Katzen-VG ehemalige Freigängerin mit jüngerer Zweitkatze und mehrere Probleme

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Hallo Ihr Lieben,

heute frage ich mal für eine gute Freundin, weil ich irgendwie auch nicht mehr weiter weiß. Ich hab´ schon in vielen VG-Threads geschrieben und auch viel gelesen - aber wie immer gibt´s ja von VG zu VG wieder Unterschiede, und hier gibt´s ein paar Probleme. Ich probier´s mal mit einer Schilderung.

Die Erstkatze meiner Freundin ist inzwischen 5 Jahre alt, kam als unkastriertes Kitten mit ca. 5 Monaten aus dem Tierheim zu meiner Freundin, wurde auf Anraten des Tierheims nach der ersten Rolligkeit ( :roll: ) mit ca. 6 Monaten kastriert und durfte fortan auch in den Freigang (meine Freundin wohnte zu dem Zeitpunkt im eigenen, großen Haus und sehr extrem ländlich, Autos gab es dort kaum und richtige Straßen auch nicht wirklich...).
Nun musste meine Freundin vor 2 Monaten umziehen in eine andere Stadt und in eine deutlich kleinere Wohnung, wo es keine Freigangmöglichkeit gibt, allein schon wegen der zu gefährlichen Verkehrslage.
Um der Katze ein Leben als Wohnungseinzelkatze zu ersparen, hat meine Freundin vor knapp 4 Wochen aus dem Tierheim eine zweijährige Katzendame dazugeholt.
Diese war anfangs recht scheu, taute dann aber auf und forderte ihre Kuscheleinheiten, wollte auch mit der Erstkatze spielen. Inzwischen hat es sich so entwickelt, dass die Erstkatze total aggressiv auf die Zweitkatze reagiert, sie im Vorbeilaufen mit Pfotenhieben attackiert und sich auch den Menschen gegenüber (Freundin und 10jährige Tochter) aggressiv verhält, faucht und gelegentlich sogar kratzt. Außerdem hat sie angefangen, in die Wohnung zu strullen - vorzugsweise an den Versteckplätzen der Zweitkatze, z. B. unters Bett.
Uns ist bewusst, dass diese VG ein schwieriges Unterfangen werden würde, eben da die Erstkatze ihr Leben lang als Einzelkatze mit Freigang gelebt hatte und sich jetzt ja auch erstmal noch auf Wohnungshaltung einstellen muss, was allein schon zum Problem werden kann. Und offenbar ist sie jetzt zudem noch mit der Zweitkatze überfordert.

Wir sind jetzt schon alle Möglichkeiten durchgegangen, die uns so einfielen - Anzahl der Klos aufstocken (kann´s aber nicht sein, es sind schon 4 Stück), Streuwechsel (meine Freundin hat die Streu gewechselt, weil sie ihre herkömmliche Streu am neuen Wohnort in der Nähe nicht bekommen hat, sie hat aber langsam gewechselt, indem sie die Streu nach und nach gemischt hat. Sie will jetzt mal probieren, die alte Streu aufzutreiben und die Klos mit den zwei verschiedenen Streus zu befüllen), Blasenentzündung (kann ich mir unter diesen Voraussetzungen bei aller Liebe nicht vorstellen, soll aber noch abgeklärt werden), Feliway (müsste auch noch ausprobiert werden), Reinigung mit hochprozentigem Alkohol... hab´ ich was vergessen? Gemeinsames Spielen - auch schon probiert, die Kleine macht begeistert mit, die Große faucht und sucht sich eine Stelle zum Pieseln... sie lässt sich auch nicht mehr streicheln.

Meint Ihr, die VG hat noch eine Chance? (Ja, ich weiß, gerade ich rate immer zu Geduld....) Die Voraussetzungen sind ja doch recht schwierig und meine Freundin hat den Eindruck, dass die Erstkatze extremst unglücklich und gestresst ist, weil sie nicht rauskann und dann auch noch jemand Neues um ihre Nase streicht.

