Fisch wird von vielen Katzen besonders geliebt. Er besteht aus hochwertigem, von der Katze besonders gut verdaulichem Eiweiß und kann 2-3 x pro Woche verfüttert werden. Allerdings ist im rohen Fisch (auch in rohen Schalentieren wie z.B. Muscheln) ein Enzym enthalten, das der Katze das lebensnotwendige Vitamin B1 „raubt“. Verfüttern Sie daher Fisch nur gekocht, gedünstet oder gebraten.
Das Enzym, das gemeint ist, heißt Thiaminase und zerstört Thiamin (Vitamin B1), das ist im großen und ganzen korrekt.
Daher sollte roher Fisch nicht zuviel gegeben werden.
Es gibt aber auch Thiaminasefreie Fische, z.B. Lachs (den Salmo Salar), Forelle, Aal, Hecht, Barsch, Brasse, Kabeljau, Schellfisch, Seehecht, Heilbutt, Seezunge, Scholle, Sprotte, Rochen
(hat aber kein Anspruch auf Vollständigkeit!!! Das sind nur die arten, die ich mir im Netz so zusammen gesucht habe)
Lachs benutze ich beim Barfen als Vitamin D-Supplement, also von daher auch aus dem Grund mit dem Füttern nicht übertreiben und weniger geben, als z.B. Putenbrust oder Rindergulasch.
Thiaminasehaltig sind:
Karpfen, Rotfeder, Plötze, Goldfisch, Schleie, Elritze, Stint, Schmerle,
Wels, Weissfisch, Hering, Hai, Makrele und Merlan
(hat auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit)
Wobei es aber nicht tötlich ist für die Katze, wenn sie einmal einen Fisch bekommt, der Thiaminase enthält.
Sollte die Katze nu z.B. ganz verrückt nach Hering sein, so soll sie ihn doch fressen.
Wenn man sich nu arg viele Gedanken drum macht, streut man eben ab und zu etwas Bierhefe übers Fertigfutter und das Problem ist (zumindest für die 20% Barfer) vom Tisch.