Was ein Straßenhund alles lernen kann

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Annika-17

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Hallo Ihr!
Wie einige von Euch ja mitbekommen haben, ist seit Mitte Oktober die kleine Silvie bei mir in Pflege, und seit rund drei Wochen ist nun klar, dass sie auch bei mir bleiben wird. *freu* Für immer! :D

Ich möchte mich nun gern mit Euch austauschen über die Erziehung so eines ehemaligen "Straßenhundes".

Silvie kommt aus Gran Canaria, sie wurde dort aus einer Tötungsstation befreit und kam mit rund 10 Monaten nach Deutschland. Dh. bis zu ihrem 8. oder 9. Lebensmonat hat sie wahrscheinlich auf der Straße gelebt.

Sie hat ein ausgezeichnetes Sozialverhalten anderen Hunden gegenüber, und auch anderen Tierarten gegenüber verhält sie sich total toll: respektvoll, vorsichtig aber nie ängstlich. (Sie hat überhaupt vor kaum etwas Angst!)

Ich habe bislang noch nie vor der Aufgabe gestanden, einem knapp einjährigen Hund die Grundbegriffe und Grundbefehle beizubringen. (Hab bis dahin immer Welpen erzogen.) Silvie kannte ja nichts außer Hochspringen! Aber sie lernt sehr gerne und ist immer eifrig dabei! Es dauert alles ein bisschen länger, bis es "Klick" macht, und sie begreift, was ich von ihr will, aber irgendwann macht es eben "Klick" und sie versteht die Übung!

Sie kann nun schon "Sitz" und "Platz", wenn auch beides jeweils nur kurz und noch nicht wirklich unter Ablenkung. Das "Komm" klappte von Anfang an erstaunlich gut, weil sie ohnehin immer meine Nähe sucht und es offensichtlich während ihres Straßenhundelebens gut gelernt hat, das Rudel im Auge zu behalten. Ich kann sie also während der Spaziergänge ableinen!

Sie ist ein Traumhund! Bis auf zwei Probleme: Sie springt noch immer an Menschen hoch, aus lauter Freude, und kniept dabei auch mal in die Hände oder Ärmel. Bei mir macht sie das auch sehr oft, immer wenn sie mich nach noch so kurzer Abwesenheit wieder begrüßt oder wenn sie sich ganz doll freut. (Zum Beispiel auch, wenn wir zum Spaziergang aufbrechen.)
Sie beißt nie richtig (damit das nicht missverstanden wird!), sondern macht es, wie mir scheint, ziemlich genau so, wie sie auch mit Artgenossen spielt. Sie ist insgesamt rundum freundlich zu Menschen, auch zu fremden, wedelt, lässt sich sehr gerne streicheln und anfassen. Die Beißhemmung ist durchaus vorhanden, aber sie hat halt nicht gelernt, dass Menschenhaut eben nicht so viel abkann wie Hundefell! :eusa_eh:

Manchmal bin ich etwas verzagt, ob ich es wirklich schaffen werde, Silvie all das beizubringen, was ein Hund so können muss in unserer "zivilisierten Gesellschaft"... :roll:

Was habt Ihr für Erfahrungen mit "später Hundeerziehung"? Habt Ihr Tipps, Ideen, Empfehlungen für mich und Silvie?

