim Beitrag #3
Ich kann mich demona einfach nur in allen Punkten anschließen! :clap:
Es ist immer wieder lobenswert und auch absolut erforderlich und toll und gut, dass Leute Tiere aus den Tierheimen aufnehmen! Haben wir ja selbst zur Genüge getan (Mäuse, Ratten, Katzen) - nur leider darf man sich auf die Aussagen der Tierheimmitarbeiter aufgrund der von demona schon genannten Gründe einfach nicht uneingeschränkt verlassen - die Tiere erleben ihr Leben im Tierheim ganz anders, als wenn sie bei einer Privatperson daheim sind.
Das fing schon bei unserer Ratte Chiqui an - die saß im Tierheim in Einzelhaft, weil sie als nicht vergesellschaftbar galt. Nun sind Ratten aber definitiv sowas von Rudeltiere... also haben wir über ein Rattenforum eine zweite Ratte aufgetrieben, weil wir an die Einzelhaltungsmär nicht glaubten. Und siehe da - die VG war zwar nicht ganz einfach (kein Wunder, wenn eine 1jährige Ratte über ein halbes Jahr in Einzelhaft gehockt hat) - aber siehe da, es hat geklappt ;)
Und genauso oder zumindest so ähnlich ist es bei Katzen - die schließen nicht gleich mit jedem Freundschaft, der da um die Ecke kommt, das ist bei uns Menschen ja auch nicht anders ;) Die müssen sich erst aneinander gewöhnen, Grenzen austesten, den anderen kennen lernen... das dauert seine Zeit - mal mehr, mal weniger... Und im Tierheim herrscht eine große Fluktuation, da haben die Katzen, die oft auf sehr kleinem Raum leben, kaum die Chance, die anderen richtig kennen zu lernen oder gar sich anzufreunden. Dazu dann täglich wechselnde Bezugspersonen, da ja auch im Tierheim keiner ständig da ist, sondern das Personal Schichtdienst bzw. wechselnde Anwesenheitszeiten hat... daher verhalten sich gerade Katzen im Tierheim oft völlig anders als später im "richtigen" Zuhause...
Und ja, unser Julchen war ein absoluter Spezialfall - im Tierheim hockte sie in ihrer Kratzbaumhöhle, war schon 2x nach wenigen Tagen zurückgebracht worden, fauchte und "knallte" uns an - und wie demona schon sagte, zog sie bei uns auf den Kleiderschrank, bekam dort ein eigenes Klo, Futter und Wasser - und ward erstmal nicht mehr gesehen...
Nun sind wir ja hartnäckig und der Meinung, wer bei uns einzieht, der bleibt auch - und siehe da, die Hartnäckigkeit hat sich gelohnt ;) Was werde ich heute vom Julchen angequietscht, wenn ich ihr nicht rechtzeitig ihre Leckerchen bringe ;) Ihren Schrankplatz hat sie lange schon aufgegeben, sie stratzt selbstbewusst durch die Wohnung... Mit den anderen Katzen kam sie im Prinzip von Anfang an klar, einige haben sie auch ab und an mal auf dem Schrank besucht - aber wirklich angefreundet hat sie sich mit allen (außer Diva Dinah) erst, als sie von ihrem Schrankleben Abstand nahm...

Joar - apropos Diva Dinah - die ist in meinen Augen auch so ein Fall, der eigentlich lieber Einzelkatze wäre. Die hat am Anfang alle anderen Katzen in Grund und Boden gefaucht, es sind Krallen geflogen... Mittlerweile akzeptiert die Dinah die anderen (außer Netty, weil die gelegentlich auch noch mal zurückfaucht) - die anderen Katzen ignorieren Dinah und dürfen demzufolge auch nahe an ihr vorbeigehen, ohne dass sie sich muckt. Das hat aber auch einige Jahre gedauert...