Jemand noch eine Idee?
Meine Freundin ist ziemlich verzweifelt und mir ist auch nichts mehr eingefallen außer dem oben Genannten...
Danke!

LG seven
 
  • Katzen-VG ehemalige Freigängerin mit jüngerer Zweitkatze und mehrere Probleme

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  • Katzen-VG ehemalige Freigängerin mit jüngerer Zweitkatze und mehrere Probleme Beitrag #2
Zylkene würde mir da spontan noch einfallen. :eusa_think:
Da kommen halt einige Baustellen zusammen bei der Freigängermieze und ob sich das noch einrenkt, ist fraglich :(
Sie macht ja sehr deutlich dass sie unglücklich ist mit der Situation. Wäre es eine Option sie zu vermitteln in einen Haushalt, wo sie wieder raus könnte?
Nach 5 Jahren "Freiheit" wird man sie wohl nicht mehr ans Wohnungs-Dasein gewöhnen können.
Vor 2 Monaten umgezogen und vor 1 Monat Zweitkatze dazu, richtig?
Also ich würde dem ganzen noch weitere 2 Monate geben und wenn es sich nicht wenigstens ein bisschen verbessert, versuchen einen Platz für die Fregängermieze zu finden, wo sie wieder raus kann und zu der Zweitmieze eine Gefährtin holen.
 
  • Katzen-VG ehemalige Freigängerin mit jüngerer Zweitkatze und mehrere Probleme Beitrag #3
Danke, Hexe!
Das waren auch meine Gedanken, ich hab´ meiner Freundin auch geraten, erstmal doch wenigstens noch 4 Wochen abzuwarten. (Sie ist jetzt schon verzweifelt, weil sie eben jetzt in einer Mietwohnung wohnt und Sorge um die Holzfußböden hat) Und ich hab´ ihr auch gesagt, wenn´s gar nicht hilft, muss sie die Große wohl weggeben (sie hätte auch eine Freundin, die zwar ewig weit von ihr weg wohnt, die die Katze aber als Freigängerin aufnehmen würde) - aber dann auf jeden Fall eine neue Katze dazu, damit sie sich nicht wieder eine Einzelgängerin heranzieht.
Bei solchen Ratschlägen hab´ ich einfach immer nur das Bauchweh, dass ich denke: "Ich kann doch eine Katze nicht umtauschen wie ein falsch gekauftes Kleidungsstück" - denn die Große war normalerweise immer sehr schmusig, jetzt aber eben genau das Gegenteil.
Und das kann´s dann natürlich auch nicht sein. Von daher wird das dann wohl die Option sein, auf die es am Ende hinausläuft - falls nicht doch noch wer eine noch zündendere Idee hat...

LG seven
 
  • Katzen-VG ehemalige Freigängerin mit jüngerer Zweitkatze und mehrere Probleme Beitrag #4
Also nach 5 Jahren Einzelhaltung hätte ich auf jeden Fall zu einer langsamen Zusammenführung geraten.

Wie ist die Altkatze die ersten 4 Wochen also vor dem Einzug der Zweitkatze mit der Wohnungshaltung zurecht gekommen? Wie lange war die Katze tagsüber immer draußen unterwegs gewesen?
 
