Zum Thema biegen:
Ich würde dir raten es mal mit dem Drehsitz zu probieren:
Der DS ist ein Zusammenspiel von versch. Hilfen.
Die Reiterhüfte ist parallel zur Pferdehüfte und die Reiterschulter ist parallel zu Pferdeschulter. Sprich deine ganzer Körper von der Hüfte aufwärts wird ‚am Stück‘ gedreht.
Deine ‚äußere Hüfthälfte‘ weißt also nach außen hinten, das zugehörige äußere Bein liegt verwahrend am Pferd. Das innere Bein treibt.
Deine äußere Schulter zeigt nach ‚innen/vorne‘ d.h. das Gewicht verlagert sich also im Schwerpunkt nach innen. Nimm am besten beide Zügelfäuste etwas weiter nach vorn, so dass es dem Pferd leichter fällt nach innen zu kommen (=Stellung!) und lass den äußeren Zügel immer anstehen, du kannst damit auch ruhig Paraden geben (=Schwamm ausdrücken“)
Voraussetzung für ein unabhängigen Sitz ist, dass du die Steigbügel auch für das benutz für was sie erfunden wurden (nein nicht zum aufsteigen
) zum DICH AUSBALANCIEREN.
Wenn man richtig in den Bügeln ‚steht‘ ist das Bein automatisch ruhiger, am Pferd und man verliert den Bügel nicht mehr – dennoch ‚sitzt‘ du noch auf dem Pferd.
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Nur als Beispiel: ein Taktfehler lässt sich, wenn man die Bügel so ‚austritt‘ sehr leicht kompensieren, das Pferd fängt sich in der Regel von selbst wieder. ‚Hockt‘ man nur passiv auf dem Pferd, wirft einen sowas aus der Bewegung da man ja nur getragen wird und das Pferd muss noch mehr kämpfen um sich wieder zu fangen.
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Das halte ich für Gift für die noch nicht trainierte Muskukatur! 15 Minuten ist viel zu lang!
Gerade das ist falsch! Die Zügelhand darf NIE tiefer als der Widerrist sein - sonst fällt man gezwungenermaßen nach vorne und sitzt nicht mehr im Schwerpunkt, ist anatomisch gesehen gar nicht anders möglich! (Wie Fussel auch schon erwähnt hat)
Das wäre aber der einzig richtige Ansatz! Und auch nicht dauerhaft sondern maximal ne halbe Runde lang.
Bisher haben das alle (Jung- und Korrekturpferde) die ich geritten bin sehr schnell (nach 2-3 x machen) kapiert.
1. gehört sowas keinesfalls (nach unten) mit einem Jungpferd gemacht, der Reitersitzt falsch und das Pferd kann ihn noch schwieriger ausbalancieren.
2. Ein junges Pferd muss so geritten werden, dass es eben NICHT rennt, rennen bedeuten zu 99% ein Problem mit dem Gleichgewicht, sprich das Pferd ist überfordert - also Ruhe rein, große Zirkel und Biegungen in denen sich das Pferd ausbalanceiren (lernen) kann und gut ist.
3. kleine Zirkel erst dann, wenn das Pferd sich ausbalancieren kann, dann rennt es auch nicht 'aus Angst' seinem Gleichgewicht 'hinterher'
Also bitte, nicht so versuchen - das zieht nur andere Fehler nach sich die nachher zu korrigieren wäre.
@ninsche: Fussel macht es NICHT wie du - sie nimmt den Zügel HOCH und leicht nach außen (bzw innen, halt vom Pferdehals weg

) und NICHT nach INNEN UNTEN - das ist der Knackpunkt.
Fussel kann damit, im Gegensatz zu der von dir beschriebenen Methode, richtig aufrecht sitzen bleiben (im Schwerpunkt), bei deiner 'Hilfe' hingegen kippt man automatisch nach vorne und sitz somit falsch, die Beine liegen nicht mehr am Pferd und eine Korrekte Hilfengebung ist nicht mehr machbar.
Sei mir nicht böse über den Kommentar, aber ich erlebe häufig Pferd und Reiter die eben diesen Fehler beigebracht bekommen haben und es führt einfach zu zig weiteren Fehlern.
Anbei: ich reite 'englisch/klassisch' nach FN, aber 'richtig' nicht dieses Reitschulen-FN wo man das kalte Grausen bekommen kann...
LG Lilly