Junghund mit im Büro

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luisamarie

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Hallo ihr Lieben,

wir haben einen fast 10 Monate alten Junghund. Französische Bulldogge, männl. Seit ungefähr knapp zwei Monaten nehme ich ihn mit ins Büro.
Leider habe ich kein Büro, wo ich die Türe schließen kann, sondern sitze ziemlich im Gang, wo auch jeder ein und aus geht. Unter meinem Schreibtisch hat er seine Decke und sein Spielzeug. Ab Montag arbeite ich Vollzeit, deswegen nun zum Problem:

Wenn er ohne Leine ist, schmeißt er seit ungefähr 2 Wochen jeden Mülleimer um den er finden kann und schnappt sich auch sonst alles was er finden kann. Da wir natürlich nicht alles verstecken können vor ihm - muss ich ihn leider anleinen. Da fängt er natürlich an zu jaulen und zu quiecken. Man soll dieses Verhalten ja normalerweise so gut es geht ignorieren. ABER mein Chef würde das ganze bestimmt nicht witzig finden, wenn ich den Hund 30 min jaulen lasse. Ich laufe morgens nun extra schon zur Arbeit, damit er etwas ausgepowert ist. Er findet im Büro auch nicht wirklich gut zur Ruhe, da er alles spannender findet - besonders dann, wenn die Kollegen ein und ausgehen. Zudem kommt, dass er seit einer Woche zwei Kollegen anbellt, mit welchen er sich zuvor sehr gut verstanden hat. Bei einem der beiden wird er sogar richtig aggressiv. Will er sein Büro-Revier verteidigen?

Wie krieg ich ihn zur Ruhe oder was kann ich tun, dass er keinen Misst baut, wenn er ohne Leine rumläuft? Die Hundetrainerin sagte bereits, dass wir vllt seine Hundebox mitnehmen sollen zur Arbeit.

Vielen Dank für eure Antworten ! Vielleicht hat ja jemand genau solche Probleme schon lösen können.

Liebe Grüße,
Luisa-Marie
 
  • Junghund mit im Büro Beitrag #2
Es klingt als wäre deinem Hund langweilig. Was machst du denn mit ihm außer spazieren zu gehen?
Es gibt kaum einen Hund dem nur Gassi gehen ausreicht, Hunde brauchen auch geistige Beschäftigung wo sie mal mitdenken müssen. Wenn du deinen Hund körperlich und geistig gut ausgelastet hast kommt er wahrscheinlich auch nicht mehr auf die Idee Mist zu machen. Hunde die unterfordert sind suchen sich nicht selten einfach selber eine Beschäftigung und das gefällt Frauchen/Herrchen nicht immer unbedingt.

Es gibt auch einfach Hunde die nicht fürs Büro gemacht sind, unsere Hündin hat das auch nicht gut mitgemacht. Es ist für einen Hund einfach viel Stress, ständig kommt jemand, es ist laut weil Telefone klingeln, die Menschen ja nun auch miteinander reden usw manchen Hunden macht das nichts aus aber gerade junge Hunde sind dann oft ziemlich schnell reizüberflutet und unruhig, da kann es auch dazu kommen das Leute angebellt werden.
Unsere Hündin war nach den Tagen im Büro immer fix und fertig und im Büro selber sehr unruhig, wollte auch überall gucken, neue Leute begrüßen usw, das war für sie zu viel Stress und sie kam nicht zur Ruhe deswegen haben wir sie dann einfach Zuhause gelassen weil es ihr so besser geht. Bei uns ist der Hund aber auch maximal 4-5 Stunden alleine, da war es nicht schlimm das sie im Büro nicht zurecht kam.
 
  • Junghund mit im Büro Beitrag #3
Deine Französische Bulldogge ist ein Powerpacket der lieber draußen raufen würde ... Ich glaube nicht das der je ein Bürohund wird. Sein Verhalten ist kein Reviervertedigung, sondern er kriegt ja durch sein Fehlverhalten die Aufmerksamkeit die er ja auch braucht. Und wenn er wenig Beachtung bekommt ... so mach er Rabatz. Im Hundekorb wird er nicht lange ruhig bleiben ... und die Randale gibst du damit noch Zündstoff ... Suche dir jemand der Täglich 4 Stunden Zeit hat und sich mit Ihm beschäftigt. Auspauern und danach nach Hause ... da kommt er zu Ruhe ... und hat da auch bestimmt sein Kuschelplatz. Büroatmosphäre streßt ihm wahrscheinlich zu sehr.
 
  • Junghund mit im Büro Beitrag #4
Bei einem 10 Monate alten Hund zu raten ihn erstmal "auszupowern" ist gelinde gesagt naiv.