  • Katzen-VG ehemalige Freigängerin mit jüngerer Zweitkatze und mehrere Probleme Beitrag #5
Die Altkatze konnte dank Katzenklappe quasi rund um die Uhr raus - im Winter hat sie das wohl nicht soooo lange genutzt, aber immer mal wieder zwischendurch; im Sommer war sie quasi ganztags draußen und ist nur nachts reingekommen.
Die ersten 4 Wochen allein in der Wohnung hat sie wohl auch schon nicht so prickelnd gefunden, war recht unruhig, nicht mehr so schmusig, hat aber brav das Klo benutzt (in ihrer Freigängerzeit hat sie immer nur draußen ihre Geschäfte verrichtet, meine Freundin hatte quasi ein jungfräuliches Katzenklo...).
Wie hätte eine langsame Vergesellschaftung ausgesehen? Erstmal in getrennten Räumen? Und dann? (Ich hab´ da keine Erfahrung mit, sorry ;) ) Oder wäre es sinnvoll gewesen, wenn die Alt- und die Neukatze quasi gleichzeitig in die neue Wohnung gekommen wären?
Ich glaube, das ist einfach eine unglückliche Kombi - kein Freigang mehr und sich dann das neue Revier als eingefleischte Einzelkatze auch noch mit wem teilen müssen... *seufz*
 
  • Katzen-VG ehemalige Freigängerin mit jüngerer Zweitkatze und mehrere Probleme Beitrag #6
Im Prinzip sind das so die Kardinalsfehler bei VGs würde ich mal behaupten...

Aber gut.

Zunächst mal: Nein, 4 Klos müssen nicht zwingend reichen.
Zur Not muss an jede Stelle ein Klo wo die Katze sich erleichtert hat.
Davon abgesehen- auch wenn Stress usw. usf. sehr wahrscheinlich ist: Blasenentzündung ausschließen lassen.
Stress haut gerne mal voll aufs Immunsystem und kann dann sowas begünstigen.

Dann verschiedene Einstreuarten. Nicht Sorten, sondern wirklich Arten. Wenn die Katze es bisher gewohnt war draußen ihr Geschäft zu verrichten würde ich ihr mind. 1 Klo mit stinknormaler Erde anbieten.
Das wird ihr wesentlich eher entgegen kommen als normales Streu.

Die Katzen hätten definitiv langsam vergesellschaftet werden müssen, Klappe auf und macht mal funktioniert in solchen Fällen extrem selten.

Nicht nur getrennte Räume, sondern vor allen Dingen eine Gittertür sind da das Mittel der Wahl zur langsamen Gewöhnung.
Die Erstkatze muss da grade verdammt viel verkraften und da sind 2 Monate mit jeweils 2 einschneidenden Veränderungen ein Zeitraum, der mMn durchaus Luft nach oben lässt was eine eventuelle Abgabe betrifft.

Wenn ihr jetzt noch 1-2 Monate eingeräumt werden finde ich das ehrlich gesagt...ja.
Unfair?

Sie muss sich nach 5 Jahren (!) auf zwei für eine Katze massiv belastende Situationen einstellen, das wird nicht in 4 oder 8 Wochen erledigt sein, da kann man noch so viel Zylkene oder Feliway an die Katze bringen.

Persönlich würde ich die Katzen jetzt räumlich trennen, eine Gittertür einsetzen und erstmal dafür sorgen, dass beide sich auf "ihrer" Seite sicher fühlen - sei es durch Verstecke, viele gut zugängliche Klos, Spiel, Aufmerksamkeit, vernünftige katzengerechte Wohnungsgestaltung (Catwalks, Engstellen "umbauen", Fluchtmöglichkeiten schaffen) usw.

Dann kann man parallel anfangen in der Nähe der Gittertür zu füttern, zu spielen, sich einfach mal an die Tür setzen und sich abwechselnd mit den Katzen befassen und und und und.

Zeitgleich auch immer mal wieder Decken/Kissen usw. tauschen (nur nicht unbedingt von den Lieblingsplätzen).

Wenn das an der Gittertür ohne Gefauche, Gekloppe oder Sonstiges funktioniert kann man schauen, ob und wie man weiter verfährt.

Wichtig: Ohne Hilfe im Sinne von füttern, spielen usw. an der Gittertür wird das nicht funktionieren, da MUSS passive Interaktion her bei der sich keiner bedroht fühlen muss.