Du siehst - es braucht im Endeffekt einfach Geduld - und dann klappt es in - ich würde mal sagen - mindestens 90% der Fälle ;)

LG seven

Tante Edith sagt: Jetzt hab´ ich so viel gequasselt, Deine eigentliche Frage aber gar nicht beantwortet...
Ich würde an Deiner Stelle, wenn Du wirklich eine junge Katze - also so bis ca. 6, 7 Jahre (und evtl. sogar älter... ich glaube, ich persönlich würd´s auch noch mit ´ner 10-12jährigen probieren....) - aus dem TH holst, auf JEDEN Fall eine Vergesellschaftung mit einer zweiten Katze probieren - wichtiger als das Geschlecht ist da meiner Erfahrung nach eher der Charakter und auch das Alter, das bei jungen Katzen von 1-2 Jahren in etwa gleich sein sollte, bei Katzen von z. B. 5 Jahren kommt es auf 1-2-3 Jahre Altersunterschied auch nicht mehr an....
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Einzelkatze aus Tierheim Beitrag #4
Hallo,

vielen Dank für eure Antworten!

Es geht hier nicht um einen konkreten Fall (ich selbst habe mit 2 Katzen und zig Degus genug Fell in der Wohnung), sondern wirklich nur um ein (erst einmal) theoretisches Problem, das aber vermutlich nicht soooooooo selten ist.

Spinnen wir den Faden mal weiter. Es gibt im Tierheim (also zumindest in unserem) ja diese Auskunftsbögen, die u.a. auch die vorhandenen Tiere erfassen. Wenn ich ehrlich bin und schreibe, dass ich bereits eine Katze habe, werde ich mitunter gar keine 2. Katze bekommen, wenn diese als "in Einzelhaltung" deklariert ist. Und verschweige ich die Erstkatze, fällt dies vermutlich spätestens bei der Nachkontrolle auf. Nicht alle Halter (also ich vermute, der Normalhalter ohne sonderlich viel Wissen und Engagement ist leider noch die Mehrheit; wieso sollte das bei Katzen anders als bei Kleintieren sein?) werden sich auf so lange Experimente einlassen (oder können dies vllt. auch gar nicht). Ich weiß, dass eine Katzen-VG auch bei gut sozialisierten Katzen durchaus eine Geduldsprobe sein kann. Bei "schwierigen" Fällen rechne ich schon prinzipiell damit. Also theoretisch kann es immer passieren, dass ich mich doch von einer Katze wieder trennen muss. Wenn ich dann im Tierheim bei Rückgabe sage "lässt sich nicht vergesellschaften", kommt dann womöglich ein "das haben wir Ihnen doch gesagt". Ich finde es wirklich schwierig, da eine "richtige" Entscheidung zu treffen.

Ich mache den Pflegern im Tierheim keine Vorwürfe. Personal ist überall knapp. Unser Tierheim quillt gerade im Bereich Katzen permanent aus allen Nähten. Eine wirkliche Beziehung zu den Tieren können sie gar nicht aufbauen. Die sind mit Gehege reinigen, medizinischer Betreuung und Beratung von Interessenten genug ausgelastet. Aber es wird zumindest immer wieder versucht, Katzen zusammenzusetzen und dann auch gemeinsam zu vermitteln. Trotzdem sind die Einzelkatzen die große Mehrheit in den Vermittlungshäusern.

Dass Katzen aber eigentlich gut mit Artgenossen auskommen (v.a. wenn viel Platz vorhanden ist), können bei uns Tierheimbesucher auch bei den ehemaligen Straßenkatzen sehen (wenn sie sich dorthin verirren ;)). Es gibt ein großes Gehege (Freigehege, richtig liebevoll und abwechslungsreich eingerichtet) mit dauerhaften Zugang zu einem Innenbereich, in dem ehemalige Straßenkatzen leben. Tiere verschiedenen Alters, Geschlechts und einige auch mit Handicaps.

Gruß
Maravilla
 
  • Einzelkatze aus Tierheim Beitrag #5
Ich gebe Dir da in Teilen absolut recht - z. B. die Personal- und Zeitknappheit in den Tierheimen, und dass die Pfleger ihre Schützlinge oft wirklich gar nicht richtig kennen lernen können - und natürlich dass die Tierheime überquellen vor Tieren...

