Einzelgänger besonders aggressiv?

Diskutiere Einzelgänger besonders aggressiv? im Katzen Haltung Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo, meine Mutter (57) hat seit ca. einem Jahr eine ebenso alte (bzw. junge), schwarze Hauskatze. Meine Schwester hingegen hält sich seit ca. 5...
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  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #1
Ragamuffin

Ragamuffin

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Hallo,

meine Mutter (57) hat seit ca. einem Jahr eine ebenso alte (bzw. junge), schwarze Hauskatze. Meine Schwester hingegen hält sich seit ca. 5 Jahren zwei Hauskatzen.

Meine Schwester und ich sind nun vor kurzem überein gekommen, dass sich das Tier sehr langweilen muss. Meine Mutter muss zwar nur an einem Tag in der Woche für die Arbeit das Haus verlassen, sitzt aber 8-10 Stunden pro Tag konzentriert am Computer und kann sich relativ wenig um das Tier kümmern. Mein Vater (69) befindet sich nicht mehr so sehr in der körperlichen Verfassung, um mit dem Tierchen am Boden herumzuspielen.

Wie jeder weiß sind Katzen Charaktertiere und es gibt ruhige, so wie bissige Tiere. Dennoch ist es schon überraschend, dass die Tiere von meiner Schwester stets sanft, umgänglich und wenig schreckhaft sind und dafür die Katze meiner Mutter meistens direkt abhaut, Leute anfaucht und zur Not auch mal die Krallen Richtung Gesicht ausstreckt. Selbstverständlich macht die Katze das gegenüber meinen Eltern nicht.

Nun hat meine Schwester vor ein paar Tagen einen Beitrag im Fernsehen gesehen, wo die Rede davon war, dass Katzen in Einzelhaltung wesentlich stärker zu Aggressionen neigen als mehrere Tiere in einer Wohnung, die sich miteinander vertragen. Ist da was dran oder hängt das ausschließlich vom Katzen-Charakter ab?
 
  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #2
JA. Man kann sich ja vorstellen, daß eine Katze, die unzufrieden ist, zu Agressionen neigt, weil sie in der Wohnung -größtenteils auf sich allein gestellt- keine Gelegenheit hat, ihre Energien auszuleben.
Ganz viel hängt aber auch von der Erziehung im Kittenalter ab! Ein Kätzchen, daß den Umgang mit Artgenossen und Menschen als Kitten richtig gelernt hat ist bedeutend ausgeglichener im Erwachsenenalter!
Dazu gehört eine Sozialisation mit Geschwistern und Katzenmama bis mindestens zur vollendeten 12.Lebenswoche.
 
  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #3
Puh, ich glaube, meine Mutter hat die kleine Blacky schon in der 6. Woche erhalten, aber ohne Gewähr. Danach hat das Tier keine andere Katze mehr gesehen - mit Ausnahme eines kleinen "Experiments", das wir mal gemacht haben:

Meine Schwester hat ja zwei Katzen, also genauer gesagt eine Katze (Katy) und einen Kater (Bandit). Als Blacky so 3-4 Monate bei ihr zuhause war, wollten wir mal testen, wie verträglich die Kleine mit anderen Katzen ist - also haben wir Katy (etwas größer und eben ca. 4 Jahre älter) mal mit rübergenommen, selbstverständlich unter größter Beobachtung.

Nun, was soll man sagen? Es war dramatisch. Als Blacky Katy erblickte, sträubte sich ihr Fell und es wurde laut gefaucht. Katy hat gelassener reagiert, wurde dann aber letzten Endes unter knurrendem Protest (wie ein Hund) von der wesentlich kleineren Katze hinter das Sofa gejagt. Später sagte man mir, dass es kurze Zeit später zu einem heftigen Katzen-Gekeile gekommen wäre, wenn wir uns das noch länger angesehen und Katy nicht direkt wieder eingepackt hätten.

Unter solchen Voraussetzungen frage ich mich, ob sich eine solche Katze überhaupt wieder mit Artgenossen "resozialisieren" lassen würde.
 
