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Diskutiere Pferde-Wiki im Reiterstübchen Forum im Bereich Pferde Forum; Hey das sieht schon mal gut aus... Mein Pferdefutter-Text kommt sobald die Hochzeit unserer Freunde vorbei ist *schwitz* :-)
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  • Pferde-Wiki Beitrag #61
Hey das sieht schon mal gut aus...

Mein Pferdefutter-Text kommt sobald die Hochzeit unserer Freunde vorbei ist *schwitz* :)
 
  • Pferde-Wiki Beitrag #62
Wir haben noch viele Themen frei.
Heut nachmittag muss mein Freund arbeiten,ich versuche dann mal meinen Text fertig zu bekommen..
 
  • Pferde-Wiki Beitrag #63
Mein Pferdefutter-Text kommt sobald die Hochzeit unserer Freunde vorbei ist *schwitz* :)
Gratulation an deine Freunde! Eine Hochzeit ist was Schönes... ;)

Ich muss mal sehen, ob ich mich heute dransetze.
 
  • Pferde-Wiki Beitrag #64
Huhu,

*Thread hochschubs*

ich habe den Wiki-Text vollkommen vergessen. :eusa_doh:

Wie dem auch sei, ich setze mich heute wirklich mal an den "Rollkur"-Text (mal sehen, ob ich aus dem Thread hier im Forum etwas Brauchbares zitieren kann).

Dana, willst du noch mehr Themen ins Wiki aufnehmen? Wenn ja, was wäre denn noch frei?

Liebe Grüße
 
  • Pferde-Wiki Beitrag #65
Hey

habe damals die Texte alle rein gestellt, die ich bekommen hatte.
Was das genau war, muss ich selber nach schauen,aber es fehlt noch viel.
 
  • Pferde-Wiki Beitrag #66
Okay, ich fang' dann mal an zu tippen. ;)

Es wird wahrscheinlich recht viel - mal schauen.

Ich melde mich, wenn's fertig ist.
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Die erste Roh-Version:

"Rollkur / Hyperflexion"

Mit dem Begriff Rollkur wird beim eine Trainingsmethode bezeichnet, die durch ein gewolltes Herabziehen des Pferdekopfes mit Hilfe der Zügel in Richtung Brust gekennzeichnet ist. Hierbei wirkt der Reiter derart stark auf die Zügel ein, dass er sein Pferd zum Senken des Kopfes und Einrollen des Halses zwingt. Je nachdem, wie stark der Druck auf die Zügel ist, „beißt“ sich das Pferd in die Brust.


So schreibt wikipedia.de – Rollkur sei eine Trainingsmethode. Ist es nicht eher eine Art der Tierquälerei?


Aber alles von vorne: „Was ist die Rollkur überhaupt?“

Der Begriff „Rollkur“ (auch „Hyperflexion“) stammt ursprünglich aus einem Artikel der Pferdefachzeitschrift St. Georg (11/1992), in dem der Autor Heinz Meyer die harschen Umgangsweisen der Reiter mit ihren Pferden auf Abreiteplätzen und Co. beanstandete.
Leider blieb dieser Artikel weitesgehend ohne große Beachtung, doch der Begriff „Roll-Kur“ war entstanden.

Wie im Wikipedia-Artikel schon angedeutet, „zerrt“ der Reiter sein Pferd durch starke Einwirkung der Zügel hinter die Senkrechte, so dass es sich im schlimmsten Falle selbst in die Brust beißen könnte.
Internationale und erfolgreiche Profireiter praktizieren die Hyperflexion (zu deutsch: Überdehnung) schon seit Jahren – und gewinnen immer noch einen Preis nach dem anderen.

Nun stellt sich die Frage: „Was passiert da überhaupt?“

Durch das extreme Einrollen des Halses werden die Halswirbel des Pferdes stark überdehnt, was zu einer Überspannung der Rückenmuskulatur führt.
Zudem bekommt der Reiter einen gewaltigen Hebel in die Hand gedrückt, denn durch die Zügel, die ja zum Gebiss im Maul führen, wird der gesamte Druck zum Rücken hin fehlgeleitet.

