Hallo!
Also, habe heute mit ihr "geübt". Ich wollte sie eigentlich nach mir durch die Tür gehen lassen...aber sie hat sich entweder an der Seite durchgedrückt oder durch meine Beine durchgerannt. Das mit der Richtung wechseln, ging einigermaßen, da sie nach einiger Richtungswechsel viel besser reagierte und mir besser folgte als davor. Nur beim nächsten Gang zog sie wieder...aber ich denke mir mal, dass das nicht von einmal "üben" kommt...
Sollte man das mit den Richtungswechseln an einer längeren Leine üben oder kürzeren. Ich gehe mit ihr immer an einer langen Leine und ich glaube eine kurze wäre besser oder!?
lG Blueice
Hallo Blueice!
Nein, einmal üben reicht definitiv nicht - denn warscheinlich hat sie das Leineziehen ja schon ein paar Jahre "geübt" und kann es daher jetzt perfekt - es wird schon ein paar Wochen oder ehr noch Monate dauern, bis es wirklich hunderstprozentig klappt!
Aber auch mit nur ein paar Wochen kannst Du da schon sehr viel bewirken - und es macht auf Interessenten ja auch einen viel besseren Eindruck wenn der Hund nicht an der Leine zieht (oder jedenfalls nicht mehr so doll!).
Du kanns es sowohl an einer krurzen (meinst Du ein Meter Leine?) oder an einer längeren Leine und sogar an einer Schleppleine üben - nach einer Weile lernen Hunde den jeweiligen Radius der Leine zu akzeptieren. Ich würde aber mit einer etwas längeren Leine anfangen, denn abgesehen davon, dass sie noch nicht an lockerer Leine gehen kann, ist es Hunden oftmals unangenehm zu dauch noch nach aussen und hängen schräg in der Leine. Da entsteht dann gerne ein Teufelskreis: der Hund möchte den Abstand vergrößern, der Mensch wird sauer, und der Hund beschwichtigt, indem er den Abstand weiter vergrößern möchte und zieht also noch mehr an der Leiner und der Mensch wird noch genervter. Wenn Du zunächst an einer längeren Leine übst, hat sie Chance zu lernen, dass sie erstmal ruhig etwas Abstand von Dir halten kann (falls Du sauer werden solltest :mrgreen: ).
Gut ist auch, wenn Du ihr mit Signalen ankündigst, was Du vor hast.
- Wenn du z.B. langsamer gehen möchtest, dann sag ihr das auch ("langsam") bevor Du langsamer gehst.
- Oder wenn Du stehenbleibst (ich sage "Warte" "Steh" tut es aber auch).
- Vor dem Weitergehen sagst Du "Weitergehen" - kann man im Freilauf gut gebrauchen, wenn Hunde direkt vor einem einen schmalen Weg versperren und sie weitergehen sollen).
Mein Hund kennt ausserdem
- "Links gehen" (wenn er an langer Leine oder Schleppleine weiter Links gehen soll (rechts entsprechend))
- "Linksrum" (Links abbiegen - rechts entsprechend).
- "Hierlang" benutze ich im Freilauf, wenn er irgendwo schnüffelt oder spielt und er mir dann mal folgen soll, aber nicht bis zu mir zu kommen braucht.
Das kannst Du dem Hund natürlich nicht alles in zwei Wochen beibringen. ("Warte" und "Weitergehen" wird aber schnell gehen, weil Du ja jetzt trainingstechnisch ständig stehenbleibst und weitergehst :mrgreen: !)
Ich wollte damit nur sagen, dass man es dem Hund einfacher machen kann, wenn man ihm ankündigt, dass man etwas von ihm erwartet.
Und das sich das Verhalten auch lohnen muß, ist klar, daher - immer schön viel Leckerchen mitschleppen.
Liebe Grüße
Martina