  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #4
Hallo,
ja, da kann man schon noch was machen. Die Katze ist ja noch sehr jung und wenn man einsieht, daß eine Einzelkatze in der Wohnung nicht artgerecht, unglücklich und allein ist....
dann kann man bestimmt die nötige Geduld aufbringen, es mit einer zweiten Katze zu versuchen. Man darf nur nicht zu schnell wieder aufgeben. Eine Zusammenführung läuft in den seltensten Fällen spontan und ohne Komplikationen ab. Meistens dauert es mindestens ein paar Wochen, oder Monate.
Aber es lohnt sich.
 
  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #5
Puh, ich glaube, meine Mutter hat die kleine Blacky schon in der 6. Woche erhalten, aber ohne Gewähr.
Viel zu früh... War das ein Notfall? Echt schade für die Kleine. :|

Nun, was soll man sagen? Es war dramatisch. Als Blacky Katy erblickte, sträubte sich ihr Fell und es wurde laut gefaucht. Katy hat gelassener reagiert, wurde dann aber letzten Endes unter knurrendem Protest (wie ein Hund) von der wesentlich kleineren Katze hinter das Sofa gejagt. Später sagte man mir, dass es kurze Zeit später zu einem heftigen Katzen-Gekeile gekommen wäre, wenn wir uns das noch länger angesehen und Katy nicht direkt wieder eingepackt hätten.
Lass' mich raten... Ich gehe davon aus, dass euer "Experiment" sich auf ein paar Stunden beschränkte, bevor Blacky wegen ihrer Reaktion wieder "eingepackt" wurde? Nimm's mir nicht krumm, wenn ich das direkt sage, böse ist es nicht gemeint, aber... Das war Experiment eine Schnapsidee. ;)

In einem anderen Thread () gab's neulich genau den gleichen Erfahrungsbericht und es ist kein Wunder, wie der ausfällt, auch hier. Zwei sich fremde Katzen werden sich in den seltensten Fällen sofort verstehen, erst recht, wenn eine davon aus ihrem Revier heraus- und in ein anderes hineingebracht wird. Da kommen so viele Reize zusammen, Blackys Reaktion wundert mich kein Stück. Richtige Zusammenführungen können Tage, Wochen, Monate dauern und es ist grundsätzlich nicht ratsam, Katzen für kurze Zeit ("Besuch") zusammenzustecken, wenn es sich vermeiden lässt. Die neue Situation bedeutet meist nur Stress und sollte nicht herbeigeführt werden, wenn der Kontakt nicht dauerhaft sein soll.

Unter solchen Voraussetzungen frage ich mich, ob sich eine solche Katze überhaupt wieder mit Artgenossen "resozialisieren" lassen würde.
Das ist ein häufiger Trugschluss, dem solltet ihr nicht sofort aufsitzen. Blacky hat zwar den Malus, dass sie kein richtiges Sozialverhalten gelernt hat, das lässt sich nicht bestreiten, aber gerade bei jungen Katzen kann man selten davon sprechen, dass tatsächlich schon Hopfen und Malz verloren sind. Wäre Blacky jetzt schon viele Jahre eine Einzelkatze, würde ich mir das mit dem Zuwachs vermutlich drei Mal überlegen, aber spontan würde ich meinen, dass ihre Chancen gut sind, wenn eine sozialisierte Katze sie "unter ihre Fittiche" nimmt. Lasst euch bloß nicht zu schnell abschrecken, bevor ihr sie zu einem Leben als Einzeltier verurteilt. Kleine Rückschläge gehören manchmal dazu.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #6
Viel zu früh... War das ein Notfall? Echt schade für die Kleine. :|
Wie gesagt, ich weiß es nicht genau. Es könnten auch 10 Wochen gewesen sein.

Lass' mich raten... Ich gehe davon aus, dass euer "Experiment" sich auf ein paar Stunden beschränkte, bevor Blacky wegen ihrer Reaktion wieder "eingepackt" wurde? Nimm's mir nicht krumm, wenn ich das direkt sage, böse ist es nicht gemeint, aber... Das war Experiment eine Schnapsidee. ;)
Das Experiment hat sogar nur in etwa eine Minute gedauert. Das war vollkommen ausreichend für uns um zu sehen, ob die beiden sich vertragen. Letzten Endes wollten wir nur mal sehen, ob es im Zweifelsfall möglich ist die Katzen zusammen zu halten, falls mal jemand in den Urlaub fährt.