Das ist viel Arbeit und sehr zeitintensiv, aber es wäre der Katze ggü. einfach nicht ganz astrein sie jetzt direkt woanders unterzubringen. Das wäre für sie der 3. krasse Umbruch und ob das so förderlich ist wage ich mal zu bezweifeln.
 
  • Katzen-VG ehemalige Freigängerin mit jüngerer Zweitkatze und mehrere Probleme Beitrag #7
Unfair ist es in meinen Augen eher, eine Freigängerin in Wohnungshaltung zu zwingen und von ihr zu erwarten, dass sie ihr neues, winziges Revier dann mit einer jungen Katze teilt (kommt die eigentlich aus Wohnungshaltung und hat sich zuvor gesellig gezeigt?). Auch wenn ich verstehen kann, dass die Freundin es nur gut meinte und ihre Katze natürlich gerne behalten möchte.

Die Katze zeigt, dass sie totunglücklich ist und da finde ich die Überlegung, sie so einer Situation nicht noch mehrere Monate auszusetzen nur vernünftig.

Es ist nicht einfach, für so ein "älteres" Einzeltier das jetzt auch noch unsauber ist, wieder einen geeigneten Freigängerplatz mit Einzelhaltung zu finden. Da ist es ein großes Glück, wenn man schon so einen Platz kennt.

Beide Katzen leben in extremen Stress. Eingefleischte, langjährige Einzelkatzen können zwar lernen mit einem Artgenossen klar zu kommen, trotzdem werden daraus selten enge Katzenfreundschaften sondern eher eine Toleranz.

Auch wird das Leben in der Wohnung für eine Katze immer ein Kompromiss sein mit dem sie sich mehr oder weniger arrangieren lernt. Aber würde man solchen Katzen die Wahl lassen- freiwillig würde wohl kaum eine von ihnen im Haus bleiben.

Deswegen bin ich der gegensätzlichen Meinung und würde die Katze so schnell wie möglich an die Freundin mit Freigängerplatz abgeben. Und für die neue Katze eine sehr soziale, passende Zweitkatze (aus Wohnungshaltung) suchen. Und mich vorher noch einmal intensiv mit dem Thema Zusammenführung und den "behutsamen Wegen" die es da gibt, befassen.
 
  • Katzen-VG ehemalige Freigängerin mit jüngerer Zweitkatze und mehrere Probleme Beitrag #8
Off-Topic
Naja, "unmöglich" ist es mit ziemlicher Sicherheit nicht Freigänger zu Wohnungskatzen zu machen.
Aber ich denke die Diskussion würde an dieser Stelle zu weit führen bzw. wurde ja schon oft genug geführt.
 
  • Katzen-VG ehemalige Freigängerin mit jüngerer Zweitkatze und mehrere Probleme Beitrag #9
Von "unmöglich" habe ich auch nichts geschrieben.
 
  • Katzen-VG ehemalige Freigängerin mit jüngerer Zweitkatze und mehrere Probleme Beitrag #10
Die Altkatze konnte dank Katzenklappe quasi rund um die Uhr raus - im Winter hat sie das wohl nicht soooo lange genutzt, aber immer mal wieder zwischendurch; im Sommer war sie quasi ganztags draußen und ist nur nachts reingekommen.
Die ersten 4 Wochen allein in der Wohnung hat sie wohl auch schon nicht so prickelnd gefunden, war recht unruhig, nicht mehr so schmusig, hat aber brav das Klo benutzt (in ihrer Freigängerzeit hat sie immer nur draußen ihre Geschäfte verrichtet, meine Freundin hatte quasi ein jungfräuliches Katzenklo...).
Wie hätte eine langsame Vergesellschaftung ausgesehen? Erstmal in getrennten Räumen? Und dann? (Ich hab´ da keine Erfahrung mit, sorry ;) ) Oder wäre es sinnvoll gewesen, wenn die Alt- und die Neukatze quasi gleichzeitig in die neue Wohnung gekommen wären?
Ich glaube, das ist einfach eine unglückliche Kombi - kein Freigang mehr und sich dann das neue Revier als eingefleischte Einzelkatze auch noch mit wem teilen müssen... *seufz*

