Brüderpaar zankt sich oft

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  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #1
Ragamuffin

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Hallo zusammen,

ich bin jetzt seit einem Monat Meerschweinchenhalter. Habe mir zwei 1-Jahr-alte Brüder aus dem Tierheim geholt und seitdem leben die Kleinen bei mir. Mir wurde damals gesagt, dass die beiden zwar nicht kastriert seien, aber weil sie schon so lange zusammenleben "käme da wohl nichts" (also bezogen auf Streitigkeiten).

Leider stimmt die Aussage nicht wirklich, denn die beiden üben ihre Rangstreitigkeiten sehr oft aus. Nicht ständig - oft genug sitzen sie gemeinsam friedlich in einem Häuschen oder knabbern das Heu aus der Raufe - aber gestern ist aus dem gelegentlichen Purren und Anknabbern das erste mal eine kleine Verletzung geworden, als sich die Tiere beim Auslauf angesprungen haben. Nichts dramatisches, nur ein kleiner Kratzer an der Nase, aber sowas darf nicht eskalieren. Ich muss allerdings dabei zugeben, dass ich den Fehler gemacht habe, den Tieren keine angemessene Möglichkeit zum Verstecken (sprich Häuschen oder ähnliches) in den Auslauf zu stellen.

Heute habe ich mal den Test gemacht und die Tiere insgesamt acht Stunden lang im Auslauf gelassen mit zwei Häuschen. Sie tollten herum, sie fraßen viel, sie waren friedlich zueinander - die ganze Zeit. Erst als ich die Häuschen wegnahm und wieder in ihren frisch gereinigten Käfig stellte (um anschließend die Schweinchen selbst einzusacken), fingen die ersten Streitigkeiten auch schon wieder an. Im Käfig geht's dann (trotz zwei Häuschen) immer mal wieder in unregelmäßigen Abständen zur Sache. Zwar unblutig, aber ständig wird gepurrt und heftig herumgestoßen.

Um den beiden Tieren mehr Platz zu gönnen, habe ich schon zwei Käfige nebeneinander (nicht übereinander!) gestellt und diese verbunden. Im Normalfall haben die Tiere also immer eine Möglichkeit sich zurückzuziehen, wenn wieder rumgezickt wird. Morgen werde ich dann noch in beide Häuschen je einen zusätzlichen Eingang sägen, damit für beide, je nach Situation, eine Fluchtmöglichkeit besteht.

Allgemein möchte ich nun fragen, was ihr von der Sache haltet. Besteht Hoffnung, dass ich die Tiere dauerhaft friedlich vereinigt kriege oder werde ich über kurz oder lang darüber nachdenken müssen, die Tiere voneinander zu trennen? Ich habe gehört, dass Kastration hierbei nichts bringen soll, da es nichts an dem Verhalten der Tiere ändert. Stimmt das?
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #2
Also ich weiss ja nicht, wie gross deine Käfig ist (und der zweite den du dazugestellt hast) aber kaum einer erfüllt die Anforderungen der Böckchenhaltung, egal welchen du hast.

Böcke sollten 1qm pro Tier ständig zur Verfügung haben. Das wär eigentlich nur in einem schönen grossen EB realisierbar.

Die Methode der übereinander - oder nebeneinander gestapelten Käfige finde ich dabei nicht vorteilhaft, allein schon durch die hohen Seitenwände ist ein normales ungehindertes Weglaufen kaum möglich, es gleicht einem Hindernislauf.

Ich persönlich finde auch Häuser nicht so gut. (meist haben sie nur einen Eingang wie du schon selbst schreibst) - ein zweiter Eingang wär toll, aber noch besser sind Unterstände (4 Beine und einfach Holzplatte drauf) oder eine grosse quer gespannte Hängematte (schafft oben zusätzlich Platz) und erleichtert beiden Tieren schnelleres Zurückziehen.

Auch nehmen diese Häuschen viel von der Bewegungsfläche weg, wenn du davon 2 Stück im käfig drin hast, dann noch Futternäpfe....bleibt ja garnicht mehr viel Platz zum Laufen.....und Streit ist vorprogrammiert.


