Gliederhalsband / Kette als Bedingung!?

Diskutiere Gliederhalsband / Kette als Bedingung!? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Meiner Meinung nach sollte man überhaupt keine Halsbänder verwenden. Meine Hunde haben ein Geschirr, weil ich kein Lebewesen am Hals anleinen...
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  • Gliederhalsband / Kette als Bedingung!? Beitrag #61
Meiner Meinung nach sollte man überhaupt keine Halsbänder verwenden. Meine Hunde haben ein Geschirr, weil ich kein Lebewesen am Hals anleinen möchte. Ich finde dies einfach unmenschlich und für mich persönlich ist es eine Art von Gewaltanwendung. Ich selbst habe alle Terrier ohne ständiges Zerren am Hals erzogen und mit keinem gibt es Probleme. Ich verstehe auch, dass es dazu andere Meinungen gibt, aber dies ist meine persönliche Einstellung und ich will hier niemanden beleidigen. Somit ist auch klar, dass ich einem Hund niemals solch ein Gliederhalsband anlegen würde.
Den Trainer würde ich einfach mal selbst fragen, warum er dies für nötig hält.
 
  • Gliederhalsband / Kette als Bedingung!? Beitrag #62
Meiner Meinung nach sollte man überhaupt keine Halsbänder verwenden. Meine Hunde haben ein Geschirr, weil ich kein Lebewesen am Hals anleinen möchte. Ich finde dies einfach unmenschlich und für mich persönlich ist es eine Art von Gewaltanwendung. Ich selbst habe alle Terrier ohne ständiges Zerren am Hals erzogen und mit keinem gibt es Probleme.

Hallo Ophelia!
Ich stimme mit Dir vollends überein: Ein Halsband ist erst dann angezeigt, wenn es nur mehr ganz zarte Signale sind, die beim Hund ankommen sollen, wenn der Hund also grundsätzlich leinenführig ist und gut auf seinen Besitzer achtet.
Bei Welpen und Junghunden würde ich auch immer ein Brustgeschirr verwenden, damit sie a) nicht einen plötzlichen Zug am Hals (und der so empfindlichen Wirbelsäule) bekommen, falls sie mal ins Ende der Leine rennen; b) nicht alles, was sie neugierig erkunden oder auch jede Hundebegegnung gleicht mit einem schmerzhaften Reiz am Hals verküpfen; und c) damit sie nicht bereits unempfindlich am Hals geworden sind, ehe die eigentliche Erziehung (die "Feinarbeit") beginnt.

Wenn ein Hund später ganz locker an der Leine geht oder überwiegend überhaupt nicht mehr angeleint zu werden braucht, kann es auch ein Halsband sein, finde ich. (Aber ein bequemes, weiches Halsband - warum auch nicht?)

Meine Silvie trägt auch ein Brustgeschirr. Sie ist noch nicht leinenführig, und ich konnte es nicht mit ansehen, wie sie, als sie mir gebracht wurde (mit Halsband) sich da derart reinhängte, dass sie erstens fast keine Luft bekam und zweitens auch den Rücken beim Ziehen so krum bog (wo sie doch ohnehin ein Problem hat mit der Hüfte!). Mit dem Geschirr geht sie gerade und zieht viel weniger. Und wenn wir an der langen Leine das Aufmerksamkeitstrainig machen, ist es nicht so schlimm, wenn sie mal ins Ende der Leine läuft, weil sie noch nicht so gut auf meine Wendungen achtet. Diese Übung würde ich nie mit einem Halsband machen!

