Also, meiner Meinung nach ist es schwierig, wenn beide Elternteile dagegen sind. Und je älter man wird (also, je näher man zur Volljährigkeit heranrückt), umso schwieriger wird es.
Ich bin jetzt 16 und komme im nächsten Jahr in die Oberstufe. Ich liebe Tiere, und hätte auch gerne einen Hund. Naja, ich habe meine Eltern zwar noch nicht gefragt, aber da sie schon immer gegen eine Katze waren, ist das mit dem Hund wohl aussichtslos. Und ich muss sagen, eigentlich verstehe ich das.
Es ist ja auch mit den Kaninchen so: Was mache ich, wenn ich in drei Jahren studieren gehe und nur noch am Wochenende nach Hause komme? (Ich wohne nämlich auf dem Land, die nächste Uni ist eine Stunde entfernt, und so viel Geld, jeden Tag nach Hause zu fahren, hat man ja dann auch nicht...)
Sie sind keine Wohnungshaltung gewöhnt, da sie draußen leben - von daher werden sie wohl bei meinen Eltern bleiben müssen.
Das sollte sich jeder vor Augen halten, der einen Hund möchte: Man hat nicht ewig Schule, danach kommt entweder Ausbildung oder Uni. Und, wenn die Eltern dagegen sind, muss man das Tier dann auch mitnehmen. Und genügend Zeit haben, da zb. ein Hund ja auch nicht den ganzen Tag allein zuhause bleiben möchte!
Ich weiß, dass ich das alles ohne die Unterstützung meiner Eltern nie und nimmer schaffen würde. Es wäre zwar immer jemand da, was ideal wäre (mein Vater hat einen Heimarbeitsplatz und ist recht flexibel, was seine Arbeitszeiten angeht) - aber wenn dieser jemand (in dem Fall eben mein Vater) vor Hunden, die nicht grade Jack Russel Terrier sind, Angst hat und sich so vor Tierhaaren ekelt, dass er glaubt, unter einer Allergie zu leiden ("Mir kommt kein Tier ins Haus - Tiere gehören nach draußen!!" - Ja, klar... darum heißen sie auch "Haustiere" *kopfschüttel*), dann wäre das Tier, insbesondere der Hund, der ja ein Familienmitglied ist und von allen geliebt werden möchte, nur unglücklich.
Es ist schade, da ich weiß, dass meine Mutter selbst nichts gegen einen Hund hätte. Bei ihr hätte ich die Kaninchen sicher auch in der Wohnung halten können. Aber sie hält ja immer zu meinem Vater.
Tja, und dann muss man vernünftig sein und das beste daraus machen. Und einfach warten, bis man selbst die Verantwortung für einen Hund übernehmen kann (zeitlich, und auch finanziell!).
Wobei ich glaube, dass es später auch nicht unbedingt leichter wird, wenn man dann ganztags arbeitet... Wenn es auch dann nicht geht, dann muss man es sich eben eingestehen und zum Wohl des Tieres auf einen Hund verzichten. Ich kann zur Not noch warten, bis ich später in Rente bin
Das, was man in dieser Zeit machen kann, ist, in das nächste Tierheim fahren. Die Tiere dort freuen sich immer über Zuwendung oder jemanden, der mit ihnen Gassi geht!
(Blöd nur, wenn das nächste Tierheim auch über eine halbe Stunde von dem eigenen Wohnort entfernt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen ist...) Aber sobald ich dann 18 bin, kann ich ja so oft dorthin fahren, wie ich will - und bis dahin hat mir meine Mutter versprochen, mal mit mir hinzufahren (Ja - sie ist nicht so, sie mag Tiere, ist auf einem Bauernhof aufgewachsen... und vielleicht verliebt sie sich ja doch noch dort, wer weiß? Man kann immer noch hoffen, und sonst eben... abwarten

)
Viele Grüße!