Dennoch habe ich gelernt (wir haben sowohl Mäuse, Ratten als auch Katzen aus Tierheimen geholt, und zwar aus zwei verschiedenen...), dass man sich eben (womöglich genau deshalb) nicht auf die Aussagen der Tierpfleger verlassen kann.
Wie gesagt, Chiqui war eine deutlich angekündigte Einzelratte - so ein Pustekuchen, die war todunglücklich, als ihre Kumpeline Nezumi starb und hat sich nur noch verkrochen, bis wir dann zwei Tage später zum Glück zwei neue Ratten dazuholen konnten - die VG lief dann auch ratzfatz, weil Chiqui glücklich war, dass sie nicht mehr allein war, und die beiden Kleinen haben zu ihr sofort "Mama" gesagt ;) Wenn´s nach dem Tierheim gegangen wäre, wäre Chiqui bei uns als Einzelratte versauert...
Umgekehrt die Katzen Dinah und Poldi. Die wurden uns ausschließlich im Doppelpack angeboten, schließlich waren sie zusammen ausgesetzt worden und mussten zwangsläufig zusammen vermittelt werden. Blöd nur, dass die beiden sich auf den Tod nicht ausstehen konnten, und das ist bis heute nicht anders. Beide sind absolute Schmusekatzen - und der Poldi ist auch absolut verträglich mit allen anderen Katzen - nur der Dinah geht er (siehe oben) gepflegt aus dem Weg, weil die es eben mit anderen Katzen so überhaupt nicht hat...
Die beiden wurden wohl auch schon des öfteren wieder zurück ins Tierheim gegeben, weil es nicht geklappt hatte - Kommentar der Pfleger, als wir sie dann mitgenommen haben (die Pfleger wussten, dass wir schon erfolgreich Mäuse und Ratten da rausgeholt hatten): "Na, dann habt Ihr ja jetzt doch noch mal ´ne Chance...")
Joar...
Die richtige Entscheidung zu treffen, bleibt wohl immer schwierig, die ultimativen Patentrezepte gibt es nicht...
Ich würde trotzdem immer zu mindestens 2 Katzen raten und eben auch dazu, dass man für eine Vergesellschaftung Geduld braucht - mindestens ein paar Monate (meist geht´s ja schneller, unsere anderen VGs haben zwischen zwei Wochen und zwei Monaten gedauert ;) ) - man weiß es eben vorher nicht, und ich mache auch keinem einen Vorwurf, der nach ´nem halben Jahr sagt: "Ich pack´ das nicht"... aber wer nach 2 Wochen schon die Flinte ins Korn wirft, sowas macht mich dann schon ärgerlich...

LG seven
 
  • Einzelkatze aus Tierheim Beitrag #6
Ich würde trotzdem immer zu mindestens 2 Katzen raten und eben auch dazu, dass man für eine Vergesellschaftung Geduld braucht - mindestens ein paar Monate (meist geht´s ja schneller, unsere anderen VGs haben zwischen zwei Wochen und zwei Monaten gedauert ;) ) - man weiß es eben vorher nicht, und ich mache auch keinem einen Vorwurf, der nach ´nem halben Jahr sagt: "Ich pack´ das nicht"... aber wer nach 2 Wochen schon die Flinte ins Korn wirft, sowas macht mich dann schon ärgerlich...

Im Bekanntenkreis gabs schon öfters den Fall das ein bestimmtes Tierheim auch Druck macht und die Tiere erstmal nur auf Probe vermittelt. Sprich funktioniert das nach 2-3 Wochen nicht würde das nie funktionieren. Bei sowas krieg ich die Krise. Bis auf Leo sind hier auch alles kategorische Einzelkatzen, die alleine glücklich wären. Gut, das Verhältnis zueinander ist recht kühl (bin immer neidisch wenn ich die Kuschelbilder sehe) aber ab und an wird dann doch miteinander gespielt (oder geprügelt) und wenns Leckerchen gibt kann man auch ohne Probleme nebeneinander stehen ohne fauchen und hauen. Wir haben Pumi jetzt ca. 6 Monate. Sie ist laut Papieren 8 Jahre alt. Vorher hat sie nur in Einzelhaltung bei einer alten Frau gelebt und ganz früher mal durfte sie auch raus. Ich kannte Pumi schon damals und sie war ziemlich kratzbürstig, viel gelangweilt und generell viel angespannter als jetzt. Inzwischen ist sie eine ausgeglichene kleine wilde Tigerin, die aber auch ihre Schmusestunde braucht. Gut die VG war nicht die Einfachste, viel gezicke und geknurre, aber nach ca. 4 Monaten hat auch Pumi erkannt das nicht alle Katzen böse sind und das man doch sogar mit denen spielen kann. Hätte man ihr nur eine Deadline von 3 Wochen gegeben wäre sie auch noch heute Einzelkatze. Ich hatte ja auch schon öfter PS Katzen da. Sogar die "Sozialsten" (die, die schon andere Katzen kannten und nicht dominant waren) wären mit einer Deadline von 3 Wochen nicht ausgekommen.
 