In einem anderen Thread () gab's neulich genau den gleichen Erfahrungsbericht und es ist kein Wunder, wie der ausfällt, auch hier. Zwei sich fremde Katzen werden sich in den seltensten Fällen sofort verstehen, erst recht, wenn eine davon aus ihrem Revier heraus- und in ein anderes hineingebracht wird. Da kommen so viele Reize zusammen, Blackys Reaktion wundert mich kein Stück. Richtige Zusammenführungen können Tage, Wochen, Monate dauern und es ist grundsätzlich nicht ratsam, Katzen für kurze Zeit ("Besuch") zusammenzustecken, wenn es sich vermeiden lässt. Die neue Situation bedeutet meist nur Stress und sollte nicht herbeigeführt werden, wenn der Kontakt nicht dauerhaft sein soll.
Das wissen wir nun auch, allerdings waren wir damals alle ein wenig unerfahren was die Zusammenführung von Katzen betrifft. Wir gingen eben seit dem Erlebnis davon aus, dass Blacky dazu verdammt ist alleine zu leben, weil sie niemanden in ihr Revier lassen würde. Ein Trugschluss, wie es aussieht.

Das ist ein häufiger Trugschluss, dem solltet ihr nicht sofort aufsitzen. Blacky hat zwar den Malus, dass sie kein richtiges Sozialverhalten gelernt hat, das lässt sich nicht bestreiten, aber gerade bei jungen Katzen kann man selten davon sprechen, dass tatsächlich schon Hopfen und Malz verloren sind. Wäre Blacky jetzt schon viele Jahre eine Einzelkatze, würde ich mir das mit dem Zuwachs vermutlich drei Mal überlegen, aber spontan würde ich meinen, dass ihre Chancen gut sind, wenn eine sozialisierte Katze sie "unter ihre Fittiche" nimmt. Lasst euch bloß nicht zu schnell abschrecken, bevor ihr sie zu einem Leben als Einzeltier verurteilt. Kleine Rückschläge gehören manchmal dazu.
Wie läuft denn eine monatelange Zusammenführung von zwei Katzen ab, ohne, dass sich die beiden in Stücke reißen? :shock:
 
  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #7
Ich kann's euch nicht verübeln, dass ihr bei dem Erlebnis ganz schön Respekt bekommen habt. Wenn ich mich nicht so viel belesen hätte in letzter Zeit, hätte ich garantiert ähnlich reagiert. Ich erinnere mich daran, wie wir vor vielen Jahren meine Katze mit zu meiner Oma nehmen mussten. Die hatte zwei Katzen. Als meine Minka oben im Gästezimmer den Perser meiner Oma mitbekommen hat, dachte ich, da säße ein Puma unter meinem Bett. Klein wie ich war hat sie mir natürlich 'nen Riesenschrecken eingejagt... Das Problem dabei ist, die menschliche Angst ("Oh Gott, die prügeln sich gleich!" :shock:) damit in Einklang zu bringen, dass das ganz normales, kätzisches Verhalten ist.

Wie läuft denn eine monatelange Zusammenführung von zwei Katzen ab, ohne, dass sich die beiden in Stücke reißen? :shock:
Im Prinzip so, wie ihr das wohl beobachtet habt, nur dass die "Protzerei" sich nach und nach abschwächt. Am Anfang mag der Neuzugang (oder der Alteingesessene, je nachdem) totaaal furchteinflößend und unheimlich sein, aber in der Regel weicht die Abwehrhaltung bzw. die scheinbare Aggression bald einer Neugier und/oder langsamer Akzeptanz. Das geht mal schnell, mal langsamer. Dann wird geschnuppert, vielleicht mal "versehentlich" miteinander gespielt oder gefressen und man liegt "plötzlich" nebeneinander herum und faulenzt. Der Fairness halber sollte man erwähnen, dass nicht alle Katzen dicke Freunde werden, da lebt man halt zusammen und gut ist, aber es entwickeln sich eben auch echte Dreamteams.