LG
Annika
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #2
Hallo Annika
So spät ist es ja auch nicht wenn man erst in dem Alter mit der Grundausbildung anfängt und deine Silvie ist ja motiviert lernen zu wollen.
Ich denke das du das genau wie bei einem Halbjährigen Hund auch machen solltest, da bruach ich dir nicht viel erklären, da kennst du dich ja aus. Einfach mit viel Motivation und Lob arbeiten.
Wenn Silvie hochspringt gibt es eigentlich zwei Möglichkeiten ihr das abzugewöhnen. Entweder du drehst dich in dem Moment bei Seite und lässt sie einfach stehen oder du ziehst ein Knie hoch so das sie dadurch irritiert und von dir abgehalten wird.
Beides funktioniert recht gut.
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #3
Sie hat ein ausgezeichnetes Sozialverhalten anderen Hunden gegenüber, und auch anderen Tierarten gegenüber verhält sie sich total toll: respektvoll, vorsichtig aber nie ängstlich. (Sie hat überhaupt vor kaum etwas Angst!)
Da hast du schon mal das, worüber sich die meisten beklagen das deren Hund sowas nicht hat ;) Das liegt allerdings meistens in der Natur der Sache, ein Strassenhund lernt mit seiner Umgebung schnell auszukommen, es ist halt eine Art Überlebensdrang. Da deine Hündin dieses Gesetz beherrscht, kann sie auch gut die etwas "radikaleren" Erziehungsmethoden verkraften und verstehen. Für einen Strassenhund gibt es kein Zwischending (in der Regel) entweder oder !
Zum Anspringen ist die "Kniemethode" (Rica`s Vorschlag) wahrscheinlich die bessere und schnellere Methode. Mit dem Zwicken ist es so ne Sache, wie du es vollkommen richtig erkannt hast (meiner Meinung nach) ist es die Art mit Artgenossen umzugehen. Hier kannst du am besten mit dem Nein arbeiten oder stärker zurückzwicken ;) und Nein anwenden. Ich hatte mal Eine, die hatte so eine ähnliche Angewohnheit, der hab ich mit dem Finger dann auf die Nase zurückgeflitscht mit einem AUS, das hat sie 3 x gemacht und dann war RUHE ! ;)
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #4
Hallo, dann berichte ich mal von meinen Erfahrungen mit später Hundeerziehung:
Unser Hund kannte auch keine Kommandos als wir ihn vermittelt bekommen haben. Da war er vier Jahre alt. Allerdings hatte er vorher in einer Familie gelebt und war den Umgang mit Menschen durchaus gewohnt, auch wenn er sich quasi immer selbst ausgeführt haben sollte (also Tür selbst geöffnet und raus, es hat sich wohl kaum jemand um den Hund gekümmert).

Ich habe noch nie einen Welpen erzogen, aber unserem Hund alle wichtigen Kommandos, ein paar Kunststückchen und das Alleinebleiben beizubringen war kein Problem. Auch unschöne Eigenschaften wie das Jagen und Türenöffnen konnten wir ihm abgewöhnen. Das hat natürlich alles seine Zeit gebraucht und ging nicht von heute auf morgen.
Die Grundkommandos klappten schnell, auch auf Handzeichen, wir haben es einfach ständig wiederholt, beim spazierengehen, im Garten und als Abschlussübungen nach dem Spaziergang. Natürlich immer spielerisch.
Das Jagen und Weglaufen abzugewöhnen dauerte wesentlich länger. Aber auch hier führt Geduld zum Ziel, irgendwann hat er es einfach nicht mehr gemacht.

Bei unserem Hund war lief also alles absolut problemlos, das mag vielleicht auch an der Rasse liegen, Collies sind ja sehr lernfähig. Daher kann ich dir leider nicht viele Tipps geben, außer dass du möglichst oft mit dem Hund üben solltest. Irgendwann klappt es dann auch:D Und es hört sich doch sehr gut an, was du von den Fortschritten mit deinem Hund berichtest.
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #5
Hallo und vielen Dank erst einmal für Eure ermutigenden Antworten!

Ricaleins "Kniechoch"-Methode schien mir bislang immer irgendwie zu hart, aber ich fürchte, mir wird nichts anderes übrig bleiben, denn wenn ich mich nur umdrehe, springt Silvie mir halt am Rücken hoch; gestern ziepte sie mir sogar in die Haare. :| Also muss ich sicher deutlicher werden.

@Dogman: Dass Du schreibst, diese ehemaligen Straßenhunde könnten auch etwas "radikalere" Erziehungsmethoden verkraften, klingt ermutigend! Es stimmt nämlich schon, dass ich anfangs die Tendenz hatte, Silvie ziemlich "weich" zu behanden. Dieses arme Ding, und das soll ja auch erstmal Vertrauen gewinnen und so... :eusa_eh: Sicher ein häufiger Fehler, da Hunde ja immer deutliche Signale gewohnt sind, und Straßenhunde sicherlich erst recht! (Wenn man mal beobachtet, wie klar Hunde untereinander kommunizieren!)