Meine Hündin Malka lässt sich überwiegend an der "unsichtbaren" Leine führen. :) Ihr Halsband übt keinen Zug oder Druck aus auf den Hals, sondern dient mehr zum Befestigen der Hundemarke. :mrgreen:

Diesen Hundeverein habe ich übrigens seither nicht mehr aufgesucht. Hab zurzeit irgendwie doch nicht die Energie, dort die Grundeinstellung in Bezug auf Hundeerziehung zu verändern... :eusa_eh:
 
  • Gliederhalsband / Kette als Bedingung!? Beitrag #63
hallo!
also bei uns im verein waren/sind diese halsbänder auch pflicht dies ligt allerdings daran, das viele halter schon mit `versauten´ tieren herkommen. und damit mann auch gleich richtig arbeiten kann, wurde das so eingeführt. und diese begründung mit des leder spüren die nicht, haben wir auch immer gesagt, damit wir uns nicht immerwieder auf sinnlose diskusionen einlassen müssen. viele von uns (auch ich) sin dann als die hunde ausgebildet waren aufs stachelh. umgestiegen. dies aber nicht, weil wir sonst nicht mit den hunden klaar kommen sondern weil so (wenn doch mal von nöten) der `zug´ an der leine nur einen ganz kleinen müh braucht (sonst tuts ja weh) damit der und es merkt aber kein ausenstehender etwas mitbekommt!

lg yvonne und de vierbeiner!
 
  • Gliederhalsband / Kette als Bedingung!? Beitrag #64
hallo kayla ,
ist es nicht so ,das wenn ein hund ausgebildet ist ,er dann auch pariert !
und dann auf ein stachelhalsband umsteigen ?kingt ja so als ob es dann bequemer ist und dem hund auch noch unsichtbar für andere unangenehme dinge zugeführt werden.
 
  • Gliederhalsband / Kette als Bedingung!? Beitrag #65
Ja es ist auch bequemer, als sich intensiv mit dem Hund zu beschäftigen und das Problem an der Wurzel zu packen. :roll: Der Hund folgt doch dann nur aus Angst vor Schmerzen, wo bleibt da das vertrauen und die Bindung?
Ich versteh einfach nicht warum da sofort wieder zu einem Hilfsmittel gegriffen wird. Und warum bekommt bei euch sofort jeder Hund so ein Halsband um? :eusa_eh:

Und was heisst sinnlose Diskussionen? Stört es euch etwa, dass einige Halter kritisch nachfragen (was ihr gutes Recht ist!)? Das sie nicht alles glauben was da erzählt wird. Oder gibt es einfach keine guten Argumente für so ein Halsband?

Nebenbei, Stachelhalsbänder gehören einfach nicht in die Hundeerziehung.

LG
 
  • Gliederhalsband / Kette als Bedingung!? Beitrag #66
also bei uns im verein waren/sind diese halsbänder auch pflicht dies ligt allerdings daran, das viele halter schon mit `versauten´ tieren herkommen. und damit mann auch gleich richtig arbeiten kann, wurde das so eingeführt.

Kayla, was meinst Du mit "versauten" Tieren? Und mit: "richtig arbeiten"?

und diese begründung mit des leder spüren die nicht, haben wir auch immer gesagt, damit wir uns nicht immerwieder auf sinnlose diskusionen einlassen müssen.

Ich frage mich, warum solche Diskussionen als "sinnlos" empfunden werden. Bei dem Verein, bei dem ich da war, herrschte auch die Tendenz, die lästige Nachfragerei von uns Hundehaltern abzubügeln. Aber sollte es nicht immer darum gehen in der Hundeerziehung, Neues dazu zu lernen, veraltete Erziehungsmethoden zu hinterfragen? Und was ist wichtiger, als dem Hundehalter Hundewissen zu vermitteln? In meinen Augen zeichnet sich eine gute Hundeschule dadurch aus, dass die Trainer gesprächsbereit sind, und dass man sich immer auch den einzelnen Hund anschaut, was der jetzt braucht.

viele von uns (auch ich) sin dann als die hunde ausgebildet waren aufs stachelh. umgestiegen. dies aber nicht, weil wir sonst nicht mit den hunden klaar kommen sondern weil so (wenn doch mal von nöten) der `zug´ an der leine nur einen ganz kleinen müh braucht (sonst tuts ja weh) damit der Hund es merkt aber kein ausenstehender etwas mitbekommt!

