Die Weiber sind ja nur noch oben auf der Rampe

Gab denn schon einer den Startschuuß, den neuen Stall zu erobern?
Lea: im Grunde haben wir alles durch an Hustensäften, inhalieren, Cortison will ich bei so nem angeklatschten Immunsystem nicht (auch, wenn es nicht systemisch ist). Was gut hilft im akuten Fall ist Traumeel. Aber i-wann wird man ja gegen ständig gegebene Heilkräuter ja auch immun
Mumtadz steht noch im Brommselwettbewerb mit Ihro Majestät.
Erdbeerblätter und Co. kannst Du doch auch trocknen und im Winter als Chips füttern.
Ach so, mit Waschzettel meine ich diese wo 30 Grad und nicht bügeln und so was drauf steht.
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):
Hier mal noch eine Ergänzung, wegen des Cortisons für Lea. Sie bekommt ja alle 3 Monate Zylexis zum Immunaufbau. Würde ich jetzt noch Cortison geben, wäre das für mich gleichzeitig Gas geben und Bremsen.
Gustav hat sein Idealgewicht wieder erreicht! Wer weiß, wie der Stoffwechsel auf den Sturz reagiert hat. Heute roch der Bauch wieder halbwegs normal + der Info, dass ich misten muss:mrgreen:
Zum Futtertagebuch: im Grunde ist die Schweineversorgung okay. Nur: wenn ich selber hungrig bin, mache ich größere Portionen. Bzw. am Wochenende, wenn ich selber mehr Zeit habe zum Essen, tafel ich für sie auch mehr auf. Na gut, habe ich mich belesen, dass Schweine nur so viel essen wie sie wollen, der Rest bleibt liegen. Außerdem sagte meine TÄ, der Stoffwechsel reduziert sich, wenn die Tiere älter werden (Wünschte, diese enorme Köttelei wäre auch davon betroffen!) Ich bleib da am Ball!
Bei der ganzen Ernährungsrecherche habe ich noch einige Artikel von M. P. gefunden, die ich speziell in Bezug auf Kräuter interessant sind. Btw, die Artikel sind zur Piraterie freigegeben!
Hier erst mal einer. Kaninchen kann man hier getrost mit Schweinis austauschen:
"Frische Petersilie kann soviel gefüttert werden, wie die Kaninchen
freiwillig fressen, solange noch genügend andere Pflanzen auch verfüttert
werden, also eine genügende Auswahl tagtäglich da ist, damit die Kaninchen
selektieren können. Ein Zuviel an frischer Petersilie gibt es nicht, selbst
wenn Kaninchen jeden Tag 1kg frische Petersilie fressen, bekommen sie weder
Harngries noch Harnsteine noch Nierensteine. Daß calciumoxalathaltige Steine
durch frische Kräuter gefördert oder sogar verursacht werden könnten, ist
ein Myth der Futtermittelindustrie!
Calcium wird im Körper gebraucht. Ist zuwenig Calcium im Futter enthalten,
wird der Knochenaufbau nachhaltig gestört. Weiterhin wird Calcium für eine
ganze Reihe an Stoffwechselvorgängen benötigt. Dabei ist jedoch nicht nur
die Anwesenheit von Calcium im Futter wichtig, sondern auch noch das
Verhältnis Calcium : Phosphor : Mangan.
Dieses Verhältnis ist bis heute für Kaninchen nicht bekannt ... kann auch
nicht, da dieses Verhältnis zusätzlich von Genetik, Alter, Belastung, Streß
etc abhängt ... was gebraucht wird, ändert sich also sogar für ein einziges
Kaninchen fast täglich! Die Einzigsten, die wissen, wieviel Calcium, wieviel
Phosphor etc sie brauchen, sind die Kaninchen selbst, wenn sie selektieren
dürfen, wählen sie das Futter genau so, daß ein optimales Verhältnis bei
rauskommt.
Dazu kommt, daß man das Calciumsystem nicht mal auf diese drei Stoffe
Calcium, Phosphor und Mangan reduzieren kann, denn die Mengen, die ein
Kaniinchen davon aufnehmen muß, sind zusätzlich abhängig vom
Kieselsäuregehalt der Nahrung, von Vitamin D, Vitamin K, Kalium und vielen
weiteren Stoffen. Wer frische, nicht verarbeitete Pflanzen verfüttert,
verfüttert zudem auch noch eine ganze Reihe von sekundären Pflanzenstoffen,
die ihrerseits wiederum die Aufnahme der Nährstoffe hemmen oder fördern
können. Wir haben es hier also mit einem System zu tun, was man selbst dann,
wenn man alles drüber wissen würde, nicht mal im Ansatz ausrechnen kann!
Hier tatsächlich für die Kaninchen entscheiden zu wollen, was sie brauchen
und was nicht, muß also schief gehen!
