Ich hab noch einen interessanten Artikel zu meiner Meinung gefunden
Gedanken über Vögel fangende Freilaufkatzen
Der Streit zwischen Vogel- und Katzenfreunden über dieses Thema hält nun schon einige Jahre an, und die Meinungen gehen hier weit auseinander. Vielleicht gelingt es, ihn durch wissenschaftliche Ergebnisse und bessere Kenntnisse über das Verhalten der Katze etwas zu entschärfen.
Vor allem sollte man bei diesem Thema möglichst gefühlsmäßige Ansichten ausschließen.
Bestimmt ist es außerordentlich wichtig, unsere Natur, und damit verbunden den Bestand der Vögel, zu erhalten. Am Rückgang des heimischen Vogelbestandes sind aber weniger die Katzen als vielmehr die Verringerung des Lebensraums der Vögel usw. schuld. Unbestritten bleibt, daß selbst der liebste Zimmertiger ein kleines Raubtier bleibt. Der Katze sind viele Handlungsweisen, z. B. der Freß- und Sexualtrieb, angeboren. So sind u. a. auch der Fang- und Tötungstrieb Instinkthandlungen. Die Katze muß ein sich bewegendes mögliches Beutetier einfach fangen und töten, ob sie nun will oder nicht. Spielt man mit einer Katze, so wird sie nach allen sich bewegenden Gegenständen haschen. Dieser Trieb ist nicht nur bei Wildkatzen und verwilderten Hauskatzen zur Nahrungssicherung vorhanden. Es gibt viele gut gefütterte Hauskatzen, die Mäuse fangen und diese stolz nach Hause tragen, die Beute aber nicht fressen. Sie reagieren so die angestauten Kräfte bei der Jagd als Sport ab, was wir Menschen ja auch tun.
Die Katze fängt ihre Beute indem sie ihr oft stundenlang konzentriert auflauert, sich sorgfältig in geduckter Haltung heranschleicht, von oben auf das Opfer springt und es dann tötet. Es fällt der Katze bedeutend schwerer, einen Vogel, der nicht auf ebener Erde zu fliehen versucht sondern in die Höhe fliegt, zu bekommen. Der Vogelfang wäre also viel zu anstrengend und zu unergiebig. Sicher gibt es Katzen, die sich besonders auf Vogelfang spezialisieren, dies ist aber die Ausnahme. Katzen sind zwar in der Lage, kranke, alte oder sehr junge Vögel zu fangen, sie können aber niemals den Vogelbestand gefährden. Dieses haben Institute, u.a. das Institut für Haustierkunde der Christian-Albrecht-Universität in Kiel, die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung des Landes Nordrhein-Westfalen in Bonn und die Vogelwarte Helgoland, bewiesen, indem sie Katzen beobachtet und den Inhalt von Katzenmägen analysiert haben. Insgesamt 309 Beutetiere wurden zu Hause der Katze abgenommen, 1454 Mägen von Katzen untersucht, die in Feld und Wald als "streunernd" oder "wildernd" abgeschossen worden sind. Neben den vielen leeren Mägen und solchen, die nur Magensaft enthielten (ca. 25%), fand sich in unterschiedlicher Häufigkeit (bis zu 50%) Katzenfutter, Gemüse, Kartoffeln usw. In geringen Mengen wurden Kaninchen, Fasanen und Rebhühner gefunden, der überwiegende Teil der Beute bestand aus Nagetieren, vor allem aus Wühlmäusen. Vögel kamen nur zu 6% vor. Die meisten der erbeuteten Vögel waren Bodenbrüter - - wieder ein Beweis, daß sich die Katze nur bedingt zum Fangen von Vögeln eignet. Als Mäusefängerin hat sie den Menschen aber unbestritten vor großem Schaden bewahrt. Sicher verschiebt sich das Ergebnis in Städten und Dörfern etwas, so daß der Katze hier mehr Kleinvögel zum Opfer fallen. Zur Verhütung können alle Katzen- und Vogelfreunde beitragen.
Vogelhäuser z.B. sollten so aufgehängt werden, daß sie von einer Katze nicht erreicht werden können. Sollte man eine Katze beim Fangen eines Vogels beobachten, so kann man sie rechtzeitig vertreiben ohne ihr etwas anzutun. Ob Katzen nun nur im Hause gehalten werden oder ob man ihnen freien Auslauf gestattet ist selbst unter Katzenbesitzern umstritten. Gewöhnt man ein Tier von klein auf an ein Leben im Haus, was wegen der großen Gefahren z.B. im Straßenverkehr, durch Vergiftungen, Tierquäler, Tierfänger usw. vorzuziehen ist, so vermissen die Katzen die Freiheit kaum und passen sich den veränderten Lebensbedingungen bei richtiger Haltung gut an. Bei Katzen, die es gewohnt sind frei herumzulaufen, dürfte es allerdings problematischer werden. Daß diese Tiere kastriert sind und somit nicht unkontrolliert für Nachwuchs sorgen können, sollte selbstverständlich sein. Katzen wÄhrend der Brutzeit der Vögel im Hause zu halten, ist aus Sicht vieler Tierschützer Tierquälerei für die Katze. Ein Glöckchen am Halsband der Katze ist ziemlich unsinnig, da ein gesunder Vogel schon vorher die Katze wahrnimmt. Die "Tierfreunde", die sich ein niedliches Kätzchen anschaffen und dieses als ausgewachsene Katze verantwortungslos aussetzen und ihrem Schicksal überlassen sind auf das schärfste zu verurteilen und bei Bekanntwerden anzuzeigen.
Zum Schluß noch ein Wort des bekannten Verhaltensforschers Professor Paul Leyhausen:
"Der liebe Gott hätte die Katze oder den Vogel anders geschaffen,
wenn er dieses Verhalten mißbilligt hätte."
Quelle:
http://www.katzenhilfe-norderstedt.de/i-ratgeber-vksdvto.html
Meine Katze ist aus bestimmten Gründen übrigens kein Freigänger, mich würde diese fikive Steuer also so, oder so nicht betreffen, was mich allerdings nicht daran hindert, dagegen zu sein, da ich diese Art der Haltung für besser halte, als die Wohnungshaltung

Wollt ich nur mal so erwähnen.