Wie oder was ist Parelli genau

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  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #21
catchme, es geht ja nicht um die Versammlung, die kann man immer erreichen.
Es ist einfach sinnlos ohne Sattel zu reiten, denn mit Sattel kann man genauso gut den Gehorsam oder die Hilfengebung überprüfen.

Ohne Sattel wirkt das Gewicht punktuell, das kann auch der beste Reiter nicht verändern. Mit Sattel hingegen wird das Gewicht gleichmäßig verteilt, was für das Pferd um einiges angenehmer ist.

Pferde, die gelernt haben, dem Menschen zu vertrauen und ihn als Herdenchef zu akzeptieren machen seeeehr viel mit, auch wenn es ihnen unangenehm ist. Ein junges Pferd ergreift ja auch nicht die Flucht, wenn das erste Mal ein Reiter auf ihm sitzt, obwohl es ohne diese Balast sicher viel angenehmer wäre;)
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #22
Möglich ja, aber nötig?
Nötig in meinen Augen nur für die menschliche Eitelkeit.

Das ein gut sitzender, ausbalancierter Reiter angenehmer fürs Pferd ist, als einer der das nicht ist, steht außer Frage... aber da ist es egal ob mit oder ohne Sattel.

Und auch der Druck auf die Rückenmuskeln ist unangehnem.... fragen wir mal so: warum joggen wir denn nicht barfuß? (Wobei das Beispiel etwas hinkt, ich weiß... aber es verdeutlicht vielleicht das Gefühl auf das ich hinaus will)

Zum davonlaufen: was meinst du, wieviel Pferd Schmerzen haben, egal woher, aber sie rennen eben nicht davon... vielleicht wäre es besser wenn sie es täten.

LG Lilly
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #23
Ich denke wir beide rutschen in ein anderes Thema ab.
Ich kann dich nicht überzeugen und du mich nicht.:024::057:
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #24
Hallöchen, das Natural Horsemanship von Pat Parelli ist wirklich ziemlich vermarktet und dort kostet alles eine Menge Geld.....
Es ist auch nichts neues oder erfundene Sachen....

Der Mensch lernt die Körpersprache des Pferdes verstehen und lernt sich so unter Kontrolle zu haben das er dem Pferd keine 2 deutigen Signale gibt ... er komuniziert mit dem Pferd auf Pferdeart.....

Ich habe vor 13 Jahren damit angefangen - mein damals junges Pferd danach ausgebildet - vom Boden viele Spiele gemacht.... nur mit Knotenhalfter Ausritte gemacht ....
Wenn ein Pferd eine gute Rückenmuskuatur hat - kann es einen Reiter ohne Probleme tragen ... Das Pferd wird keinen Schaden davon tragen!!
Dem Reiter zeigt das reiten ohne Sattel wo Mängel sind ....
Ich z.b. schaffe die Traversale nicht mit Sattel - wenn ich es ohne Sattel versuche setzt mein Pferd mich genau richtig und dadurch erkenne ich meine Fehler!!

Meine Pferde sind durch das Natural Horsemanship sehr artig ... meine 5 Jährige Tochter reitet mein 750kg Quartermix und longiert ihn am Knotenhalfter ... über kleine Zeichen schickt sie ihn Rückwärts oder Seitwärts .... sie zupft am Halfter und er lässt sich anziehen ....
Diese Methode ist sehr Pferdefreundlich - weil der Mensch lernt wie ein Pferd zu denken !!! Es klärt ohne Brutalität die Rangfolge .... dem Pferd ist klar das der Mensch Chef ist .....