Das, liebe Yvonne, macht mich einfach nur traurig und wütend, wenn ich es lese. "Ausgebildete" Hunde bekommen bewusst einen (egal wie leichten) Schmerzreiz am Hals zugefügt, damit kein Außenstehender sieht, wenn sie korrigiert werden? :eusa_eh: Wo bleibt da die Kommunikation mit dem Hund? Man hat doch keine Maschine am anderen Ende der Leine!

Was ist so schlimm daran, wenn ein Außenstehender mitbekommt, wie ich mit meinem Hund kommuniziere (verbal und mit Körpersprache) und ihm auf diesem Wege zeige, was ich von ihm möchte? Erst das zeigt für mich eine gut funktionierende Hund-Mensch-Beziehung: wenn ich sehe, dass der Mensch mit seinem Hund kommuniziert, ihm also sagt und zeigt, welches Verhalten richtig ist, den Hund dann lobt, oder eben ihn korrigiert (auch mit Worten und Gesten!) wenn es noch nicht optimal ist.

Gibt es im Hundesport wirklich Prüfer, die es besser finden, wenn ein Hund mittels Schmerzreiz - aber wortlos (heimlich sozusagen) - dirigiert wird, als wenn ein Mensch-Hund-Team richtig zusammen arbeitet, gemeinsam agiert? :eusa_eh:
 
  • Gliederhalsband / Kette als Bedingung!? Beitrag #67
Hallo erstmal,
ich traf durch Zufall auf diese Seite-
natürlich ist man in der Hundeausbildung heutzutage einige Schritte weiter, als noch vor Jahren.
Deshalb bildet man sich ja auch durch Lehrgänge weiter!
Wünschenswert ist es, dass unsere Hunde möglichst konsequent ausgebildet werden. Denn Konsequenz ist das, was in einem Rudel den Rudelführer ausmacht.
Konsequent heißt nicht ungerecht dem Tier gegenüber werden und vor allem gewaltfrei bleiben.
Jetzt muß ich meine Ansprüche an den Hund hinterfragen.
Möchte ich einen Hund, der mich im Alltag begleitet, dennoch aufs Wort hört, aber ansonsten reicht mir dies.
Dann haben die meisten auf dieser Seite des Forums Recht.
Leider zeigt der Alltag oft ein anderes Bild.
Möchte ich aber an einer Prüfung teilnehmen, dann habe ich mich den Gepflogenheiten dieser Prüfung zu beugen (dem VDH).
Diese Prüfung ist an Normen und Regeln gebunden.
Mit dieser Prüfung repräsentiert man auch in gewisser Weise den Verein, für den man startet. Damit beantworte ich gleich auch die hier aufgekommene Frage:" Muss man für eine Prüfung einem Verein angehören? -"JA"
Hundeschulen können keinen Leistungsrichter einladen und somit auch keine Prüfung durchführen. Und das beginnt mit dem hier immer wieder genannten -Team-Test.
Habe ich also ein Problem mit den geforderten Übungen und Durchführung dieses Testes, ist das völlig legitim, ich muss aber auch so ehrlich sein, dann zusagen, ich unterziehe mich dieser "Prozedur" nicht.
Man kann auch über bestimmte Punkte in der Führerscheinprüfung diskutieren.
Ich habe zwei Altdeutsche Schäferhunde.
Hatte früher auch Briards (einen davon als Rettungshund ausgebildet) und Schäferhunde als Diensthund im Polizeidienst geführt.
Hier ist auch nicht immer alles zu meiner Zufriedenheit gelaufen.
Ich bemühe mich, Hunde möglichst artgerecht und konsequent auszubilden.
Und zwar mit Lob und Tadel (Tadel ohne Gewalt).
Meine Hunde laufen auch häufig ohne Halsung herum, werden mit in den Urlaub genommen (Bergsteigen usw.) und haben, so glaube ich, ein schönes Leben.
In dem oben beschriebenen Verein wurde nie erzählt, dass man zum Team-Test dem Hund ein Gliederhalsband umlegen muss.
Es wurde gesagt, wer bei dieser Team- Test- Gruppe sich auf die Prüfung vorbereiten will, der führt seinen Hund bitte am Gliederhalsband.
Man hat aber in unserem Verein viele Gruppen, in die man sich integrieren kann.
Die Halsbänder sind dort nicht vorgeschrieben.