Damit pushe ich mir einen überdrehten und reizüberfluteten Hund nur immer schön weiter in eine Stressspirale und habe am Ende ein nervöses Nervenbündel was auf jeden kleinsten Reiz schon abdreht.

Der Hund soll nicht im Büro rumlaufen, sondern exakt eine Sache tun- Rumliegen und gar nichts tun.

Und ja, dafür bietet sich eine vernünftig aufgebaute Box an.
Zuhause aufbauen damit er die Box als Ruheort und positiv besetzt wahrnimmt und dann auf der Arbeit Hund rein, Kauteil mit rein und ihn einfach in Ruhe lassen.
Dass die Box entsprechend groß genug sein sollte ist da dann logisch ;)

Für meine Pinscherhündin hatte ich eine Box in der ich selbst mit rein gekönnt hätte, mein größerer Rüde hat ein kleines "Zelt".
Wassernapf mit rein und fertig.

Eine gerade so eben passende Transportbox ist hier nicht (!) geeignet.
Die Box muss groß genug zum Stehen, frei Drehen und vor allen Dingen lang ausstrecken sein.

Das Anbellen der vorher gemochten Kollegen dürfte einfach Frust sein.
Wenn er vorher betüddelt wurde und jetzt angeleint nicht hin darf frustet ihn das und dann wird halt gebellt.
Das ist kein Aggressionsverhalten, sondern eben wie bei einem meckerndem Kleinkind Frust.

Frusttoleranz würde ich da dann auch dringend weiter ausbauen.
 
  • Junghund mit im Büro Beitrag #5
Danke für die schnelle Antwort!
Ja, dass stimmt. Ihm ist tatsächlich langweilig. Ich hatte ihn früher auch zuhause gelassen, da es "nur" 5 Stunden waren. Nun werden es aber 8-9 Stunden. Ich bin schon am überlegen ihn morgens mitzunehmen und in der Pause dann für die letzten 4 Stunden nach Haus zu bringen oder ihn sogar zur Hundebetreuung zu bringen, was natürlich nicht günstig wird.
Er wird hier natürlich auch beschäftigt mit Übungen oder Spieleinheiten - nur leider kann ich ihn nicht dauerhaft beschäftigen. Selbst die Kollegen übernehmen das spielen ab und zu. Sobald er aber wieder "allein" ist fängt er an zu jaulen oder sucht sich halt die Mülleimer etc. aus ... :roll:
 
  • Junghund mit im Büro Beitrag #6
Huhu,
seit Akuma 16 Wochen alt ist nehme ichiIhn nun mit ins Büro.
Ich habe das damals so gehandhabt das im Büro einfach nichts passiert.
Es wird weder gespielt noch wird der Hund begrüßt oder ähnliches, so kam er nicht in die
Erwartungshaltung das im Büro gleich was passiert.
Er liegt die ganzen Stunden da und schläft einfach durch, egal ob Chef oder sonst wer rein kommt
er bleibt liegen oder schläft einfach weiter.
Großartig auslasten tue ich ihn vorher nicht also ich gehe mit ihm spazieren, dass ist alles ^^

Ich würde das anleinen oder das bleiben in der Box oder Decke erst einmal Zuhause üben.
Dein Hund sollte die Box oder Decke positiv verknüpfen und als Ruheort ansehen.
Vielleicht sollte ab jetzt auch im Büro einfach mal nichts mit dem Hund gemacht werden, weder
spielen noch begrüßen, damit dein Hund nicht die Erwartung hat: Wow gleich passiert was.
Dein Hund hat gelernt das er im Büro bespaßt wird und wenn das keiner macht, dann versucht er das
ebend einzufordern mit dem jaulen.
 
  • Junghund mit im Büro Beitrag #7
Ich fürchte, ich kann zum eigentlichen Problem leider nicht wirklich was beitragen - aber unsere Sonderpädagogin hat 3 Elos, die sie fast täglich als Schulhunde mitbringt.
Die Älteste ist erwachsen und Mama der Zweitjüngsten (die jetzt ungefähr 1 oder 1,5 Jahre alt ist), dazu kommt noch die Kleinste, die jetzt so ca. 6-8 Monate alt ist.
Die Älteste ist ausgebildeter Schulhund, die beiden Kleinen sind halt einfach immer so mitgekommen.
Sie haben einen separaten Raum, wo sie zwischendurch "geparkt" werden, haben aber auch sehr viel Zeit bei unserer ehemaligen Schulsekretärin verbracht, wo sie dann halt einfach im Büro unterm Schreibtisch gelegen haben. Seit 2 Wochen haben wir aber eine neue Schulsekretärin, die nicht so hundeaffin ist und sich ohnehin erstmal noch in die neue Situation eingewöhnen und einarbeiten muss - derzeit sind die Hunde also hauptsächlich in ihrem Hunderaum oder aber eben mit der Kollegin in den Klassen unterwegs - und ja, an unserer Schule ist einiges los, da ist permanent Radau und Theater, die Hunde haben also schon einiges an Stresslevel mitzumachen, was aber offenbar ganz gut klappt... In den Pausen gehen sie auch manchmal allein mit 2-3 Kindern Gassi (rund um die Schule, wir "wohnen" direkt neben dem Wald, also sie verlassen das Schulgelände nicht)...