Ich reite mein Pferd ab und an ohne Sattel - aber ich würde nicht jeden Tag stundenlang tuen .... ist mir zu anstrengend:lol:
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #25
Ich habe das Buch von Monty Roberts gelesen.
KLar auf der einen Seite ist das Join-up psychischer
Stress, aber besser als die Methode "das Pferd bei der
Ausbildung brechen damit es brav ist" !! Da wäre mir die
Variante lieber, aber wenn ich mir zb das Dually-Halfter
anschaue, also da kann ich mir auch was angenehmes
vorstellen, oder der Buckelstopper .. ich war mal ein großer
Fan von seinen Methoden, hab jedoch mittlerweile angefangen
seine Methoden zu hinterfragen und bin auf den Entschluss
gekommen, dass es mit sicherheit für Wildpferde super ist, im
Vergleich zu den anderen Ausbildungsmethoden. Aber meiner
Meinung nach können unsere Hauspferde, die teilweise fast
mehr Kontakt zu Menschen als zu Pferden haben, nicht alle
Signale so präziese deuten wie ein Wildpferd. Vorallem haben
Pferde sich auch meiner Meinung nach teilweise an unsere
Mimik und Gestik gewöhnt. Im Moment bin ich dabei mich mit
den Methoden von Parelli zu beschäftigen und zum Schluss
such ich mir einfach das beste aus :) :)
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #26
...Ich möchte nur eines hinzufügen: reiten ohne alles (also ohne Sattel) ist NICHT Pferdegerecht.....
Daher halte ich jegliches reiten ohne Sattel für nicht pferdegerecht.... 'Natural' wäre es, wenn man das Pferd nicht reitet ;) ganz streng genommen, reiten man aber 'trotzdem', dann bitte dem Pferd zu liebe immer mit passendem Sattel.....
:clap::clap::clap::clap::clap: voll unterscheib.

Ja hab inzwischen auch gelernt^^
Ich hab mich nämlich auch gewunert und nochmal genauer nachgefrat, die ganzen Parelli-Instruktoren reiten nur währen der vorführung ohne sattel..
Beim "normalen" reiten/training wird immer mit Sattel geritten;)
Warum wird dann gerade bei den Vorführungen ohne Sattel geritten? Gerade bei öffentlichen Auftritten haben viele Leute die erste Berührung mit Parelli. Sie bekommen somit gleich am Anfang ein ganz falsches Bild.
Möglicherweise finden sie es toll, kaufen sich ein Buch, lesen dieses quer oder ungründlich, finden die ganze Sache toll und reiten ihre Pferde also auch ohne Sattel, weil das ja angeblich das Ziel sein soll.
Hmm, die armen Pferde. Wenn sich der Sitzhöcker des Reiters dauerhaft in die Rückenmuskulatur bohrt, kann das nicht gut sein - ganz zu schweigen von einem unruhigen Sitz und unexakten Hilfen.
Sorry aber sein Programm so vorzustellen (eben nicht pferdefreundlich aber Publikumswirksam) um Menschen davon zu begeistern und dann eigentlich anders zu arbeiten (eben pferdefreundlich) ist für ein Dafürhalten unethisch.

QUOTE=catchme;1059341]Parelli hat das Rad ja nicht neu erfunden.
Das Reiten ohne Sattel wird z.B. zur Überprüfung der Hilfengebung genutzt.... [/QUOTE]
Wie das denn? Da der Sitz des Reiters sich ohne Sattel stark verändert ist eine gleiche Hilfengebung als mit Sattel unmöglich - egal wie gut man ohne Sattel reitet. Ein auf feine und exakte Hilfen eingestelltes Pferd kann niemals die gleich Leistung ohne Sattel bringen - es versteht den Reiter einfach nicht.
Wenn ich mal ohne Sattel reite, dann ist das eher eine Gelassenheitsübung für die Pferde - ein Playday wobei ich zwischen Spiel am Boden, Freilaufen oder Longieren und mal kurz draufschwingen wechsel. Einfach damit das Pferd vom Sportreiten den Kopf frei bekommt und lernt, dass Menschen zwar komisch aber ungefährlich sind - gerade wenn ich mit chronisch bockenden, übertrainierten und extem mistrauischen Pferden (Panikern) arbeite, gehört das irgendwann zum Programm.

Linda befürworte ich zu 1000% *lach*...
Tja aber auch die ist kein Pferdegott, dem man kritiklos folgen sollte. Viele ihrer Arbeitspraktiken sind sehr gut aber sie verkauft auch extrem scharfe Gebisse an Jederman. Die bekommt man für wenig Geld an jeder Ecke - wenn man bedenkt was ein GUTES Westerngebiss ansonsten kostet.