  • Einzelkatze aus Tierheim Beitrag #7
Im Bekanntenkreis gabs schon öfters den Fall das ein bestimmtes Tierheim auch Druck macht und die Tiere erstmal nur auf Probe vermittelt. Sprich funktioniert das nach 2-3 Wochen nicht würde das nie funktionieren. Bei sowas krieg ich die Krise.
Genau DEM kann ich mich nur anschließen! Oftmals machen sich die Tierheime durch solche Vorgehensweisen ihr eigenes Vermittlungsgeschäft kaputt. Unsere sämtlichen TH-Katzen säßen heute noch dort, hätten wir sie nach 2 Wochen wieder zurückgegeben (wobei - beim Julchen wär´s schwierig geworden, die hätten wir ja überhaupt nicht wieder eingefangen bekommen ;) ) - Nee, im Ernst... eine Katzen-VG braucht schlichtweg Geduld... da ist es mit 2-3 Wochen nun wahrlich in den meisten Fällen nicht getan, auch nicht mit 2-3 Monaten... Aber: Es lohnt sich!!!
Und mein Wunsch wäre, dass die Tierheime nicht kategorisch sagen: "Das ist ´ne Einzelkatze" oder "Wenn´s nach 3 Wochen nicht klappt, klappt´s gar nicht" - sondern dass sie sagen würden: "Probiert´s mit 2 Katzen, habt Geduld, das wird!"... denn es wird wirklich...

LG seven
 
  • Einzelkatze aus Tierheim Beitrag #8
Hi,

Im Bekanntenkreis gabs schon öfters den Fall das ein bestimmtes Tierheim auch Druck macht und die Tiere erstmal nur auf Probe vermittelt. Sprich funktioniert das nach 2-3 Wochen nicht würde das nie funktionieren.

Käme für mich nicht in Frage. So einen Vertrag würde ich schlicht nicht unterschreiben, das Tierheim würde dann halt auf seinen Katzen sitzen bleiben. Tut mir leid wegen der Katzen aber ich lasse mir in so was nicht reinreden.


Spinnen wir den Faden mal weiter. Es gibt im Tierheim (also zumindest in unserem) ja diese Auskunftsbögen, die u.a. auch die vorhandenen Tiere erfassen. Wenn ich ehrlich bin und schreibe, dass ich bereits eine Katze habe, werde ich mitunter gar keine 2. Katze bekommen, wenn diese als "in Einzelhaltung" deklariert ist. Und verschweige ich die Erstkatze, fällt dies vermutlich spätestens bei der Nachkontrolle auf.

Man hätte im Endefekt zwei Möglichkeiten:
1. Man spielt mit offenen Karten und hofft an einen Menschen mit etwas Sachverstand zu geraten und läuft halt GEfahr, dass das Tierheim sagt, "Nein, geben wir nicht ab."

- Meine Mama und ich haben immer mit offenen Karten gespielt, auch als wir in das große Tierheim nördlich von uns gingen. Sie wollte eine Drittkatze, ich eine Vierte. Joah, Bei meiner Mama wurde gesagt, dass sich drei KAtzen NIEMALS verstehen, da wäre immer einer alleine also vermitteln sie dahin nicht. Und mir wurde unterstellt, dass ich ein Tiermessi bin.

2. Man lügt einfach. Und selbst wenn bei einer NAchkontrolle auffällt, dass da doch mehrere KAtzen sind, was wollen sie machen? Die wenigesten Tierschutzverträge sind das Papier wert, auf dem sie ausgedruckt werden. Auch wenn es immer nett umschrieben wird, adoptieren, aufnehmen, im Endeffekt ist es ein Kaufvertrag - ich bezahle Geld und bekomme dafür etwas und dafür gehört dieses Etwas dann mir. Fertig. SEhr, sehr viele Klauseln in Tierschutzverträgen sind schlicht und einfach unwirksam und rechtlich nicht durchsetzbar.

Und einen Vertrag, der mir nicht das Eigentumsrecht an der Katze zusagt, würde ich nicht unterschreiben, dann suche ich lieber woanders.