LG seven
 
  • Junghund mit im Büro Beitrag #8
Hallo!
Ich denke, dass es auch noch am relativ jungen alter des Hundes liegen kann, und er erst lernen muss sich in gewissen Situationen zu beherrschen und ruhig zu sein. Kann auch sein, dass es generell ein eher aufgedrehter Hund ist und einfach nicht leicht zur Ruhe kommt, ich kenne das von meinem Hund auch. Manchen Hunden muss man bewusst Ruhe beibringen und ihnen auch zeigen, das man die Situation regelt und sie nicht reagieren brauchen sondern beispielsweise entspannt liegen können. Es gibt auch solche Hunde wie meinen, die wenn man nicht dagegen arbeitet anfangen, alles und jeden kontrollieren zu wollen. Ich schicke dann meinen Hund auf seinen Platz und zeige ihm auch sonst, das er zwar begrüßen darf, der Besuch ihn aber nicht weiter zu interessieren hat, außer er wendet sich dem Hund aktiv zu.

Wenn ich das nicht mache, klebt er dem Besuch die ganze Zeit auf der Ferse und versucht unter Umständen auch aufzureiten, er steht ständig unter Strom. Seit ihm in solchen Situationen zeige, dass er nichts machen braucht, ist er deutlich entspannter. So etwas braucht auch etwas Zeit, der Hund wird es unter Umständen öfter trotzdem versuchen wollen, hier muss man einfach den längeren Atem haben. Es ist gerade für aufgedrehte Hunde wichtig, dass sie auch bewusst ruhen und sich entspannen, sie kommen sonst fast gar nicht mehr runter und stehen ständig unter Strom und in Erwartungshaltung.
So etwas muss natürlich gut und oft geübt werden, am besten auch außerhalb deines Jobs, da ich schätze dass du nicht die ganze Zeit bei deinem Hund sein kannst. Vielleicht könnte euch auch eine Hundebox helfen, einige Hunde kommen hier wenn sie etwas abgeschirmt sind und einen kleinen Raum haben besser zur Ruhe.

Auch hier muss der Hund erst langsam dran gewöhnt werden (wenn er es gut annimmt gehts natürlich auch schneller), es geht darum den Hund nicht gegen seinen Willen hineinzutun da er die Box sonst meiden wird. Wenn es gut läuft, such er die Box auch freiwillig als Rückzugsort auf. Der Hund muss meiner Meinung nach nicht ständig freilaufen im Büro, viele Hunde würden so anfangen sich selbst zu beschäftigen, was sicher nicht zur Freude der Angestellten und des Chefs ausfallen wird. Wichtig ist, dass dein Hund außerhalb deiner Arbeitszeit gut ausgelastet wird (geistig und körperlich), und so auch lernt dass bei dir im Büro eher Ruhe angesagt ist. Außer wenn du zB Pause hast und mit ihm rausgehst, da würde ich es dem Hund deutlich zeigen dass jetzt Zeit für ihn ist, und danach wieder dass er jetzt entspannen kann. Es kann auch sein, dass er aufgrund seines Alters das noch gerade zu Anfang noch nicht so beherrscht, oder auch das es leider nicht klappt.

Ich würde es davor allerdings zumindest versuchen, denn wenn es klappt kann es für alle Beteiligten eine Bereicherung sein. Man kann ihm auch mal etwas zu kauen geben und ihn so beschäftigen, kauen wirkt auch zB stressabbauend. Das würde ich allerdings nicht als Dauerlösung empfehlen, da er wenn er kaut eben auch nicht komplett zur Ruhe kommt weil er ja etwas tut, es kann allerdings gerade am Anfang mal einen guten Ansatz bieten dass sich der Hund überhaupt mal von selbst hinlegt oder eben für diese Zeit in einer Box verweilt. Man sollte eben darauf achten, dass man ihm auch beibringt sich von selbst aus zu entspannen.
 
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