Jeder dieser Pferdegurus (sorry, dieser Begriff wurde in Ermangelung eines Sammelbegriffs für diese Art von Trainern gewählt) vermarktet sein Programm. Verkauft von ihm entwickelte Materialien und bietet teure Kurse oder Ausbildungen an.
Reiten lernen ist nie billig, das weiß jeder.
Diese Gurus haben eben eine bestimmte Zielgruppe, nämlich Menschen, die ansonsten mit ihren Pferden aufgrund ihres eigenen Verhaltens Probleme haben. Das ist auch ganz OK so. Nicht jeder, der ein Pferd hat und gern reitet oder sich gern mit dem Tier beschäftigt macht das auch in pferdegerechter Verständlichkeit. Nicht Jeder kann sich in Anatomie, Physiologie und Psychologie seines Lieblings auskennen.
Diese Leute geben eine gute Anweisung und wer sich strickt daran hält wird eigene Fehler ausmerzen und mit dem Pferd ein gutes Team bilden könne. Genauso kann das Jeder, der sich wirklich gut mit Pferden auskennt und sie zu erziehen und auszubilden versteht. Wer die Sprache der Pferde kennt, ihren Körper und ihre Bedürfnisse genau kennt und sich entsprechend Zeit nimmt, wird immer die gleichen Ergebnisse erzielen - ganz ohne Guru. Das kann man aber nicht von Jedem verlangen und auch eine solche Ausbildung ist nicht billig - man ist nur ein freierer Geist, der selbständig aufs Pferd eingehen kann und eigene Übungen und Hilfsmittel erfinden kann.
Die ganzen weiteren speziellen Hilfsmittel, die man kaufen soll (Halfter, Gerten, Longen, Leinen, Sättel, Gebisse und was es sonst noch gibt) können getrost in den Müll und durch vernünftige günstige Dinge ersetzt werden.
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #27
@Machtnix das sehe ich ein bisschen anderst.

Für mich ist Parelli eine der einzigsten GUTEN Methoden mit dem Pferd zu arbeiten.
Klar viel ist auch Geldmacherei, aber ist das nicht überall so?

Aber jetzt mal vom Grundgedanke:

1. mit deinem Pferd auf dem BODEN eine Basis finden das jeder sein Platz und seinen Partner ganz genau kennt.
So dass das Pferd auf die kleinsten Zeichen des Menschen !Freiwillig! reagiert.
Und das was die da machen kannst du in jeder Herde sehn.

Dann kommt das ganze ohne Strick etc dazu. Damit kann man überprüfen wie gut die Bindung wirklich ist.
Erst wenn das alles stimmt gehts auf s Pferd

Und da fängt man auch erstmal an das Pferd so zu reiten das man rein theoretisch ohne iwas am Kopf reiten kann.
Also rein Gewichts, + Schenkelhilfe.
Und das das die wichtigsten Hilfen sind dürfte und allen klar sein;)

Und erst DANN kommt die Trense dazu um das Pferd dann feiner reiten zu können (A den Zügel, in die Aufrichtung etc)

Und das ist, wie ich finde, eine mehr als Pferdegerechte art zu reiten.
Und ich finde es faszinierend zu sehn wie das Pferd auf seinen "Führer" reagiert,
Und (ich kanns jetzt nur von Ralf Hail sagen den hab ich jetzt n paar mal gesehn) wie lieb und toll er + seine leute mit ihren Tieren umgehn.

Und zu dem Thema ohne Sattel reiten:
1. Denke ich das ein gesunder Pferderücken es auch mal verkraftet ohne Sattel zu laufen.

2. Denke ich, zeigt das ohne Sattel, bzw ohne alles reiten erstmal wie gut die Basis und das Vertrauen zwischen reiter und Pferd ist.
Es dient ja nur als (blöd gesagt) "Lockmittel" um den anderen mal die Augen zu öffnen wie es sein kann mit dem Pferd zu arbeiten.

Und zu guterletzt.
Auf allen Vorführungen bei denen ich jetzt war sind die Instruktoren auch mit Sattel geritten UND haben darauf Aufmerksam gemacht das man zum großteil mit Sattel reiten sollen.
Auserdem sind sie immer von eine Erhöhung aus Aufgestiegen um den Rücken zu schonen.


Ich kann nur eins sagen.
Letzten auf einer Messe z.B. war ich erst bei einer Show die Pferde vorgestellt hat die zu verkauf standen.
Da waren 3 Jährige die ALLE hinter der Senkrechten gelaufen sind und zwar nicht nur n bisschen.
Und schon so augebildet das sie locker hätten auf Tuniere gehn können (Wohlgemerkt 3 Jahre!)
Später als wir uns die Pferde in den Boxen angeschaut haben haben wir gesehn das sie alle Schimmelpilze in den Ohren hatten.