Der Kater meiner MAma sollte eigentlich auch als Einzeltier vermittelt werden, wurde aber dann doch zu uns gegeben. Joah, ein paar Monate später haben wir aus dem gleichen Tierheim noch einen Kater für meine Mama geholt und als die NAchkontrolle war, da waren es plötzlich 5 Katzen und 2 Hunde. :mrgreen: Da war ich gerade zu Besuch mit meinen Katzen und die NAchbarshunde waren über den Tag da. Es gab erst einige Verwirrung und dann viel Gelache. :lol:

Lg Demona
 
  • Einzelkatze aus Tierheim Beitrag #9
hallo,
oh man des macht mich alles so traurig, weil man mir ja nach 8 Wochen den Tierheim(pflege)kater wieder weggenommen hat. Aber ich finds auch sooooooo schwierig. Er hat au nur auf dem Schrank gelebt, nur wenn ich da war und die Schlafzimmertür mal zu gemacht hab, is er runterkommen und hat geschmust und gespielt. Aber wehe Luna kommt, oder sie sieht dass er unten war, dann is er gleich wieder hochgejagt worden. Und die vom Tierheim meinte ja dann, dass 8 Wochen ohne Besserung viiiel zu lang sind, der arme Kater, den nimmt sie wieder mit ins Tierheim, da is er allein im Zimmer, da gehts ihm besser. Ich wüsst so gern obs vielleicht doch noch was geworden wär..... aber wenn wir an den beiden Wochenenden besucht haben, hat er sich RIESIG gefreut :) allerdings wars dann au kein Drama als wir wieder gehen mussten. Hm... oder veranstalten da Katzen einfach kein Abschiedsdrama? :D
Jetzt hat er ein neues zuhause gefunden, als Einzelkater........... ich weiß leider noch gar nix, wies ihm da geht und wie er sich macht. Ich hoff nur, er hats da gut, mir fehlt er sehr:(

Aber ja, ich find es au brutal schwierig da ne richtige Entscheidung zu treffen oder ein Tierheim zu überzeugen, dass die als Einzelkatze deklarierte Katze vermutlich net wirklich ne Einzelkatze sein will. Weils echt scheiße wär, wenns dann mit der Erstkatze wirklich net funktioniert...
Hat da jemand vielleicht Erfahrung mit Tierkommuniktion? Ob es bei sowas mal sinnvoll wär sowas einfach auszuprobieren?

Aber ich frag mich immer, wie läuft bei euch so eine VG ab? Leben die trotzdem zusammen in der Wohnung, teilen sie sich die Wohnung auf und betreten die "feindeszone" nicht mehr? Fauchen die sich nur hin und wieder an, oder gehts richtig ab wenn sie auf einander treffen? Weil bei mir kann mich sich net groß aus dem Weg gehen, ich hab ne 2 Zimmer DG Wohnung mit 52 qm², also da kommt man sich in die quere ob man will oder nicht (wenn man nicht grad auf dem Schrank lebt...)
 
  • Einzelkatze aus Tierheim Beitrag #10
Hi,

@Maluli: War das mit dem Tierheim so abgesprochen? Also, das ihr den Kater nur zur Pflege habt und ihn wieder abgegeben müsst, wenn es nach einer bestimmten Zeit nicht klappt? Ich finde so einen Zeitdruck immer sehr negativ, weil es auch die Menschen unter Druck setzt und das spüren die KAtzen auch irgendwie.

Hat da jemand vielleicht Erfahrung mit Tierkommuniktion? Ob es bei sowas mal sinnvoll wär sowas einfach auszuprobieren?

Ich persönlich glaube nicht daran, aber der Glaube kann ja bekanntlich Berge versetzen und wenn es dann klappt, why not?

Aber ich frag mich immer, wie läuft bei euch so eine VG ab? Leben die trotzdem zusammen in der Wohnung, teilen sie sich die Wohnung auf und betreten die "feindeszone" nicht mehr? Fauchen die sich nur hin und wieder an, oder gehts richtig ab wenn sie auf einander treffen?

Tür auf, neue Katze rein, Tür zu und ne sehr große Tasse Cappuccino trinken. :lol:

Nein, im Ernst, ich habe die neue Katze immer mitten rein gesetzt weil der Rest auch immer sofort da war. MEist gab es dann etwas Gefauche, jeder hat sich einen Rückzugsort gesucht und dann war erst mal ne Stunde Ruhe. Danach wurde sich langsam umgesehen.