Es wäre interessant zu wissen, ob Blacky tatsächlich auf Katy losgegangen wäre oder ob ihr durch eure Unerfahrenheit einfach "überreagiert" habt. Als wirklich "schlimm" ist so ein Schlagabtausch zwischen zwei Katzen eigentlich nur zu bezeichnen, wenn tatsächlich Blut fließt. In dem Fall sollte man definitiv eingreifen, aber der Rest... Das ist alles nur Show und Getöse, damit wird geklärt, wer der Chef im Haus. Viel Lärm um nichts, könnte man sagen. Da wird getänzelt, gebuckelt, gefaucht, mal zugelangt, aufgelauert, nachgestellt und kritisch beäugt... Für uns Menschen sieht das oft irre dramatisch aus, gehört für Katzen (wenn man nicht gerade eine absolut hochsoziale Bande hat) einfach dazu.

Wenn du dich ein bißchen hier im Forum umschaust, wirst du einige Berichte über Zusammenführungen finden.
Vielleicht macht dich/euch das etwas gelassener im Hinblick auf das Geschehene. :D
Goldchen hat erst gestern Zuwachs bekommen -
Und die 5M´s (unsere inzwischen 7M´s *grinst*) hat in letzter Zeit gleich zwei neue Katzen bekommen.
In den Threads findest du auf den späteren Seiten ebenfalls kleine Eindrücke davon, wie die Neuzugänge sich einleben.

 
  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #8
Danke für deinen ausführlichen Beitrag, Morastbiene! Meine Mutter ist mittlerweile tatsächlich ein bisschen ins Grübeln gekommen und hätte gerne eine zweite Katze aus dem Tierheim. :D

Das Problem ist nur, dass wir nicht genau wissen, ob das mit Blacky zusammen funktionieren wird. Die beiden Katzen, die wir ins Auge gefasst haben, sind beide etwa ein halbes Jahr alt (also noch nicht ganz ausgewachsen), weiblich und sollen dafür aber sehr umgänglich mit anderen Katzen sein. Kann man das versuchen oder wird die jüngere Katze Probleme bekommen?
 
  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #9
Meine Mutter ist mittlerweile tatsächlich ein bisschen ins Grübeln gekommen und hätte gerne eine zweite Katze aus dem Tierheim. :D

Das Problem ist nur, dass wir nicht genau wissen, ob das mit Blacky zusammen funktionieren wird. Die beiden Katzen, die wir ins Auge gefasst haben, sind beide etwa ein halbes Jahr alt Kann man das versuchen oder wird die jüngere Katze Probleme bekommen?

Prima, dass Deine Mama an eine 2. Katze denkt. Umso schöner, dass es ein Seelchen aus dem Tierheim sein soll!:D:clap::clap:

Bei einer Zusammenführung von einem 1 Jahr altem Katerchen und einer kleinen halbjährigen Katze sehe ich überhaupt keine Schwierigkeiten.

Die sind doch beide noch blutjung und im besten Rauf- und Spielalter!:D

Am Anfang wird es wahrscheinlich das übliche Gefauche und Geknurre geben, aber ich bin mal optimistisch, dass sich die beiden schon bald zu einem "Traum-Duo" zusammentun und Deiner Mama gemeinsam auf der Nase rumtanzen, wenn sie nicht gerade zusammen schmusen oder spielen;)
Obwohl ich zu einem einjährigen Kater eigentlich lieber ebenfalls ein Katerchen gesellen würde...
Die Kerlchen raufen und spielen doch etwas "grober" zusammen als Mädels. Und das mag vielleicht einer zarten Dame nicht so gefallen.

Schau mal hier, das sind Mikesch und Mogli...(2 Kater)
Mikesch ist jetzt gut 1 1/2 Jahre alt und Mogli 6 Monate. Die beiden spielen und raufen nur so miteinander;)

 
  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #10
Obwohl ich zu einem einjährigen Kater eigentlich lieber ebenfalls ein Katerchen gesellen würde...
Die Kerlchen raufen und spielen doch etwas "grober" zusammen als Mädels. Und das mag vielleicht einer zarten Dame nicht so gefallen.
Blacky ist ein Weibchen, Petra, aber ansonsten würde ich mich dir wohl anschließen. ;)