Und dann kommt man zu einer Parelli vorführung wo einem das genaue gegenteil gezeigt wird nämlich die Harmonische Bindung von Pferd und Reiter,
Das zusammenspiel der beiden und wie sich Reiter und Pferd vorallem auf dem Boden so unheimlich toll verstehn.

Das waren WELTEN!!

Und Sorry was ist schlimmer ein paar mal ohne Sattel auf dein Pferd sitzen (und wir reden da ja auch nicht von Stunden sondern von ein paar minuten Schritt - Trab)
Oder einen 3 Jährigen schon soweit zu haben wie oben beschrieben?

naja...
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #28
Wenn du dir ein Buch über wirklich gute Pferdegrechte Reiterei kaufen und lesen möctest empfehle ich dir H.Dv.12 und der Reiter formt das Pferd. Da wird auf die Anatomie des Pferdes eingegangen und warum du zb. ein Pferd vorwärts-abwärts reitest. Wie Die einzelnen Muskelgruppen funktionieren und zusammenhängen was ihre Aufgabe ohne Reiter ist und wie man deswegen reiten muss ;)

Du wirst ganz schnell merken das die Reiterei einfach nur in eine Falsche richtung geht was nicht heißt das die Grundlagen schlecht sind.

(Das Buch Der Reiter formt das Pferd ist von 1936, wo man Pferde zT noch ganz anders Ausgebildet hat Das H.Dv.12 ist auch älter, beides sind Bücher über die Frühere Vielseitige Ausbildung und Gesunderhaltung des Reitpferdes)
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #29
Der Kandidat hat 100 Punkte :)
meine stute hat leider keinen gesunden
rücken, von daher würde ich sie nicht
ohne reiten. meine beste freundin hat
einen gut gebauten haflinger, mit dem
laufen wir oft ins gelände und wenns ein
längerer ausflug wird, setzt sich auch mal
einer von uns drauf (hochgeworfen werden,
versteht sich von selbst ;) ) das ist ein thema
bei dem ich mir im grundgenommen auch nicht
sicher bin. auf der einen seite, klar ist es für das
pferd besser mit sattel geritten zu werden!!! ich
würde ihn auch nicht ohne sattel eine ganze reitstunde
über reiten, aber für einfach mal so find ichs nicht so
schlimm. die setzt sich auch wenn sie grasen gehen
als mal drauf und ich hab nicht das gefühl, dass es ihn
stört..aber das ist ansichtssache! aber das mit den 3
jährigen- ganz meiner meinung!!
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #30
Ja ebn...

Und bei Parelli geht es ja auch nicht darum am ende das Pferd ohne Sattel reiten zu können sondern eine Basis zu schaffen wo sich reiter und Pferd zu 100% vertrauen.
Und dies wird eben durch das ohne Sattel reiten sehr gut demonstriert ;)
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #31
@Machtnix das sehe ich ein bisschen anderst.

Für mich ist Parelli eine der einzigsten GUTEN Methoden mit dem Pferd zu arbeiten.
Klar viel ist auch Geldmacherei, aber ist das nicht überall so?
Das mit der Geldmacherei ist überall so. Ein guter Trainer nimmt ja auch Geld.
In gewissem Umfang ist das auch ganz OK. Nur die Vermarktung von Hilfsmitteln, die günstig überall zu bekommen sind, ist irgendwie für mich nicht in Ordnung. Sicher ist das auch eine Art das Zusammengehörigkeitsgefühl der Parelli, Tellington, Monty Robberts ..... Gemeinde zu stärken und den Reiter permanent daran zu erinnern. Sicher hilft es unterschwellig vielen Menschen, das Programm durchzuziehen - auch wenns mal schwierig wird und an Probleme trifft man ja immer. Eine entsprechende innere Einstellung zu dem Programm muss also geschaffen werden.

1. mit deinem Pferd auf dem BODEN eine Basis finden das jeder sein Platz und seinen Partner ganz genau kennt.
So dass das Pferd auf die kleinsten Zeichen des Menschen !Freiwillig! reagiert.
Und das was die da machen kannst du in jeder Herde sehn.