gez. der gescholtene "Gruppenleiter, Ausbilder, Typ usw."
bei einer nicht immer ganz sachlich geführten Diskussion.
P.S.
Es gibt nicht einen Prüfer, der Schmerzreiz zum Dirigieren will.
Selbst ein hier so verteufelter leichter Leinenruck führt während einer Prüfung sofort zu einem oder mehrerer Punktabzüge.
Deshalb baut man den Leinenruck auch wieder ab und setzt ihn nur dort ein, wo es nötig ist.
Also müßte bei guter Ausbildung dieser Ruck im laufe der Zeit (einige Hunde benötigen ihn vielleicht gar nicht mehr) immer weniger werden.
Und Zeitdruck haben immer nur die Teilnehmer.
Wir haben jedes Jahr -2- Prüfungen.
Und ich arbeite nur ehrenamtlich und aus Spaß an der Freud und den Hunden,
ich Macho, ich!
 
  • Gliederhalsband / Kette als Bedingung!? Beitrag #68
Hallo Calli ,
herzlich Willkommen hier im Forum.
Da haste nen coolen Text verfasst.Damit teilst du hier die Meinung mit sehr vielen.:clap:
Un zu dem ollen Kettendingens,danke für die Aufklärung.
 
  • Gliederhalsband / Kette als Bedingung!? Beitrag #69
Hallo Calli!

Erstmal vielen Dank für Deinen langen Beitrag, der ja schon viele Dinge sehr gut auf den Punkt bringt!

Ich hatte ja seinerzeit den Thread eröffnet, um Antworten zu bekommen auf die Frage des Warum. (Bin halt eine dieser lästigen Warum-Fragerinnen. ;) ) und einige Warums hast Du nun beantwortet. Einige sind aber auch offen geblieben und vielleicht kannst und magst Du diesbezüglich noch weiterhelfen?

Möchte ich aber an einer Prüfung teilnehmen, dann habe ich mich den Gepflogenheiten dieser Prüfung zu beugen (dem VDH).
Diese Prüfung ist an Normen und Regeln gebunden.
Mit dieser Prüfung repräsentiert man auch in gewisser Weise den Verein, für den man startet. Damit beantworte ich gleich auch die hier aufgekommene Frage:" Muss man für eine Prüfung einem Verein angehören? -"JA"

Es hieß, für den Team-Test müsse man nicht dem Verein angehören. Mir war insofern nicht deutlich, dass die Frage des Halsbandes schlicht zu den Normen und Regeln gehört, denen man "sich beugen" müsse. Als Antwort auf meine Frage nach dem Warum kam:
1.) Weil ein Lederhalsband "zu weich" sei und der Hund dann "nichts spüren" würde und
2.) Ich bräuchte ja nicht am Kurs teilzunehmen, wenn mir diese Regelung nicht gefiele.

Habe ich also ein Problem mit den geforderten Übungen und Durchführung dieses Testes, ist das völlig legitim, ich muss aber auch so ehrlich sein, dann zusagen, ich unterziehe mich dieser "Prozedur" nicht.

Naja, diese Konsequenz habe ich dann ja auch gezogen. An den geforderten Übungen lag das aber nicht!

...
In dem oben beschriebenen Verein wurde nie erzählt, dass man zum Team-Test dem Hund ein Gliederhalsband umlegen muss.
Es wurde gesagt, wer bei dieser Team- Test- Gruppe sich auf die Prüfung vorbereiten will, der führt seinen Hund bitte am Gliederhalsband.