„Was sind die Merkmale und Folgen der Rollkur?“
Die Rollkur ist eine Extremform des (zu) tiefen Einstellen, daraus folgt ein zu stark aufgerollter Hals, woraus wiederum ein zu starke Senkrechte des Halses hervorgeht.
Die Folgen sind:

  • Überdehnung des Nackenbandes und der Muskulatur im Oberhals
[…]

  • Vordere Halswirbel drücken gegen das Nackenband – übermäßige Spannung
  • Muskeln des Oberhalses werden nicht genutzt.
  • Wachsende Unterhalsmuskulatur
  • Blockierung der Lendenwirbelsäule
  • Pferd auf der Vorhand
  • Stark eingeschränktes Gesichtsfeld
  • Gleichgewichtsprobleme
  • Schwache Hinterhand
  • Übermäßig muskulöse Brust
  • Höhere Aktion der Vorderbeine beim aufgerichteten Pferd, weil sich der Kopf-Hals-Arm-Muskel im Training mit aufgerolltem Hals verkürzt, um den Kopf herbeizuziehen. So entstehen die spektakulären Trabverstärkungen mit nahezu waagrecht gehaltenen Vorderbeinen. Der Raumgriff wird in so einer Verstärkung aber kaum grösser, auch wenn die hohe Aktion diesen Eindruck erweckt. Eine korrekte Verstärkung beinhaltet mehr Raumgriff und weniger Aktion.
  • Anlehnung, Losgelassenheit und Takt werden ruiniert.
  • Für die Versammlung notwendige Muskeln sind geschwächt / zu lose.
  • Der Rücken kann nicht schwingen.
  • Verspanntes Pferd
  • Das Pferd kann nicht mit geschlossenem Maul kauen, weil die Muskeln, die den Hals herunterziehen, auch am Unterkiefer und dem Zungenbein befestigt sind.
(Quelle: )



=> Hier kann man auch entsprechende Zeichnungen anschauen, welche oben genannte Merkmale und Folgen verdeutlichen!

„Ist die Rollkur nun Quälerei?“

Nun ja – die Befürworter dieser Methode bezeichnen die Hyperflexion als „Weiterentwicklung der klassischen Dressur“, da sie verschiedene Faktoren der Dressur aufnimmt und weiterführt.
Die (meist deutschen) Gegner der Rollkur dagegen meinen, dass die klassischen Hintergründe und Vorsätze der Dressur vollkommen in den Hintergrund gestellt werden, beispielsweise sei das Genick nicht der höchste Punkt des Pferdes, das „leichte“ Zusammenspiel von Reiter und Pferde werde gestört und die Zügel würden als „Lenkrad“ missbraucht.
Fakt ist, dass Rollkur schädlich für das Pferd wirkt (siehe Folgen).

„Befürworter und Gegner“

Die niederländische Dressurreiterin Anky van Grunsven (dreimalige Olympiasiegerin) und ihr Trainer und Ehemann Sjief Janssen sind bekennende Praktizierende von Rollkur und vertreten die Meinung, dass Rollkur dem Stretching des Pferdes diene.
Wenn man dieses „Stretching“ kurz praktiziert, so werden sich keine dauerhaften Schäden beim Pferd bilden, allerdings entspricht es nicht der klassischen Ausbildung.
Erst schädlich wird es, wenn es über einen längeren Zeitraum angewandt wird.
Dr. Gerhard Heuschmann, Mitbegründer von „Xenophon“ (eine Gesellschaft für den Erhalt und der Förderung der klassischen Reitweise), beschreibt die Rollkur mit diesen Worten:

„Stellen Sie sich das an Ihrem eigenen Körper vor: Sie gehen in ein Fitnessstudio, nehmen eine Hantel, heben sie 15 Mal hoch und legen sie dann weg, weil Sie nicht mehr können. Dann ruhen sich Ihre Muskeln wieder aus. Jetzt stellen Sie sich bitte einmal vor, der Trainer zwingt Sie weiterzumachen, indem er Ihnen ein Feuerzeug unter die Hand hält- obwohl sie eigentlich gar nicht mehr können und ihre Arme schon weh tun, weil die Muskeln ermüdet sind.“

© Brillenschlange 2009
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Pferde-Wiki Beitrag #67
Sehr gut geschrieben Schlange- :clap:
 
  • Pferde-Wiki Beitrag #68
Danke dir! :D

Jetzt muss nur noch Dana hier reinschauen. *g*
 
  • Pferde-Wiki Beitrag #69
Ich muss vorerst erst was abklären, dann kann ich ein 'Ok' geben.
 
