Bin ich doch kein Hundemensch ??

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  • Bin ich doch kein Hundemensch ?? Beitrag #21
Auch Hundegroßeltern sind "Großeltern". Wer sagt nicht, dass sie deinen Hund auch geniessen darf. Sie geniesst ihn, wenn er schläft, sie erlaubt ihm auf der Couch zu liegen - sie krault ihn wenn sie Pause macht - die knutscht und drückt ihn bis er kaum mehr Luft mehr kriegt, wenn das für beide Parteien in Ordnung ist, ist das doch kein Problem (wenn du kein Foto gesehen hättest - wüsstest du es auch gar nicht).

Die Frage ist, ob du deine Regeln durchsetzen kannst und dich durchsetzen kannst. Du musst lernen, deinen Hund nicht immer und überall kontrollieren zu können. Was Hunde machen, wenn der Besitzer nicht da ist - findest du auf youtube. Fakt ist- die durchbrechen sämtliche Regeln, räumen kühlschränke aus - zerbeissen Kopfpolster - schlafen entspannt in deinem Bett (und wissen dass du es ihnen nie erlauben würdest). Meine alte Dame ist 14, sie mag nicht gerne alleine sein, aber ist sie alleine durchschläft sie 7 Betten in einer Stunde, baut dort ihre Nester und springt - trotz ihres Alters gut und gerne dafür 70-80 cm Hoch. Mich bettelt sie immer an, dass sie die Treppe nicht schafft, die ist zu hoch... Sie hat Charakter, mittlerweile geht sie sogar mit, wenn ich die Nester zerstöre, die Polster aufschüttel, und seufze.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Bin ich doch kein Hundemensch ?? Beitrag #22
Bei mir zu Hause darf sie ja auf die Couch. Meine Eltern hatten eigentlich gesagt, dass sie bei ihnen das nicht machen soll. Mama ist es eigentlich egal, Papa sieht es ja eh nicht weil er arbeiten ist. Ich wollte damit nur sagen dass sie sich nicht traut sich durchzusetzen weil sie Angst hat dass eventuell der Hund sie nicht mehr leiden kann. Sie ist ja froh dass sie jetzt am 4. Tag an dem sie da ist, nicht mehr knurrt und einen entspannten Eindruck macht. Aber ich denke auch, dass es für Hunde die ängstlich sind ebenso Stress sein kann wenn sie plötzlich die Führung übernehmen müssen, weil kein anderer es macht. Meine Mutter ist ja Gott sei Dank gelehrig und macht alles was ich ihr sage im Bezug auf den Hund zumindest ;)
 
  • Bin ich doch kein Hundemensch ?? Beitrag #23
Hi,

Hier hieß es am Anfang "Der Hund kommt nicht ins Bett", joah, das hier war ca. 6 Wochen nach seinem Einzug:
[VERSTECK]
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[/VERSTECK]

Ansichten ändern sich und wenn deine Eltern jetzt sagen, "Okay, sie darf doch auf die Couch", ja, dann lass sie doch. Das ist ein kleiner Hund, geistig gerade genauso verwirrt wie ein frisch getrennter Welpe, da muss man noch nichts "Durchsetzen". Das erklärt man mit liebevoller Konsequenz, sprich, ich setz den Welpen einfach runter denn was "Runter" bedeutet, weiß die garantiert noch nicht.

Ansonsten verlangt ihr gerade zu viel von ihr. Das deine Mama möchte, dass die Pippa sie mag, ist verständlich aber mit Zwangskuschlen und bedrängen ist das genaue Gegenteil erreicht und ja, ein Hund darf und soll knurren. Wie soll er sich sonst verständlich machen wenn ihr die Körperhaltung und Gestik ignoriert? Eine Whatsapp schreiben kann sie nicht also knurrt sie. Das soll in solchen Situationen heißen, "Das ist mir zu eng, geh bitte weg." Vorher gibt es noch sehr viele Signale, Schnauze schlecken, Zwinkern, gähnen, Lefzen verziehen, Weg gucken, beschwichtigend wedeln, so viele Signale, die man auch über sehen kann und dann kommt halt das Geräuschrepertoire dazu.

Genau wie die Situation als dein Papa ins Arbeitszimmer kam. Die Pippa hat nicht das Zimmer als Ihres angesehen - in dem Alter wollen die nicht die Weltherrschaft an sich reißen - sondern ich vermute (!), dass sie einfach Angst hatte. Ein Mann, vor dem sie eh Angst hat, betritt einen Raum, wo sie bis eben geschlafen hat. Vielleicht hat sie sich erschrocken, hatte Angst, und dann bellt so ein Hund mal. Wie soll sie sich sonst ausdrücken?

Ja, mein Hund darf mich anknurren, darf mir zeigen, dass das was ich gerade tue, ihm unangenehm ist aber ich erwarte im Gegenzug, dass er mir soweit vertraut, dass er nicht weiter geht. Er darf auch bellen wenn er Angst vor etwas hat oder sich erschreckt. Gehört dazu, ist ja keine Maschine.

