- Sollte man die Hundezucht mit schädlichen Mutationen, wie dem Merle - Faktor , oder ins Extrem gezüchtet Rassenmerkmale nicht stärker ächten ? Beitrag #41
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A-Fritz
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Aber wo setzt man da die Grenze? Jede einzelne unserer Hunderassen ist gesundheitlich eine Verschlechterung zum Wolf.
Ein Wolf hat z.B. in Gefangenschaft (also ohne die Härten der Wildnis) eine Lebenserwartung von 16-20 Jahren. Wie viele unserer Hunderassen können sich das noch aufs Fell schreiben? Wir züchten Rassen, bei denen eine Lebenserwartung von unter 10 Jahren als normal gilt. Ist das dann auch Qualzucht?
Ist es Qualzucht, wenn die Hunde schlappe Ohren haben und dadurch zum einen schlechter kommunizieren können und zum anderen dadurch die Wahrscheinlichkeit von Entzündungen erhöht ist? Je nach Rasse sogar "normal" ist?
Ab welcher Schnauzenverkürzung oder Rückenverkrümmung und ab welcher Verkürzung der Extremitäten ist es eine Qualzucht?
Ist ein häufiges Vorkommen von bestimmen Erkrankungen eine Qualzucht? Und wenn ja, von welchen und warum genau diese und andere nicht?
Auch bei Arbeitshunden wird nicht auf Dinge wie z.B. Lebenserwartung geschaut. Sie wurden/werden ja nun wirklich nur aus egoistischen Gründen gezüchtet und das Wohlbefinden und die Gesundheit vom Tier ist/war nur dann und in den Bereichen von Interesse, die für die Arbeit nützlich sind/waren.
Mal davon abgesehen, dass Arbeitshunde in der heutigen Gesellschaft oft mehr leiden müssen als ein Hund, dessen Gehör schlechter ist. Aufgebissene Pfoten aus Langeweile etc. sind durchaus auch Leiden. Ist das also dann auch eine Qualzucht?
In einem anderen Thema wurden z.B. Wolfhunde als generelle Qualzucht hingestellt, obwohl sie gesundheitlich sehr gut dastehen. Einfach aus dem Grund, weil es bei ihnen schwerer ist einen passenden Halter zu finden.
Ich denke da zieht einfach jeder seine eigenen Grenzen.
So wie ich das nun mit der Farbgebung "Merle" verstanden habe, führt es bei gewissenhafter und kontrollierter Zucht so gut wie nie zu irgendwelchen Problemen.
Wenn dem so ist, dann sehe ich dabei keine Qualzucht. Da wäre für mein Empfinden z.B. jeder Hund mit Schlappohren "ärmer dran".
Aber wie gerade gesagt... da wird jeder seine ganz persönlichen Grenzen ziehen.
Im Endeffekt ist Hundezucht immer egoistisch.
Hallo,
Du hast recht , die Entwicklung vom Wolf zum Hund, hat für den Hund ständig eine Verringerung seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten gebracht , nur gibt es wohl heute weit mehr Hunde wie Wölfe.
Die meisten Hunde sind aber völlig abhängig von den Menschen und ohne ihn nicht lebensfähig.
Dieses ist leider so , nur sollte man dieses als unumkehrbare Tatsache akzeptieren ?
Ich denke, hier wurde schon lange jede Grenze überschritten .
Wichtig ist es , dass diese Tatsache möglichst vielen Menschen bewusst wird ,
damit wenigsten die Extreme dieser Entwicklung eingeschenkt und verhindert werden .
Fritz.