  • Pferde-Wiki Beitrag #70
Huhu!

Wegen dem Wikipedia-Teil? Nun, das könnte man zur Not natürlich noch ändern bzw. der Teil von der (sehr informativen) Seite, den ich zum Teil zitiert habe.

Eilt ja nicht. ;)
 
  • Pferde-Wiki Beitrag #71
Genau,
es geht um das Zitat- denn eigt sollten die Texte selber geschrieben sein, ohne Zitat.

Ich frage nach, ansonsten ist der Text sehr gut.

So Schlange,
könntest du deinen Text so umformulieren,das es kein Zitat ist und aus deinem Mund stammt?
 
  • Pferde-Wiki Beitrag #72
Hab' deinen Edit erst gerade gesehen, werde ihn umformulieren, direkt nachdem ich mein Avatar-Problem gelöst habe. *g*

Darf ich auch keinen Link zu externen Seiten angeben ("zum Weiterlesen")? Es geht mir vor allem um die Seite mit den Darstellungen.

*sich an die Arbeit macht*
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

*Trommelwirbel*

So, abgeändert und nun hoffentlich korrekt. ;)

Viele populäre Internetseiten schreiben, Rollkur sei eine Trainingsmethode – aber ist es nicht eher eine Art der Tierquälerei?
Aber alles von vorne: „Was ist die Rollkur überhaupt?“
Der Begriff „Rollkur“ (auch „Hyperflexion“) stammt ursprünglich aus einem Artikel der Pferdefachzeitschrift St. Georg (11/1992), in dem der Autor Heinz Meyer die harschen Umgangsweisen der Reiter mit ihren Pferden auf Abreiteplätzen und Co. beanstandete.
Leider blieb dieser Artikel weitesgehend ohne große Beachtung, doch der Begriff „Roll-Kur“ war entstanden.

Wie im Wikipedia-Artikel schon angedeutet, „zerrt“ der Reiter sein Pferd durch starke Einwirkung der Zügel hinter die Senkrechte, so dass es sich im schlimmsten Falle selbst in die Brust beißen könnte.
Internationale und erfolgreiche Profireiter praktizieren die Hyperflexion (zu deutsch: Überdehnung) schon seit Jahren – und gewinnen immer noch einen Preis nach dem anderen.

Nun stellt sich die Frage: „Was passiert da überhaupt?“

Durch das extreme Einrollen des Halses werden die Halswirbel des Pferdes stark überdehnt, was zu einer Überspannung der Rückenmuskulatur führt.
Zudem bekommt der Reiter einen gewaltigen Hebel in die Hand gedrückt, denn durch die Zügel, die ja zum Gebiss im Maul führen, wird der gesamte Druck zum Rücken hin fehlgeleitet.

„Was sind die Merkmale und Folgen der Rollkur?“

Die Rollkur ist eine Extremform des (zu) tiefen Einstellen, daraus folgt ein zu stark aufgerollter Hals, woraus wiederum ein zu starke Senkrechte des Halses hervorgeht.
Die Folgen sind:

  • Zu starke Überdehnung des Nackenbandes und der Muskulatur im Oberhals
  • Die vorderen Halswirbel drücken sich gegen das Nackenband – daraus entsteht eine übermäßige Spannung, die an den Rücken fehlgeleitet werden
  • Die Muskeln des Oberhalses werden praktisch nicht benutzt
  • Gleichgewichtsprobleme durch unnatürliche Haltung
  • Wachsende Unterhalsmuskulatur – daraus folgt eine Fehlhaltung, die eine zu sehr bemuskelte Unterhalsregion hervorruft
  • Blockierung der Lendenwirbelsäule
  • Pferd geht praktisch nur auf der Vorhand
  • Schwache Hinterhand, da die Vorhand übermäßig belastet wird
  • Für die Versammlung notwendige Muskeln sind geschwächt / zu wenig ausgeprägt
  • Stark eingeschränktes Gesichtsfeld durch die Einrollung des Halses
  • Die Muskeln des Kopfes, Halses und des Armes verkürzen sich, daraus entstehen die „spektakulären“ Trabverstärkungen, die allerdings im Prinzip kaum mehr Raumgriff hervorrufen. Eine korrekt gerittene Trabverstärkung soll mehr Aktion und weniger Raumgriff beinhalten.
  • Die Anlehnung, Losgelassenheit und der Takt werden gestört und auf Dauer nahezu ganz zerstört
  • Durch die Fehlhaltung kann der Rücken nicht schwingen, daraus entstehen häufig Verspannungen
  • Das Pferd kann nicht mit geschlossenem Maul kauen, weil die Muskeln, die den Hals herunterziehen, am Unterkiefer und dem Zungenbein liegen. Deshalb kann das Pferd nicht entspannt abkauen.
„Ist die Rollkur nun Quälerei?“

Nun ja – die Befürworter dieser Methode bezeichnen die Hyperflexion als „Weiterentwicklung der klassischen Dressur“, da sie verschiedene Faktoren der Dressur aufnimmt und weiterführt.
Die (meist deutschen) Gegner der Rollkur dagegen meinen, dass die klassischen Hintergründe und Vorsätze der Dressur vollkommen in den Hintergrund gestellt werden, beispielsweise sei das Genick nicht der höchste Punkt des Pferdes, das „leichte“ Zusammenspiel von Reiter und Pferde werde gestört und die Zügel würden als „Lenkrad“ missbraucht.
Fakt ist, dass Rollkur schädlich für das Pferd wirkt (siehe Folgen).

„Befürworter und Gegner“

Die niederländische Dressurreiterin Anky van Grunsven (dreimalige Olympiasiegerin) und ihr Trainer und Ehemann Sjief Janssen sind bekennende Praktizierende von Rollkur und vertreten die Meinung, dass Rollkur dem Stretching des Pferdes diene.
Wenn man dieses „Stretching“ kurz praktiziert, so werden sich keine dauerhaften Schäden beim Pferd bilden, allerdings entspricht es nicht der klassischen Ausbildung.

Erst schädlich wird es, wenn es über einen längeren Zeitraum angewandt wird.

Dr. Gerhard Heuschmann, Mitbegründer von „Xenophon“ (eine Gesellschaft für den Erhalt und der Förderung der klassischen Reitweise), beschreibt die Rollkur mit diesen Worten:

„Stellen Sie sich das an Ihrem eigenen Körper vor: Sie gehen in ein Fitnessstudio, nehmen eine Hantel, heben sie 15 Mal hoch und legen sie dann weg, weil Sie nicht mehr können. Dann ruhen sich Ihre Muskeln wieder aus. Jetzt stellen Sie sich bitte einmal vor, der Trainer zwingt Sie weiterzumachen, indem er Ihnen ein Feuerzeug unter die Hand hält- obwohl sie eigentlich gar nicht mehr können und ihre Arme schon weh tun, weil die Muskeln ermüdet sind.“

© Brillenschlange 2009
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Noch einmal kurz:

Ich habe gerade Zeit und würde mich gerne anbieten, einen Text zu einem Thema zu schreiben - mir würde da z.B. "die richtige Reitschule" vorschweben (vor allem, weil es ein immer wiederkehrendes Thema ist).

Was meinst du?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Pferde-Wiki Beitrag #73
Hallo Schlange,

der Text ist super- ich frage bei den anderen Mods nach- danach muss ich das wieder lernen,wie das geht, jammer. oder Shigi fragen,die hat es ja drauf.

Du kannst gerne aaaals fleißig schreiben, mein Text fehlt ja auch noch.
 
  • Pferde-Wiki Beitrag #74
Huhu,

ich will ja keine Umstände mit meinem Getippsel machen, wenn das Reinstellen so kompliziert ist. :uups:

Okay, mal sehen, ob ich den Text eben schnell nach dem üblichen Durchschauen hier im Forum geschrieben bekomme, dann könnt ihr die Texte ja flott zusamamen reinstellen.