Es gibt einige Kräuter, die bekannt dafür sind, daß sie gut für Niere und
Blase sind, sie werden sogar regelrecht eingesetzt, wenn es zu Blasen- oder
Nierensteinen kommt, um eine Durchspühlung der Nieren anzuregen. Dazu zählen
Ackerschachtelhalm, Brennessel, Eisenkraut ... alles Kräuter mit einem
Calciumgehalt, der deutlich höher liegt, wie der Calciumgehalt von
Petersilie! Wenn also Calcium Blasen- und Nierensteine fördern sollte, wie
ist es dann möglich, daß mit solchen Kräutern erreicht wird, daß die Steine
rausgespült werden?
Klingt unlogisch, oder?
Weiterhin - der Myth mit den calciumreichen Kräutern stammt von der
Futtermittelindustrie. Sie selbst jedoch packen in ihr Futter auf das
Trockengewicht bezogen weitaus mehr Calcium hinein, wie in Petersilie drin
ist! Ihr Trockenfutter, sagen sie, ist gesund, Kräuter verursachen durch den
hohen Calciumgehalt Blasen- und Nierensteine, sagen sie ... nur, ist das
logisch?
Die Entstehung von Blasen- und Nierensteinen hat andere Gründe, an erster
Stelle steht Wassermangel, kein Calciumüberschuß!
Kaninchen sind angepaßt an frisches Futter mit einem Wassergehalt zwischen
60 - 70% - dem Wassergehalt von frischen Kräutern. Es sind nämlich
Kräuterfresser! Wildkaninchen futtern in der Natur im Sommer 80% Kräuter,
der Rest sind Gräser und andere Pflanzen. Der Durchschnittscalciumgehalt der
von Wildkaninchen verspeisten Kräuter liegt dabei etwa bei dem Calciumgehalt
von Petersilie. Sie bekommen keine Blasen- und Nierensteine ... Kaninchen,
die viel Trockenfutter bekommen, dagegen schon.
Und hier haben wir auch schon den Unterschied zwischen der natürlichen
Nahrung von Kaninchen, frischen Kräutern einschließlich Petersilie, und dem
Industriefutter für Kaninchen. Ob es sich nun um Pellets, um Kuntibunti,
Extrudate, Cobs oder getrockneten Kräutern oder Heu handelt, wir haben es
hier mit Futtermitteln zu tun, die einen Wassergehalt von unter 10%
aufweisen ... werden Kaninchen hauptsächlich mit solchen Futtermitteln
gefüttert, ergänzen sie jedoch die fehlenden 50% Wasser nicht durch Trinken,
sondern eben nur einen kleinen Teil, nämlich bis 20%. Die Folge davon ist,
daß Niere und Blase nicht mehr genügend mit Wasser durchspült wird.
Bakterien, Salzkristalle etc verbleiben in Blase und Niere und können hier
prima Kristallisationspunkte für Steine bilden! Es entsteht Harngries durch
den Wassermangel und die Gefahr, daß sich auch Steine Bilden, nimmt von Tag
zu Tag zu ...
Das passiert bei vollem Wassergehalt in frischen Kräutern nicht ... es kann
erst gar kein Harngries entstehen, ganz im Gegenteil, selbst wenn Calcium
über den Harn ausgeschieden wird, ist er so verdünnt, daß er in Lösung
bleibt. Im Harngries sind Abfallstoffe (einschließlich Harnstoff, was auch
ein Salz ist und eben auch zu Blasen- und Nierensteinen führen kann) stark
konzentriert und bilden kleine Kristalle, die Salze bleiben also nicht in
Lösung. Und genau an diesen kleinen Kristallen können sich leicht weitere
Salze anlagern, was irgendwann eben, wenn man Pech hat, zu Blasen- und
Nierensteinen führt.
Welche Blasen- und Nierensteine entstehen, ist wiederum abhängig vom ph-Wert
des Harns. Man sieht es sehr schön an Katzen. Selbst wenn sie ein sehr
calciumarmes Futter bekommen, welches allerdings den Harn ansäuert, bekommen
sie Calciumoxalatsteine. Wird der Harn basisch gehalten, sind es selbst bei
calciumreichen Futter Struvitkristalle. Wird darauf geachtet, daß die Katzen
mit dem Futter viel Wasser aufnehmen, bekommen sie gar keine Harnsteine oder
Nierensteine ... das gleiche Problem, nur besser untersucht wie bei
Kaninchen!
Wer also dafür sorgt, daß Frischfutter mit hohem Wassergehalt verfüttert
wird, braucht keine Angst vor Blasen- und Nierensteinen haben. Wer
hauptsächlich Trockenfutter füttert, erhöht die Wahrscheinlichkeit für
Blasen- und Nierensteine. Da der ph-Wert von Kaninchenurin meist sauer ist,
bilden sich bevorzugt Calciumoxalatsteine."
So dann mal wieder, Gute Nacht

Antje