Das war schon klar. Mir ging es darum zu verstehen, was der Grund hierfür ist. Eine Erklärung im Sinne von "Das ist nun mal so, finde dich damit ab oder bleib weg" ist ja irgendwie nicht zeitgemäß unter Erwachsenen. Ich muss als Hundehalterin hinter dem stehen, was ich mit meinem Hund mache. Da ich Lernende bin, bin ich auch bereit, etwas auszuprobieren, was für mich neu ist, aber ich will die Hintergründe verstehen. (Meine Hunde spüren es, wenn ich etwas nur halbherzig tue oder verlange, und reagieren entsprechend halbherzig.) Hinzu kommen meine Erfahrungen von früher, wo mir von Hundetrainern Methoden nahe gelegt und auch ganz plausibel erklärt wurden, die ich im Nachhinein als viel zu grob und ungerecht erkannt habe.

Deshalb an dieser Stelle noch mal die Frage - nun an Dich, da Du Dich auskennst: Warum sind diese Gliederhalsbänder erwünscht und sogar Bedingung? Was will man erreichen, was man mit einem normalen Lederhalsband oder Brustgeschirr nicht erreichen kann?

Es gibt nicht einen Prüfer, der Schmerzreiz zum Dirigieren will.

Das beruhigt mich. Hatte ich aber auch nicht wirklich geglaubt.

Selbst ein hier so verteufelter leichter Leinenruck führt während einer Prüfung sofort zu einem oder mehrerer Punktabzüge.
Deshalb baut man den Leinenruck auch wieder ab und setzt ihn nur dort ein, wo es nötig ist.
Also müßte bei guter Ausbildung dieser Ruck im laufe der Zeit (einige Hunde benötigen ihn vielleicht gar nicht mehr) immer weniger werden.

Aber zu Beginn soll der Leinenruck gut sein? Wozu genau? Demnach noch mal meine Frage: Was möchte man, das der Hund spüren soll, wenn man das Gliederhalsband für die Teilnahme am Kurs auf die Vorbereitung zum Team-Test vorschreibt?

Ich möchte noch mal betonen, dass ich für mich durchaus unterscheide zwischen Team-Test (bzw. dem, was ich dahinter vermute bzw. was der Begriff vermuten lässt) und Begleithundeprüfung (obwohl auch das Wort "begleiten" ein Miteinander, eine Zusammenarbeit suggeriert). Jedenfalls hatte ich gedacht, im Team-Test ginge es um das Mensch-Hunde-Team, also um Kommunikation und gegenseitiges Verstehen, um ein Miteinander. Auch um gegenseitiges Vertrauen.
Das heißt, bevor ich mir das Recht nehme, meinen Hund mittels eines wie auch immer gearteten Reizes am Hals zu korrigieren, muss ich ihm vermitteln, was ich von ihm will, damit er überhaupt eine Chance hat, seine Sache richtig zu machen. Alles andere empfinde ich als ungerecht.

Vielfach aber sieht man Hundehalter, die ihren Hund mithilfe von Leine und Halsband hierhin und dorthin zerren, ihn mithilfe der Leine von etwas zurückziehen, ohne ein Wort mit ihm zu reden. Diese Menschen haben ihre Hunde im wahrsten Sinne des Wortes "im Griff" - aber mit "Teamarbeit" hat das nicht viel zu tun. Der Hund weiß überhaupt nicht, warum er hier von einem Artgenossen, dort von einem Passanten oder etwas Essbarem weggezogen wird.

Insofern darf und muss ich nachfragen dürfen, warum bei einem Kurs zum Team-Test Gliederhalsbander vorgeschrieben werden! Nicht mehr und nicht weniger.

Vielleicht kannst Du meinem Verständnis ja noch ein bisschen aufhelfen?
 
