Hallo Kiki
Ich finde es echt schade,das Du immer wieder andere Hundebesitzer in Frage
stellst mit ihrem Hund vernünftig umzugehen!Ich denke das jeder der hier schreibt
seinen Hund lieb hat und nur das beste für ihn möchte.Akzeptiere das doch bitte
mal.Zudem bin ich auch Reiterrin und finde es deshalb sehr interesant wie die
Hunde mit diesem Hobby zurecht kommen.Bei uns im Stall sind zich Hunde und
keiner von ihnen macht den Eindruck verhaltensgestört zu sein.Im Gegenteil,
sie haben soviel Platz zum spielen und ich Glaube das das ihr Sozialverhalten
auch prägt wenn sie viel mit anderen Hunden zusammen kommen.
Das finde ich zu der ganzen Kopfarbeit und Auslauf auch sehr wichtig.Im übrigen
schreiben hier auch Leute die Familie (Kinder) haben und ihren Hund nicht als
Kinderersatz haben!
Ich stelle es nicht in Frage, ob sie vernünftig mit dem HUnd umgehen, sondern, ob sie wirklich mit ihm arbeiten. Wenn geschrieben wird, dass man nur drei Mal in der Woche reiten geht mit Hund und dann im Winter die restlichen Tage auch mal Fahrrad fährt wegen dem Hundi dann hat das leider sehr wenig mit Auslastung zu tun. Das ist ehr sowas, wie bekomme ich den Hund müde, ohne mich anzustrengen. Ich habe meinen HUnd weiß gott nicht als Kinderersatz. Hund ist Hund und bleibt auch Hund. Und grade DESSHALB gehe ich auf seine Bedürfnisse ein. Er wurde gezüchtet um zu Jagen bzw. zu Apportieren, der Pudel meine ich auch, und wenn ich ihm diese Aufgabe leider nicht bieten kann, muss ich mir eben eine Alternative dazu überlegen. Und meinen Hund einfach mal laufen lassen neben einem Pferd oder Rad her, das hat damit leider wenig zu tun.
Eine Aufgabe haben im Rudel, das Gefühl zu haben, dass man den Hund ,,braucht" und er etwas sinnvolles beiträgt. Das schon viel mehr.
Dummytraining ist bei Retrievern eben die ,,natürlichste" alternative Auslastung. Man muss es ja nicht 100% nach den Richtlinien und Regeln machen, wenn man nicht an WorkingTests und Co teilnehmen möchte, aber man kann auch mit einem Futterdummy sooo viele tolle Dinge unternehmen und GEMEINSAM jagen. Das macht Hund&Mensch Spass. Das machen wir jeden Tag. So erarbeiten sich meine beiden Hunde jeden Tag etwas Futter, sie würden niemals stiften gehen im Wald und sind immer freudig dabei, denn ich beschäftige mich mit ihnen und laste sie aus und sie lieben es.
Das ist doch was anderes als: Ich lasse meinen Hund mal nebenher laufen.
wenn ich reiten würde, keine Frage, würde ich meinen HUnd auch mitnehmen. Aber nicht als Ersatz für unsere anderen Aktivitäten sondern obendrein.
Man kann mit einem Hund doch soooo viel machen, man muss es nur nutzen. Buddy macht mir die Türen auf, wenn ich raus will, Buddy macht mit mir die Wäsche, wenn mir was runterfällt bringt er es. Er darf unsere Wäschetruhe ausräumen und es in den Korb packen, so dass ich es runter bringe zum Waschen. Er darf mir auch die Wäsche angeben, bevor ich sie aufhänge.
Das macht er gerne, das macht ihn glücklich. Und das dauerte lange, bis ich ihn so weit hatte. Das hat er natürlich nicht von alleine gemacht. Aber er ist so mit integriert, freut sich, wenn er was ,,arbeiten" darf und hat seine Aufgaben

die ihn auslasten.
Es gibt auch Tage wie heute zB. wo ICH ganz ehrlich KEINE Lust habe stundenlang draußen mit ihm zu jagen oder sonst was zu machen. Wir waren heute zwei Mal ne halbe Stunde raus, es regnet in Strömen. Ausgelastet ist er dennoch. Das haeb ich dann hier zu Hause gemacht. Ein bisschen Tricks weiterausgebaut, mal dies, mal das. Immer was neues
DAS alles fordert einen Hund viel mehr als zu rennen, nebenher laufen zu dürfen. Und darum finde ich es sehr schade, dass die meisten Menschen es so handhaben, dass die Hunde einfach im Wald abgeleint werden, rennen können, spielen können und das wars.
Nur weil man Kinder und Familie hat kann man das nicht tun, oder was?
Ein Hund ist nun mal Arbeit und kostet Geld. Aber auch die Kinder können Spaß haben, etwas mit dem Hund zu tun. (Je nach ALter mehr oder weniger)
Und wenn ich keine Zeit für einen Hundi habe, weil meine Familie so extrem viel Zeit in Anspruch nimmt, dann muss es mir überlegen, ob ich dann nicht lieber noch ein paar Jährchn warte, bis die Kinder älter sind. Wobei man Hund und Kind doch gut verbinden kann. Es kann sehr viel Spass machen mit einem Hund zu arbeiten und zuzusehen, wie schnell er doch lernt und wozu er in der Lage ist.
Meine Sophie hat auch sehr viel Platz und Zeit zum Toben. Aber mal ganz ehrlich, sie will oft gar nicht, sondern will sich mit MIR beschäftigen. Es gibt ein paar Hunde, mit denen sie sehr gerne spielt, aber es gibt auch oft Momente, wo sie einfach nicht will, weil sie weiss, dass wir arbeiten und das geht ihr vor

Sie ist auch sehr gut sozialisiert, gut erzogen und einfach ein lieber und toller Hund.
Das hat auch keiner behauptet, dass ein Hund verhaltesgestört ist, wenn er nicht gefordert wird. Es KANN bei Extremfällen passieren, ist aber natürlich nicht der Regelfall. Trotzdem sollte man es nicht vergessen, wofür der Hund einst da war und das dann mal mit dem vergleichen, wie wir ihn jetzt halten.