Wenn sie mich richtig zwackt und ich "Aua" schreie, beschwichtigt sie mich auch meist sofort, schleckt mir die Hand ab und sowas, und daran merke ich, dass sie mir natürlich nicht wehtun will. Deshalb war ich auch anfangs nachsichtig. Und trotzdem muss ich es ihr ja zeigen, wann es zu doll ist!

Meine Hundetrainerin meinte gestern auch, wenn sie in die Hände zwickt, solle ich ihr einen leichten Klaps gegen die Nase geben, nicht auf die Nase, sondern vor die Nase. Deine Methode, Dogman, klingt ganz ähnlich, und so werde ich das wohl jetzt so machen.

Das Training mit Silvie in der Hundeschule war gestern total schön! Alle haben gesehen, wie aufmerksam sie ist, und sie begreift schnell! Es ging zunächst eigentlich nur um ein Aufmerksamkeitstraining, also Richtungswechsel an der langen Leine - und wenn sie neben mir geht, Lob und Leckerli. Zuerst natürlich allein, ohne Ablenkung. Sie hat ganz schnell gelernt, sich hinter mir auszurichten (sowas sieht man ja selbst gar nicht), also sich hinter mir zu entscheiden, ob sie links oder rechts herankommen solle, und sich dann an meine linke Seite zu begeben. Und am Ende der Stunde klappte das sogar auch in Anwesenheit von zwei anderen Hunden!

Ich bin wieder zuversichtlicher, auch durch Eure Beiträge, dass Silvie und ich das bestimmt schaffen werden! :D

@Adraste: Dass Euer Hund sogar mit vier Jahren noch alles lernen konnte, bestätigt mir, was ich eigentlich schon gewusst hatte: Hunde bleiben immer lernfähig! Ja, vielleicht dauert alles etwas länger. Aber was macht das schon?

Ich glaube, in Silvie steckt auch ein bisschen Schäferhund. Die sind ja, ähnlich wie Collies, sehr arbeitseifrig.
Hier ist ein Foto von ihr:



Silvie ist nur viel kleiner als ein Schäferhund (nur ca. 48 cm groß und 14 kg leicht), also, wer weiß, was da noch alles mitgemischt hat? Ich bin jedenfalls total vernarrt in die Kleine, und das ist ja auch die beste Voraussetzung, um mit viel Geduld viel zu üben und es immer wieder zu probieren! :)
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #6
Hallo,
deine Silvie ist ein traumhaft schöne Hündin, aber man sieht ihr die "Aufgewecktheit " schon an meine ich. Auch kann man ihr ansehen, das sie nicht in "Watte" eingepackt werden muss :D
Werde etwas bestimmter mit deiner Art der Erziehung und du machst das schon ;)
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #7
Annika,
Wenn du das Knie schon hochziehst wenn der Hund nur den Ansatz zum Hochspringen macht irritierst du ihn damit ohne ihn zu treffen, das finde ich nicht hart.
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #8
Rambo ist kein Straßenhund. Aber als er mit 2 Jahren bei uns einzog, konnte er nichts. Keine Befehle, nicht an der Leine laufen ... Sozialverhalten total Fehlanzeige. Die Grundregeln waren schnell gelernt, es schien als hätte er nur darauf gewartet, zu lernen. Für kniffeliges suchten wir uns eine Hundeschule, fielen bei der ersten böse auf die Nase und hatten beim zweiten mal sehr viel Glück. :) Das Sozialverhalten ist noch immer nicht gut ... da fehlt die Welpenprägung. Ohne Leine geht es mit anderen Hunden - mit Leine geht gar nicht, da wird gekläfft und gezerrt und gezogen. Aber wir arbeiten weiter dran. Es gibt einen einzigen Hund, der wohnt in der Nähe einer Freundin ... da zuckt unser nicht mal mit der Wimper, wenn er ihn sieht. Mir ist das total unbegreiflich, aber der muss was haben was unseren Rowdy gelassen bleiben lässt ...

