Hallo,

Mir ist vorallem dieses Jahr aufgefallen, dass die Mauersegler Parasieten mitgebracht haben.
Wir haben 3 MS. von ca. 50 solchen Fiechern befreit, ich glaube sie saugen Blut. Sie waren vorallem am After der Vögel.Sie sehen ein bisschen aus wie Zecken, haben jedoch mehr Beine, an deren Ende kleine Gnubbel (mir ist nichts besseres eingefallen) sind. Der Körper ist gräulich, und der Kopf (?) und die Beine rötlich-orange. Kennt jemand diese Tiere? Ich muss irgendwo noch ein Bild haben was ich reinstellen kann, wenn es gebraucht wird, vllt. kann mir ja mit der Beschreibung schon weiterhelfen.
Das wollte ich schon lange mal Fragen, bin leider nur nochnie dazu gekommen. Ich will wissen ob die für die Vögel gefährlich sind, ob ich sie am Vogel lassen kann, oder entfernen soll. Die MS sahen sehr Geschwächt aus und brauchten ziemlich lange, bevor sie wieder starteten, was aber auch von dem Flug hier her kommen kann...
Außerdem glaube ich, das evt. eine Brut wegen ihnen Starb.
PS: Ich habe die Vögel natürlich nicht gefangen (hört sich oben so an), sondern habe geschwächte, kranke, oder auf dem Dachboden herummirrenden MS nach verletzungen untersucht, diese Tierchen gesehen , und ggf. entvernt, ohne die Vögel groß zu stressen. Die Vögel wurden alle wieder freigelassen und sind jetzt wieder im schönen warmen Afrika
LG
Hallo Trixi und Lusi,
ja, es handelt sich um
Segler-Blutlausfliegen.
Prima, dass Du die Mauersegler-Pfleglinge von ihren Plagegeistern beseitigt hast und dass sie bald wieder starten konnten.

Das war schon ein heftiger Befall, der zu Schwächungen führen kann.
Die Mauersegler sind seit Jahrmillionen notgedrungen an diese Parasiten "gewöhnt."
Die meisten Vogelarten haben artspezifischen Blutlausfliegen oder andere Parasiten wie Milben.
Segler-Blutlausfliegen sind für Menschen ungefährlich !
Sie ernähren sich nur von Seglerblut.
Mehlschwalben haben übrigens auch artspezifischen Lausfliegen, die ganz ähnlich aussehen.
Konnte ich an unserem Mehlschwalbenturm feststellen. Zusätzlich haben sie noch spezifische Läuse.
In unseren einsehbaren Segler-Nistkammern sind seit vielen Jahren die jungen Mauersegler immer normal groß geworden und erfolgreich ausgeflogen trotz mehr oder weniger Befall von diesen Parasiten/Blutsaugern.
Kaum sind die kleinen "Eiertänzer" auf der Welt, werden sie leider schon von Plagegeistern gepeinigt !
Sie "bereiten" den Jungen einen "heißen" Empfang und saugen "nur Seglerblut"! Siehe Bild:
Die Mauersegler werden seit Jahrmillionen mit ihren widerlichen Parasiten fertig. Die Alten kommen leider nicht auf die Idee, diese wanzenähnlichen Scheusale einfach im Nest aufzupicken. Sie krabblen auch "wieselflink" und sitzten bei den Alten im Gefieder und werden so ins Nest übertragen und umgekehrt !
Die Alten kratzen sich jetzt öfters mit den winzigen Krallen, ziehen die Lausfliegen mit dem Schnabel aus dem Gefieder;
versuchen auch bekanntlich die Parasiten im Flug abzuschütteln (Flattersturz der Mauersegler, schraubenartiger Sturz, Putzaktion; kann man manchmal im Flug beobachten)
Den Befall von 10 Blutlausfliegen für 2 - 3 Jungtiere halte ich schon für "heftig"!
Natürlich darf im Nest kein Gift verwendet werden !!
Ich entferne jeden Herbst die alten Seglernester und Lausfliegen-Puppen (sehen aus wie kleine schwarze Rapskörner),
klopfe die eingelegten Fußbodenbeläge aus und lege neue flache Grasknoten rein als Nistunterlagen.
Das kann natürlich niemand an Naturnestern und unerreichbaren Seglerkästen;
ist auch nicht unbedingt notwendig aus oben genannten Gründen.
Der Befall hält sich somit in unseren Nestern in Grenzen.
VG
Swift_w