Also wenn sie soviel draußen unterwegs war, dann weiß ich nicht ob es dann überhaupt gelingt, sie ganz zur Wohnungskatze zu machen und die Unsauberkeit kann dann auch daher kommen, weil sie ohnehin noch nicht so aufs Katzenklo getrimmt ist. Ich hoffe, es sind wenigstens offene Katzenklos, hoch eingefüllt und vom Streu her, notfalls mit etwas Gartenerde mischen, bis man weiß, welches Streu sie bevorzugt.

Dann der Übergang Freigänger - Wohnungskatze, wie gesagt, der gelingt nicht immer. Sie braucht vor allem viel Programm und Abwechslung, sie muss sich jeden Tag ausgiebig mit ihr beschäftigen, auch mit verschiedenen Materialien und Gerüchen arbeiten, da muss Abwechslung und Spannung her, Freigang lässt sich drinnen nun mal nicht wirklich ersetzen. Ich war z.B. heute morgen schon im Zoo und habe auf dem Heimweg wieder ein paar Kastanien meinen Katzen aufgesammelt, damit spielen sie jetzt gerade in der Küche.

Eine langsame Zusammenführung: Der Neuzugang wird erstmal ganz separiert für ein paar Tage und darf in Ruhe ankommen. Dann wird eine Gittertür angebracht, so dass sich die Tiere sehen und beschnuppern können aber nicht verletzen. Anfangs wartet man dann erstmal ab, wie die Reaktionen am Gitter sind, dann unterstützt man es durch Spieleinheiten und Leckerlis in der Nähe des Gitters, also positive Erlebnisse in der Nähe des Gitters und in "Anwesenheit" der anderen Katze schaffen. Man tauscht dann während dieser Phase auch Decken, Spielzeug und Katzenklos aus, um die Tiere geruchlich einander näher zu bringen. Auch wenn es Wochen dauert, erst wenn die Tiere auf beiden Seiten des Gitters auch in Anwesenheit der anderen, beide also ganz nah am Gitter sind, ruhig und entspannt bleiben, erst dann wird die Gittertür geöffnet und die Tiere dürfen zusammen.
 
  • Katzen-VG ehemalige Freigängerin mit jüngerer Zweitkatze und mehrere Probleme Beitrag #11
So viele ausführliche Antworten - wow! Danke!
Jetzt weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll zu antworten - und ich entschuldige mich jetzt schon, wenn ich was vergessen sollte...
Ich versuch´s mal der Reihe nach ;)

@Mido: Das mit den Klos an die entsprechenden Stellen stellen ist schwierig, da das meist die Verstecke der Neukatze waren - unterm Bett z. B... Und in den ersten 4 Wochen war die Altkatze ja auch stubenrein, das fing ja erst ca. 2 Wochen nach Einzug der Neukatze an.
Verschiedene Einstreuarten hatte ich auch schon empfohlen, auch den Tipp mit der Erde gegeben. Meine Freundin will ja jetzt zumindest schon mal eine grobe und eine feine Streu anbieten, das mit der Erde werde ich ihr nochmal ans Herz legen (obwohl, wie gesagt, es hat ja ca. 6 Wochen lang gut funktioniert...)
Das mit der Gittertür werde ich auch empfehlen.
Und was die 1-2 Monate betrifft - ich sagte ja schon, ich bin eigentlich immer diejenige, die zu Geduld, Geduld, Geduld rät - aber ich kann auch meine Freundin verstehen, die inzwischen eine ziemlich bepieselte Wohnung hat, hauptsächlich Holzfußboden, und die nun natürlich Sorge hat, was aus der Wohnung wird, wenn die Katze da noch über einen längeren Zeitraum weiterpieseln sollte. (Ich kenn´ das Pieselproblem ja, wenngleich nicht so extrem und meist hab´ ich das "Glück", dass es im Arbeitszimmer aufs PVC geht, außerdem gehört die Wohnung mir und ist keine Mietwohnung...) Ich hab´ da auch ein blödes Gefühl, jemandem zur Abgabe der Katze zu raten - schrieb ich ja weiter oben schon... so eine Art "Umtausch", wenn der Artikel nicht mehr "gefällt" - ich hab´ da auch ganz doll Bauchweh bei und möchte das eigentlich auch nicht.
Was die Zeit betrifft - das ist allerdings ein Problem. Meine Freundin ist alleinerziehend und vollzeitarbeitend - wirklich viel Zeit bleibt da nicht, und im alten Haus war das auch nicht so das Thema, denn die Katze war ja ohnehin die meiste Zeit draußen. Die "lief" quasi einfach so "mit". Aber auch das werde ich mit ihr nochmal besprechen.