Also nur Mut! Wenn ihr ein tolles Sozialverhalten habt, dann ist alles andere eine Frage des Training und da kriegt auch ne Einjährige hin.
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #9
Stimmt: in Watte gepackt werden muss Silvie nicht! Ich glaube sogar, sie ist direkte, deutliche Sprache gewöhnt und fühlt sich wahrscheinlich sogar sicherer, wenn man deutlich mit ihr "redet". Ich beobachte ja, wie Malka ihr hier und da Grenzen aufzeigt, wenn Silvie zu frech ist: Das sind kurze, wenn auch laute Signale, eine nicht zimperliche kurze Schelte - und dann ist wieder gut. Hunde sind in sowas so ehrlich und echt - und kein bisschen nachtragend!

Wenn ich also ähnlich "unzimperlich" deutlich mache, wenn mir das Hochspringen zu doll, die Zähnchen zu unvorsichtig sind, kapiert Silvie das sicher am schnellsten. Ich hab schon gemerkt, dass ein ganz leichter Nasenklaps offenbar so bei ihr ankommt, wie er gemeint ist: nur auf dieses Knapsen mit den Zähnchen bezogen.

Dir, Ricalein, noch mal danke für den sehr hilfreichen Nachtrag zur "Kniehoch"-Methode! ;) So komm ich auch besser damit klar!

Und wenn Silvie mit allen vier Füßen auf dem Boden steht und mit den Zähnen vorsichtig ist, wird sie ja auch ausgiebig von mir durchgeknuddelt! :D

@Schäfchen: Dein Beispiel mit Rambo zeigt mir - ähnlich wie das von Adrastes Hund - dass man sich um das Beibringen von Grundbefehlen und sogar Kunststückchen wohl wirklich keine Sorgen machen muss. - Und dass ich anscheinend wirklich großes Glück habe, dass Silvie so ein gutes Sozialverhalten gelernt hat!! :D
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #10
Annika, ich bekommt das hin!
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #11
Hallo Ihr!
Inzwischen machen wir schon ganz gute Fortschritte - einerseits. Silvie lernt, etwas länger im "Platz" zu bleiben, ich kann sogar schon einen Moment ins Nebenzimmer gehen! Und manchmal schafft sie es, "Sitz" zu machen statt hochzuspringen, und dann wird sie natürlich auch gelobt und geknuddelt.

Andererseits ist sie oft ziemlich ungestüm und hat heute leider mit ihrer Springerei ein Kind erschreckt. Ob ich das wohl je aus ihr rauskriege? Ich fürchte, ich bin nicht "hart" genug mit ihr, wenn sie an mir hochspringt. :eusa_think: Und noch weniger weiß ich, was ich am besten mache, wenn sie an anderen hochspringt. :roll: Habt Ihr da Ideen?

Zurzeit hat sie so viel Energie! Sie ist fröhlich und stürmisch, und die Art, wie sie aus reiner Lebensfreude herumspringt, macht mich richtig glücklich. Da ist es ganz schön schwer sie zu bremsen oder gar ihr einen Klaps auf die Nase zu geben, wenn sie aus Übermut schnappt...

Wenn sie mir aus Versehen weh tut und ich "Aua" sage, beschwichtigt sie mich sofort, aber beim nächsten Mal hat sie es schon wieder vergessen.

Ein anderes Problem ist, dass ich kaum mit Malka irgendwas üben oder spielen kann, ohne dass Silvie sich hineindrängelt. Da kann sie sehr aufdringlich sein! Aber sie muss das doch irgendwann lernen, denn sonst kann ich in ihrem Beisein gar nichts mit Malka machen. Oder wenn ich die Katzen kraule - Silvie will überall mitmischen!

Auf der anderen Seite ist vieles auch erstaunlich einfach mit Silvie! Sie klaut kein Katzenfutter :mrgreen: , sie macht nichts kaputt, sie kann eine Weile allein bleiben, sie macht total eifrig mit, wenn wir was üben, und sie hat eine feine Art im Umgang mit anderen Hunden.