  • Gliederhalsband / Kette als Bedingung!? Beitrag #70
Hallo Annika-17,
wenn ich eine Gruppe in der Ausbildung übernehme, dann bin ich auch für diese Gruppe während dieser Zeit verantwortlich.
Wir sind ein Verein und keine Hundeschule.
Uns geht es nicht um das Geldverdienen und somit den Hundehaltern nach dem Mund zu reden, damit sie beim nächsten Mal wieder kommen, da nur so Geld in die Kasse des jeweiligen, teilweise selbsternannten Hundekenners kommt.
Und ein Gliederhalsband ist nun einmal die sicherste Art, einen Hund zu führen.
Es wäre nicht das erstemal, dass eine Halsung nachgibt und die Hunde sogar aufeinander losgegangen sind.
Weiterhin ist die Erziehung einfacher mit einem Gliederhalsband.
Viele, die mit ihrem Hund zu einem Gebrauchshundeverein kommen, haben schon einige Methoden mit ihrem Liebling durchlebt und sie haben nicht den gewünschten Erfolg gebracht.
Zwang ist es für den Hund eigentlich schon, wenn man ihm grundsätzlich eine Halsung umlegt, ihn dann an der Leine führt und ihm eine bestimmte Richtung vorgibt, die er eigentlich nicht möchte.
Doch um diesen Zwang dem Hund nicht zuzumuten, müßte ich allein in einem Wald wohnen, wo er tun und lassen könnte, was er möchte.
Doch will ich mit meinem Hund in der zivilisierten Welt leben, hat er sich bestimmten Regeln zu unterwerfen, die uns vorgegeben sind.
Leider ist es in der heutigen Zeit so, dass die Masse der gehaltenen Hunde entweder mit anderen Hunden nicht sozialisiert sind, oder keinen Gehorsam erfahren haben.
Wenn ich spazieren gehe, gibt es kaum einen Hund, der sich nicht wie wild an der Leine gebärdet, wenn ich mit meinen Hunden an diesem "Team" vorbei muss.
Meine sind da ganz gelassen und ignorieren den anderen Hund teilweise sogar.
Weil sie erzogen wurden, haben sie keinen Stress in dieser Situation.
Wenn ich jetzt eine Gruppe übernehme, dann hat doch jeder selbst in der Hand, welche Intesität er seinem Hund an der Leine zuteil werden läßt.
Ich greife auch bei zu ungestümen Tadeln ein.
Aber Du hast es selbst geschrieben.
Viele ziehen nur an ihren Hunden herum und davon wollen wir ja weg.
Du schreibst weiterhin, dass viele Sachen in unserem Verein nicht angesprochen wurden.
Sagst aber auch am Anfang dieses Threads, dass Du nur zweimal in "diesem Verein" vorstellig warst.
Du hast weder einen Welpen noch einen Junghundkurs bei uns besucht.
Dann hättest Du gewusst, dass wir gewaltfrei, mit viel Liebe und Motivation der Hunde arbeiten.
Da hätten sich die meisten Fragen so nicht gestellt.
Ansonsten, denke ich, habe ich meine Meinung schon im ersten Artikel deutlich gemacht.
Man kann vieles hinterfragen, aber man muss auch mal Vertrauen in die Ausbildung langjähriger Erfahrung unserer Ausbilder haben.
Sollte es dort zu Mißhandlungen von Hunden kommen, dann ist es nur Recht und billig, dies anzusprechen und vielleicht auch mit den nötigen Konsquenzen
für die betreffende Person.
Dazu muss man aber auch eine zeitlang an der Ausbildung teilgenommen haben, um dies beurteilen zu können.

Gruß Calli
 
  • Gliederhalsband / Kette als Bedingung!? Beitrag #71
Hallo Calli!

Ich danke Dir sehr für Deine ausführliche Antwort und habe jetzt vieles auch besser verstehen können! :clap:

...
Wir sind ein Verein und keine Hundeschule. Uns geht es nicht um das Geldverdienen und somit den Hundehaltern nach dem Mund zu reden, damit sie beim nächsten Mal wieder kommen, da nur so Geld in die Kasse des jeweiligen, teilweise selbsternannten Hundekenners kommt.