Dann kommt das ganze ohne Strick etc dazu. Damit kann man überprüfen wie gut die Bindung wirklich ist.
Erst wenn das alles stimmt gehts auf s Pferd
Das schafft man auch ohne 'Programm' mit jedem Pferd, wenn man sich viel um das Pferd kümmert und sich entsprechend 'pferdesprachlich' verhält. Pferde schließen sich allgemein sehr gern einem Menschen an.
Warum darf man aber erst aufs Pferd, wenn es dem Menschen freiwillig (na ja ein gewisser psychischer Druck - man spielt eben mit dem natürlichen Verhalten des Pferdes - ist schon dabei) folgt?
Gerade Jungpferde folgen sowieso sofort, wenn man sich mit ihnen beschäftigt, sie erzieht und sie einen verstehen. Warum also nicht aufsteigen und die Erziehung vom Sattel genauso gestalten wie die Erziehung vom Boden aus. Ich bemühe mich immer um Gleichförmigkeit vom Boden und vom Sattel aus.

Und da fängt man auch erstmal an das Pferd so zu reiten das man rein theoretisch ohne iwas am Kopf reiten kann.
Also rein Gewichts, + Schenkelhilfe.
Und das das die wichtigsten Hilfen sind dürfte und allen klar sein;)
Auch Gewichts- und Schenkelhilfen muss ein Pferd erstmal erlernen - es sei denn man gibt sie grob, was aber auch bei Parelli nicht erwünscht ist.
Aufgrund seines Gebäudes sollte ein Pferd nur möglichst schnell und durch Dehnung, Lösung und Lockerung eine entsprechend physiologische Haltung einnehmen.

Und zu dem Thema ohne Sattel reiten:
1. Denke ich das ein gesunder Pferderücken es auch mal verkraftet ohne Sattel zu laufen.

2. Denke ich, zeigt das ohne Sattel, bzw ohne alles reiten erstmal wie gut die Basis und das Vertrauen zwischen reiter und Pferd ist.
Es dient ja nur als (blöd gesagt) "Lockmittel" um den anderen mal die Augen zu öffnen wie es sein kann mit dem Pferd zu arbeiten.
Mal verkraftet das ein Pferd - klar.
Allerdings hat Gott bei der Erschaffung des Pferdes nicht bedacht, dass es sich ein Mensch auf seinem Rücken bequem macht. Daher sollte das Pferd rein aus physiologischen Gründen eine gewisse Ausbildung erhalten.
Gerade dieses Lockmittel 'Harmonie ohne Sattel' ist gerde für Leute, denen die Zeit oder das Geld für eine vernünftige Ausbildung nach Parelli fehlt, gefährlich, denn sie beginnen in der Mitte oder gar mit dem Endprodukt.
Viele Leute kauf sich ein Buch und beginnen dann mit ihrem Pferd zu arbeiten.
Bücher sind leider bei solchen Dingen sehr gefährlich. Wenn man ein Buch schreibt kann man nicht auf alle Sonderfälle eingehen. Man geht einfach vom Gros der Pferde aus. Auch können gewisse Worte wie z.B. leicht, sanft, ein wenig, ein Stück... nicht beschrieben, sondern nur gefühlt werden. In Büchern kann man auf Gefühle und Intuition nicht eingehen.

Ich kann nur eins sagen.
Letzten auf einer Messe z.B. war ich erst bei einer Show die Pferde vorgestellt hat die zu verkauf standen.
Da waren 3 Jährige die ALLE hinter der Senkrechten gelaufen sind und zwar nicht nur n bisschen.
Und schon so augebildet das sie locker hätten auf Tuniere gehn können (Wohlgemerkt 3 Jahre!)
Später als wir uns die Pferde in den Boxen angeschaut haben haben wir gesehn das sie alle Schimmelpilze in den Ohren hatten.

