Hallo,
ich habe mich vor kurzem hier angemeldet und habe alle Beiträge gelesen. Ich bin auch eine Labradoodle-Besitzerin. Meine Labradoodle-Hündin ist ebenfalls von Familie Werner aus dem Harz.
Ich selber bin mit Hunden aufgewachsen und habe leider trotzdem im Laufe der Jahre eine Allergie entwickelt, die sich bei unserer Hündin anfänglich zweimal zeigte (ich musste Kortisonspray benutzen), allerdings hatte unsere Maus da zuvor ausgiebig mit anderen Hunden getobt und ich habe sie danach gestreichelt und gebürstet.
Seitdem vermeide ich zu engen Kontakt direkt nach „Fremdhundkontakt“ und eine allergische Reaktion ist nicht mehr aufgetreten.
Sie ist nun 21 Monate alt und sehr gelehrig, fröhlich, verschmust und im Umgang mit Kindern ganz behutsam.
Nach ca. zwei Tagen bei uns zu Haus war sie tags und nachts stubenrein.
Sie entwickelt seit ca. acht Wochen einen ausgeprägten Jagdtrieb (2x war ich zu unaufmerksam und sie ist Wild hinterher gehetzt und hat erst nach ausgiebigem Rufen und Pfeifen reagiert. Außerdem will sie vermehrt buddeln, was ich ihr nicht gestatte.)
Wir trainieren seit wir sie haben täglich z.B. in den Bereichen Unterordnung, Freifolge, Dummy-Arbeit, Klickertraining, etc. und gehen 2x die Woche zur Hundeschule.
Unsere Spaziergehzeit beträgt jeden Tag insgesamt zwei Stunden, die wir auf drei Spaziergänge verteilen…egal wie das Wetter ist.
An Erkrankungen hatte sie typische Junghund-Erkrankungen wie z.B. Bindehautentzündungen im ersten Lebensjahr und eine Ohreninfektion.
Allerdings ist sie mit 13 Wochen trotz zyklusgerechter Imfpungen an Parvovirose (Katzenseuche) erkrankt und hat –man soll es kaum glauben- überlebt.
Ich war sehr zufrieden mit dem Züchter (und ich schreibe bewusst „Züchter“, denn schließlich hat die Familie vorher schon über 20 Jahre Labrador Retriever gezüchtet) und er hat in der akuten Krankheitsphase regen Telefonkontakt mit uns gehalten.
Eine Zeit lang war ich etwas skeptisch, da mir andere Labradoodle-Besitzer erzählten, dass der Züchter mittlerweile in die Massenproduktion gegangen ist.
Wieso hatte er auf einmal zwei Rüden und sechs Hündinnen? War er denn nur noch auf das Geld aus und vergaß dabei die Tiere? Ich konnte mir das kaum vorstellen, denn schließlich machte Herr Werner so viel Öffentlichkeitsarbeit, gründete den Labradoodle-Club und sorgte dafür den Labradoodle in Deutschland zu popularisieren.
„Popularisieren“, das war das Stichwort… „Hundepopulation“, das hatte ich schon mal gehört.
Ich wand mich an den VDH und die FCI mit der Frage wie der Labradoodle deutschland- und weltweit als Rasse anerkannt würde, denn schließlich war überall und auch hier wiederholt schon einige Male genau diese Frage ein Thema.
Die FCI antwortete mir (hier nur auszugsweise):
„…Neue Rassen können Hundepopulationen sein, die anderweitig schon anerkannt und durch andere Hundeclubs angenommen sind, Hunderassen , die Wieder belebt wurden oder neu geschaffene Rassen; diese letzteren müssen sich von den in der FCI bereits anerkannten Rassen deutlich unterscheiden.
Eine neue Rasse kann als solche anerkannt werden, wenn sie der Definition einer Rasse genügt (siehe Bestimmungen der FCI über die Fortpflanzung in und zwischen Varietäten). Die Population muss sich zusammensetzen aus einem Minimum von 8 Geschlechtslinien (Blutlinien), jede mit wenigstens zwei Rüden und 6 Hündinnen (Originalkern). Es dürfen keine Beziehungen zwischen den Blutlinien während drei Generationen (Ur-Groß-Eltern) bestehen.
Diese Bedingungen sind durchführbart, wenn mit einem gut geplanten Fortpflanzungsprogramm wenigstens 1000 (Tausend) Hunde registriert sind.
…Das Gesuch muss… den Nachweis erbringen, dass die…Kriterien zur Annahme neuer Hunderassen (8 unabhängige Blutlinien, Anzahl Hunde, Untersuchung auf Hüftgelenksdysplasie, PRA, Epilapsie, Verhalten und Charakter)…“
Für mich war es sehr interessant und vielleicht auch für andere Labradoodle-Besitzer.