Aber es gab auch Ausnahmen - Leonie ist rein gekommen, hat meine angestammten Katzen von der Couch geprügelt und hat sich benommen als wäre sie schon immer hier gewesen.

Teufelchen damals ist mit erhobenem Schwanze durch die Wohnung stolziert, zwei völlig verwirrte Kater hinterher, die war sofort die Königin.

Jackie hat sich die ersten vier Stunden nicht aus der Transportbox getraut und hat alles angefaucht und geknurrt, was näher als drei Meter kam.

Hier gab es schon alles, Geknurre, Gefauche, Geprügel, FEllfetzen, die flogen, mein Wohnzimmer und mein Flur waren schon blutig, es gab SChrammen und kleine Löcher, bis auf wirklich ernste Verletzungen war hier alles dabei, vor allem bei der letzten VG mit Jackie. Und selbst nach fast 2,5 Jahren wird sich eher geduldet als gemocht.

Wirklich getrennt habe ich nicht, nur Jackie ist heute noch ein, zwei STunden vom Rest getrennt aber nur weil sie schlecht frisst und sonst den ganzen Tag zu wenig frisst. In dieser getrennten Zeit bekommt sie dann ihren Hauptanteil an Futter vom Tag.

Das Wichtigste ist immer Geduld und kein Streß.

Lg Demona
 
  • Einzelkatze aus Tierheim Beitrag #11
Hier läufts eigentlich genau so ab wie bei demona, Tür auf, neue Katze rein, Ohrenschützer auf und Nerven aus Stahl... Entweder ist gar nichts groß passiert (muss dazu sagen, meine Katzen sind sozial was sowas angeht, die machen hier PS Katzen und alles mit) oder die neue Katze hat sich wie die Axt im Walde benommen und hat dann direkt mal kurz die Meinung gegeigt bekommen und fertig. Ende des Monats bekommen wir eine neue PS Katze, diesmal zum ersten Mal eine Auslandskatze, die wird wohl 1-2 Wochen separiert bleiben bzw. nach einiger Zeit mit meiner Omakatze, da es ihr gar nicht gut geht. Sie sitzt derzeit noch in einem Shelter und baut wohl psychisch momentan komplett ab. Mal sehen wie das so wird....
 
  • Einzelkatze aus Tierheim Beitrag #12
Hi demona,

nein, also abgesprochen war das nicht. Ein Pflegekater war er, weil er aus einer Beschlagnahmung (30 Katzen in einer Wohnung, alle auch noch unkastriert....) kommt und die einfach noch nicht zur Vermittlungs freigegeben sind. Die vom TH meinten, dass kann gut noch ein halbes Jahr dauern bis der ganze Papierkrieg beendet is, bis dahin gibts eben noch kein Abgabevertrag, und sie übernehmen alle Tierarztkosten. Und da er eben vor 8 Wochen krank wurde, er hat ganz ganz ganz oft weißen Schaum gebrochen, und ich in Panik ausgebrochen bin weil ich so meine andre Katze verloren hab, hab ich ihn natürlich zum TA gebracht. Da musst er dann auch einen ganzen Montag bleiben wegen Infusionen und dann musst ich ihn am Dienstag wieder bringen, und da dass aber mein Tierarzt war und nicht der vom Tierheim, musst ich das mit dem Tierheim abklären wegen den Kosten, und dann hab ich halt erwähnt, dass es leider immer noch nicht klappt mit den beiden. Dann hat die gleich gesagt dass ich ihn dann gar net mehr holen brauch, dem gehts bestimmt deswegen nicht mehr gut, sie holt ihn vom Tierarzt ab. Ich total geschockt hab dann schon gesagt, ich täts schon gern noch weiter probiern, auch mal mit einer Gittertür und so, und sie so neeeiin sie holt ihn ab vom Tierarzt, im Tierheim gehts ihm besser, er soll nicht nochmal zu meiner Luna müssen :shock:

Hm ok du hast neue einfach mitten rein gesetzt. Aber hier im Forum rät man ja eher auch dazu erst mal zu separieren, dass sie sich eingewöhnen kann in einem Raum. So hab ichs auch gemacht mit dem Sammy. Meine Mama meint auch das is Quatsch, dann merkt Luna da is was im Schlafzimmer und sie darf net rein. Und wenn ich dann au no ins Schlafzimmer geh und Tür zu mach dreht die total Hohl und schreit ununterbrochen vor der Tür.