Beim Thema Treppen scheiden sich die Geister, ich würde und habe den Welpen so lange getragen bis er die Treppen vernünftig hoch und runter laufen konnte. Also zwischendurch immer mal wieder eine Treppe laufen lassen. Solange er noch hoppelt oder springt, würde ich ihn tragen.

Noch ein lieb gemeintes Wort zum Thema Dominanz: Auch hier scheiden sich die Geister aber ich gehe mit der Meinung konform, dass kein Hund die Weltherrschaft an sich reißen will. Ich muss meinem Hund nicht mit irgendwelchen seltsamen Dingen beweisen, dass ich der "Boss" bin. Ich muss nicht vor ihm durch die Tür gehen, ich muss nicht vor ihm essen, ich muss ihn nicht unter buttern damit er weiß, dass ich der Boss bin.
Es soll ein Miteinander sein, kein Gegeneinander. Ihr wollt doch als Team die Welt entdecken und erleben und du möchtest nicht immer darauf achten, dass du auch ja als Chef wahr genommen wirst, oder? Wenn man sich mal ein Hunderudel anschaut - ja, auch hier scheiden sich die Geister - sind die Ranghöchsten Tiere nicht immer die, die den meisten Krach machen. Ein souveräner Hund hat das nicht nötig, er überzeugt durch seine Präsenz, durch sein Handeln und durch seine Fairness und das 24 Stunden am Tag und nicht nur in bestimmten Situationen.
Sei für deinen Hund lesbar, er muss sich auf deine Reaktionen verlassen können und nicht mal Hüh, mal Hott, er muss sich auf dich verlassen können, dir vertrauen und das geht nicht innerhalb von 1,5 Wochen. Das braucht viel Zeit und Geduld und Verständnis von euch. Aber ihr schafft das bestimmt.

Sorry für den Roman. :lol:

Lg Demona
 
  • Bin ich doch kein Hundemensch ?? Beitrag #24
Ich bin für jeden Roman dankbar :)
Ich werde einfach weiterhin mein Bestes geben ihr ein schönes Leben zu bereiten. Und ich werde sehen was die Zeit mit sich bringt. Es ist gut für mich zu hören, dass solche Gedanken häufig vorkommen. Und es war wichtig meine Gedanken mal in Worte zu fassen. Denn die Angst zu versagen ist natürlich groß....

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Gerade hat meine Mutter mir berichtet dass heute Vormittag bzw Mittag alles noch gut war sie war ganz ruhig hat geschlafen ist ab und zu rausgegangen um sich zu lösen und dann kam der Nachmittag dann kam Besuch der saß allerdings draußen das heißt er kam gar nicht in Kontakt mit dem Hund und drinnen hat sie angefangen permanent zu bellen sie hat nicht mehr aufgehört und hatte nonstop Gebellt. Natürlich treibt meine Mutter das auch an ihre Grenzen da auch sie sich die Betreuung des Hundes nicht so vorgestellt hat. Ich werde mal eine Hundetrainerin anfragen ob sie mal eine private Stunde mit meiner Mutter machen könnte damit sie das Problem in den Griff bekommen. Meint ihr das ist eine gute Idee? Das ist natürlich auch belastend für mich dazu weil es mir natürlich auch nicht gut geht wenn meine Mutter oder mein Vater so durch den Hund gestört werden bzw nicht nur dass es das stören ist sondern auch dass sie nicht wissen was sie mit ihr machen sollen und auch dann anfangen zu verzweifeln
 
  • Bin ich doch kein Hundemensch ?? Beitrag #25
Hi,

nur zur Verständnisfrage: Deine Mutter war samt Besuch draußen, die Tür war zu und der Hund war alleine drinnen, habe ich das richtig verstanden?

Wenn ja, wundert ihr euch wirklich, dass sie da bellt? :shock:

Nochmal, der Hund ist seit 1,5 Wochen bei euch, versucht momentan Vertrauen zu gleich drei Leuten - dir, deine Mama und dein Papa - aufzubauen und dann wird sie ausgesperrt? Vor allem weil sie es ja scheinbar gewohnt ist, dass die Gartentür immer offen ist - du hattest geschrieben, dass sie eigenständig raus und rein darf.
Es wäre wohl weniger Stress gewesen wenn deine Mama die Tür offen gelassen hätte und der Besuch die Hündin strikt ignoriert hätte. Dann hätte Pippa die Möglichkeit gehabt, sich dem Besuch in ihrem Tempo zu näher oder sich in ihrem Bedarf zurückzuziehen.

Hundetrainerin finde ich momentan ungünstig, ihr braucht kein Training, ihr braucht schlicht mehr Geduld. Stell dir einfach vor, dass Pippa ein Welpe ist. Ein kleiner, schutzloser Welpe. Wie würdest du mit dem umgehen? Würdet ihr den aussperren? Nein, würdet ihr nicht. Mal kurz die Tür zumachen, okay, aber nicht eine lange Zeit mit dem Besuch in ein anderes Zimmer setzen.