Und dann kommt man zu einer Parelli vorführung wo einem das genaue gegenteil gezeigt wird nämlich die Harmonische Bindung von Pferd und Reiter,
Das zusammenspiel der beiden und wie sich Reiter und Pferd vorallem auf dem Boden so unheimlich toll verstehn.
Das ist Negativsucherei. Ich kenne viele andere Reiter, die in ihrer Reitweise auch ohne Pferdeknechterei, Pilz und schlechter Versorgung der Pferde glücklich und sogar erfolgreich sind.
Andere Reit- und Ausbildungsweisen so zu beurteilen ist gemein.
Meine Pferde standen schon in Reitställen verschiedener Reitweisen (da ich mir die Reitställe nicht nach Reitweise, sondern nach der Versorgung meiner Pferde aussuche). Außerdem kann ich sagen, dass mein Freund und ich aus beruflichen Gründen viel in verschiedensten Ställen rumkommen.
Sowohl bei Isländerreitern, Barockreitern, Westernreitern und auch bei Englischreitern habe ich Ställe mit mieserablen Zuständen als auch Topställe kennengelernt. Ställe in denen ich meine Pferde niemals lassen würde habe ich in allen Reitweisen kennengelernt - auch in Ställen in denen verschiedene Arten des Horsemanship praktiziert wurden.
So was kann man nicht über einen Kamm scheren - sorry.
Es gibt sehr viele Reiter aller möglichen Reitweisen, die ihre Pferde artgerecht behandeln und reiten.
In einer der Ställe in denen ich als Einstaller war - musste aufgrund des langen Anfahrtweges etwas anderes suchen- wurden alle Pferde hervorragend behandelt und geritten. Sie gingen auf großen Shows und Events, wurden auf sehr hohem Niveau ausgebildet (war daheim entsprechend honoriert wurde) und hatten auch schonmal eine Macke in der Herde kassiert. Diese wurde auf Shows überschminkt - damit das Publikum zufrieden ist. Es waren keine Babypüppchen.

Man kann ja ein bestimmtes System bevorzugen, sollte aber alle Anderen nicht gleich verteufeln. Es gibt immer solche und solche Pferdeleute.
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #32
Off-Topic
Hab mir das hier alles jetzt nicht so genau durchgelesen *faul bin*, aber vielleicht gebe ich auch mal meinen Senf dazu: Ich "kenne" 3 solcher Pferdeleute: Monty Roberts, Pat Parelli und Gawani Pony Boy;) Bin Fan von allen 3en, aber sie unterscheiden sich eigentlich gar nicht so voneinander wie manche sagen... Monty arbeitet hauptsächlich mit großen Mensch-Pferde Problemen (z.Bsp: steigen, extremes Buckeln, Wildpferde nach der sanften Methode ausbilden), aber auch mit Join Up. Hab eine DVD und ein Buch von ihm und finde sie beide klasse ! Habe selbst eine RB und mach ab und zu Bodenarbeit mit Apache nach Pat Parelli (wobei ich sein System schon ziemlich kompliziert finde..). Ich glaube auch das Pat Parelli seinen Schwerpunkt mehr auf Bodenarbeit als auf das reiten richtet;) Achja, er arbeitet auch mit fokussieren (Hinterhand "wegschauen",...) Gawani Pony Boy ist mir von den 3en vom hören und sehen echt am Liebsten:D Vorallem finde ich ihn am sympatischsten. Kurze Bemerkung am Rande: Er ist Indianer. Hab auch ein Buch und eine DVD von ihm. Macht auch alle möglichen Sachen wie z.Bsp. sanfte Grundausbildung, fokussiertes Reiten, ein bisschen in Richtung Join Up, Bodenarbeit, verladen, und und und.


Vielleicht ein Tipp für diejenigen die es interessiert: Glaubt mir, von DVDs kann man viel besser lernen wie von Büchern... Bereue es irgendwie dass ich mir die Bücher dazugekauft habe- mir sind DVDs einfach am anschaulichsten. ;)
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #33
@ Wellifreundin, ja ich denke auch, die 100% beste Methode gibt es nicht...
Aber ich werde mir dieses Gawany Pony Boy mal anschauen, den kenn ich nämlich noch nicht...;)
Hast du vieleicht ein paar DVD-Tipps?
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #34
Ei ei, auch schon ein altes Thema - aber wie ich eben bin, muss ich auch hier mal meinen Senf dazugeben :D
Gleich am Anfang nur schnell zwei Dinge der Richtigkeit wegen: Es gibt beim Natural Horsemanship nicht 10, sondern 4 Level, und bei der Biegung geht es nicht nur um laterale, sondern auch um vertikale Biegung.