Seit einer Woche haben wir jetzt Kühe hier auf dem Hof, um die ich mich kümmere. Auch diesen Tieren gegenüber ist Silvie einfach Klasse (ruhig, entspannt), sodass ich die Hunde immer in den Kuhstall mitnehmen kann. Das ist echt schön! :)
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #12
Cora muss das mit dem anspringen auch lernen. Methode bei uns ist: wegdrehen, wenn sie springt. Wenn sie brav sitzt, gibts Belohnung.
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #13
Annika ich denke da hilft nur mit anderen zu üben.
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #14
Annika ich denke da hilft nur mit anderen zu üben.

Ricalein, wie würdest Du da genau vorgehen? Silvie braucht sehr klare Signale und ist auf der anderen Seite aber auch sehr sensibel. Ich möchte da nicht gern herumprobieren. Wie genau, meinst Du, sollte ich mit anderen üben? Was kann ich machen, wenn Silvie an anderen hochspringt?

@Schäfchen: Das mit dem Wegdrehen klappt bei Silvie leider nur begrenzt. Springt sie eben an meinem Rücken hoch oder seitlich. Ich hab auch probiert, ganz still dazustehen, aber sie hüpft und hüpft! Ich kann dann auch nicht gut ignorieren, dass sie mir in die Ärmel beisst... :eusa_think:

Nun gebe ich ihr selbst immer "Sitz" auf, damit sie was tun kann (anstelle des Hochspringens) wofür ich sie belohnen kann. - Aber wenn sie auf andere genau so freudig lossstürmt? :roll: Was mache ich dann am besten?
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #15
Du suchst dir ein paar Bekannte die geeignet sind und erklärst ihnen das mit dem Knie hoch sobald der Hund versucht hoch zu springen, also nur zum Irritieren, nicht um den Hund damit zu treffen. Dann führst du gezielt solche Situationen herbei in denen Silvie an fremdem hochspringt. Wenn sie die Erfahrung macht das das unangenehm ist oder nichts bringt dann lässt sie das in Zukunft. Kann natürlich sein das du das zwei bis drei mal machen musst, aber so intelligent wie dein Hund ist wird sie das schnell verstehen.
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #16
Mmm, das muss ich doch glatt mal ausprobieren mit dem Knie.

Cora geht ja mit meinem Mann zur Hundeschule, macht aber keine rechten Fortschritte. Er übt zu wenig und noch mag ich mich nicht einmischen ...
er wollte den Hund erziehen, aber ich seh im Moment dass er abends halt nicht übt mit ihr ...
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #17
@Ricalein: Danke für die genaue Beschreibung! So werde ich's machen.
Vor vielen Jahren hat mir mal eine Hundetrainerin eine Methode gezeigt, bei der eine Hilfsperson den Hund dazu verlockt an ihr hochzuspringen und der Besitzer dann mit einem kräftigen Ruck an der Leine den Hund zurückzieht. Das erschien mir ziemlich brutal. (Wirkungsvoll wars auch, aber dennoch...:eusa_think: ) Deshalb wollte ich noch mal genauer wissen, was Du meintest. Bei Deiner Variante macht sich das Objekt des Hochspringens selbst unattraktiv; das erscheint mir auch sinnvoller.

Hoffentlich macht unser Bauer auch mit ;) , der neigt eher dazu Silvie zu knuddeln, wenn sie an ihm hochspringt... :? (Er mag sie wohl sehr!)

@Schäfchen: Wie alt ist Eure Cora? Mit Pünktchen war ich damals in einer sehr guten Welpenspielstunde, wo die Leiterin allen Zweibeinern gesagt hat: Wegdrehen, wenn einer der Hunde an Euch hochspringt. Bei soviel Konsequenz haben sämtliche Welpen das sehr schnell gelernt, und wenn sie dann in der Junghundgruppe waren, hatte man kaum mit hochspringenden Hunden zu tun.

