- Ratten-Inti - Aussicht auf Erfolg? Beitrag #1
Robin77
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Bräuchte mal ein paar Ratschläge.
Hatte 2 Ratten übernommen, die sich untereinander gar nicht vertrugen (hatte ich schon alles an anderer Stelle erzählt, deshalb gehe ich hier jetzt nicht nochmal ins Detail).
Eine der Ratten konnte ich inzwischen erfolgreich vermitteln. Die 2. noch nicht.
Wobei ich ganz ehrlich sagen muss, daß diese 2. Ratte (diejenige, die verletzt war und die ich wieder gesund gepflegt habe), mir inzwischen sehr lieb geworden ist und ich sie nicht ohne Weiteres an fremde Leute abgeben möchte.
Wenn, dann sollte sie schon innerhalb des Bekanntenkreises weggehen, wo ich mir sicher sein kann, daß es ihm auch gut geht.
Die Chancen dafür rechne ich mir gering, bis unmöglich aus, weshalb ich vor kurzer Zeit einen "Testversuch" gestartet habe, wie meine Ratten auf den Fremdling reagieren.
Zu allererst habe ich bei meinem Rudel, als auch bei ihm, alte Handtücher in den Käfig gelegt und sie 2 Tage drin gelassen, damit sie "schön stinkig" werden.
Dann habe ich die Handtücher ausgetauscht, so daß meine schonmal den "Fremdlinggeruch" kennen lernen und umgekehrt.
Der Fremdling hatte sich ein bischen aufgeplüschelt und den Geruch erstmal eingehend untersucht, aber dann war alles recht schnell wieder gut.
Mein Rudel hat auch geschnuppert (ohne aufplüschen), aber sehr schnell wurde dem keine weitere Beachtung mehr geschenkt.
Am Folgetag tauschte ich zudem dann noch ein Häuschen, sowie ein Klo aus (quasi Fremdgeruch-Overkill). Dem wurde aber wenig bis keine Beachtung geschenkt.
Am nächsten Tag gab es eine erste Testbegegnung im Badezimmer.
Dazu nahm ich 2 sehr ruhige Vertreter aus meinem Rudel (gleich alle wäre auf einmal sicher zuviel dachte ich mir) und den Fremdling. Das lief dann so:
Meine beiden hatten praktisch kein Interesse am Fremdling - er hingegen plüsterte sich mächtig auf und innerhalb kürzester Zeit griff er meine an.
Ich trennte sofort und sah, daß er auch zugebissen hatte (glücklicherweise nicht doll).
Die darauffolgende Nacht steckte ich ihn in einen abgetrennten Teil (für meine dann weder sichtbar, noch zugänglich) meines Rudelkäfigs. Er sollte sich an den Geruch gewöhnen. Zuerst war er ein paar Minuten aufgeplüstert, aber dann fing er an, es sich gemütlich zu machen.
Am Tag darauf folgte dann Begegnung in der Dusche Teil 2:
Diesmal nahm ich meine beiden Rudeloberhäupter (da ich dachte, diese könnten sich schneller und besser wehren, bzw. Respekt einflössen, falls der Fremdling gleich wieder auf Krawall gebürstet ist).
Nun - es dauerte keine 30 Sekunden, da waren sowohl meine beiden, als auch der Fremdlich so richtig aufgeplüscht und in ein kämpfendes Knäul verstrickt.
Ich trennte natürlich auf der Stelle (wieder hatte er zugebissen, daß es blutete).
Seufz - Streitereien...O.K...wohl nicht vermeidlich, aber daß gleich zugebissen wurde, ließ mich daran zweifeln, ob ich es überhaupt weiter versuchen sollte. Das möchte ich meinen einfach nicht zumuten.
Am nächsten Tag dann, packte mich aber wieder das Mitleid (schliesslich sitzt der Fremdling ja ganz allein und ist - so für sich - ja auch ein ganz lieber Geselle).
Gut, dachte ich, ein Versuch noch.
Diesmal hielt ich vorsichtshalter ein Gitter dazwischen, so daß kein Kampf möglich war, beide Parteien aber Sicht- und Geruchskontakt hatten.
Sowohl meine beiden (wieder die vom Vortag), als auch Mr. Fremdling (ich sollte mir langsam mal nen Namen für ihn überlegen) waren sofort mächtig aufgeplüscht. Sie hingen an der jeweiligen Seite des Gitters und fauchten sich an. Liefen kurz hin- und her (am Gitter entlang, wohl um zu schauen, ob man irgendwo durch kann), stellten sich wieder hin und fauchten sich wieder an. Das ging ein paar Minuten so.