Wenn ich das mit der Vergangenheit richtig verstanden habe, wurde sie einfach über den Zaun geworfen, Alter eigentlich unbekannt aber noch ziemlich jung. Wer den Hund so "entsorgt", wird sich vorher auch nicht wirklich drum gekümmert haben. Im schlechtesten Fall ist sie die ersten Wochen einfach mit ihrer Mutter und eventuellen Geschwistern auf der Straße oder in einem Schuppen aufgewacchsen, Vertrauen zum Menschen dürfte sie gar nicht kennen.

Dann die komplette Umstellung von Rumänien zu dir, das ist mehr als ein Kulturschock für so einen jungen Hund. Die braucht jetzt kein Training, keine Auslastung auf dem Hundeplatz, die braucht Zeit um sich wirklich einzugewöhnen, den Alltag in gleich zwei Haushalten kennenlernen, fremde Umgebung kennenlernen, Straßenverkehr, ungewohnte Geräusche, ich persönlich glaube, dass sie einfach gerade sehr überfordert ist, das könnte auch das Ruhelose erklären. Könnte, muss aber nicht.

Wie jemand oben schon schrieb - Bin mir gerade nicht mehr sicher, wer :uups: - ruhige Spaziergänge an möglichst gleichen Orten, auch mal auf ne Wiese setzen und die Welt beobachten, keine tausende Hundebegegnungen sondern ausgewählte Begegnungen mit ruhigen Hunden. Spielen mit euch um eine Bindung aufzubauen. Eine langsame Gewöhnung an das Leben, in ihrem Tempo und - so böse es sich anhört - nicht so schnell, wie ihr das wollt. Klingt wirklich böser als es gemeint ist.

Und, was mir gerade einfällt, Fotos müssen natürlich noch gezeigt werden. :mrgreen: So ein winziges Avatarbild ist ja gar nichts. :mrgreen:

Lg Demona
 
  • Bin ich doch kein Hundemensch ?? Beitrag #26
Hallo Demona,

die Tür nach draußen war natürlich auf. Die ist gefühlt das ganze Jahr auf :)
Sie hätte raus gehen können, aber wollte nicht. Die letzten Tage hat sie sich ja immer in Büro verzogen und dort gelegen. Meine Mutter ist dann nicht mehr ins Büro weil Pippa dann geknurrt hat und meine Mutter ihr den Raum lassen wollte. Ich habe ihr geraten sie nicht alleine im Büro zu lassen da sie sonst keinen Anschluss finden kann wenn mehrere Räume dazwischen sind. Heute war sie dann nur zusammen mit Pippa im Büro. Sie hat geschlafen, meine Mutter gearbeitet. Meine Mutter könnte sich auch unbeschwert bewegen ohne einen Mucks von Pippa. Dann ist meine Mutter raus weil Besuch kam und Pippa hätte hinterher gehen können um zu schauen was los ist, aber stattdessen hat sie drinnen angefangen zu bellen und nicht mehr aufgehört. Aber ausgegrenzt wird sie niemals. Einen Hundefreund aus unserem Haus hat sie schon, er ist ein ruhiger Zeitgenosse. Und zur Hundeschule gehen wir um unsere Bindung zu festigen und das ein oder andere zu lernen

Wenn ich bloß wüsste wie man Fotos hier einfügt 🙈

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IMG_20181004_200511_963.jpg das ist die kleine

An sich denke ich nicht dass sie einen ängstlichen Charakter hat. Ist sie erst mal beruhigt ist sie sehr neugierig und geht auch in jede Ecke wo ich sie mal nicht sehe. Sie brauch nur Zeit um mal aufzutauen
 
  • Bin ich doch kein Hundemensch ?? Beitrag #27
Welpen haben selten einen ängstlichen Charakter, sie haben nur jede Menge Respekt und vorsicht. Und das ist auch gut so. Nicht jeder welpe traut sich vom 1 Meter Brett zu springen, aber manche finden es cool - die Planke rauszulaufen - weil esso schön federt, andere kotzen sich beim Gefühl längst an.

Und betreffend besuch und bellen. Nehmt sie mit und lasst sie ihre ERfahrungen machen. Nicht jeder ist ein Tierfreund, auch dass muss ein Welpe lernen. Die Meisten Leute werden sie streicheln, sich beschnuppern lassen, vielleicht sogar hochnehmen wollen, wenn das von euch aus passt. Aber es wird auch Leute geben - die einen großen Kreis um deinen Hund machen. Auch dass muss der Hund akzeptieren lerne, dass es eben Leute gibt - die können mit Hunden nichts anfangen und die lässt man dann auch lieber in Ruhe.

Was ich euch raten kann. lasst sie an eurem Leben teilhaben. Die Temperaturen draussen sind prächtig, sie könnte auch mal für einen Einkauf im Auto sitzen bleiben. Sie braucht sehr viele Sinneseindrücke, die machen nämlich genauso müde wie ein Kilometermarsch. Und sie hat spass und langweilig wird es auch seltener.

Alles liebe euch...
 
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