Das Problem ist nur, dass wir nicht genau wissen, ob das mit Blacky zusammen funktionieren wird. Die beiden Katzen, die wir ins Auge gefasst haben, sind beide etwa ein halbes Jahr alt (also noch nicht ganz ausgewachsen), weiblich und sollen dafür aber sehr umgänglich mit anderen Katzen sein. Kann man das versuchen oder wird die jüngere Katze Probleme bekommen?
An dieser Stelle Entschuldigung für meine verspätete Antwort, bißchen viel um die Ohren im Moment. Ich freue mich auch sehr, dass deine Mom über Zuwachs nachdenkt und einem Tierheim-Fellchen eine Chance geben möchte. :clap:

Bei geplantem Zuwachs ist grundsätzlich erst mal wichtig, dass die Katze gut sozialisiert ist. Davon abgesehen sagt man eigentlich: Ungefähr gleiches Alter (ein halbes Jahr ist absolut im Rahmen, würde ich meinen) und ein ähnliches Temperament. Blacky ist noch sehr jung, ich würde vermuten, dass auch sie (zickig hin oder her) ihren Spieltrieb eher entdeckt, als ihr (oder sie :mrgreen:) glaubt. Der Rest wird sich sowieso erst im Feldversuch zeigen.

Im Voraus kann man nie 100%ig wissen, ob es funktioniert, aber es wurden schon ganz andere Fälle vergesellschaftet, darunter auch angeblich unverträgliche Einzelkatzen, die bloß nicht die Chance (respektive Geduld der bisherigen Besitzer) hatten. Ich glaube, Blacky ist fernab davon ein Härtefall zu sein. Wie gesagt, sie ist noch blutjung, da ist die "Tür" selten schon zu. Wenn die Kandidaten, die deine Mom sich ausgeguckt hat, sehr verträglich sein sollen, sind das auf jeden Fall gute Voraussetzungen. :D
 
  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #11
Blacky ist ein Weibchen, Petra, aber ansonsten würde ich mich dir wohl anschließen. ;)

Upps, ich hatte vermutet, Blacky wäre ein Männeken...:uups:
Wenns ein Mädel ist, dürfte es mit der Vergesellschaftung mit einer der auserkorenen ja Damen überhaupt keine Schwierigkeiten geben und ich schliesse mich voll und ganz Deiner Meinung an:D
 
  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #12
Hallo!

Mein Felix war 5 Jahre alleine und ich konnte nciht feststellen das er agressiv ist. Als dann Mäxchen kam hat es gut ein halbes jahr getauert bis sich sich vertrugen und jetzt ignorien sie sich eben , allerdings wiederrum auch nicht immer. Sie fressen aus einen Napf und kuscheln sich auch mal zu zweit an mich. Wobei ich Felix bevorzuge was Mäxchen wiederrum seltsamer weiße nicht stört.

Ich bin jetzt hier nicht die Expertin, vieles wurde euch ja schon geschrieben, aber ich möchte mich den anderen anschließen das ihr Gedult braucht.

Später kam noch Percy dazu und ein Hund und nach langen hin und her sind die vier total lieb. Fressen aus einen Napf, Kuscheln sich gemeinsam mal an meinen papa oder mich, gleichzeitig haben sie aber auch jeder ihren Rückzugsort wo sie sich dann ignorieren können.
 
  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #13
Danke für die anschaulichen Beispiele! Unsere Sorge ist halt, dass wir eine Katze (oder einen Kater) aus dem Tierheim retten und sich die beiden mal ganz und gar nicht vertragen, also dass wir wochenlang nur damit beschäftigt sind die beiden nach ihren Raufereien zu verarzten. Was macht man dann mit so einem Tier? Dem Tierheim wieder zurückbringen?

Des Weiteren interessiert meine Mutter ganz gezielt, welche Konstellation erfahrungsgemäß am besten klappt. Also ob Weibchen/Weibchen oder Weibchen/Kater. Ich kann jetzt nur für die Meerschweinchenwelt sprechen, aber dort ist es auf jeden Fall bekannt, dass ein Weibchenpärchen besser miteinander klar kommt als ein Männchenpärchen. Am besten klappt es dort natürlich mit einem Männchen/Weibchen-Paar. Wir überlegen nämlich auch an einem kastrierten Kater.
 