Ja Geduld und kein Stress is gut :) aber wenn sich dann von außen alle möglichen Leute mit einmischen und das ganzen eher negativ sehen weil sie alle Einzelkatzen haben und meinen dann können alle andern auch Einzelkatzen sein, mit ihren funktionierts ja auch... :roll:
 
  • Einzelkatze aus Tierheim Beitrag #13
Von solchen Tierheimen würde ich mich fern halten, so leid es mir tut die merken es erst wenn sie auf ihren Tieren sitzen bleiben. Manche Tierheime haben auch Abgabebedingungen das Katzen nicht 6h am Tag alleine bleiben dürfen, man aber auch nicht arbeitslos sein darf, am besten schon X Jahre verheiratet oder alleinstehend und ohne Kinder.

Mach das einfach von der Katze abhängig, denke da aber auch eher wie deine Mutter. Ich glaub da würden meine eher meinen da ist was gefährliches im Busch und den Geruch der neuen Katze negativ verbinden...

Ach, lass die Leute reden. Ich habs aufgegeben den Leuten irgendwas vorzureden. Müssen alle selber glücklich werden. Ich darf mir eh immer anhören wie krank ich mit 6 Katzen bin :lol: Sind auch grundsätzlich immer alles neue Katzen, nie die gleichen :lol: Ich hab mal aus Spaß erzählt das ich die immer im Internet bestelle und wenn mir die nicht gefällt einfach gegen ein anderes Modell austausch :lol:
 
  • Einzelkatze aus Tierheim Beitrag #14
Hi,

Okay, das ist natürlich was Anderes, ich dachte, da wäre ein normaler Tierschutzvertrag gewesen aber in diesem Fall hat an da wohl wirklich keine Handhabe. :( Ich finde es sehr schade vom Tierheim, dass es so überzogen reagiert hat und dir durch die Blume fast noch gesagt hat, dass deine Luna an der Krankheit des Katers Schuld ist. Nicht schön, gar nicht schön. :?

Naja, bei der "Einfach reinsetzen"-Methode braucht man halt gute Nerven und guten Beruhigungstee, vor allem wenn einer der beteiligten Katzen vorher lange oder länger als Einzelkatze gehalten wurde. Da ist die Methode mit dem Seperieren und eventuell durch ein Gitter beschnuppern, manchmal für alle BEteiligten schonender. Wobei ich hier im Forum schon Beides gelesen habe, sowohl als auch. Es kommt immer auf die Situation an.

Eher jüngere Katzen würde ich einfach zusammen werfen, mit genug Rückzugsmöglichkeiten für alle Beteiligten. Bei älteren Einzelkatzen wäre wohl ein Gitter angebracht. Es ist schwierig so etwas über das Internet zu beurteilen. :eusa_think:

Und zu den Meinungen Anderer: Mei, ich bin in den Augen der meisten Menschen ein Tiermessi weil ich fünf Katzen habe. :mrgreen: Und weil ich auch noch mit denen zum Tierarzt gehe obwohl die Hälfte schon über 10 Jahre ist, warum tu ich mir das überhaupt an? Die sterben doch eh bald - O-Ton einer Halterin im Tierarztwartezimmer. Ist mir egal, mein Mann steht hinter mir, meine Eltern stehen hinter mir wenn es wirklich notwendig wäre und ich würde es immer wieder so machen.

Ich habe meinen ersten Kater 5 Jahre allein gehalten, damals war ich 11 Jahre alt als wir ihn bekommen haben und wir wussten es einfach nicht besser. Danach kam der typische Fehler zu einem 5 jährigen Kater haben wir ein 10 Wochen alten Kater gesetzt - wie gesagt, man wusste es damals nicht besser, heute weiß ich es. Wenn man von der Anfangszeit mal absieht, sind die Zwei zum Schluss ein Herz und eine Seele gewesen. Wenn ich bedenke, wie sehr der Alte dann noch aufgeblüht ist, nie, nie, nie, nie wieder eine Katze in EInzelhaltung. Ach Mensch, jetzt heule ich bei dem GEdanken an meinen Rambo....

Lg Demona
 
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