Das wars erstmal zur Platzfrage, zur Kastration werden dir sicher andere noch Tips geben.
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #3
Wir haben für zwei unkastrierte Böcke 2qm als inimum - da verstehen sie sich deutlich besser.

gehegesyl.jpg


Wichtig sind auch nur Häser mit zwei Eingängen - und überleg Dir doch noch eine Kastration, wenn sie kastrierbar sind macht das Streitigkeiten sehr viel besser.

Kastration kann nicht dazu führen,d ass zwei böcke die sich wirklich hassen sich auf einmal über alles lieben - aber sie schließen Waffenstillstand.

Wo es vorher wirklich hart zuging kämpfen sie eben nur noch mit Holzschwertern, lassen sich leicht mit Futter ablenken und versuchen nicht mehr, dem anderen wirklich weh zu tun.

nur zwei handelsübbliche Käfige sind meistens leider immer noch zu klein .- selbst gebaute gehege sind da erheblich besser und eifnacher, auch weil die tiere da ohne hindernisse weg laufen können.
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #4
Erstmal herzlichen Dank für eure Antworten! :)

Ich habe eure Gedanken beherzigt und mir einen kleinen Plan aufgestellt, wie ich den beiden Tierchen einen Eigenbau aus ein paar Holzplatten zimmern könnte, wodurch ich den Tieren immerhin 1,975 m² an Platz zu Verfügung stellen kann.

Da ich das Ganze auf den Boden stellen muss, stellen sich mir zwei Fragen:

1. Es ist ein kalter Fliesenboden. Was wäre eine geeignete Unterlage für die Tiere? Eine abwaschbare, zurechtgeschnittene Gummimatte mit Streu drauf? Oder lieber was anderes?

2. Ich habe mal gehört, dass es für die Tiere eher schlecht ist, wenn sie den Menschen (bedingt dadurch, dass sie auf dem Boden rumlaufen) als so riesig wahrnehmen und daher besser der Käfig besser auf einem Tisch stehen sollte. Nun, so einen großen Eigenbau kriege ich nicht auf einen Tisch. Ist das zu vernachlässigen, dass die Tiere mich nicht auf "Augenhöhe" haben?

Edit: Anbei mal ein Foto von dem/den bisherigen Käfig(en).
 

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  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #5
Also ich hatte ja auch zwei Böcke. Die waren auch Brüder. ich hatte sie auch ne zeitlang auf einem tisch stehen gehabt, weil ich das gleiche wie du gehört hab, hab aber keinen unterschied gemerkt. und die zankereien waren bei mir auch. es hat sich aber als sie dann ca.2 Jahre alt waren gelegt. dann musste ich aber mit dem futter aufpassen. z.b.:Obst oder gemüse. weil der eine dem anderen immer das futter aus dem maul gezogen hat. und die gummimatte ist tausendmal besser als der harte Fliesenboden.
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #6
Am besten kaufst Du ne Styroporplatte und legst PVC oder Teichfolie drauf -. und lieber ein bisschen dicker einstreuen, das dämmt auch gegen die Kälte.

Es ist kein problem wenn das Gehege am boden ist - hauptsache, es ist groß genug und sie haben genug unterstände drin. Es kann anfangs nur etwas dauern, bis sie sich wieder richtig nah heran trauen, aber das geht relativ schnell. Aus der Hand füttern wenn man davor steht ist gar kein problem, nur bei schnellen bewegungen wenn man etwa eilig vorbei läuft können sie sich etwas erschrecken.

Es ist schon richtig,d ass es anfangs etwas ungewohnt ist,w enn die Menschen so riesig auftauchen, aber Meeris sind ja nicht blöd und gewöhnen sich an alles. Und woanders als auf den boden kann man ab einer Gewissen Größe eben nicht gehen, z.B. weil man zum misten rein steigen muss. So stabil kann man ja kaum bauen, dass da ein mensch von 80 kilo drin rumlaufen könnte.