Liebe Grüße
 
  • Pferde-Wiki Beitrag #75
Huhu,

ich will ja keine Umstände mit meinem Getippsel machen, wenn das Reinstellen so kompliziert ist. :uups:

Wieso Umstände?
Wir wollten doch ein Wiki, oder etwa nicht? Also brauch ich nur die Texte, damit es eins wird.
Das reinstellen fiel nur mir so schwer- ich raff die Technik da nicht.
 
  • Pferde-Wiki Beitrag #76
Okay - ich mache mir einfach zu viele Gedanken (und will niemanden auf die Nerven fallen). :mrgreen:

Setze mich gleich ran; Texte, die ich selbst hier bereits in diversen Threads geschrieben habe, darf ich doch mit reinnehmen, oder?
Ich hatte mal eine feine Liste erstellt, die noch zusätzlich ergänzt wurde - die könnte man prima einbinden.
 
  • Pferde-Wiki Beitrag #77
Klar, wichtig ist eben- das die Texte von dir stammen und nirgendwo abgeschrieben wurde.

Mach dir keinen Kopf- Shigi muss da dann durch,wenn ich nichts hinbekomme.

Den Text stell ich am We oder so rein, im Moment hab ich hier gut zu tun.
 
  • Pferde-Wiki Beitrag #78
*hehe*

Die Arme... das Mod-Leben ist schon hart. :042:

Ich hau' jetzt mal in die Tasten, sonst quatsche ich mich mal wieder fest. ;)
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Hier die erste, völlig unbearbeitete Version:

Die geeignete Reitschule

Der erste Weg für Pferdebegeisterte führt meist in die Reitschule.
Nah soll sie sein, gut erreichbar und möglichst preisgünstig, denn nur wenige Eltern sind bereit, 30€ oder noch mehr für den Reitunterricht ihrer Sprösslinge auszugeben.
Die Pferde sollen nett und weich zu reiten sein, der Reitlehrer sowohl ruhig als auch verständlich erklärend – aber woran erkennt man eigentlich die ultimative Reitschule?
Es empfiehlt sich, sich zunächst völlig unverbindlich in der Reitschule umzusehen, wobei der Laie meist die entscheidenden Unterschiede kaum bemerkt.
Wichtige Merkmale, die man sich vor Augen halten sollte, sind:
- Wie sieht der Stall aus?
Kann man als Laie erkennen, ob die Pferde gut gehalten werden (Helle Boxen, Fenster, Außenboxen, Paddocks (das sind kleine Auslaufmöglichkeiten, die mit den Boxen verbunden sind), Weiden, auf denen auch Pferde stehen)?

Leben die Pferde gar ganztägig draußen auf der Weide in einem Offenstall?


- Wie sind die Möglichkeiten des Stalles?
Gibt es Halle(n), Plätze, Ausreitgebiete?


- Wie läuft der Unterricht ab?
Schreit der/die ReitlehrerIn herum oder erklärt er/sie ruhig und auch für Laien verständlich? Wie gehen die Reitschüler miteinander um?
Ist der Unterricht auch für den Laien nachvollziehbar und lehrreich?


- Wie ist das Klima?
Wird man als Zivilisierter schräg angeschaut oder freundlich behandelt?


- Ist das Preis-Leistungsverhältnis gerechtfertigt?

- Wie wird auf die Sicherheit geachtet?

Vernachlässigt der Reitlehrer seine Aufsichtspflicht oder kontrolliert sogar die Länge der Steigbügel oder hilft beim Nachgurten?

- Wie sehen die Schulpferde aus?

Glänzt das Fell oder ist es stumpf? Sind die Augen klar oder trüb? Sind die Hufe zu lang?

- Wie sieht das Sattelzeug aus?

Ist es geschmeidig oder brüchig?


- Sind die Schabracken und Gebisse vollkommen verdreckt oder gepflegt?


- Haben die Schulpferde alle eigene Putzkästen mit vollständigem Zubehör?

- Kann man sich an herausragenden Nägeln in Wänden beispielsweise verletzen?