Hier war mir der Unterschied hinsichtlich der Strukturen und des Geldes wohl bewusst, nicht aber hinsichtlich der Ausbildung der Ausbilder und der Wirkung auf die Hunde. Ich würde jedenfalls nicht sagen, dass jemand, der daran verdient (und sich evtl. seinen Lebensunterhalt damit verdient) unbedingt schlechteren Unterricht machen muss. :roll:

Und ein Gliederhalsband ist nun einmal die sicherste Art, einen Hund zu führen.
Es wäre nicht das erstemal, dass eine Halsung nachgibt und die Hunde sogar aufeinander losgegangen sind.

Das ist eine wirklich einleuchtende Erklärung, die ich ohne weiteres akzeptieren kann. Dieser Aspekt war mir nicht bewusst gewesen (vielleicht, weil ich nicht das Problem habe mit Hunden, die an der Leine aggressiv werden), aber das ist natürlich eine wirklich sinnvolle Erklärung: Ein Gliederhalsdband kann weder nachgeben noch reißen! :idea:

Weiterhin ist die Erziehung einfacher mit einem Gliederhalsband.
Viele, die mit ihrem Hund zu einem Gebrauchshundeverein kommen, haben schon einige Methoden mit ihrem Liebling durchlebt und sie haben nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Meine kleine Hündin lässt sich mit einem Geschirr mit Abstand am "einfachsten" führen!

Zwang ist es für den Hund eigentlich schon, wenn man ihm grundsätzlich eine Halsung umlegt, ihn dann an der Leine führt und ihm eine bestimmte Richtung vorgibt, die er eigentlich nicht möchte.
Doch um diesen Zwang dem Hund nicht zuzumuten, müßte ich allein in einem Wald wohnen, wo er tun und lassen könnte, was er möchte.
Doch will ich mit meinem Hund in der zivilisierten Welt leben, hat er sich bestimmten Regeln zu unterwerfen, die uns vorgegeben sind.

Das meinte ich auch nicht eigentlich. Ich dachte in meinem obigen Beitrag an die oft fehlende Kommunikation zwischen Hund und Halter, bzw. wird oft nur die Leine als Kommunikationsmittel eingesetzt; die Leute reden nicht mit ihren Hunden! Ich finde, bevor ich einen Zug am Halsband ausübe, muss ich den Hund (verbal oder mit Handzeichen) auffordern das zu tun, was ich möchte und ihm Gelegenheit geben, dies zu tun, ohne "Zugzwang". ;)
Beispiel "Sitz": Nicht einfach den Hund am Halsband hochziehen, bis er sich hinsetzt, damit das unangenehme Gefühl am Hals nachlässt, sondern ihn anreden und/oder mit Hilfe von Handzeichen "Sitz" von ihm verlangen.

Leider ist es in der heutigen Zeit so, dass die Masse der gehaltenen Hunde entweder mit anderen Hunden nicht sozialisiert sind, oder keinen Gehorsam erfahren haben.
Wenn ich spazieren gehe, gibt es kaum einen Hund, der sich nicht wie wild an der Leine gebärdet, wenn ich mit meinen Hunden an diesem "Team" vorbei muss.

Das geht mir genauso! Anscheinend ist dieses Bild auf dem Land sogar noch häufiger anzutreffen als in der Stadt. Ich hatte allerdings immer nur Hündinnen, da gibt es diesen "Aufstand" an der Leine nicht.

...
Du schreibst weiterhin, dass viele Sachen in unserem Verein nicht angesprochen wurden.
Sagst aber auch am Anfang dieses Threads, dass Du nur zweimal in "diesem Verein" vorstellig warst.

Da hast Du Recht! Ich hätte wohl erneut hingehen und nachfragen sollen. Stimmt.

...
Man kann vieles hinterfragen, aber man muss auch mal Vertrauen in die Ausbildung langjähriger Erfahrung unserer Ausbilder haben.