@Sini: "Unfair" finde ich jetzt "unfair", denn Du kennst die Umstände nicht, warum es leider zu dem Umzug kommen musste. Der war bei Anschaffung der Erstkatze nicht abzusehen, und meine Freundin hat sich schon sehr bemüht, eine katzengerechte Wohnung zu finden (von daher ist "winziges Revier" jetzt auch nur im Vergleich zum vorherigen Freigang zu sehen, denn die neue Wohnung ist schon ziemlich groß - ich weiß es nicht genau, aber mehr als 100qm sind es). Leider hat sie nichts Bezahlbares mit Garten gefunden, und natürlich ist das für die Katze jetzt vergleichsweise klein, das ist klar.
Die junge Katze kommt aus dem Tierheim und wurde explizit als Wohnungskatze vermittelt. Die hat sich ja auch schon super eingelebt, geht auf die Couch, aufs Bett, fordert ihre Kuschel- und Spieleinheiten und geht ja auch freundlich auf die Altkatze zu, die aber nix von ihr wissen will und sofort faucht und nach ihr schlägt.
Ich bin daher nach wie vor sehr zwiegespalten - einerseits dem Ganzen noch eine Chance zu geben, andererseits die Altkatze bald in ein neues Freigängerzuhause zu geben (und ja, es ist ein Glück, dass sie da schon jemanden hat, der sie mit Kusshand nehmen würde, auch wenn das am anderen Ende von Deutschland wäre - aber bevor sie in völlig fremde Hände käme, würde ich auch diese Option bevorzugen und die weite Fahrt in Kauf nehmen).
@Simpat: Wie gesagt, die ersten ca. 6 Wochen war die Altkatze ja komplett stubenrein - insofern denke ich schon, dass sie´s "kann", aber jetzt schlichtweg protestiert. Was für Klos das sind, weiß ich jetzt ehrlich gesagt gar nicht.

Und nochmal generell zu der langsamen Zusammenführung:
1) Die Zweitkatze ist ja im Prinzip schon "angekommen". Sie fühlt sich ja schon wohl (bis auf die Attacken der Erstkatze, vor denen sie dann natürlich erstmal wieder flüchtet, sich aber im Prinzip nicht wirklich abschrecken lässt).
2) Die Erstkatze muss sich ja schon mit Wohnungshaltung abfinden - durch die Gittertür würde ihr Revier ja nochmal halbiert - wie praktiziert man das denn dann, dass man gleichermaßen auf beiden Seiten sein kann? Nicht zu vergessen, dass ein 10jähriges Kind im Haushalt wohnt, das ich zwar als sehr umsichtig und vernünftig kennen gelernt habe, das aber vielleicht auch mal die eine oder andere Vorsicht außer Acht lassen könnte?

Jedenfalls danke ich Euch für die ganzen Tipps und Ratschläge, ich werde das meiner Freundin so weitergeben und mal sehen, was davon sie umsetzen kann und will und wie das Ganze dann letztendlich läuft!

LG seven
 
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