Tierschutzhund erziehen

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  • Tierschutzhund erziehen Beitrag #1
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Nina78

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Hallo,
Ich habe seit 2 Monaten einen Tierschutzhund namens Collin, Yorkshire Terrier Mischling, Männchen kastriert, ungefähr 2 Jahre alt. Er hat sein ganzes Leben im Stall mit anderen Hunden gelebt zur Zucht. Er hat starke Angst vor Menschen, an mich und meine Familie hat er sich schon langsam gewöhnt. Ich bin seine Bezugsperson was man besonders merkt wenn er Angst hat und sich bei mir Schutz holt. Ich habe ihn schon fast alle Grundkommandos beigebracht, das Kommando "hier" schaffe ich nicht ihm beizubringen. Er ist nicht besonders verfressen also ist es schwer ihn damit zu locken, Spielzeug ist auch nicht so seins. Das einzige was er liebt ist rennen also wenn ich wegrenne kommt er gerne aber er bleibt grad mal ne Sekunde bei mir und rennt dann gleich wieder weg. Ich übe es zu Hause und im umzäunten Garten.
Das nächste Problem ist das wenn er draußen etwas hört und er in der Wohnung ist bellt er, besonders nachts. Ich habe versucht ihn abzulenken und ihn auf Kommando beizubringen aufzuhören aber es klappt nicht. Er bellt dann solange bis er nichts mehr hört. Dadurch hat er keinen besonders guten schlaf.
Ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen.
Liebe Grüße Nina
 
  • Tierschutzhund erziehen Beitrag #2
Hey,

Den Abruf einfach immer weiter üben und das Rennen als Belohnung benutzen.

Zum Bellen:

Es ist lästig, aber steh dann wirklich auf, Guck nach was los ist und geh dann mit einem Signalbegriff wieder ins Bett.
So merkt er, dass du seine Warnungen ernst nimmst und kann nach entsprechendem Aufbau schon mit dem Signalbegriff beruhigt werden.

Gerade kleine "Wächter" brauchen die Bestätigung, dass man sie gehört und die Situation als gefahrlos bewertet hat.

Bei meiner Hündin hat es ca. 2 Monate gedauert bis sie gemerkt hat, dass alles ok ist, wenn ich gesagt habe "Alles gut, geh schlafen".
Und sie hat wegen absoluter jeder Regung gebellt inkl. Windgeräuschen.

Bei deinem Hund wird es vermutlich länger dauern durch seine Herkunftsgeschichte, wichtig ist eben weder zu Ignorieren noch zu strafen, sondern Sicherheit zu vermitteln.

Achte beim Bellen auch insbesondere mal auf das "Warn-Wuffen".
Hund hört etwas, macht erst leise "Wuff, es folgt keine Entwarnung und dann legen sie richtig los.

Schafft man es nachher schon beim Warnen zu entwarnen steigern die Hunde sich gar nicht erst ins Dauergekläff rein :)
 
  • Tierschutzhund erziehen Beitrag #3
Den Tipp mit dem Schauen gehen, finde ich gut. Ich denke auch, er wird die Geräusche nicht einordnen können und macht es deswegen. Ich kann mir auch vorstellen, dass sich das irgendwann legt, wenn er sicherer geworden ist.
Zwei Monate ist noch keine Zeit. In einem Jahr wirst du merken, was er für Fortschritte gemacht hat und wie sehr er sich in eure Familie integriert hat.
Das mit dem Herankommen musst du auch weiter üben, immer wieder mit einbauen. Auch wenn er keine Leckerlis möchte, ist das ja nicht schlimm. Wenn du weg rennst, er kommt hinterher und dann dann genau nimmst du das Kommando, was du für das Hersnrufen nehmen möchtest. Wenn er nicht sicher hört, solltest du ihn auch nicht ableinen.

Gebt ihm einfach noch mehr Zeit, der Rest kommt von allein. :)
 
  • Tierschutzhund erziehen Beitrag #4
Hast du schon mal versucht, die super-duper-Belohnung zu geben wenn du das heranrufen übst?
Ich habe auch drei Tierschutzhunde und sie stehen total auf diese ekligen gekauften Frikadellen. Gut geht bei uns auch immer Fleischwurst oder Gouda - natürlich alles in kleinen Stückchen.
Gerade meine sture Stella hat damit einen recht ordentlichen Rückruf gelernt.

Achja und das mit dem nächtlichen Bellen: ich habe es auch so gemacht, dass ich aufgestanden bin, überall geguckt habe und mit einem "alles gut" wieder ins Bett gegangen bin. Natürlich dauert es ein bisschen, bis man Erfolg hat, aber wie bei allem muss man da ein bisschen Geduld aufbringen.

Genauso habe ich ihnen übrigens auch das Gekläffe am Gartenzaun abgewöhnt. Wir wohnen in einer Spielstraße in einem kleinen Wohngebiet, das von Kindern nur so wimmelt, da bin ich von dem fast dauerhaften Gekläffe schier wahnsinnig geworden.
Also durften sie nur noch mit mir in den Garten und immer wenn sie anfingen bin ich den Gartenzaun abgeschritten, habe huin und her geguckt und dann mit dem bekannten "alles gut" Entwarnung gegeben.
Das klappt wirklich gut weil die Hunde merken, dass du sie ernst nimmst und deinen Aufgaben als "Chef" nachkommst und sie damit entlastest!
 
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