  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #14
Unsere Sorge ist halt, dass wir eine Katze (oder einen Kater) aus dem Tierheim retten und sich die beiden mal ganz und gar nicht vertragen, also dass wir wochenlang nur damit beschäftigt sind die beiden nach ihren Raufereien zu verarzten. Was macht man dann mit so einem Tier? Dem Tierheim wieder zurückbringen?
Normalerweise kann man das Tier zurückgeben, wenn es wirklich nicht funktionieren sollte*, zumindest habe ich das bisher überall gelesen, wo ich mich nach Vermittlungstieren umgesehen habe. Im Sinne des Tierschutzes ist es schließlich nicht, wenn zwei Katzen zusammengesteckt werden, die sich auf den Tod nicht ausstehen können, sowas bedeutet Stress für alle Beteiligten und auf der Basis wird kein Tier glücklich. Folglich sollte es nicht im Interesse eines THs liegen, ein Tier "loszuwerden" und die Sache anschließend getreu dem Motto "Nach mir die Sintflut" abzuhaken.

Des Weiteren interessiert meine Mutter ganz gezielt, welche Konstellation erfahrungsgemäß am besten klappt. Also ob Weibchen/Weibchen oder Weibchen/Kater.
Das ist auch so ein Thema, über das man hervorragend diskutieren kann. :D
Häufig wird gesagt, dass Weibchen zickiger sind, bei zwei Weibchen daher die Gefahr von "Zickenterror" größer sein soll und dass Männchen ungestümer raufen, was einem Weibchen schon mal zuviel werden kann, während es bei zwei Männchen entsprechend ganz schön im Karton rappelt, wenn die sich richtig austoben. So wahr oder unwahr das alles sein mag (Ausnahmen bestätigen die Regel), belief sich das Fazit bisher weitgehend auf ein schlichtes "es muss passen", das Geschlecht ist dabei zweitrangig. Wenn die Chemie stimmt, steht einem kastrierten Kater also überhaupt nichts im Wege. :001:

* = Vorausgesetzt man hat es ehrlich versucht und den Tieren Zeit gegeben.
Für Einschätzungen in der Richtung wird häufig ein Zeitraum von 6-9 Wochen veranschlagt.
 
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  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #15
Hier Ragamuffin, schreibe von dem Account meiner Mutter aus. Das Tierchen in der Tiersammlung ist übrigens Blacky. ;)

So, heute war es so weit - wir haben Blacky eine kleine Spielkameradin besorgt. Eine vier Monate alte Katzendame namens Sina. :)

Die Sache ist nun die: Sina ist sehr klein. Erheblich kleiner als Blacky. Sie wurde als Katzenkind wohl von ihren Geschwistern ein wenig untergebuttert und hängt daher von der körperlichen Entwicklung etwas hinterher - zumindest hat man uns das so gesagt.

Erwartungsgemäß hat Blacky beim ersten Kontakt stark gefaucht und die kleine Sina hinter die Ecke gejagt. Als sie wieder daher hervorkam, haben meine Eltern sie erstmal in die Transportbox gepackt (ist so eine Stofftasche, wo man ohne Weiteres durchgucken kann). Blacky ist in der Zwischenzeit auf einen Schrank gesprungen und hat die Kleine nicht mehr aus den Augen gelassen.

Sina ist ganz entspannt, friedlich, verschmust und neugierig. Blacky ist hochgradig angespannt und gerät leicht in Rage. Eben hat Sina das Wohnzimmer erkundet. Als Blacky kam, haben wir sie zur Sicherheit erstmal wieder in die Box gepackt, so dass Blacky den Neuling begutachten kann. Nun, was soll man sagen? Blacky kam gaaaanz vorsichtig in den Raum und lässt Sina seit mindestens 10 Minuten nicht mehr aus den Augen. Sie wirkt nicht aggressiv, höchstens ein bisschen angespannt.

Meine Eltern sind momentan ein wenig ratlos, ob sie das kleine Kätzchen jetzt so ohne Weiteres herum marschieren lassen können, ohne, dass sie (stark unterlegen) böse angegriffen wird. Was würdet ihr machen?

