@ nero: Schönes Ding! Dann mach auch gleich ein Bild von den Gesichtern der Richter, hihi.
Wir hatten hier letzt wieder ein großes Dressurturnier von meinem Reitverein, wir waren aber übers WE nicht da. Vor zwei Jahren war es super gruselig. Ich hatte Dienst in der Abreitehalle, 80% der Pferde gingen deutlich hinter der Senkrechten. Und fast alle mit langen Sporen und Peitsche ausgestattet, von denen leider nicht zu sehen war, dass dies der Verfeinerung der Hilfen dienen soll... hmpf! Mit meinen Reitschülern habe ich dann bei den Prüfungen zugeschaut und ihnen detailliert erklärt, was warum wie sein sollte oder nicht. Nach dem dritten Pferd waren die echt entsetzt, und wenn ich wenigstens einen davon überzeugen konnte, einen anderen Weg einzuschlagen, dann ist das schon ein Erfolg. JEDER zählt im Kampf gegen schlechtes Reiten und die daraus resultierende Tierquälerei!
Seit einigen Jahren reite ich keine Turniere mehr, weil ich nicht mehr auf diese K(r)ampfreiterei gucken mochte. Inzwischen denke ich, dass es schade ist, das auch viele andere Reiter, die wirklich gut sind und ihre Pferde nach der klassischen Reitkunst ausbilden, nicht mehr auf Turnieren starten, weil sie dazu keine Lust haben und oftmals die "Showreiter" mit ihren zusammengezurrten, verspannten Pferden gewinnen, weil die den verkrampften Schautrab zeigen.
Aber man kann nur etwas ändern, wenn man sich auch mehr öffentlich zeigt und für Aufklärung unter den Laien sorgt.
Ein großes Problem: Richter werden vom Veranstalter eingeladen. Wenn der Veranstalter für viel Geld ein paar bekannte Reiter eingekauft hat, damit sie auf seinem Turnier starten, was das Turnier wiederum bekannter macht und mehr Zuschauer lockt, werden die Richter den Teufel tun, und diese Reiter schlecht benoten. Dann werden sie nämlich nicht wieder eingeladen. Und vielleicht auch zu keinem anderen Turnier...
Meiner Meinung nach sollten Richter zugeteilt werden, und zwar so, dass keiner weiß, wo er welche Prüfung richten soll. Der Veranstalter hat somit keine Chance mehr, die Richter nach seinem Gutdünken auszusuchen. Das allein würde schon eine Menge ändern, und die Richter können ohne Vorbehalte arbeiten. Es sein denn, sie sind dann Drohungen der Reiter oder Veranstalter ausgesetzt, wenn es um Geld, Ruhm und Macht geht, sind Menschen ja bekanntlich zu allem fähig... Wohl weniger auf den ländlichen Turnieren, aber im größeren Sport...
T-Shirts und Aufkleber bekommt man übrigens auch über die Seite von Dr. Gerd Heuschmann. Jeder Reiter sollte sein Buch "Finger in der Wunde" und den dazugehörigen Film "Stimmen der Pferde" kennen. Das sollte Basiswissen für JEDEN Reiter sein!
Wenn meine Kleine soweit ist, werde ich auch mal wieder auf ein paar Turniere gehen, schon nur um den Leuten zu zeigen, dass es auch anders geht.
Lg