Einer von meinen begann dann, am Gitter hochzuklettern. Diese Gelegenheit nutzte der Fremdling dann, um ihm in den Fuß zu beissen.
An dieser Stelle war dann wieder Schluß.
Jetzt liegt die Inti erstmal auf Eis (ich kann ja nicht jeden Tag eine meiner Ratten beissen lassen, die weiss ja gar nicht, wie ihr geschieht).
Ich muss dazu sagen, daß es bei mir bisher nie zu Inti-Komplikationen kam. Es lief immer erstaunlich superschnell und reibungslos und ohne aufplüschen, oder Kämpfe. Mit so einer "Problemsituation" habe ich deshalb Null Erfahrung und weiss nun nicht, wie und ob ich weiter vorgehen soll.
Daß meine jedesmal einen Biß einstecken müssen, mache ich nicht mit. Andererseits soll der Fremdling keinesfalls alleine bleiben.
Gibt es irgendeine Möglichkeit, die Parteien besser füreinander zu sensibilisieren, so daß es beim Aufeinandertreffen nicht innerhalb von Sekunden gleich zum Kampf kommt?
Es gibt keinen Zeitdruck (ausser natürlich, daß Mr. Fremdling bis dahin alleine sitzen muss) und ich wünsche ihm wirklich, daß er irgendwann bei den anderen einziehen kann.
Gerade wenn man so den direkten Vergleich (Rudel/allein sitzende Ratte) täglich vor Augen hat, fällt es schwer, ihn da so sitzen zu sehen.
Man möchte ihm vorwerfen "Du Idiot, siehst du nicht, daß es dir in der Gruppe viel besser ginge? Was soll das Gezoffe?" - aber das geht natürlich nicht.
Ich kann mich ja auch nicht den ganzen Tag mit ihm beschäftigen, damit er sich nicht zu tode langweilt.
Brauche dringend irgendwelche Ratschläge in dieser Richtung. Wie stehen meine Aussichten auf Erfolg? Hat es überhaupt Sinn, es weiter zu versuchen? Habe ich vielleicht irgendwas falsch gehandhabt?
Hatte 2 Ratten übernommen, die sich untereinander gar nicht vertrugen (hatte ich schon alles an anderer Stelle erzählt, deshalb gehe ich hier jetzt nicht nochmal ins Detail).
Eine der Ratten konnte ich inzwischen erfolgreich vermitteln. Die 2. noch nicht.
Wobei ich ganz ehrlich sagen muss, daß diese 2. Ratte (diejenige, die verletzt war und die ich wieder gesund gepflegt habe), mir inzwischen sehr lieb geworden ist und ich sie nicht ohne Weiteres an fremde Leute abgeben möchte.
Wenn, dann sollte sie schon innerhalb des Bekanntenkreises weggehen, wo ich mir sicher sein kann, daß es ihm auch gut geht.
Die Chancen dafür rechne ich mir gering, bis unmöglich aus, weshalb ich vor kurzer Zeit einen "Testversuch" gestartet habe, wie meine Ratten auf den Fremdling reagieren.
Zu allererst habe ich bei meinem Rudel, als auch bei ihm, alte Handtücher in den Käfig gelegt und sie 2 Tage drin gelassen, damit sie "schön stinkig" werden.
Dann habe ich die Handtücher ausgetauscht, so daß meine schonmal den "Fremdlinggeruch" kennen lernen und umgekehrt.
Der Fremdling hatte sich ein bischen aufgeplüschelt und den Geruch erstmal eingehend untersucht, aber dann war alles recht schnell wieder gut.
Mein Rudel hat auch geschnuppert (ohne aufplüschen), aber sehr schnell wurde dem keine weitere Beachtung mehr geschenkt.
Am Folgetag tauschte ich zudem dann noch ein Häuschen, sowie ein Klo aus (quasi Fremdgeruch-Overkill). Dem wurde aber wenig bis keine Beachtung geschenkt.
Am nächsten Tag gab es eine erste Testbegegnung im Badezimmer.
Dazu nahm ich 2 sehr ruhige Vertreter aus meinem Rudel (gleich alle wäre auf einmal sicher zuviel dachte ich mir) und den Fremdling. Das lief dann so:
Meine beiden hatten praktisch kein Interesse am Fremdling - er hingegen plüsterte sich mächtig auf und innerhalb kürzester Zeit griff er meine an.