Die Käfige sind wirklich zu klein, einfach weil das so wenig Lauffläche bietet. ich würde Dir für das Große gehege empfehlen noch ein paar utnerstände Weidenbrücken etc. anzuschaffen. und Futter besser lose in der Streu verteilen,dann gibt es da weniger Streit - und gerade bei Böcken kein trockenfutter geben, da werden sie sehr sehr fett von.
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #7
Hallo :(

Habe heute im Baumarkt die nötigen Platten gekauft, um den Meerschweinchen ein Gehege zu bieten. Die Teile liegen jetzt hier, das Gehege ist noch nicht gebaut, aber dafür musste ich eben mit ansehen, wie sich die beiden Tiere extrem heftig gezofft haben. Die haben sich fünf Sekunden lang richtig in der Wolle gehabt und sind im Käfig herumgewirbelt. Ich habe die beiden nun erstmal getrennt, damit die sich nichts antun, indem ich ein Häuschen zwischen die beiden Durchgänge gestellt hab.

Was meint ihr? Besteht bei solchen Differenzen noch Hoffnung oder sollte ich das Brüderpaar lieber trennen?
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #8
Bei den Käfigen kann es nicht gut geht, getrennt lassen, bis ein gut strukturiertes Gehege steht und erst dort wieder eine Vergesellschaftung versuchen.

Dort dann bloß keine Häuser rein, nur Etagen, Unterstände, Weidebrücken.

Wie groß willst du das jetzt bauen?
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #9
Ich bin ja auch eigentlich der Ansicht, dass das gehen sollte, weil es ja vor ein paar Tagen schon acht Stunden lang (unter Beobachtung!) so gut wie stressfrei geklappt hat.

Das Gehege wird annähernd 2 qm groß. Das ist schon das absolute Maxium, um noch problemlos durch meine Küche gehen zu können. Das Gehege wird etwa die Form haben eines Quadrats und eines Dreiecks, die aneinander gesteckt sind. Ist ein bisschen schwierig zu beschreiben, aber ich mach mal ein Foto, wenn ich fertig bin.

Andere Frage: Wenn das mit der Vergesellschaftung partout nicht klappen will, würde meine Freundin eines der Tiere annehmen und wir würden beiden Tieren jeweils noch ein Weibchen dazu holen - ja, wir wissen, dass das bei unkastrierten Böcken zu einer wundersamen Meerschweinchenvervielfachung führen kann. Es geht uns eher um die Frage: Ist das Verhältnis zwischen einem Männchen und einem Weibchen immer stressfrei oder kann es selbst da auch Zank geben?
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #10
Das bedeutet ihr würdet sie vorher kastrieren lassen?
Ich würde erst mal abwarten, wenn es nicht klappt, beide kastrieren und dann müssen sie sowieso 4-6 Wochen nochmal alleine sitzen, bevor Weibchen dazu können. Davor würde ich dann aber nochmal eine Vergesellschaftung versuchen, denn manchmal geht der Hormonspiegel nach der Kastration zurück und die Tiere werden ruhiger. Und dann klappts eventuell doch.

Generell funktionieren so gut wie alle Kastrat-Weibchen-Gruppen. Kommt aber eben darauf an, wie dominant das Weibchen ist und der Bock. Hat man ein zu dominantes Weibchen und der Bock kann sich nicht wehren, kann das genauso schlimm werden, wie ein Bockpaar das sich nicht versteht.
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #11
Also wir überlegen eventuell sogar, ob wir den beiden nicht ihre Männlichkeit lassen und eine kleine Familienplanung starten pro Haushalt. Das ist aber erstmal noch ungewiss. Warum meinst du, dass man ein kastriertes Böckchen 4-6 Wochen lang alleine sitzen lassen muss? Wie ist es denn, wenn das Böckchen gerade Vater geworden ist und bei seiner Familie sein muss/sollte?