Aber das nur so am Rande, darum geht es ja eigentlich nicht ;)
Was ich allererstes sagen möchte: "Parelli" bedeutet NICHT ohne Sattel zu reiten - wie häufig angenommen.
Zum Thema Sattel möchte ich mich allerdings noch etwas detaillierter auslassen.
Es ist nicht unbedingt schädlich für das Pferd, ohne Sattel zu reiten. Sicherlich kann es zu starken Rückenschäden führen, wenn man gelernt hat, mit Sattel zu reiten, und dann plötzlich umstellt!
Das hat auch mit dem Sitz des Reiters zu tun. Der Sattel verteilt das Gewicht des Reiters auf dem Rücken des Pferdes. Das ist auch nötig, denn wenn man die Füße in den Steigbügeln hat, sitzt man automatisch auf dem Po.
Mit dieser Art, zu sitzen, bohrt sich natürlich das Sitzbein in den Pferderücken, sobald der Sattel weg ist. Ich selbst habe von früher Kindheit an gelernt, die Beine lang zu machen (was mir auch Balance gibt) und das Gewicht GLEICHMÄßIG auf Po und Oberschenkeln zu verteilen.
Ein gesunder Pferderücken und eine gute Rückenmuskulatur, die die Wirbelsäule schützt, werden mit dem richtigen Sitz ohne Sattel nicht geschädigt. Auch unser Osteopath kann bestätigen, dass die Rücken unserer Pferde kerngesund sind.
Mit meinem Wallach Johnny ist es auch noch so ein Fall - reite ich ihn mit einem (angepassten!) Sattel - egal ob mit oder ohne Baum - dann versteift er sich, läuft nicht sauber und fühlt sich ganz offensichtlich nicht wohl.
Ohne Sattel streckt er den Hals, biegt sich, ist beweglich in der Wirbelsäule und läuft locker. Für seine 19 Jahre ist er so immer noch topfit!

Zum Thema "kompliziert": Parelli klingt kompliziert, wenn man es nicht versteht. Meiner Meinung nach ist es nicht möglich, vor seinem Pferd als vollwertiges Herdenmitglied, mehr noch, als Leittier, dazustehen, wenn man nicht genau versteht, was man macht.
Horsemanship kann man nicht lernen, man kann es nur verstehen und umsetzen. Ich könnte euch tausend Anweisungen geben, was ihr mit eurem Pferd tun sollt - letztendlich könnt ihr sie erst dann richtig ausführen, wenn ihr wirklich VERSTANDEN habt, warum ihr das machen sollt. Und zwar soweit verstanden, dass ihr soweit seid, weiter zu denken, selbst Probleme zu lösen und mit neuen Methoden auf neue Dinge stoßen könnt.
Horsemanship funktioniert nur dann, wenn man es lebt, fühlt, versteht und denkt. Nicht nur weil man es ausführt. Soviel dazu ;-)

Dann noch kurz zu der Sache, dass nicht jeder sich mit Anatomie, Physiologie oder Psychologie seines Tieres auskennen kann: Für mich gehört das definitiv dazu. Wenn ich ein Tier halten will, sehe ich es als meine Pflicht an, mich zu informieren. Nicht jeder muss zum absoluten Biologen werden oder aus dem Kopf sämtliche Muskelpartien des Pferdes benennen und erklären können - das kann ich auch nicht, nebenbei.
ABER für mich ist es selbstverständlich, dass ich mein Bestes gebe, mein Tier zu verstehen - in Anatomie ebenso wie in Physiologie und Psychologie. NUR dann kann ich Probleme erkennen, eine gesunde Partnerschaft aufbauen und das tun, was für mein Pferd das Beste ist.
LG
Alina
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #35
Schön das du dennoch was dazu schreibst.

Seit ist das Thema gestartet habe sind nun ja fast 2 Jahre vergangen und in der zwischenzeit habe ich mit selbst ein Bild von
Parelli und Natural Horsemenship ansich gemacht.
Meiner meinung nach ist der natürliche Umgang mir dem Pferd der einzig richtige Weg.
Ich denk aber auch das man nicht undebing 100% nach einer bestimmten Art wie z.B. Parelli arbeiten muss.
ich selbst habe jetzt schon 2 Kurse zum Thema Bodenarbeit und Natural Horsemabnship gemacht (bald folgst der 3.)
Einmal ein Parellikurs und einmal einer von Sepp Mitmansgruber.

Ich muss sagen mir haben beide sehr viel gebracht und waren beide recht ähnlich.
Ich habe mir daraus eine eigene methode zusammengestellt, mit der ich seit neusem mit einer Jährlingsstute ein bisschen arbeite (nicht viel nur so die Grundsachen wie weichen, brav laufen, hufe geben, etc.)
Und ich muss sagen durch die Kurse habe ich mich und somit auch die kleine sehr verbessert.
Sie ist jetzt schon besser als viele der "großen" Pferde die das nicht gemacht haben (und ich arbeite erst seit ca 6 wochen mit ihr)

Wie gesagt meiner meinug nach ist das die beste Ausbildung für ein Pferd, um auch Vertrauen zu dem Reiter zu fassen.
Ich Persönlich halte überhaubt nichtsmehr von den (in meinen Augen nun) Prügel- und Gewaltmethoden....