Ich trennte sofort und sah, daß er auch zugebissen hatte (glücklicherweise nicht doll).
Die darauffolgende Nacht steckte ich ihn in einen abgetrennten Teil (für meine dann weder sichtbar, noch zugänglich) meines Rudelkäfigs. Er sollte sich an den Geruch gewöhnen. Zuerst war er ein paar Minuten aufgeplüstert, aber dann fing er an, es sich gemütlich zu machen.
Am Tag darauf folgte dann Begegnung in der Dusche Teil 2:
Diesmal nahm ich meine beiden Rudeloberhäupter (da ich dachte, diese könnten sich schneller und besser wehren, bzw. Respekt einflössen, falls der Fremdling gleich wieder auf Krawall gebürstet ist).
Nun - es dauerte keine 30 Sekunden, da waren sowohl meine beiden, als auch der Fremdlich so richtig aufgeplüscht und in ein kämpfendes Knäul verstrickt.
Ich trennte natürlich auf der Stelle (wieder hatte er zugebissen, daß es blutete).
Seufz - Streitereien...O.K...wohl nicht vermeidlich, aber daß gleich zugebissen wurde, ließ mich daran zweifeln, ob ich es überhaupt weiter versuchen sollte. Das möchte ich meinen einfach nicht zumuten.
Am nächsten Tag dann, packte mich aber wieder das Mitleid (schliesslich sitzt der Fremdling ja ganz allein und ist - so für sich - ja auch ein ganz lieber Geselle).
Gut, dachte ich, ein Versuch noch.
Diesmal hielt ich vorsichtshalter ein Gitter dazwischen, so daß kein Kampf möglich war, beide Parteien aber Sicht- und Geruchskontakt hatten.
Sowohl meine beiden (wieder die vom Vortag), als auch Mr. Fremdling (ich sollte mir langsam mal nen Namen für ihn überlegen) waren sofort mächtig aufgeplüscht. Sie hingen an der jeweiligen Seite des Gitters und fauchten sich an. Liefen kurz hin- und her (am Gitter entlang, wohl um zu schauen, ob man irgendwo durch kann), stellten sich wieder hin und fauchten sich wieder an. Das ging ein paar Minuten so.
Einer von meinen begann dann, am Gitter hochzuklettern. Diese Gelegenheit nutzte der Fremdling dann, um ihm in den Fuß zu beissen.
An dieser Stelle war dann wieder Schluß.
Jetzt liegt die Inti erstmal auf Eis (ich kann ja nicht jeden Tag eine meiner Ratten beissen lassen, die weiss ja gar nicht, wie ihr geschieht).
Ich muss dazu sagen, daß es bei mir bisher nie zu Inti-Komplikationen kam. Es lief immer erstaunlich superschnell und reibungslos und ohne aufplüschen, oder Kämpfe. Mit so einer "Problemsituation" habe ich deshalb Null Erfahrung und weiss nun nicht, wie und ob ich weiter vorgehen soll.
Daß meine jedesmal einen Biß einstecken müssen, mache ich nicht mit. Andererseits soll der Fremdling keinesfalls alleine bleiben.
Gibt es irgendeine Möglichkeit, die Parteien besser füreinander zu sensibilisieren, so daß es beim Aufeinandertreffen nicht innerhalb von Sekunden gleich zum Kampf kommt?
Es gibt keinen Zeitdruck (ausser natürlich, daß Mr. Fremdling bis dahin alleine sitzen muss) und ich wünsche ihm wirklich, daß er irgendwann bei den anderen einziehen kann.
Gerade wenn man so den direkten Vergleich (Rudel/allein sitzende Ratte) täglich vor Augen hat, fällt es schwer, ihn da so sitzen zu sehen.
Man möchte ihm vorwerfen "Du Idiot, siehst du nicht, daß es dir in der Gruppe viel besser ginge? Was soll das Gezoffe?" - aber das geht natürlich nicht.
Ich kann mich ja auch nicht den ganzen Tag mit ihm beschäftigen, damit er sich nicht zu tode langweilt.
Brauche dringend irgendwelche Ratschläge in dieser Richtung. Wie stehen meine Aussichten auf Erfolg? Hat es überhaupt Sinn, es weiter zu versuchen? Habe ich vielleicht irgendwas falsch gehandhabt?