Folgende Geschichte: Vor etwa 10 Jahren hatten wir (also meine Eltern und ich) schon mal ein Meerschweinchenpärchen. Der unkastrierte Bock hat das Weibchen immer mal wieder angegriffen (nicht im Sinne von "besteigen"). Dann hat sich meine Mutter eines Tricks bedient, indem sie ihre Hände mit Parfum besprüht und damit beide Meerschweinchen kräftig gestreichelt hat. Von dem Tag an wurden die beiden friedlich zueinander und gründeten sogar eine kleine Familie.

Da fragt man sich natürlich sowas wie: War das Zufall oder hilft der Parfum-Trick wirklich? Nur für den Fall der Fälle, auch wenn das schon sehr weit in die Zukunft gedacht ist.
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #12
also das mit perfüm ist echt mies und kann gerade bei böcken so was von in die hose gehen...

zudem: es ist ja nicht gerade nett was ihr den meerschwein-nasen damit antut, oder?

und zur "familienplanung": züchten oder ganz lassen.
und zum züchten fehlt dir eindeutig seeehr viel wissen

bewusste vermehrung wird hier nicht unterstützt, also gehe ich nicht näher darauf ein...


warum böckchen noch allein sitzen müssen? weil sie bis zu 6 wochen lang noch "scharf schießen" können... und wenn du den bock bei der familie lässt kannst du sicher sein, du ertrinkst irgendwann in schweinen. außerdem ist es gar nicht gut für die mutter... die kann danach sofort wieder gedeckt werden... also lass es
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #13
Schau bitte mal da rein:


Bis vor kurzem haben bei mir auch zwei Brüder gelebt, die sich nicht immer verstanden haben. Sie haben sich gegenseitig aber nie ernsthaft verletzt. Nur der Geräuschpegel im Haus war manchmal etwas laut. Auch im Gehege (3,5 m²) haben sie sich regelmäßig gejagt.
Aber wenn's "hart auf hart" kam (z. B. TÜV), haben sie zusammengehalten und uns beim Fangen zum "Narren" gehalten.
Böckchengruppen setzen eines voraus: Starke Nerven!!

Bitte keine Familienplanung!!!!!!!!!
Wenn Du zwei Gruppen machen möchtest, lass beide erst kastrieren, ihre Kastra-Zeit absitzen und hole Dir für jeden 2 bis 3 Mädels von der Tierhilfe oder aus dem Tierheim.
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #14
@
Deine Antwort in Ehren, aber wir haben recht gute Erfahrungen damit gemacht, als der Bock gedeckt hat und danach direkt kastriert wurde. Es kamen wirklich nur einmal drei Schweinchen zur Welt, danach war Schluss. Kann Zufall und/oder großes Glück gewesen sein, will ich gar nicht bestreiten, aber in jedem Falle betrachte ich mich nicht als vollkommen unerfahren in der Meerschweinchenzucht. Klar, ich war damals ziemlich jung, aber alle Tiere sind putzmunter gewesen und groß geworden.

Aber ist auch nicht so wichtig, denn das Thema Familienplanung ist erstmal vom Tisch, da die Mutter meiner Freundin keine Meerschweinchen in der Wohnung möchte. Somit bleibt also erstmal nur der erneute Vergesellschaftungsversuch am Wochenende bzw. auch an den Tagen darauf. Sollte das misslingen, probiere ich es auch gerne mit einer Kastration. Da diese aber für beide Tiere zusammen 100 Euro kostet und mir keiner eine Garantie geben kann, dass beide Tiere das heil überstehen, ist das nur mein letzter Notfallplan.
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #15
schau, es ist ja gut gemeint... aber kontaktier mal einige meeri-notstellen. wenn du hörst wie viele schweindis da sitzen und ein zuhause brauchen.. da müssen nicht noch welche "gezeugt" werden, oder? da wird einem nämlich echt schlecht...

ich bin ja selber grad am überlegen ob ich die möglichkeit hätte so eine stelle etwas zu entlasten...
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #16
Es ist schon richtig,d ass es anfangs etwas ungewohnt ist,w enn die Menschen so riesig auftauchen, aber Meeris sind ja nicht blöd und gewöhnen sich an alles. Und woanders als auf den boden kann man ab einer Gewissen Größe eben nicht gehen, z.B. weil man zum misten rein steigen muss. So stabil kann man ja kaum bauen, dass da ein mensch von 80 kilo drin rumlaufen könnte.