Liebe Grüße

P.S.:
Gerade mit der Kleinen mit der ich gerade Arbeite haben wir heute eine Wippe ausprobiert und ich muss sagen ich bin einfach Stolz.
Sie ist mit ihrem 1 jahr da drübergelaufen als wäre es nichts.
Da haben sich unsere großen zum Teil weißtus ängstlicher angestellt.
Klar kommt es auch auf ihren Charakter an, aber ich wage jetzt einfach mal zu sagen das sie ohne unsere Vorarbeit da wesentlich mehr Probleme gemacht hätte ;)
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #36
Ui,
da freu ich mich gerade wirklich drüber, von dir so positives zu hören! Ich finde es immer schön, zu sehen, wie immer mehr Leute von den traditionellen Methoden abweichen - was anfangs für Parelli ein harter Kurs war, denn in Amerika wurde und wird felsenfest an den traditionellen Reitweisen festgehalten.
Ich stimme dir ebenfalls zu, dass es nicht unbedingt Parelli ist. Ich selber sage auch nicht mehr: "Ich arbeite mit meinen Pferden nach Parelli" oder eben nach "Natural Horsemanship".
Ich sage mittlerweile nur noch: "Ich spiele mit meinen Pferden nach dem Prinzip des Horsemanship" - denn auch wenn ich mit Parelli angefangen habe, weichen einige Aspekte mittlerweile ab.
Ich habe sehr viele Methoden angesehen: vom Tschechen Honza Blaha (der übrigens auch bei Parelli gelernt hat und später abgewichen ist) über GaWaNi Pony Boy zu Birger Gieseke und Linda Tellington-Jones, Barbara Bensmann und wie sie alle heißen: letztendlich bestehen sie aus dem selben Wunsch, aus derselben Idee; das Fundament ist zum Verwechseln ähnlich, aber durch winzige Abweichungen darin wird auch das Haus darauf verändert ;-)
Viele dieser "Pferdegurus", wie ihr sie nennt, trifft man auf Messen und Shows - ansehen kostet nichts. Bei einigen hatte ich auch Kurse; ich fahre jedes Jahr für eine Woche oder so mal zu einem Freund, den wir auch über Horsemanship "gefunden" haben und der mir und meiner Schwester in dieser Woche dann Stunden gibt :)
LG
Alina

Ps.: Achja - mit der Kleinen würde ich noch nicht zu viel machen :) Mach Spielerisches mit ihr und sei aufmerksam, was ihr Spaß macht. So junge Tiere werden schnell überfordert :)
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #37
Nene keine Sorge überfordern tu ich sie sicher nicht, ich man nur ein bisschen was mit ihr und das es ihr spaß macht sieht man daran das sie jedesmal zu mit getrabt kommt wenn ihc mit dem Haöfter dastehe xD
Ich weiß selbst das soche Tiere zum 99% ihrer Zeit auf die Weide zu den anderen Pferden gehören ;)
Ich hol sie auch oft nur zum Grasen raus und mach dann so nebenbei mal das weichen oder das rückwärts gehen.

Seir wann arbeitest du nach Parelli/Natural Horsemanship?
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #38
Hm, das weiß ich noch nicht mal so genau - ich glaube, vor etwa fünf oder sechs Jahren habe ich angefangen. Ich kann aber wirklich nichts genaues sagen, es kommt mir vor als sei es schon ewig...
Das mit deinem Jährling freut mich - ich wollte dir auch nichts vorwerfen, es ist nur jetzt schon so oft passiert, dass die Leute viel zu viel mit den Jungtieren machen, dass ich lieber mal etwas zu viel sage als zu wenig ;) Also, top - weiter so! =)
 
  • Wie oder was ist Parelli genau Beitrag #39
Ne ist ja kein Thema, hast schon recht manche können es nicht abrwarten bis sie endlich auf s Pferd können etc.
Aber ich denke ein bisschen Bodernarbeit und so kann ihr nicht schaden *g*
 
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Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

Wie oder was ist Parelli genau

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