...
Also immer wenn sie was macht was nie nicht darf (z.B. schnappen), dann sag ich laut NEIN, und wenn ihr dass nicht passt steht sie vor mir und schaut mich an, und wenn ich sie dann auch anschaue, bellt und knurrt sie und wenn ich dann weglaufe will sie eben in die Fersen beißen.
Hier hat sie noch nicht verstanden, was Dein "Nein" bedeutet, weil Du Dich (aus Hundesicht gesehen) nicht eindeutig verhältst. Wenn Du sie nach Deinem NEIN weiter anschaust, ist es, als würdest Du quasi darauf warten, was als nächstes passiert, also ihr die Entscheidung überlassen. Besser wäre, auf das NEIN hin sofort das Spiel oder was auch immer abzubrechen, weg zu gehen und den Hund zu ignorieren. Erst dann spürt Deine Kleine, dass es eine Konsequenz hat, wenn sie etwas macht, was sie nicht darf, nämlich die, dass das Spiel zu Ende ist und sie keine Aufmerksamkeit mehr von Dir bekommt.
Wenn Hunde untereinander zu wild werden und ein Hund hat darauf keine Lust mehr, so lässt er den zu wilden Hund einfach stehen.
In dem Moment wo Du weg läufst, denkt sie, das ist jetzt ein neues tolles Spiel. Das Hosenbein bewegt sich und wird erjagt, "gefangen". Bei Welpen kommt das oft vor. Hier ist es besser, reglos stehen zu bleiben, den Welpen zu ignorieren, bis ihm das "Spiel" ums Hosenbein langweilig wird.
_______
Zu Deiner Frage mit dem Wasser: Lass ihr Zeit! Meine Malka ist heute eine echte Wasserratte und mochte Wasser auch von Anfang an, aber das Schwimmen hat sie erst mit 7 Monaten gelernt. Wichtig ist: niemals den Hund zwingen, niemals ins Wasser schubsen oder sowas! Einfach nur immer wieder locken, selbst ins Wasser gehen und ansonsten den Hund selbst ausprobieren lassen. Silvie hat's auch übers Apportieren gelernt, wie Ricalein.
Ah und in letzer Zeit wird sie beim Spazierengehen immer kurz voll agressiv, aber so richtig, also sie beisst ständig in die Leine, ich versuch dasss immmer zu ignorieren weil ich denke dass das mehr bringt, weil die Leine ja ständig um sie rumbendelt, also ich kann se ja net einfach verstekcen oder so.
Das machen auch viele Welpen: in die Leine beißen. Hat mit Aggressivität erst einmal nichts zu tun!
Hier hast Du eine gute Gelegenheit, "Aus" mit ihr zu üben! Ich hatte auch mal einen Welpen, der ständig an der Leine zerrte. Da habe ich mich mit feinen Leckerlis "bewaffnet" und immer, wenn der Hund die Leine ins Maul nahm, habe ich ihm eines vor die Nase gehalten. Im selben Moment, wo er die Leine losließ, um das Leckerli zu bekommen, habe ich "Aus" gesagt. Danach muss der Hund ja erstmal kauen :mrgreen:, nimmt also die Leine nicht gleich wieder ins Maul. Es ist aber recht verlockend, dieses schlenkernde Ding zu "fangen", also macht er es wieder. Du hältst Deiner Kleinen wieder das Leckerli vor die Nase, sagst "Aus", wenn sie loslässt, gibst Ihr dass Leckerchen und lobst sie.
Nach etlichen Wiederholungen kannst Du
zuerst "Aus" sagen und dann (wenn sie loslässst) das Leckerchen geben. Aber erst muss sie das Wort mit dem Vorgang des Loslassens verknüpft haben.
So hast Du auch zum Loslassen anderer Sachen schon mal einen Befehl eingeübt.
@Geromina: Ich kann nicht bestätigen, dass diese Übung das In-die-Leine-beißen verstärkt hat. Der Hund verknüpft ja immer dasjenige miteinander, was binnen ein, zwei Sekunden hintereinander passiert. Also hier das "Aus" mit dem Leckerchen. Er denkt sicherlich nicht um zwei Ecken: "Also, wenn ich die Leine ins Maul nehme, kommt gleich dieses Wort, demnach krieg ich
später ein Leckerchen, wenn ich
jetzt in die Leine beiße." Aber natürlich muss man prarallel darauf achten, nicht zu sehr mit der Leine herumzuschlenkern, sonst wird ein Fangspiel daraus, klar.
Naja und im Wald lass ich sie meistens freilaufen, da sie immer zu uns kommt wenn wir rufen, und manchma rennt sie dann wie von der Terandel gestochen auf mich zu, springt mich an und will beissen(hat mir sogar en Loch in mein T-Shirt gebissen:?) und erst wenn ich dann den Schnauzengriff mache, AUS oder NEIN sage, ist sie wieder normal, also wie wenn ihr Gehirn kurz aussetzzten würde:eusa_eh:.
Das ist schon mal sehr gut, dass Ihr sie frei laufen lasst! Man kann sich den natürlichen Folgetrieb des Welpen zunutze machen und das "Komm" einüben. Wenn sie auf Euer Rufen sofort angelaufen kommt, ist natürlich Lob und Freude angesagt! Damit sie nicht hochspringt (weil sie sich selbst so freut und das irgendwie loswerden muss) könntest Du Dich
hinhocken, wenn Du sie rufst,. bzw. wenn sie angelaufen kommt. Dann bist Du mit ihr auf gleicher Höhe. Und halt gleich ein Leckerchen bereit, das Du ihr ruhig hinhältst. Wenn sie Dich umrennt, gibt's natürlich kein Leckerchen (dann geht es nur wortlos weiter). Aber es ist wichtig, dass nicht bei jedem Kommen irgendetwas passiert, wofür sie geschimpft werden muss, sonst hat sie bald keine Lust mehr zu kommen!
Offenbar hast Du eine stürmische kleine Hündin, also musst Du selbst möglichst ruhig bleiben. Wenn sie an Dir herumhopst, dann dreh Dich am besten wortlos um und ignorier ihr Hopsen, so lange, bis sie sich beruhigt hat. Wenn sie mit allen vier Pfoten vor Dir steht, kannst Du sie
ruhig (nicht wieder aufpuschen!) loben und belohnen.
______________
edit: Zu "Aus" und "Nein": Entscheide Dich, welchen Begriff Du für was verwendest. Ich nehme "Aus" für das Auslassen aus dem Maul, also fürs Hergeben von etwas, und "Nein" als Abbruchsignal, wenn der Hund gerade etwas tut, was ich nicht möchte. "Pfui" verwende ich für Dinge, die der Hund niemals tun darf (z.B. etwas von der Straße fressen).