Haben unseren 1. EB aus zwei billigen Betten gebaut.
War sehr stabil.
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #17
Bitte nicht decken lassen.

Etwa jedes zehnte Baby kommt tot zur Welt oder überlebt die ersten paar Wochen nicht.

Babyböcke kann man in aller Regel nicht behalten, weil sie irgendwann vom eigenen Vater verjagt werden, die dann vermitteln ist oft sehr schwer - zooläden verwenden überschüssige Ware die zu groß wird allzu oft irgendwann als Schlangenfutter.

auch bei den eigenen töchtern kann es irgendwann schwierigkeiten mit der Mutter geben, oft banale rangrodnungsprobleme die sich auswachsen können.

Kaiserschnitte sind bei Meeris relativ oft notwendig, schlagen dann mit ca. 200 Euro zu buche und haben bei aller ärztlicher Kunst unter 50% Überlebenschance für die tiere. Gab es vor wenigen Jahren noch recht selten, aber mittlerweile gibt es eine deutliche Tendenz zu übergroßen Babys, die einfach im Geburtskanl feststecken bleiben. wo man vor 10 Jahren höchtens ein oder zwei solche Fälle hatte kenne ich heute imemr mehr Leute persönlich, denen sowas passiert ist.

gezüchtet werden sollte ausschließlich mit Tieren, deren gencode hinreichend bekannt ist, um die Trägereigenschaften für Dalmatiner, Schimmel und Satin auszuschließen. Dazu musst du mindestens bis zu den Urgroßeltern genau wissen, wie die Vorfahren beider Elterntiere gefärbt waren. Diese Problematik gab es "damals" noch lange nicht so oft, weil Schimmel und Dalmatiner erst in den letzten paar Jahren zur Modefarbe geworden sind. Seitdem stecken aber in extrem vielen Tieren diesefarben versteckt mit drin, man sieht es nicht zwangsläufig. Also kommen immer wieder völlig überraschend verstümmelte nicht lebensfähige missgebildete Junge auf die welt - kein schöner Anblick und eine ziemliche Qual für die Mutter.

Ich muss echt sagen, früher war es einfacher, die Tiere waren robuster, Erbfehler wie durch Schimmelfärbung unbekannt, und bei Zooläden fand man ab und zu noch einen, der anständig mit den Tieren umging - aber im zuge von Zoohandelsketten und Tierverkauf im Baumarkt stehen die Läden dermaßen unter Druck, dass man dort auch gar keinen Fall Tiere abgeben sollte, und schon muss man sich ganz alleine um die Vermittlung kümmern - oft bleibt man dann Monatelang auf den Tieren sitzen, muss sie kastrieren lassen und Zusatzgehege aufstellen, und findet trotz zig Anzeigen kaum einen Abnehmer. Oder nur einen, der kostenloses Futter für seine schlange sucht, oder ein neues Kinderspielzeug.
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #18
Bitte diesen Text zum Thema "Einmal Babys?" lesen:

Es ist wichtig, haben die Tiere ein Stammbaum, wie alt sind die Tiere usw.

Die Kastration sollte immer mit Inhalationsnarkose durchgeführt werden, frag nach einem guten TA mit dem schon andere Leute gute Erfahrungen gemacht haben.
Ich habe schon soviele Böcke kastrieren lassen, aktuell erst wieder heute zwei, vor zwei Wochen drei Tiere usw. ich hatte nie Probleme, alle Tiere haben es bestens überstanden.
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #19
Nochmals danke für eure näheren Erläuterungen! Ihr müsst euch keine Sorgen machen, das mit dem "Familie gründen" ist vom Tisch. Wenn die Tiere sich wie gesagt nicht sofort vergesellschaften lassen, probiere ich es so oder so mit einer Kastration. Wenn ich also im Zweifelsfall eines der Tiere abgeben muss, wird das anschließend besorgte Weibchen keine Heerscharen an Mini-Nagern zur Welt bringen, die dann als Schlangenfutter enden müssen.