Hast schon Recht. Leider hab ich sowohl in Hundevereinen als auch bei selbsternannten "Hundetrainern" schon viel gesehen und empfohlen gekriegt, für das ich mich später sehr geschämt habe, es - unwissend wie ich damals war - meinen Hunden angetan zu haben. Es klang plausibel, die Leute wirkten immer überzeugt von ihrer Methode, und ich wollte ja lernen! Heute nehme ich nichts mehr "einfach so" hin, wenn mir im Bezug auf Hunde jemand sagt, ich solle es so oder so machen. Ich muss es selbst verstehen und dahinterstehen können.

Dein Beitrag hat mir aber sehr weitergeholfen! Auch im Hinblick auf: Man muss hingehen und sich das eine Zeitlang anschauen, ehe man sich ein Urteil bildet.
Danke! :)
Annika
 
  • Gliederhalsband / Kette als Bedingung!? Beitrag #72
Gliederhalsband

der Grund für das bei Prüfung vorgeschriebene eingliedrige Halsband ist ganz einfach:
damit keine Dornen, Stacheln oder ähnliches unterm Halsband versteckt werden können. Ausbilder die sowas nicht wissen oder gar anders erklären sollte man tunlichst meiden.
 
  • Gliederhalsband / Kette als Bedingung!? Beitrag #73
Gliederhalsband

Hallo,

ganz so stimmt das ganze nicht, wie es dir deiner Trainer gesagt hat.
Wir bereiten uns gerade auch auf eine Begleithundeprüfung vor und es
steht niergens beschrieben, daß ein Gliederhalsband pflicht ist.
Im Gegenteil bei der Prüfung darf das Halsband nicht auf Zug sein.
Was unsere Trainer gesagt hat war, egal ob für Teamtest oder Begleithundeprüfung, die Prüfer sehen gern ein Gliederhalsband.

Ich habe eine 18 Monat alte Weimaranerhündin und sie geht echt gut,
wir haben einen Trainer der noch die ganz alte harte Schule erlernt hat.

Der Trainer dachte auch er müsse bei manchen von uns die harte Schule anwenden,gerade bei meinem sensiblen Hund, war an den falschen geraten. Und wir haben uns alle mit guten Argumenten dagegen gesträubt. Außerdem ich versuche es mit Liebe, Leckerli aber auch mit Konsequenz und da habe ich die besten Erfahrungen mit gemacht und bisher die größten Erfolge erzielt.
Nur ein Beispiel, Sitz aus der Bewegung hat mein Trainer gesagt, den Hund
mit kräftiger Stimme in den Sitz brüllen. Ich hatte es immer kräftiger gesagt
aber nie gebrüllt und dann war mein Trainer bei der Übung direkt neben mir
und brüllte mein Hund an. Meine Hündin war so verschreckt und machte
keinen Schlag mehr. Seit diesem Tag, macht meine Hündin wenn der Trainer
in der Nähe ist keine Übung mehr. Ich habe ihm freundlich deutlich gemacht, daß ich dies mit meinem Hund anders mache und auch nicht will
das er meinen Hund anbrüllt und er bitte von meinem Hund abstand nehmen
soll. Seit dem sagt der Trainer alles aus Entfernung von meinem Hund und
mein Hund macht alles ohne Probleme.
Klar nehme ich gerne Ratschläge an bzw. ich versuche das um zusetzten was die Trainer sagen. Aber alles mach ich nicht, wenn es für mich nicht sinnvoll ist bzw. einen anderen Weg gibt. Und bisher war es so, das bei meinem Hund es zwar etwas länger gedauert hat, aber es um so freudiger
und besser macht. Mein Trainer weiß auch das ich alles hinterfragen, nachlese und erörtere warum etc. Und im Gegenteil langsam verändert sich
der Trainer und sagt zu manchen, wir haben recht und versucht das neue
bei sich einzubauen.

Gruß Simone
 
  • Gliederhalsband / Kette als Bedingung!? Beitrag #74
So eins haben wir auch im Schrank. Aber ist eben wie ein normales gemacht,
nur "verschönert". Da zieht sich nichts zusammen.
Aber unsere trägt eh meistens ein Geschirr. ;)
 
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Gliederhalsband / Kette als Bedingung!?

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