@Eva
ich könnt dich knutschen (symbolisch gemeint natürlich

).
Beim durchlesen all der Antworten habe ich mich schon gefragt warum keiner die negativen Seiten aufzählt. Bis du dann endlich schriebst!
@sunny
deine Eltern haben Recht. Ein Hund macht Dreck, mitunter stinkt er auch (lecker wenn er sich in totem Aas oder Kot gewälzt hat) und Hunde machen auch wenn man Pech hat eine Menge kaputt.
In zwölf Jahren Hundehaltung habe ich mehr Scheisse, Pisse und Kotze weggewischt als in 20 Jahren Mutterschaft.
Seit ich ein Kind war habe ich mir einen Hund gewünscht. Da mein Vater aber starker Asthmatiker war gab es keine Diskussion zu jeglicher Tierhaltung.
Ich ging mit Hunden aus der Nachbarschaft spazieren, das mußte reichen!
Als ich erwachsen war stellte sich die Frage nach der Tierhaltung nicht da ich mit anderen Dingen beschäftigt war. Als ich Mutter wurde wünschte ich mir sehr wohl das meine Kinder mit einem Hund aufwachsen sollten aber eine Wohnung zu finden die groß genug für meine Familie war, war schon schwer genug und leider war dort die Tierhaltung verboten. Da meine Familie vor ging landete auch hier das Thema Hund unter dem Tisch.
Erst als wir umzogen und es die wohnlichen und finanziellen Verhältnisse erlaubten schaute ich mich nach einem Hund um. Da war mein jüngstes Kind bereits vier.
Und glaub mir: Ich war bereits eine erwachsene und gestandene Frau und doch kamen die Dinge gaaaaaanz anders als erwartet.
Ein Welpe ist sehr anstrengend. Er muß Tag wie Nacht mindestens alle 2 Stunden raus. Wenn er Durchfall hat (so wie meine Damals) dann sogar noch öfter. Nicht selten mußte ich egal welche Arbeiten ich machte, diese stehen und liegen lassen wenn ich sah das der Hund sich verdächtig im Kreis drehte, wenn er würgte oder sich bereits zum pischern niederließ.
Ich kann auch nicht sagen wie wir geschafft haben bis meine Süße endlich das erste Mal allein bleiben konnte ohne die halbe Wohnung auseinander zu nehmen oder so laut zu jaulen das die Nachbarn sich beschwerten und meinten es höre sich an als ob ein Kind mißhandelt wird.
In lebhafter Erinnerung ist mir aber noch das sie mit 7 Monaten eine ganze Schlafcouch auseinander genommen hat weil sie allein bleiben mußte (ich hatte einen dringenden Arzttermin).
Ja, irgendwann hat sie das allein bleiben auch gelernt aber zu welchem Preis?
Meine Hündin war super sozial zu Mensch und Tier aber das ist nicht jedem Hund in die Wiege gelegt worden. Der eine mag vielleicht keine anderen Hunde oder verfügt über einen ausgeprägten Schutztrieb?! Und dann? Das ist alles andere als leicht in den Griff zu bekommen.
Meine war auch sehr folgsam und sehr gelehrig aber es gibt auch Hunde die zeigen sich fast schon sehr erziehungsresistent und benötigen neben hoher Konsequenz sehr viel Zeit und Geduld, nicht selten ein Leben lang.
Klar habe auch ich meine Hündin irgendwann mal stubenrein bekommen aber es ließ sich manchmal nicht vermeiden wenn ich nach Hause kam, fand übelriechende Haufen weil sie Durchfall hatte und nicht einhalten konnte (Sie hatte ein Magen-Darmleiden von Welpe an). Oft kotzte sie mir im hohem Bogen direkt vor die Füsse.
Und als sie alt wurde konnte sie ihr Pipi nicht mehr richtig halten und machte mehrmals täglich unter sich. Hast du eine Ahnung wie ein Hund stinkt wenn er praktisch in seiner eigenen Pipi liegt? Davon mal abgesehen ging es mir auch ganz schön ins Kreuz wenn ich meine alte Dame dann in die Wanne hiefen mußte um sie abzubrausen. Sie hatte immerhin 30 Kilo. Auch lecker in Kot oder Urin morgens mit den nackten Füssen zu treten *schüttel*.
Ich könnte die Liste noch weiter führen aber das würde den Rahmen hier sprengen.
Die Dinge die ich aufgezählt habe müssen nicht unbedingt passieren aber sie KÖNNEN und darauf sollte man gefasst sein! Und so leid es mir tut: Du kannst das alles mit 13 noch nicht wirklich überblicken auch wenn du das jetzt denkst.
Meine jüngste Tochter wird jetzt 17 und sie bearbeitete mich schon eine Weile wieder einen Hund zu holen aber ihre Argumente und Beteuerungen stossen bei mir auf taube Ohren..
Auch sie sagt mir sie würde, sie täte, sie mache und ich glaube ihr das auch aber sie würde eben
nicht immer tun und machen wollen und ich müßte endlose Diskussionen mit ihr führen und genau das will ich eben nicht. Obwohl sie mir unsere Hündin manchmal abnahm und sich zuverlässig kümmerte oder auch Zuhause blieb und sie betreute wenn ich im Krankenhaus war (war ein paar Mal der Fall) hätte sie keine Lust mehr darauf wenn sie diese Aufgaben
JEDEN TAG hätte und immer
MÜSSTE. Das sehe ich an ihren Katzen. Die wollte sie auch
UNBEDINGT. Was meinst du wer heute geht und kauft das Futter? Was meinst du wer die Katzenklos reinigt? Was meinst du wem die Tapeten gehören die sie von den Wänden holten? Was meinst du wer alles finanziert? Das bin ICH allein weil sie ja noch über kein eigenes Geld verfügt!
Natürlich macht sie auch mal die Klos, natürlich füttert sie die Katzen auch aber das ist seltener als DAS sie es tut auch wenn sie ihre Katzen liebt.
Und eins noch: Würde sie nun drängeln und drängeln dann würde ich auf stur schalten, mich selbst zurücknehmen und warten bis sie erwachsen und ausgezogen ist ehe ich wieder einen Hund hole.
Das habe ich ihr nur EIN MAL ernsthaft gesagt und sie schaut nur noch Hundebilder an wenn ICH sie dazu auffordere. Ansonsten hält sie sich ganz ruhig!
In der Tat überlege ich mir derzeit wieder einen Hund zu adoptieren aber nicht auf Teufel komm raus und das wichtigste: ICH möchte einen Hund MIR zu liebe und nicht weil meine Tochter unbedingt einen will!