- Können sich die Pferde an oben genannten Nägeln verletzen?

- Wie sehen die Boxen aus?

Stehen die Pferde auf ihrem eigenen Mist oder haben sie glänzendes, frisches Stroh bzw. Sägespäne?
Riecht der Stall nach Ammoniak, welches für die empfindlichen Atemwege der Pferde gefährlich ist, oder ist der Stall luftig und hell? Ist die Temperatur im Stall in etwa gleich mit der Außentemperatur?

Auch sollte man erfragen können, wie viele Stunden die Pferde täglich laufen müssen – mehr als zwei Stunden ist auf Dauer nicht nur für den Körper des Pferdes schädlich, sondern auch für seine psychische Verfassung.
Diese Checkliste ist unabhängig von der Reitweise, denn eine Reitschule sollte sowohl das Bedürfnis des Pferdes als auch des Reiters gut abdecken können, gleich, ob er Englisch oder Western reitet.

„A, B oder C?“
(Anmerkung: Dieser Abschnitt bezieht sich lediglich auf die englische bzw. deutsche Reitweise.)
Nicht jeder darf Reitunterricht geben.
Ein anerkannter Reitlehrer ist ein ausgebildeter Pferdewirt mit Schwerpunkt Reiten; diese Ausbildung hat mehrere Stufen (C, B und A) - je höher diese Stufe ist, desto länger wurde der Reitlehrer ausgebildet.
Was aber nicht gleich heißt, dass ein A-Trainer besser sein muss als ein C-Trainer.

Vergleichsweise können auch von der FN (deutsche reiterliche Vereinigung mit Sitz in Warendorf/NRW) ausgezeichnete Ställe eine unartgerechte Pferdehaltung aufweisen, wogegen kleinere, private Ställe in dieser Beziehung manchmal vorbildlicher sind.

„Wie teuer soll denn nun der Unterricht sein?“
Die passende Reitschule ist nun also gefunden, doch auch preislich gibt es himmelweite Unterschiede: Nimmt die junge Studentin, die sich nebenbei ein bisschen Geld verdienen will, nur 8€ die Stunde, so gehen erfolgreiche Turnierreiter, die ihr Wissen und Können an den „Nachwuchs“ weitergeben wollen, nicht einmal für 40€ in die Bahn.
Was ist denn da nun der Mittelwert?
Ganz einfach gesagt: Es gibt ihn nicht. Guter Reitunterricht kann sowohl 10 als auch 20€ kosten.
Man sollte immer bedenken, dass man nicht nur einen zweibeinigen Lehrer hat, sondern auch einen vierbeinigen, der unter Umständen unter der „Massenabfertigung“ leidet.
Ein guter Reitunterricht sollte lehrreich als auch fordernd sein, der Reitlehrer sollte loben wie tadeln können und auch Fehler aufzeigen und korrigieren können.
Wichtig ist, dass die Pferde gesund sind und Freude an den Tag legen und dass man sich als Reiter wohlfühlt – dies kann sowohl im robusten Ponystall als auch im noblen Landesgestüt der Fall sein.
Auch Empfehlungen aus dem Freundeskreis können auch beim Einstieg in die Reiterei helfen.

Da hilft letztendlich nur eines: Wenn einem die Reitschule zusagt, macht man am besten einen „Schnuppertermin“ aus, manchmal ist ein solcher Unterricht sogar kostenlos, und schaut danach, ob einem die Reitschule immer noch gefällt – vielleicht war dies ja der optimale Einstieg in die Reiterei?

© Brillenschlange

 
Zuletzt bearbeitet:
  • Pferde-Wiki Beitrag #79
*hochstupst*
 
  • Pferde-Wiki Beitrag #80
Deine Aufzählung der Folgen der Rollkur ähnelt der auf pferdewissen.ch immernoch sehr (zu) stark. Das solltest du irgendwie ändern. Du könntest z.B. zwischen Langzeit- und direkten Folgen unterscheiden. Hauptsache es ist nicht mehr das selbe wie auf der Website.

Den anderen Text finde ich schon ganz gut, aberdazu müssen die anderen sich auch noch äußern;)
 
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