Die Anatomie der Katze hat sich in den paar tausend Jahren nicht groß geändert.
Das Aussehen mancher Rassen, ja, mit Eingerifung durch Züchtung des Menschen sogar recht stark, aber die "inneren Werte", sprich die Organe und die Verdauung sind die gleichen geblieben.
Unsere Verdauung hat sich in den letzten 10.000 Jahren oder so, ja auch nicht verändert, wieso also sollte ein anderes Lebewesen sich in nur ein paar tausend Jahren so vollständig verändern können??
Und so sehr viel länger lebt die Katze noch nicht unter den Menschen als ihr Haustier.
Die Katze hat nach wie vor einen zu kurzen Verdauungstrakt um pflanzliches Zeug richtig zu verdauen und sich nützlich machen zu können.
Ein paar Beispiele:
Die meisten Säugetiere, uns Menschen eingeschlossen, können aus Beta-Carotin Retinol, also Vitamin A, synthetisieren.
Heißt, wenn wir ne Karotte essen, führen wir unserem Körper letzendlich feines Vitamin A zu, da der Körper das Beta-Carotin aufnimmt und in Vitamin A verwandelt. Toll nicht, und so praktisch, weil Leber nämlich echt eklig ist *find*
Die Katze kann das aber nicht!
Ihr nutzt die Karotte rein gar nichts, denn das wertvolle Beta-Carotin kommt genauso hinten wieder raus, wie es vorne reinging, völlig ungenutzt.
Sie benötigt schon fertiges Vitamin A, wie es in Leber oder Eigelb zu finden ist.
Oder:
Die meisten Lebewesen Können Taurin selber im Körper produzieren, auch hier wieder, uns Menschen eingeschlossen, wir brauchen nicht viel, aber das was wir brauchen, stellen wir selber her.
Tja, die Katze kann es nicht, sie benötigt Taurin wieder bereits fertig von außen.
Darum ist die Maus ja auch die Hauptnahrung der Katze, denn die Maus ist das Säugetier mit dem größten Tauringehalt, neben Krabben und anderen Meeresfrüchten, wo die Katze aber eher selten dran kommt, es sei denn sie lebt bei nem Fischer an der Nordsee.
Und ein letztes Beispiel.
Wir Menschen, und eigentlich auch alle anderen Lebewesen, benötigen ja Vitamin C, können es aber nicht selber produzieren, müssen also pflanzliche Kost essen (Wie Obst und Gemüse) um es uns zuzuführen, grad jetzt wo es Winter wird, soll man ja besonders drauf achten.
Das ist aber mal etwas was die Katze kann.
Das Vitamin C was sie benötigt, produziert sie selber, sie muss keine Paprika oder Kiwi essen, um an Vitamin C zu bekommen.
Getreide kann die Katze gar nicht verdauen, weder als volles Korn und auch im gemahlenen Zustand wird nicht viel draus gewonnen während der Verdauung.
Es belastet nur, während es durch den Körper wandert.
Selbst die wiederkäuenden Pflanzenfresser, wie Kühe, verarbeiten Getreide manchmal nicht zu 100% vollständig und scheiden die Körner wieder mit aus.
Dabei haben Schafe und Kühe 4 Mägen, wo das Getreide (und was sie sonst noch alles futtern) in versch. Prozessen von noch mehr verschiednenen Bakterien, zersetzt, aufgeschlüsselt und im Körper verwertet wird.
Wie soll denn aber eine Katze das schaffen, mit nur einem Magen und einem viel viel kürzeren Verdauungstrakt??
Der Verdauungstrakt des Schafes ist 40mal so lang wie das Schaf selber.
Der der Katze nur max. 3mal so lang.
(Hmmm...hab ich weiter vorne glaub ich auch schon mal geschrieben, ich fange an mich zu wiederholen)
Wir Menschen können Getreide übrigens auch nicht gut verwerten, auch wenns als noch so gesund angepriesen wird.
Komplette Körner kommen in den meisten Fällen nämlich auch bei uns genauso hinten raus, wie sie reinkamen, nämlich als komplettes Körnchen...
Und wir sind Allesfresser, also nicht auf eine bestimmte Futterart spezialisiert, wie die Katze oder die Kuh.
Fakt ist also (zumindest für mich, andere mögen es anders sehen)
Dass sämtliche pflanzlichen Stoffe, insbesondere Getreide, für die Katze völlig unnütz ist und nur als billiger Füllstoff dient, egal ob in NaFu oder TroFu.
Anmerkung:
Bis 5% oder so in der Nahrung sind Reis, Nudeln oder Gemüse ok, da manche Katzen eben diesen Füllstoff als Ballaststoff brauchen, um ihren Kot "geschmeidig" zu machen.
D.h. damit eben unverdautes Grünzeug wieder mit rauskommt, welches den Kot weich und formbar macht.
Manche Katzen neigen nämlich dazu, dass ihr Kot sonst zu hart wird und sie ihn nicht mehr absetzten können.
Nun ist es aber so, dass grad TroFu enorm viele pflanzliche Stoffe enthält (weit mehr als 5%), und die meisten (eigentlich doch fast alle, von den paar Ausnahmen abgesehen) auch Getreide.
Unter dem Aspekt, da bin ich ganz ehrlich, sehe ich auch Orijen und Acana nicht als geeignets Hauptfutter an, denn auch da gibts in der Zusammensetzung ne lange Listen mit pflanzlichen Stoffen, wo viele meiner Meinung nach doch irgendwie überflüssig sind.
Und zum Feuchtigkeitshaushalt, also was die Katze umgerechnet trinken müsste hab ich woanders schon mal was geschrieben und mich selber hier auf Seite 1 dazu auch schon mal zitiert, drum lass ich diese Wiederholung jetzt mal sein.
(
Hier Originaltext dazu)
Und genau aus diesen Gründen bekommen meine beiden hochwertiges NaFu, Barf und nur abends zum knacksern eine kleine Hand voll TroFu, welches in der ganzen Wohnung verteilt wird, also nie aus dem Napf.
Wir essen ja schließlich auch Chips und die sind auch ungesund, schmecken aber trotzdem gut.