Ach, im Grunde ist dieses Hochspringen (grad bei kleinen Rassen) ja gar nicht sowas Schlimmes. Leider muss man das den Hunden abgewöhnen, weil sie es sonst unter Umständen auch bei Menschen machen, die das gar nicht toll finden, und weil sie ja auch nicht unterscheiden können, wann sie halbwegs saubere Pfoten haben und wann das dicke Matschtatzen auf der Kleidung gibt, wenn sie hochspringen. :(

Und Silvie - die springt halt auch an Kindern hoch; dazu noch das Schnappen mit den Zähnchen in die Ärmel... Sie kann das rein gar nicht einschätzen, dass all das Verhalten, was unter Hunden normal und vorsichtig genug ist, bei Menschen eben wehtun kann. Für mich ist es echt schwer, ihr ein Verhalten konsequent zu "verleiden", das doch gar nicht bös gemeint ist, sondern das sie rein aus Freude zeigt!
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #18
Hoffentlich macht unser Bauer auch mit ;) , der neigt eher dazu Silvie zu knuddeln, wenn sie an ihm hochspringt... :? (Er mag sie wohl sehr!)

Besprich das mal mit ihm, denn durch sein Verhalten wird Silvie ja gerade darin bestärkt hoch zuspringen.
Wenn er das richtig macht und sie dann anschließend für "nichthochspringen" Knuddelt das währe genial.

Ich muss aber auch gestehen das ich meinem Ricalein da arge Zugeständnisse gemacht habe. Um mich, ausschließlich mich, zu begrüssen steht sie auf ihre Hinterbeine und fängt ganz wild mit den Vorderläufen an zu strappeln. Als Junghund hat sie sich dann immer mit den Vorderläufen an meinem Arm hochgezogen und wurde dann von mir in den Arm genommen und richtig durchgeknudellt. Da sie ja bloß 20 kg wiegt, machen wir das immer noch so. Sie kommt aber weder bei meinem Mann noch bei sonst irgend jemandem auf die Idee auch nur eine Pfote zur Begrüßung zu lupfen.
Da reicht es kurz am Hosenbein zu schnuppern dann ist es aber auch schon genug der Zuwendung. Von daher kann ich damit gut leben.
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #19
Ja, das wäre natürlich ideal, wenn Silvie - wie Ricalein - irgendwann unterscheiden könnte, dass sie manches, was bei mir erlaubt ist, bei anderen nicht machen darf.

Durch Deine Beschreibung, Ricalein, kam mir die Idee, dass man das "Tanzen" auf den Hinterbeinen ja auch quasi als Kunststück einüben kann. Das habe ich bei Malka und Pünktchen so gemacht, aber die springen sonst auch niemanden an.
Ich kann es nicht so genau beschreiben. Ich meine, dass das Hochspringen und Knuddeln auch mal erlaubt ist, aber nur auf ein bestimmtes Wort hin. Sonst eben nicht. Meint Ihr, ein Hund wie Silvie kann das unterscheiden? Oder sollte ich ihr das erstmal generell verbieten?

Zum Beispiel mag ich sehr gerne, wenn ich auf dem Sofa sitze und sie kommt mit den Vorderpfoten zu mir auf den Schoß. Wenn ich sie so streichle (sie lehnt den Kopf an meine Brust), wird sie ganz ruhig und sanft wie ein Lämmchen. Sie wiegt übrigens nur knapp 14 Kilo! Das verführt schon sehr dazu, sie zärtlich zu betüddeln ;) und ihr manches zu erlauben, was ich z.B. Malka (25 - 27 kg) nie gestattet habe... :eusa_think:
 
  • Was ein Straßenhund alles lernen kann Beitrag #20
Also ich denke, das es schwierig ist, ihr das zu verbieten wenn mal Besuch zum Beispiel da ist. wenn es dich nicht stört wenn sie dann auch ankommt, sehe ich da kein Problem.
Meine Erfahrung sagt mir das die lieben Hundchen gerade in solchen Situationen dann erst recht betüddelt werden wollen.
 
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