Nebenbei bemerkt: Ich will jetzt mich jetzt nicht unbeliebt bei Meerschweinchenhaltern machen, aber was ist letzten Endes so schlimm daran, wenn "überschüssige" bzw. nicht vermittelbare Tiere an die Schlangen gehen? Klar klingt das brutal, aber das ist eben Natur. Schlangen mögen nicht so putzig wie Meerschweinchen sein, aber es sind eben Lebewesen, die Futter brauchen. Lebendiges Futter. Ob ich einer Schlange eine Maus gebe oder ein Meerschweinchen spielt zum einen für die Schlange keine Rolle und zum anderen ist keines der beiden "Futtertiere" mehr oder weniger wert. Diese Zeilen mögen einem Meerschweinchenhalter das Herz in der Seele zerreißen, aber man muss eben realistisch bleiben: Die Schlange wird sich nicht mit einer Gurke oder einer Paprika füttern lassen. Damit will ich nicht irgendeine großartige Schlangen-Sympathie ausdrücken, sondern bin nur Ansicht, dass alle Lebewesen ein Anrecht auf artgerechte Ernährung haben.
 
  • Brüderpaar zankt sich oft Beitrag #20
für Schlangen bieten sich einige Futterquellen geradezu an:

1. Tagesküken.
das sind die Hühnerrassen,die als Legehennen vorgesehen sind - und zwar die männlichen Küken. Und die Hennen bei den Hühnerarten zur Fleischproduktion. Es wird also die Hälfte der Küken auf jeden Fall getötet, tiefgefroren und hat auch passendes Format.

2. Ratten und Mäuse.
Ausschließlich Küken sind wohl zu einseitig, aber: bei Ratten und Mäusen sind gerade die Männchen deutlich geruchsintensiver als die Weibchen. Während die weibchen also sehr beliebt inder Hand von Privathaltern sind, sind Männchen schwer vermittelbar, gerade bei Farbmäusen - auch wegen einer hohen Aggressivität gegen andere ännchen. und nachdem ratten und Mäsue durchschnittlich nur 2 Jahre alt werden, kastrationen aber sehr teuer sind istdas wenig lohnend. natürlich gibt es beir atten und Mäusen auchs ehr viele tumorerkrankungen, weswegen sowieos viele vorzeitig getötet werden können - Schlangenhalter mit eigenen Mäusen verfüttern sie dann eben. auch die bissigen Vielzitzenmäuse sind gut geeignet um sie schlangen zu füttern, auch wegen der sehr großen Würfe mit 20 Jungen.

Aber Meerschweinchen zu verfüttern ist Quatsch: die Trächtigkeit ist sehr lange (mäuse, ratten und VZM nur 3-4 Wochen; Meerschwein 10 Wochen), die Tiere wachsen relativ langsam und müssen entsprechend lange gefüttert werden, bis sie zur zucht oder als Futtertier sinnvoll wären. Sie sind teurer. und ihre Lebenserwartung ist um ein vielfaches länger.

noch dazu sind sie einfach etwas arg fetthaltig für Schlangen. Sie werden also nur verfüttert, weil der "Süß" faktor bei halbwüchsigen nachlässt und sie Ladenhüter sind - nicht weil das irgendwie sinnvoll wäre. Es wäre für die Tiere deutlich besser, sie einfach billiger zu verkaufen wenn sie etwas älter sind, oder auch mal kastrierte Böcke im zoohandel anzubieten. Sie als Schlangenfutter für 3 Euro zu verschleudern (aber einem itneressierten hobbyhalter dennoch 20 euro abzuknöpfen) ist sowohl betriebswirtschaftlich als auch aus tierschutzgründen völliger unsinn.
 
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