Nachtrag: Eben hat Blacky kurzerhand die Transportbox angegriffen, aber zum Glück ist Sina darin geschützt. Sina gibt leicht "jaulende" Geräusche von sich. Keine Schmerzenslaute... ich würde es eher als ein ganz leichtes Windheulen beschreiben. Blacky ist nach einem weiteren Angriff dann erstmal von ihr gewichen. Wir haben nun Sina erstmal in einen anderen Raum gebracht, da wir fürchten, dass sie etwas Panik bekommen hat. :/

Nachtrag 2: Sina muss sich wohl zu Tode erschreckt haben, denn sie hat die halbe Transportbox vollgekotet. Wir mussten vorhin erstmal sauber machen. Blacky schnüffelt derweil im Wohnzimmer herum und sucht nach dem Neuling. Will man sie streicheln, faucht sie jeden (selbst meine Mutter) an. :(
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #16
Nachtrag 2: Sina muss sich wohl zu Tode erschreckt haben, denn sie hat die halbe Transportbox vollgekotet.
Bitte die Kleine nicht in die Box sperren. Wenn Blacky darauf rumspringt, kommt Sina sich völlig ausgeliefert vor. Sicher, Blacky kann nicht an sie ran, aber Sina kann ihr ja auch nicht ausweichen. Ehrlich gesagt, hab ich es bei sämtlichen Zusammenführungen (eigene und zahlreiche beim TSV) noch nicht erlebt, dass sich Katzen blutig gebissen haben.

Blacky schnüffelt derweil im Wohnzimmer herum und sucht nach dem Neuling. Will man sie streicheln, faucht sie jeden (selbst meine Mutter) an. :(
Keine Sorge, das ist nichts ungewöhnliches. Blacky ist erst einmal durch die fremden Gerüche irritiert.

Wenn deine Eltern zur Zusammenführung bereit sind, dann sollten sie einfach den Raum, in dem sich Sina befindet, öffnen und sich dann nicht weiter einmischen. Also, einfach Tür auf und dann ganz gewöhnlichen Tätigkeiten nachgehen.
Fauchen, Geknurre und Gezanke wird ignoriert.
 
  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #17
Aber Sina ist ja noch ziemlich klein.. und Blacky groß und stark. /:
Müssen wir da wirklich keine Angst haben?

Edit: Hatte irgendwie nicht gesehen, dass Raggamuffin den Tierchen einen ganzen Thread gewidmet hat und habe dadurch erst NACH diesem Beitrag den ganzen Thread gelesen.
Also ich denke, meine Frage hat sich erübrigt.

Es wird bestimmt alles gut! :)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Einzelgänger besonders aggressiv? Beitrag #18
Knapp einen Monat später gebe ich mal einen kleinen Nachspann, was nun aus den Katzen geworden ist.

Nun, meine Eltern haben es knapp zwei Wochen lang mit Sina und Blacky zusammen versucht. Es ist hoffnungslos. Die kleine Sina traute sich kaum vom Sofa runter, kotete sich bei jeder Gelegenheit voll und ständig gab es aggressives Gefauche und Geknurre. Am letzten Tag, wo meine Mutter entnervt aufgegeben hat, haben wir bei Sina einen sehr kleinen, dennoch sichtbaren Kratzer auf der Nase gefunden - und ein halb zugekotetes Sofa.

Sina kam aber nicht ins Tierheim zurück, sondern meine Schwester hat sich in das kleine Tierchen so verliebt, dass sie mal versuchen wollte, sie mit ihren beiden 5 Jahre alten Katzen zu vergesellschaften. Man glaubt gar nicht wie schnell und harmonisch das ablief: Sina wurde extrem schnell aufgenommen, blüht jetzt richtig und jagt schon die großen Tiere fröhlich durch die Gegend.

Auch Blacky ging es nach dem Auszug von Sina besser - auch sie blühte wieder richtig auf, was uns einfach nur sagt, dass Blacky die geborene Einzelgängerkatze ist und einen Neuankömmling höchstens irgendwann toleriert, aber niemals akzeptiert hätte. Die kleine Sina wäre aber vermutlich vorher eingegangen, bevor DAS geklappt hätte. Letzten Endes brachen wir die Zusammenführung ab, weil uns das kleine Katzentier so unendlich Leid tat.

Im Endeffekt haben wir so aber auch einen schönen Zustand erreicht. Wir wissen nun, dass Blacky besser alleine bleibt und Sina bleibt in der Familie. Es ist vielleicht nicht optimal, aber zumindest sind wir jetzt um einige Erfahrungen reicher.
 
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